Sportblogger-Beitrag des Jahres, Vorschlag 4:

Racingblog — „Formel Eins: Die Sache mit dem Überholen“

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Das Racingblog ist ein Mehr-Autoren-Blog, das sich dem Motorsport verschrieben hat und dabei nicht allein die Galionsfigur des Motorsports in Form der Formel 1 beleuchtet, sondern eben auch die weniger im Rampenlicht stehenden Serien wie NASCAR, BTCC oder 24h-Rennen. Dabei kann es sich einer nicht kleinen Leserschaft erfreuen, welche, wie es für Blogs häufig ist, mit Niveau und Fachwissen diskutiert.

Uns ist der Beitrag „Formel Eins: Die Sache mit dem Überholen“ aufgefallen und soll dementsprechend als Kandidat ins (sic!) Rennen um den besten Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010 gehen. Hier nur einige Ausschnitte aus dem Beitrag, allerdings immerhin ohne Werbepausen:

Das Problem ist vielschichtig und nicht leicht zu lösen. Dennoch wird schon jetzt der Ruf nach Änderungen lauter, damit die Fahrer mehr Action liefern können. Dabei wird aber auch vergessen, dass die Abstände zwischen den Teams beim Auftakt enorm groß waren. Schumacher wird mit dem Mercedes weder einen Red Bull noch einen Ferrari oder McLaren überholen, weil sein Wagen zu langsam ist.

Ich versuche das mal in vier Bereiche aufzuteilen:

1. Zu hohe Erwartungen
In jeder Saison gibt es zwei bis drei fantastische, fünf gute und ein paar brauchbare Rennen. Der Rest ist meist ein „taktischer Leckerbissen“ oder einfach langweilig. Das war aber schon immer so. Wir schauen gerne in die Vergangenheit und denken: „Mensch, damals als Häkkinen gegen Schumacher in Spa…“ oder „Senna und Prost in Suzuka“. Aber das sind Ausnahmen. Ich schaue seit 30 Jahren Formel Eins Rennen und es ist schon immer so gewesen, dass man Sonntagmittag auch gerne mal auf der Couch eingeschlafen ist.

[…]

2. Die Strecken
Wir wissen nicht erst seit gestern, dass Tielke-Strecken schwierig sind. Meist lässt sich an den GP2 Rennen des Vortags schon erkennen, wie das F1 Rennen läuft. Manchmal aber auch nicht. Abu Dhabi lieferte letztes Jahr ein gutes GP2 Rennen, das der F1 war langweilig. Die Strecken von Tielke sind meist sehr breit, aber fahrerisch durchaus anspruchsvoll (wer es nicht glaubt, sollte man eine Simulation fahren). Fahrerisch macht es also durchaus Spaß, nur sieht man das halt nicht am Fernsehen.
Klassiker wie Spa, Monza, Sao Paulo oder Montreal liefern trotzdem bessere Rennen ab, so denkt man zumindest schnell. Dann muss man aber auch sehen, dass in den letzten Jahren jedes Rennen in Spa und Sao Paulo Wetterprobleme hatte. Montreal und Monza wiederum leben allein von der extrem engen Bahn, die die Geschwindigkeit und Gefährlichkeit der Rennen besser transportiert.

[…]

3. Die Fahrzeuge
Das Problem ist einfach: die Autos erzeugen zu viel aerodynamischen und zu wenig mechanischen Grip. Anders ausgedrückt: hat der Wagen vor mir viel Aero-Grip, kann ich in der Kurve wegen der „dirty air“ nicht aufschließen. Wird die Kurvengeschwindigkeit über mechanischen Grip erreicht (z.B. breite Reifen) sieht die Sache anders aus.
Die Änderungen der FIA am Reglement für 2010 waren gut gedacht, aber man hat einen Fehler begangen, den ich nicht so ganz verstehe. Man wollte den Aero-Grip verringern, weswegen man 2009 die ganzen Flügelchen auf den Wagen verboten hat. In diesem Jahr hat man dann aber die Vorderreifen verkleinert – man halt also den wichtigen mechanischen Grip verringert, statt ihn zu erhöhen.

[…]

4. Die Teams
Kaum ein Rennen, in dem man nicht hört, der Fahrer solle diese oder jene Komponente schonen, seine Position halten oder an die Punkte denken. Eine Saison ist mit 19 Rennen sehr lang, da könnte man eigentlich sagen, dass man beim ein oder anderen Rennen einfach mal die Augen zu macht und auf Sieg fährt. Doch gleichzeitig ist die Leistungsdichte in der Serie über die gesamte Saison sehr hoch. Man kann, wie Brawn im letzten Jahr, mit dem schnellsten Auto starten, nur um am Ende doch wieder hinten dran zu sein. Es wird also taktisch gefahren.

Woran sich noch eine Aufzählung von insgesamt acht Lösungsvorschlägen für diese Problematik anschließt. Grundsätzlich ist es für diesen in Listenform agierenden argumentativen Beitrag des Autoren DonDahlmann aber ohnehin weniger sinnvoll, ihn auf Ausschnitte zu reduzieren, weshalb dem Geneigten in jedem Fall die Lektüre des Originalbeitrags „Formel Eins: Die Sache mit dem Überholen“ ans Herz gelegt wird.

Dies ist der 4. Vorschlag zur Wahl des Sportblogger-Beitrags des Jahres 2010, gleichzeitig der erste, der sich nicht mit Fußball beschäftigt. Der 5. und der 6. Vorschlag werden morgen folgen.

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