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Schlagwort: Olympique Marseille

Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Als Spieler schrammte Hans-Dieter Flick knapp am Gewinn des EC 1 vorbei, als er 1987 mit dem FC Bayern München im Finale von Wien gegen den FC Porto unterlag. Aber vielleicht holt er ja jetzt als Trainer nach, was er damals knapp verpasste. Einzug in diese Liste würde er mit seinem ersten Titel im Europapokal als Trainer aber noch nicht finden. Denn hier in dieser Liste sind alle Trainer aufgezählt, die es seit Einführung des Europapokals schafften, mindestens zwei Titel zu gewinnen. Dies unabhängig vom Wettbewerb, von denen es früher drei verschiedene gab, heute noch nur noch zwei. Was die Angelegenheit, mindestens zwei Titel zu gewinnen natürlich etwas schwieriger macht, zumal der EC 2, also der Europapokal der Pokalsieger, lange als der am einfachsten zu gewinnende galt.

Wie dem auch sei, gleich über 30 Trainern gelang dieses Kunststück, mindestens zwei Titel im Europapokal als Coach zu holen. Absoluter und alleiniger Führender ist dabei ein auch aus dem deutschen Fußball bekannter Trainer, der mit einem seiner Sprüche sogar Eingang in die deutsche Alltagssprache gefunden hat.

Liste Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Zur Erläuterung: der EC 1 ist der Europapokal der Landesmeister bis 1992 und ab 1993 die Champions League. Der Europoapokal der Pokalsieger firmiert hier als EC 2, welcher bis 1999 Bestand hatte. Und der frühere UEFA-Pokal und die heutige Europa League gelten hier als EC 3, wobei dessen Vorläufer wiederum, der Messe-Pokal, keinen Eingang in die Wertung gefunden hat.

Titel Trainer EC 1 EC 2 EC 3
5 Giovanni Trapattoni 1985, Juventus Turin 1984, Juventus Turin 1977, 1993, Juventus Turin
1991, Inter Mailand
4 Bob Paisley 1977, 1978, 1981, FC Liverpool
4 Alex Ferguson 1999, 2008, Manchester United 1983, FC Aberdeen
1991, Manchester United
4 Nereo Rocco 1963, 1969, AC Mailand 1968, 1973, AC Mailand
4 Jose Mourinho 2004, FC Porto
2014, Real Madrid
2003, FC Porto
2017, Manchester United
3 Carlo Ancelotti 2003, 2007, AC Mailand
2014, Real Madrid
3 Zinedine Zidane 2016, 2017, 2018, Real Madrid
3 Jose Llorente 1956, 1957, Real Madrid 1962, Atletico Madrid
3 Johan Cruyff 1992, FC Barcelona 1987, Ajax Amsterdam
1989, FC Barcelona
3 Udo Lattek 1974, FC Bayern München 1982, FC Barcelona 1979, Borussia M‘gladbach
3 Rafael Benitez 2005, FC Liverpool 2004, FC Valencia
FC Chelsea
3 Unai Emery 2014, 2015, 2016, FC Sevilla
2 Vicente del Bosque 2002, 2002, Real Madrid
2 Ernst Happel 1970, Feyenoord Rotterdam
1983, Hamburger SV
2 Luis Carniglia 1958, 1959, Real Madrid
2 Brian Clough 1979, 1980, Nottingham Forest
2 Dettmar Cramer 1975, 1976, FC Bayern München
2 Pep Guardiola 2009, 2011, FC Barcelona
2 Bela Guttmann 1961,1962, Benfica Lissabon
2 Helenio Herrera 1964, 1965, Inter Mailand
2 Jupp Heynckes 1998, Real Madrid
2013, FC Bayern München
2 Ottmar Hitzfeld 1997, Borussia Dortmund
2001, FC Bayer München
2 Stefan Kovacs 1972, 1973, Ajax Amsterdam
2 Miguel Munoz 1960, 1966, Real Madrid
2 Arrigo Sacchi 1989, 1990, AC Mailand
2 Raymond Goethals 1993, Olympique Marseille 1978, RSC Anderlecht
2 Louis van Gaal 1995, Ajax Amsterdam 1992, Ajax Amsterdam
2 Walerij Lobanowski 1975, 1986, Dynamo Kiew
2 Sven-Göran Eriksson 1999, Lazio Rom 1982, IFK Göteborg
2 Bill Nicholson 1963, Tottenham Hotspur 1972, Tottenham Hotspur
2 Bobby Robson 1997, FC Barcelona 1981, Ipswich Town
2 Nevio Scala 1993, AC Parma 1995, AC Parma
2 Luis Molowny 1985, 1986, Real Madrid
2 Juande Ramos 2006, 2007, FC Sevilla
2 Diego Simeone 2012, 2018, Atletico Madrid

Immerhin – oder soll man sagen nur? – vier deutsche Trainer finden sich in dieser Liste: Dettmar Cramer, Udo Lattek, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld.

Tipps, welcher Trainer als nächster folgt

Wer nicht gerade im online Casino Echtgeld verspielen will, wäre gut beraten, darauf zu wetten, welcher deutsche Trainer der nächste sein könnte. Jürgen Klopp gewann in der letzten Saison die Champions League. In dieser Saison stehen die Chancen äußerst gut, dass ein weiterer Trainer hinzukommt. Mit den Trainer Hans-Dieter Flick (FC Bayern München), Julian Nagelsmann (Rasenballsport Leipzig) und Thomas Tuchel (Paris St. Germain) stehen gleich drei deutsche Trainer im Halbfinale der Champions League. Derweil die Europa League definitiv wieder ohne deutschen Club und auch ohne deutschen Trainer ihr Endspiel bestreiten wird.

Wer also von den drei Trainern in dieser Saison die Champions League erstmals gewinnt, hat gute Chancen, schon bald in dieser Liste aufzutauchen. Alle sind noch recht jung, was für Julian Nagelsmann besonders gilt.

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Alle Fußballer des Jahres in Afrika

Die Geschichte der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres ist eng mit der einstigen Kolonialmacht vieler nord- und schwarzafrikanischer Staaten verknüpft, mit Frankreich. Denn es war die französische Fußballzeitschrift France Football, die 1970 damit begann, eine solche Wahl durchzuführen und den besten afrikanischen Spieler eines Kalenderjahres zu küren.

