Sparwatten ja nix

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… in der DDR, nicht mal Videos. Deshalb musste Jürgen Sparwasser sein Tor auf seiner persönlichen Webseite auch Bild für Bild von Hand selber malen.

Oder was ist das für eine seltsame, animierte Einrichtung dort auf der Startseite?

Merkwürdig auch, dass Jürgen Sparwasser nur Länderspiele absolvierte (siehe „Statistik“), aber kein einziges Ligaspiel. Hat man ihn wohl in der DDR immer für die Nationalmannschaft geschont. Warum dann aber doch schon so früh Schluss war mit der Nationalmannschaftskarriere, das verrät seine Webseite nicht.


[photopress:juergen_sparwasser.jpg,full,centered]

Jürgen Sparwassers Webseite.

Ein bisschen was hatte man dann doch in der DDR, nämlich Ideen dafür, wie man eine Biographie nennen könnte. Gleich drei Stück Ideen, wow, so viele. Logisch, dass man sich da einfach nicht entscheiden konnte und eben alle drei Ideen auf den Titel des Buchs drauf geschrieben hat.

„Ich, Jürgen Sparwasser, meine Biografie“.

Wir haben verstanden.

6 Kommentare

  1. Ach, Trainer, lassen Sie den Mann in Ruhe. Ohne dessen Tor hätten wir den 74er Titel nie geholt. Dis zum Spiel gegen die DDR hat sich die Mannschaft lauffaul und arrogant durchgewurschtelt, hätte es ein Unentschieden oder gar einen Zufalls-Sieg gegeben, wären wir schon in der Zwischenrunde auf Holland gestoßen und sang- und klanglos ausgeschieden. Sparwassers Tor ermöglichte uns die wesentlich leichtere Zwischenrundengruppe und die Möglichkeit, sich drei Spiele lang zu steigern, bis Holland kam. Der Mann ist ein Held.

  2. Ohne Sparwasser hätte ich als 13jähriger Bub meiner Oma in Südostberlin nähe Alte Försterei nicht zurufen können: Oma (+TanteOnkel usw.), was macht Ihr da aus dem fußballerischen Ohnmachtsbereich!?
    (Hatte die DDR denn schon 74 Internet?)

  3. Es ist allgemein unbestritten,dass Jürgen Sparwassers fußballerische Karriere mit diesem Tor ihren einzigen wirklichen Höhepunkt hatte. Ebenso unumstritten ist die Tatsache, dass die BRD im Fußball die größeren Erfolge feiern konnte.
    Gerade Sparwasser selbst hat es vermutlich nicht gut getan, nur auf dieses Tor reduziert zu werden.
    Ich persönlich finde es daher etwas unangemessen so über ihn zu urteilen, aber möglicherweise ist es auf den Druck zurückzuführen, jeden Tag etwas zu schreiben, dem ein renommierter Blogger unterliegt.

  4. Oh Gott, was für eine WebSite! Dann besser keine, Jürgen .. alter Stürmer ..

  5. Ach, die Häme gegenüber Herrn S. kann, muß aber nicht sein. Ich denke, der war/ist ein fairer Sportsmann. So eine Art Salvatore „Tòto“ Schilacci der DDR, eine Variation von „und sie tanzten nur einen Sommer“.
    Das sind meines Erachtens durchaus nicht die unsympathischsten Figuren der Sportgeschichte.

    PS.: Da muß er nicht auch noch eine Supi-dupi-homepage haben. Meine Meinung.

  6. Stimmt. Ganz schön schlecht, die Website. Ja, noch schlechter, als Konrad Duden sich ein Negativbeispiel je erhofft hatte.



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