Anfang der 1990er begann dann der afrikanische Kontinentalverband CAF selbst damit, eine solche Wahl durchzuführen, weshalb es für 1993 und 1994 zwei Fußballer des Jahres aus Afrika gibt, ehe France Football seine eigene Wahl dann einstellte.

Auszeichnungen von France Football

Jahr Sieger Land Club
1970 Salif Keita Mali AS St. Etienne
1971 Ibrahim Sunday Ghana Asante Kotoko
1972 Cherif Souleymane Guinea Hafia FC
1973 Tshimimu Bwanga Zaire TP Mazembe
1974 Paul Moukila DR Kongo CARA Brazzaville
1975 Ahmed Faras Marokko Chabab Mohammedia
1976 Roger Milla Kamerun Tonerre Yaounde
1977 Tarak Dhiab Tunesien Esperance Sportive de Tunis
1978 Abdul Razak Ghana Asante Kotoko
1979 Thomas N‘Kono Kamerun Canon Yaounde
1980 Jean Manga Onguene Kamerun Canon Yaounde
1981 Lakhdar Belloumi Algerien GC Mascara
1982 Thomas N‘Kono Kamerun Canon Yaounde
1983 Mahmoud El-Katib Ägypten Al-Ahly Kairo
1984 Teophile Abega Kamerun Canon Yaounde, FC Toulouse
1985 Mohammed Timoumi Marokko FAR Rabat
1986 Badou Zaki Marokko WAC Casablanca, RCD Mallorca
1987 Rabah Madjer Algerien FC Porto
1988 Kalusha Bwalya Sambia Cercle Brügge, PSV Eindhoven
1989 George Weah Liberia AS Monaco
1990 Roger Milla Kamerun vereinslos
1991 Abedi Pele Ghana Olympique Marseille
1992 Abedi Pele Ghana Olympique Marseille
1993 Abedi Pele Ghana Olympique Marseille, Olympique Lyon
1994 George Weah Liberia Paris St. Germain

Auszeichnungen der CAF

Jahr Sieger Land Club
1993 Rashidi Yekini Nigeria Vitoria Setubal
1994 Emmanuel Amuneke Nigeria Zamalek SC, Sporting Lissabon
1995 George Weah Liberia PSG, AC Mailand
1996 Nwankwo Kanu Nigeria Inter Mailand, Ajax Amsterdam
1997 Victor Ikpeba Nigeria AS Monaco
1998 Mustapha Hadji Marokko Deportivo La Coruna
1999 Nwankwo Kanu Nigeria FC Arsenal
2000 Patrick M‘Boma Kamerun Cagliari Calcio, FC Parma
2001 El Hadji Diouf Senegal RC Lens
2002 El Hadji Diouf Senegal Inter Mailand
RC Lens, FC Liverpool
2003 Samuel Eto‘o Kamerun RCD Mallorca
2004 Samuel Eto‘o Kamerun RCD Mallorca, FC Barcelona
2005 Samuel Eto‘o Kamerun FC Barcelona
2006 Didier Drogba Elfenbeinküste FC Chelsea
2007 Frederic Kanoute Mali FC Sevilla
2008 Emmanuel Adebayor Togo FC Arsenal
2009 Didier Drogba Elfenbeinküste FC Chelsea
2010 Samuel Eto‘o Kamerun Inter Mailand
2011 Yaya Toure Elfenbeinküste Manchester City
2012 Yaya Toure Elfenbeinküste Manchester City
2013 Yaya Toure Elfenbeinküste Manchester City
2014 Yaya Toure Elfenbeinküste Manchester City
2015 Pierre-Emerick Aubameyang Gabun Borussia Dortmund

Sofort ins Auge fällt natürlich, dass der afrikanische Fußballer des Jahres bis 1986 mit einer Ausnahme stets bei einem afrikanischen Club zu finden war — und danach nie wieder. Ausnahmslos alle Gewinner seit 1986 spielten bei europäischen Clubs, was natürlich die Realitäten im Weltfußball adäquat widerspiegelt und gleichzeitig auch bedauerlich für den Fußball auf dem afrikanischen Kontinent ist.

Mitte der 1980er Jahre begann dann das intensive Pokern um das Glück, die besten afrikanischen Spieler in Europa unter Vertrag zu nehmen. Viele dieser Vereine wurden übrigens durch Sponsorengelder von Sportwetten – und Pokeranbieter finanziert.

Hier hatten wiederum französische (und belgische) Clubs den Vorteil, dass die Verknüpfungen zur ehemaligen Kolonialmacht besonders intensiv waren und viele afrikanische Spieler keine Sprachbarriere bei einem Wechsel zu überwinden hatten.

Inzwischen sind afrikanische Spieler natürlich in allen europäischen Ligen zu finden und die jeweils besten spielen dann auch bei den internationalen Top-Clubs wie Inter, FC Chelsea, FC Barcelona oder zuletzt Manchester City und Borussia Dortmund.

Da bei früheren Wahlen aber fast nie ein Spieler die Wahl zwei Mal gewann und erst in den letzten knapp 20 Jahren Spieler ihren Titel als „Afrikas Fußballer des Jahres“ verteidigen konnten, sind auch fast alle Spieler, die diese Auszeichnung mehr als 1x gewannen, in diesem Jahrtausend aktiv (gewesen), wie diese Auflistung zeigt:

Spieler Nationalität Auszeichnungen
Samuel Eto‘o Kamerun 4
Yaya Toure Elfenbeinküste 4
Abedi Pele Ghana 3
George Weah Liberia 3
Didier Drogba Elfenbeinküste 2
El Hadji Diouf Senegal 2
Roger Milla Kamerun 2
Thomas N‘Kono Kamerun 2
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Alle Gewinner des Goldenen Schuhs der UEFA

Von 1968 bis 1991 wurde der „Goldene Schuh“ an jenen Torschützen vergeben, der in einer der jeweils höchsten Liga der Länder der UEFA die meisten Tore erzielte. In dieser Zeit wurde die Ehrung durch die französische Zeitschrift france football vergeben.

Zwischen 1992 und 1996 wurde diese Ehrung dann nicht mehr vergeben, was zumindest jene fünf Spieler traurig stimmen dürfte, die sie in dieser Phase gewonnen hätten. Deutsche Spieler gewannen diese Wertung nur 2x, beide Male war es natürlich Gerd Müller, der europaweit die meisten Tore in einer der ersten Ligen erzielte. Aber auch ansonsten finden sich interessante Namen in dieser Liste, nicht immer waren es mit Siegern aus Rumänien, Zypern oder Österreich die absoluten Superstars des Fußballs, die am Ende einer Saison den Goldenen Schuh erhielten.

Saison Sieger Club Land Liga Tore
1967/68 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 42
1968/69 Petar Schekow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 36
1969/70 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 38
1970/71 Josip Skoblar Olympique Marseille Frankreich Division 1 44

1971/72 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 40
1972/73 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 40
1973/74 Héctor Yazalde Sporting Lissabon Portugal Primeira Divisão 46
1974/75 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 33
1975/76 Sotiris Kaiafas OmoniaNikosia Zypern First Division 39
1976/77 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 47
1977/78 Hans Krankl Rapid Wien Österreich Bundesliga 41
1978/79 Kees Kist AZ Alkmaar Niederlande Eredivisie 34
1979/80 Erwin Vandenbergh Lierse SK Belgien Erste Division 39
1980/81 Georgi Slawkow Botew Plowdiw Bulgarien A Grupa 31
1981/82 Wim Kieft Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 32
1982/83 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 36
1983/84 Ian Rush FC Liverpool England First Division 32
1984/85 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 39
1985/86 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 37
1986/87 Rodion Camataru Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 44
Anton Polster FK Austria Wien Österreich Bundesliga 39
1987/88 Tanju Çolak Galatasaray Türkei 1. Lig 39
1988/89 Dorin Mateus Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 43
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid Spanien Primera División 38
Christo Stoitschkow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 38
1990/91 Darko Pancev Roter Stern Belgrad Jugoslawien Prva Liga 34

Interessant ist in dem Zusammenhang natürlich die Frage, welche von den vielen existierenden denn wohl die beste Liga der Welt ist oder in dem Falle zumindest die beste Liga Europas. Bei der Wertung des Goldenen Schuhs hat man es mit der Wiedereinführung dieser Ehrung so geregelt, dass die Ligen entsprechend ihrer Spielstärke einen Faktor zugewiesen erhalten, mit dem die Zahl der Tore eines Spielers multipliziert wird, um schließlich am Ende einen vergleichbaren Wert zu erhalten. So erhält beispielsweise die zypriotische Liga den Wert „1″, während die Primera Division mit dem Faktor „2″ in die Wertung eingeht. Seit der Wiedereinführung des „Goldenen Schuhs“ im Jahr 1997 sieht die Siegerliste wie folgt aus:

Saison Sieger Club Land Liga Tore Pkte
1996/97 Ronaldo FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
1997/98 Nikolaos Machlas Vitesse Arnheim Niederlande Eredivisie 34 68
1998/99 Mário Jardel FC Porto Portugal Primeira Divisão 36 72
1999/2000 Kevin Phillips AFC Sunderland England Premier League 30 60
2000/01 Henrik Larsson Celtic Glasgow Schottland Premier League 35 52,5
2001/02 Mário Jardel Sporting Lissabon Portugal Primeira Liga 42 63
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña Spanien Primera División 29 58
2003/04 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 30 60
2004/05 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 25 50
Diego Forlán FC Villarreal Spanien Primera División 25 50
2005/06 Luca Toni AC Florenz Italien Serie A 31 62
2006/07 Francesco Totti AS Rom Italien Serie A 26 52
2007/08 Cristiano Ronaldo Manchester United England Premier League 31 62
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid Spanien Primera División 32 64
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 40 80
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 50 100
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 46 92
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 31 62
Luis Suárez FC Liverpool England Premier League 31 62
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 48 96
2015/16 Luis Suarez FC Barcelona Uruguay La Liga 40 80
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 37 74
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 34 68
2018/19 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 36 72

Ein wenig erinnert das Ganze natürlich schon an die Vorgehensweise im US-Sport, wo man beispielsweise in der NBA alles nur Denkbare an Zahlen zusammensammelt und auch diese vergleichbar macht, Durchschnittswerte berechnet etc. pp. Das ist im Fußball zwar auch immer mehr in Mode, Preise verleiht man zum Glück aber immer noch nur für den besten Torschützen und eventuell für den besten Scorer oder den besten Vorlagengeber. Sowie natürlich auch eine Wertung für den besten Torhüter und den besten Fußballer allgemein, ohne Rücksicht auf die Zahl der Tore zu nehmen.

Bisher gewannen nur wenige Spieler diese Wertung mehr als ein Mal, in letzter Zeit häuft sich ein solches Ereignis allerdings. Hier also die Liste aller Spieler, die mehr als ein Mal den Goldenen Schuh Europas gewannen:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 6x
Cristiano Ronaldo 4x
Gerd Müller 2x
Thierry Henry 2x
Diego Forlan 2x
Eusebio 2x
Mario Jardel 2x
Fernando Gomes 2x
Dudu Georgescu 2x
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Alle Welttorhüter des Jahres

Schon seit 1987, anfangs eher unbemerkt, in den letzten Jahren deutlich mehr in den Fokus gerückt, führt die IFFHS jährlich die Wahl zum Welttorhüter des Jahres durch. Bemerkenswert, dass eine solche Wahl nicht von der FIFA selbst ausgerichtet wird, doch bleibt es zunächst dabei, dass die IFFHS diese Wahl von „ausgewählten Experten und Fachleuten“ vornehmen lässt. Dabei ist allerdings bis heute unklar, wer zu dieser Jury gehört.

Völlig klar sind aber die Ergebnisse, die in der folgenden Liste dargestellt werden, mit den Namen der Granden des Torhüterspiels, eine ganz eigene Disziplin innerhalb des Fußballs. Man trifft auf Welt- und Europameister, aber – eher selten für derartige Wahlen – auch auf Torhüter die keine internationalen Titel gewannen, zumindest nicht mit ihrer Nationalmannschaft. Während man ansonsten ähnlich der Wahl zum Weltfußballer des Jahres meist so vorgeht, dass in einem WM-Jahr auch ein Spieler des Weltmeisters diese Wahl gewinnt.

Jahr Welttorhüter Nation Verein
1987 Jean-Marie Pfaff Belgien FC Bayern München
1988 Rinat Dassajew UdSSR Spartak Moskau / FC Sevilla
1989 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1990 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1991 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1992 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1993 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1994 Michel Preud‘homme Belgien KV Mechelen / Benfica
1995 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1996 Andreas Köpke Deutschland Eintracht Frankfurt / Olympique Marseille
1997 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1998 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1999 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2000 Fabien Barthez Frankreich AS Monaco / Manchester United
2001 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2002 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2003 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2004 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2005 Petr Cech Tschechien FC Chelsea
2006 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2007 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2008 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2009 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2010 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2011 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2012 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2013 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2014 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2015 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2016 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2017 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2018 Thibaut Courtois Belgien Real Madrid
2019 Alisson Becker Brasilien FC Liverpool

Was das Ganze etwas undurchsichtig macht, ist der Umstand, dass niemand die IFFHS dazu autorisiert hat, diese Wahlen durchzuführen. Nirgendwo werden Ergebnisse der Abstimmungen veröffentlicht, noch weiß man, welche Journalisten teilnehmen. Die üblichen Verdächtigen von der Wahl zum Weltfußballer des Jahres und zum Fußballer des Jahres in Europa sind nicht darunter zu finden.

Vielleicht gerade deshalb ist es auch reizvoll, jedes Jahr aufs Neue auf den Ausgang dieser Wahl zu wetten. Das ist zum Beispiel bei www.onlinesportwetten.net möglich, mit spannenden Quoten und Konstellationen vor der Wahl zum Welttorhüter des Jahres. Wem eher nach wöchentlicher Beschäftigung mit den Leistungen der besten Torhüter der Welt ist, der wird sich eben den Spielen der Clubs der jeweiligen Torhüter zuwenden, sofern diese noch aktiv sind. Aus der aktuellen Siegerliste gilt das immerhin für die letzten vier verschiedenen Torhüter: Gianluigi Buffon, Petr Cech, Iker Casillas und Manuel Neuer. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer in diesem Jahr diese Auszeichnungen erhalten wird.

Alles in allem bringt das die folgende Liste der Zahl der Auszeichnungen zum Welttorhüter des Jahres pro Torhüter, mit einem klar Führenden, der dennoch nun bei Real Madrid aussortiert wurde (dieser Text stammt von 2015). Immerhin drei Deutsche befinden sich in der Liste, eigentlich nicht allzu erstaunlich, sieht man sich doch hier weiterhin als „Torhüternation“. Doch, wie die Liste zeigt: auch andere Länder haben schöne Torhüter.

Torhüter Auszeichnungen
Iker Casillas 5x
Gianluigi Buffon 5x
Manuel Neuer 4x
Oliver Kahn 3x
Walter Zenga 3x
Jose Luis Chilavert 3x
Peter Schmeichel 2x
Petr Cech 1x
Jean-Marie Pfaff 1x
Andreas Köpke 1x
Michel Preud‘homme 1x
Rinat Dassajew 1x
Fabien Barthez 1x
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Alle Trainer der Champions-League-Sieger

Anders als in der Frühzeit dieses Wettbewerbs, als er noch Europapokal der Landesmeister hieß, gelang es keinem Verein und damit – nicht zwingenderweise, aber es ist eben so – auch keinem Trainer mehr, den Titel in diesem Wettbewerb zu verteidigen. Dabei fing es genau damit an, als zuerst José Villalonga Llorente zwei Mal in Folge mit Real Madrid den Titel gewann und direkt im Anschluss Luis Antonio Carniglia dasselbe Künststück ebenfalls mit Real Madrid gelang.

Es folgten vor der Umwandlung in die Champions League noch viele weitere, gemessen an der geringen Zeit, die zur Verfügung stand. Belá Guttmann gelang es mit Benfica, ebenfalls erst kurz nach der Einführung, diesem folgte Helenio Herrera mit zweimaligem Titelgewinn mit Inter Mailand. Dann war es Rinus Michels, der zwei Mal in Folge mit Ajax Amsterdam gewann.

Es folgten sechs weitere Jahre mit jeweils einem zweimaligen Gewinner als Trainer: Dettmar Cramer mit dem FC Bayern München, Bob Paisley mit dem FC Liverpool und der legendäre Brian Clough mit Nottingham Forest. Dann dauerte es allerdings fast ein Jahrzehnt, bis das nächste und allgemein das letzte Mal ein Trainer zwei Mal in Folge den Titel gewann: Arrigo Sacchi 1989 und 1990 mit dem AC Mailand. Seitdem versucht die Trainerzunft vergeblich, mal wieder ein doppelten Titelgewinn direkt hintereinander zu bewerkstelligen, wie die komplette Liste zeigt:

Jahr Trainer Nation Club
1955/1956 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1956/1957 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1957/1958 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1958/1959 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1959/1960 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1960/1961 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1961/1962 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1962/1963 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1963/1964 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1964/1965 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1965/1966 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1966/1967 Jock Stein Schottland Celtic Glasgow
1967/1968 Matt Busby Schottland Manchester United
1968/1969 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1969/1970 Ernst Happel Österreich Feyenoord Rotterdam
1970/1971 Rinus Michels Spanien Ajax Amsterdam
1971/1972 Rinus Michels Niederlande Ajax Amsterdam
1972/1973 Stefan Kovacs Rumänien Ajax Amsterdam
1973/1974 Udo Lattek Deutschland FC Bayern München
1974/1975 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1975/1976 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1976/1977 Bob Paisley England FC Liverpool
1977/1978 Bob Paisley England FC Liverpol
1978/1979 Brian Clough England Nottingham Forest
1979/1980 Brian Clough England Nottingham Forest
1980/1981 Bob Paisley England FC Liverpool
1981/1982 Tony Barton England Aston Villa
1982/1983 Ernst Happel Österreich Hamburger SV
1983/1984 Joe Fagan England FC Liverpool
1984/1985 Giovanni Trapattoni Italien Juventus
1985/1986 Emerich Jenei Rumänien Steaua Bukarest
1986/1987 Artur Jorge Portugal FC Porto
1987/1988 Guus Hiddink Niederlande PSV Eindhoven
1988/1989 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1989/1990 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1990/1991 Ljupko Petrovic Jugoslawien Roter Stern Belgrad
1991/1992 Johan Cruyff Niederlande FC Barcelona
1992/1993 Raymond Goethals Belgien Olympique Marseille
1993/1994 Fabio Capello Italien AC Mailand
1994/1995 Louis van Gaal Niederlande Ajax Amsterdam
1995/1996 Marcello Lippi Italien Juventus Turin
1996/1997 Otmar Hitzfeld Deutschland Borussia Dortmund
1997/1998 Jupp Heynckes Deutschland Real Madrid
1998/1999 Alex Ferguson Schottland Manchester United
1999/2000 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2000/2001 Ottmar Hitzfeld Deutschland FC Bayern München
2001/2002 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2002/2003 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2003/2004 José Mourinho Portugal FC Porto
2004/2005 Rafael Benitez Spanien FC Liverpool
2005/2006 Frank Rijkaard Niederlande FC Barcelona
2006/2007 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2007/2008 Alex Ferguson Schottland Manchester United
2008/2009 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2009/2010 José Mourinho Portugal Inter Mailand
2010/2011 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2011/2012 Roberto di Matteo Italien FC Chelsea
2012/2013 Jupp Heynckes Deutschland FC Bayern München
2013/2014 Carlo Ancelotti Italien Real Madrid
2014/2015 Luis Enrique Spanien FC Barcelona
2015/2016 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2016/2017 Zinedine Zidane Spanien Real Madrid
2017/2018 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2018/2019 Jürgen Klopp Deutschland FC Liverpool
2019/2020 Hans-Dieter Flick Deutschland FC Bayern München

Dabei waren auch seit Einführung der Champions League durchaus mehrere Trainer dabei, die mehr als einen Titel gewannen, jedoch nicht in unmittelbarer Folge.

Einige kamen sogar bereits auf drei Titel insgesamt, auch seit der Umwandlung des Wettbwerbs, nicht erst in den frühen Jahren, beispielsweise Carlo Ancelotti. Dabei gab es allerdings wiederum nur ganz wenige, die mit zwei verschiedenen Clubs diese Leistung auf die Matte oder besser auf den Fußballplatz brachten.

Eine von diesen wenigen Personen war Ernst Happel, der „Zocker“, nicht nur auf dem Spielfeld mit seinen Mannschaften, sondern auch in echten Casinos. 11Freunde berichten davon, dass man sich auch mal zusammen aufgemacht habe, also Spieler und Trainer zu Zeiten beim HSV, um im Casino spielen zu gehen. Trotz ihrer Prominenz dürfte es bei ihnen damals allerdings nicht ohne Einzahlung möglich gewesen sein, ein wenig Spaß beim Spielen zu haben, wie es beim verlinkten Anbieter angeboten wird.

Ein anderer mit zwei verschiedenen Clubs siegreicher Spieler ist ebenfalls ein deutschsprachiger Trainer – Ernst Happel war bekanntlich Österreicher – nämlich Ottmar Hitzfeld. Während Happel mit Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV gewann, somit zwei Clubs aus verschiedenen Ländern, welche beide nicht seine Heimatländer waren, gelang Ottmar Hitzfeld der Coup 1997 mit Borussia Dortmund und 2001 mit Bayern München, somit mit zwei Vereinen aus seinem Heimatland.

Dritter im Bunde dieser einsamen Riege an Trainern, die mit zwei verschiedenen Clubs die Champions League gewannen ist natürlich José Mourinho, dem das 2004 als Nobody mit dem FC Porto gelang sowie 2010 mit Inter Mailand – zufälligerweise gegen seinen alten Lehrmeister Louis van Gaal, der damals den FC Bayern trainierte, den unterlegenen Finalgegner.

Auch er bekannt als absoluter Zocker unter den Trainern, wenn auch in einer etwas anderen Art als es Ernst Happel zu sein pflegte. Bei Mourinho weiß man stets, dass es ihm nicht um Schönheitspreise, sondern um Erfolg geht. Und dazu sind ihm alle Mittel Recht. Wer selber ähnlich tickt und es ihm weniger auf Ästhetik als auf den Spaß am Gewinnen ankommt, der wird bei Stargames Casino fündig und vielleicht glücklich. Anders als in der Champions League ist es dort nämlich keineswegs extrem schwierig, mehrere Male in Folge zu gewinnen.

Vierter dieser Trainer ist Jupp Heynckes, der erst mit Real Madrid und dann mit dem FC Bayern München erfolgreich war, seine Karriere aber mittlerweile beendet hat.

Bei der Gesamtzahl der Titel, die Trainer in der Champions League und im Europapokal der Landesmeister gewonnen haben, führt übrigens nur für den Laien überraschend ein Engländer, der gleich 3x mit dem FC Liverpool die Trophäe gewann. Pep Guardiola könnte ebenso wie José Mourinho in Kürze gleichziehen. Die deutschen Sieger-Trainer sind allerdings allesamt nicht mehr aktiv (Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Dettmar Cramer) oder kürzlich verstorben (Udo Lattek).

Hier sind alle Trainer aufgeführt, welche mehr als einen Titel „ercoachten“ (Stand 2016):

Trainer Nation Titel
Bob Paisley England 3
Carlo Ancelotti Italien 3
Vicente del Bosque Spanien 2
Luis Antonio Carniglia Argentinien 2
Brian Clough England 2
Dettmar Cramer Deutschland 2
Alex Ferguson Schottland 2
Pep Guardiola Spanien 2
Belá Guttmann Ungarn 2
Ernst Happel Österreich 2
Helenio Herrera Argentinien 2
Ottmar Hitzfeld Deutschland 2
Jupp Heynckes Deutschland 2
José Villalonga Llorente Spanien 2
Rinus Michels Niederlande 2
José Mourinho Portugal 2
Nereo Rocco Italien 2
Arrigo Sacchi Italien 2
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Alle Torschützenkönige in Frankreich

Obwohl erst seit der Nachkriegszeit eine echte landesweite Meisterschaft in Frankreich ausgespielt wird, erscheinen hier schon Torschützenkönige von vor dem Krieg. Dies sind natürlich wissenswert, wurden aber nicht in einem landesweiten Wettbewerb errungen.

Saison Name Mannschaft Tore
2019/2020 - - -
2018/2019 - - -
2017/2018 Edinson Cavani Paris Saint-Germain 22
2016/2017 Edinson Cavani Paris Saint-Germain 28
2015/2016 Zlatan Ibrahimovic Paris Saint-Germain 38
2014/2015 Alexandre Lacazette Olympique Lyon 27
2013/2014 Zlatan Ibrahimovic Paris Saint-Germain 26
2012/2013 Zlatan Ibrahimovic Paris Saint-Germain 30
2011/2012 Olivier Giroud Montpellier HSC 21
Nenê Paris Germain 21
2010/2011 Moussa Sow Lille OSC 22
2009/2010 Mamadou Niang Olympique Marseille 18
2008/2009 André-Pierre Gignac Toulouse FC 24
2007/2008 Karim Benzema Olympique Lyon 20
2006/2007 Pauleta Paris Saint-Germain 15
2005/2006 Pauleta Paris Saint-Germain 21
2004/2005 Alexander Frei Stade Rennes 20
2003/2004 Djibril Cissé AJ Auxerre 26
2002/2003 Shabani Nonda AS Monaco 26
2001/2002 Djibril Cissé AJ Auxerre 22
Pauleta Girondins Bordeaux 22
2000/2001 Anderson Olympique Lyon 22
1999/2000 Anderson Olympique Lyon 23
1998/1999 Sylvain Wiltord Girondins Bordeaux 22
1997/1998 Stéphane Guivarc‘h AJ Auxerre 21
1996/1997 Stéphane Guivarc‘h Stade Rennes 22
1995/1996 Anderson AS Monaco 21
1994/1995 Patrice Loko FC Nantes 22
1993/1994 Youri Djorkaeff AS Monaco 20
Roger Boli RC Lens 20
Nicolas Ouédec FC Nantes 20
1992/1993 Alen Boksic Olympique Marseille 22
1991/1992 Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 27
1990/1991 Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 23
1989/1990 Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 30
1988/1989 Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 22
1987/1988 Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 19
1986/1987 Bernard Zenier FC Metz 18
1985/1986 Jules Bocande FC Metz 23
1984/1985 Vahid Halilhodzic FC Nantes 27
1983/1984 Patrice Garande AJ Auxerre 21
Dennis Onnis Sporting Toulon 21
1982/1983 Vahid Halilhodzic FC Nantes 27
1981/1982 Delio Onnis Tours FC 29
1980/1981 Delio Onnis Tours FC 24
1979/1980 Erwin Kostedde Stade Laval 21
Delio Onnis AS Monaco 21
1978/1979 Carlos Bianchi Paris Saint-Germain 27
1977/1978 Carlos Bianchi Paris Saint-Germain 37
1976/1977 Carlos Bianchi Stade Reims 28
1975/1976 Carlos Bianchi Stade Reims 34
1974/1975 Delio Onnis AS Monaco 30
1973/1974 Carlos Bianchi Stade Reims 30
1972/1973 Josip Skoblar Olympique Marseille 26
1971/1972 Josip Skoblar Olympique Marseille 30
1970/1971 Josip Skoblar Olympique Marseille 44
1969/1970 Hervé Revelli AS Saint-Étienne 28
1968/1969 André Guy Olympique Lyon 25
1967/1968 Étienne Sansonetti AC Ajaccio 26
1966/1967 Hervé Revelli AS Saint-Étienne 31
1965/1966 Philippe Gondet FC Nantes 36
1964/1965 Jacky Simon FC Nantes 24
1963/1964 Ahmed Oudjani RC Lens 30
1962/1963 Serge Masnaghetti Valenciennes FC 35
1961/1962 Sékou Touré Montpellier HSC 25
1960/1961 Roger Piantoni Stade Reims 28
1959/1960 Just Fontaine Stade Reims 28
1958/1959 Thadée Cisowski Racing Club de France 30
1957/1958 Just Fontaine Stade Reims 34
1956/1957 Thadée Cisowski Racing Club de France 33
1955/1956 Thadée Cisowski Racing Club de France 31
1954/1955 René Bliard Stade Reims 30
1953/1954 Édouard Kargulewicz Girondins Bordeaux 27
1952/1953 Karl Gunnar Andersson Olympique Marseille 35
1951/1952 Karl Gunnar Andersson Olympique Marseille 31
1950/1951 Roger Piantoni AS Nancy 28
1949/1950 Jean Grumellon Stade Rennes 25
1948/1949 Pépi Humpal FC Sochaux 26
Jean Baratte Lille OSC 26
1947/1948 Jean Baratte Lille OSC 31
1946/1947 Pierre Sinibaldi Stade Reims 33
1945/1946 Rene Bihel Lille OSC 28
1938/1939 Roger Courtois FC Sochaux 27
Désiré Koranyi FC Sète 27
1937/1938 Jean Nicolas FC Rouen 26
1936/1937 Oskar Rohr RC Strasbourg 30
1935/1936 Roger Courtois FC Sochaux 34
1934/1935 Andre Abegglen FC Sochaux 30
1933/1934 Istvan Lukacs FC Sète 28
1932/1933 Walter Kaiser Stade Rennes 15
Robert Mercier Club Francais Paris 15

Was auffällt beim Betrachten der langen Liste mit illustren Namen, ist die von Anfang an hohe Zahl der Ausländer, die jeweils die meisten Tore in der höchsten französischen Spielklasse erzielte. Im deutschen Fußball musste darauf bis in die 1980er Jahre hinein gewartet werden, Frankreich war da — und offensichtlich nicht aufgrund seiner Kolonialgeschichte — weitaus offener für Einflüsse aus anderen Ländern.

Ebenso bemerkenswert ist die lange Serie an Siegen von Jean-Pierre Papin, von der es in den wenigsten anderen höherklassigen internationalen Ligen etwas Vergleichbares gab. Gleich fünf Mal in Folge gewann er diese Wertung von 1988 bis 1992. Später in der Bundesliga sollte ihm das nicht mehr vergönnt sein.

Es ist aber auch leicht zu sehen, dass in der französischen Liga viel Abwechslung herrscht. Das mag manchmal beim Blick auf die Meisterschaften anders wirken, tatsächlich hat aber bislang eher selten ein Spieler seine Krone verteidigt. Ein guter Anlass sich mit dieser Frage als Thema einer Sportwette bei Tipico zu befassen und vielleicht sein Glück (in Bezug auf Wetten) jenseits des Rheins zu versuchen. Zudem hat man auf diese Weise langfristig etwas zum Mitfiebern beim Verfolgen einer Saison, zum anderen steht vielleicht am Ende der große Zahltag an.

Heutzutage ist es bekanntlich einfacher möglich, sich über die Stars oder auch einfach nur Fußballspieler in den diversen Ligen zu informieren, insbesondere für die großen fünf mangelt es nicht an Möglichkeiten, sich die nötigen Informationen anzueignen. Dann lohnt eben auch mal eine Tipico Wette auf Fußball in Frankreich oder eben so ein Detail wie den Torschützenkönig dieser Liga. Wobei es oft auch schon einzelne Spiele sind, bei denen man wetten kann, wer genau wann wie oft treffen wird.

In einer Liga, in der mit Zlatan Ibrahimovic ein ausgemacht europäischer Schützenkönig tätig ist, sollte das vielleicht gar nicht so schwierig sein.

Doch eins ist auch Zlatan Ibrahimovic noch nicht gelungen: den fünffachen Sieger Jean-Pierre Papin abzulösen. Dafür hat er ja noch ein wenig Zeit, auch wenn sein Karriereende in Sicht sein dürfte.

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Alle Torschützenkönige der Champions League sowie des Europapokals der Landesmeister

Wie schon bei der Liste der Torschützenkönige des UEFA-Pokals bzw. der Europa League muss man darauf hinweisen, dass die absoluten Zahlen der jeweiligen Torschützenkönige pro laufender Saison nicht unbedingt vergleichbar sind. Zu unterschiedlich sind die Modi und die daraus resultierende Anzahl der Spiele in den jeweiligen Phasen ihrer Existenz gewesen, als dass man ernsthaft die Rekordtorzahl von Lionel Messi mit jenen von beispielsweise Gerd Müller vergleichen könnte. Der Europapokal der Landesmeister war, wie der Name schon sagt, ein echter Pokalwettbewerb mit KO-Spielen von Anfang an. Dagegen ist die Champions League, ebenfalls wie der Name sagt, zumindest in seiner ersten Phase ein Ligenwettbewerb – mit dementsprechend deutlich mehr Partien und somit auch mehr Zeit, überhaupt Tore zu erzielen.

Aus dem Grund, dass die Champions League aber den historischen Nachfolger des Europapokals der Landesmeister dartellt, sind hier also alle Torschützenkönige seit Gründung dieses Wettbewerbs in einer Liste erfasst. Diese Liste umfasst die folgenden oft klangvollen und manchmal weniger bekannten Namen:

Jahr Spieler Nation Club Tore
1955/56 Milos Milutinovic Jugoslawien Partizan Belgrad 8
1956/57 Dennis Viollet England Manchester United 9
1957/58 Alfredo di Stefano Spanien Real Madrid 10
1958/59 Just Fontaine Frankreich Stade Reims 10
1959/60 Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 10
1960/61 Jose Aguas Portugal Benfica Lissabon 11
1961/62 Bent Löfqvist Dänemark B 1903 Odense 7
Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 7
Alfredo Di Stefano Spanien Real Madrid 7
Heinz Strehl Deutschland 1. FC Nürnberg 7
Justo Tejada Spanien Real Madrid 7
1962/63 Jose Altafini Italien AC Mailand 14
1963/64 Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 7
Vladimir Kovacevic Jugoslawien Partizan Belgrad 7
Sandro Mazzola Italien Inter Mailand 7
1964/65 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 9
Jose Augusto Torres Portugal Benfica Lissabon 9
1965/66 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 7
Florian Albert Ungarn Ferencvaros 7
1966/67 Jürgen Piepenburg DDR ASK Vorwärts Berlin 6
Paul van Himst Belgien RSC Anderlecht 6
1967/68 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 6
1968/69 Denis Law Schottland Manchester United 9
1969/70 Mick Jones England Lees United 7
Ove Kindvall Schweden Feyenoord Rotterdam 7
1970/71 Antonis Antonianidas Griechenland Panathinaikos 10
1971/72 Johan Cruyff Niederlande Ajax Amsterdam 5
Lou Macari Schottland Celtic Glasgow 5
Silvester Takac Jugoslawien Standard Lüttich 5
Antal Dunai Ungarn Ujpest Budapest 5
1972/73 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 12
1973/74 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 8
1974/75 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 5
Eduard Markarow UdSSR FC Ararat Jerewan 5
1975/76 Jupp Heynckes Deutschland FC Bayern München 6
1976/77 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 5
Franco Cucinotta Italien FC Zürich 5
1977/78 Allan Simonsen Dänemark Bor. Mönchengladbach 5
1978/79 Claudio Sulser Schweiz Grasshopper Zürich 11
1979/80 Sören Lerby Dänemark Ajax Amsterdam 10
1980/81 Karl-Heinz Rummenigge Deutschland FC Bayern München 6
Graeme Souness Schottland FC Liverpool 6
Terry McDermott England FC Liverpool 6
1981/82 Dieter Hoeneß Deutschland FC Bayern München 7
1982/83 Paolo Rossi Italien Juventus 6
1983/84 Wiktor Sokal UdSSR Dinamo Minsk 6
1984/85 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 7
1984/85 Michel Platini Frankreich Juventus 7
1985/86 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 6
1986/87 Borislav Cvetkovic Jugoslawien Roter Stern Belgrad 7
1987/88 Ally McCoist Schottland Glasgow Rangers 4
Georghe Hagi Rumänien Steaua Bukarest 4
Jean-Marc Ferrari Frankreich Girondins Bordeaux 4
Michel Spanien Real Madrid 4
Rabah Madjer Algerien FC Valencia 4
Rui Aguas Portugal Benfica Lissabon 4
1988/89 Marco van Basten Niederlande AC Mailand 9
1989/90 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 7
1989/90 Romário Brasilien PSV Eindhoven 7
1990/91 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 6
Peter Pacult Österreich FC Tirol 6
1991/92 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 5
Sergej Juran Russland Benfica Lissabon 5
1992/93 Romário Brasilien PSV Eindhoven 7
1993/94 Wynton Rufer Neuseeland Werder Bremen 8
Ronald Koeman Niederlande FC Barcelona 8
1994/95 George Weah Liberia Paris St. Germain 8
1995/96 Jari Litmanen Finnland Ajax Amsterdam 9
1996/97 Milinko Pantic Jugoslawien Atlético Madrid 5
1997/98 Alessandro Del Piero Italien Juventus 10
1998/99 Andrij Schewtschenko Ukraine Dynamo Kiew 8
1998/99 Dwight Yorke Trinidad & Tobago Manchester United 8
1999/00 Raúl Spanien Real Madrid 10
Rivaldo Brasilien FC Barcelona 10
Mario Jardel Brasilien FC Porto 10
2000/01 Raúl Spanien Real Madrid 9
2001/02 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 10
2002/03 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 12
2003/04 Fernando Morientes Spanien AS Monaco 9
2004/05 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 8
2005/06 Andrij Schewtschenko Ukraine AC Mailand 9
2006/07 Kaká Brasilien AC Mailand 10
2007/08 Cristiano Ronaldo Portugal Manchester United 8
2008/09 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 9
2009/10 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 8
2010/11 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 12
2011/12 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 14
2012/13 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 12
2013/14 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 17
2014/15 Cristiano Ronaldo
Lionel Messi
Neymar
Portugal
Argentinien
Brasilientd>
Real Madrid
FC Barcelona
FC Barcelona
10
10
10
2015/16 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 16
2016/17 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 12
2017/18 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 15
2018/19 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 12
2019/20 Robert Lewandowski Polen FC Bayern München 15

Wer die gesamte Liste überblickt, erkennt, dass die ganz langen Dominanzphasen wie aktuell vom Ausnahmetalent Lionel Messi und seinem ewigen Konkurrenten Cristiano Ronaldo eher nicht die Regel in diesem Wettbewerb sind, obwohl sich seit geraumer Zeit gleich mehrere Mannschaften aus einer Liga für die Champions League qualifizieren können.

Insofern wird es auch in Zukunft wieder spannend sein, vor der Saison zu wetten, welcher der Stars (oder Außenseiter?) es in der kommenden Saison schaffen wird, sich die Torjägerkrone im Königswettbewerb des europäischen Vereinsfußballs aufzusetzen.

Wer sich nicht allein mit der Frage der Torschützenkönige in der Champions League befassen will, der kann sich online auch anderweitig vergnügen. Dies ist zum Beispiel bei Online Sportwetten möglich, und auch wenn dies ein österreichischer Anbieter ist, so kann von überall aus dort mitgemacht werden.

Bemerkenswert ist in der Champions League übrigens weiterhin, dass seit ihrer Einführung kein einziger Club seinen CL-Titel verteidigen konnte – ganz anders als es bei den Torschützenkönigen aussieht. Hier war Lionel Messi rekordmäßige vier Mal in Folge der beste Schütze des gesamten Wettbewerbs, auch Cristiano Ronaldo verteidigte seinen Titel zuletzt. Davor war die auch schon Ruud van Nistelrooy gelungen und das bei gerade mal wenig mehr als 20 Saisons, die die Königsklasse in dieser Form existiert.

Einziger Afrikaner übrigens bislang, der in der Champions League die meisten Tore erzielte, ist George Weah aus Liberia, der trotz aller weiteren starken Spieler vom schwarzen Kontinent der einzige bleibt. Damals gelang ihm dies übrigens in den Farben von Paris Saint Germain, welches in letzter Zeit stark aufgerüstet hat, auf seinen eigenen ersten Champions-League-Titel allerdings erstmal noch weiter wird warten müssen. Ein wenig Hintergrund zu George Weah findet man zum Beispiel beim kicker, auch wenn derzeit wohl eher die aktuellen Stars der Champions League interessieren dürften. Messi, Ronaldo – und vielleicht auch bald Thomas Müller, der zu seine Namensvetter Gerd Müller in diese Liste dazustoßen kann.

Die Liste der häufigsten Torschützenkönige (nur in der CL) sieht ganz oben jedenfalls so aus:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 4x
Cristiano Ronaldo 3x
Ruud van Nistelrooy 3x
Andrij Schewtschenko 2x
Raúl 2x

Da alle übrigen nicht mehr (in der CL) aktiv sind, bleibt es an den beiden Ersten, ihre Bilanz weiter zu verbessern.

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Meiste Tore eines Spielers in einem Champions-League-Spiel

Es gibt doch tatsächlich einen Super-Super-Bestwert im Fußball, den Lionel Messi nicht alleine hält. Der Co-Rekordhalter ist sogar ein im deutschen Fußball nicht unbekannter, wenn auch kein Deutscher.

Einige Deutsche finden sich aber sehr wohl in der Liste der Spieler mit den meisten Toren in einem Champions-League-Spiel, wenn auch nicht auf dem ersten Rang.

Sören Lerby 24.10.79 Ajax Amsterdam - Omonia Nikosia 10:0 5
Lionel Messi 7.3.12 FC Barcelona - Bayer Leverkusen 7:1 5
Mario Gomez 13.3.12 FC Bayern München - FC Basel 7:0 4
Robert Lewandowski 24.4.13 Borussia Dortmund - Real Madrid 4:1 4
Zlatan Ibrahimovic 23.10.13 RSC Anderlecht - Paris St. Germain 0:5 4
Jupp Heynckes 1.10.75 FC Wacker Innsbruck - Borussia Mönchengladbach 1:6 4
Ton Blanker 3.10.79 Ajax Amsterdam - HJK Helsinki 8:1 4
Ferenc Puskas 18.5.60 Real Madrid - Eintracht Frankfurt 7:3 4
Fernando Gomes 17.9.86 FC Porto - Rabat Ajax 9:0 4
Marco van Basten 6.10.88 AC Mailand - Levski Sofia 5:2 4
Rabah Madjer 3.10.90 FC Portadown - FC Porto 1:8 4
Hugo Sanchez 24.10.79 Real Madrid - FC Wacker Innsbruck 9:1 4
Alan Smith 18.9.91 FC Arsenal - Austria Wien 6:1 4
Sergej Juran 18.9.91 Hamrun Spartans - Benfica Lissabon 0:6 4
Simone Inzaghi 14.3.00 Lazio Rom - Olympique Marseille 5:1 4
Dado Prso 5.11.03 AS Monaco - Deportivo La Coruna 8:3 4
Ruud van Nistelrooy 3.11.04 Manchester United - Sparta Prag 4:1 4
Andrej Schewtschenko 23.11.05 Fenerbahce Istanbul - AC Mailand 0:4 4
Bafetimbi Gomes 7.12.11 Dinamo Zagreb - Olympique Lyon 1:7 4
Lionel Messi 6.4.10 FC Barcelona - FC Arsenal 4:1 4
Milos Milutinovic 12.10.55 Partizan Belgrad - Sporting Lissabon 5:2 4
Dennis Viollet 26.9.56 Manchester United - RSC Anderlecht 10:0 4
Alfredo di Stefano 23.1.58 Real Madrid - FC Sevilla 8:0 4

Stand: 23.10.2013

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Rekordfinalverlierer

Wir haben das Thema Fußball und Sprache hier mehr oder weniger ad acta gelegt. Angela Merkel wird eben nie die „Hamburgerin“ genannt, Steinmeier nie der „Detmolder“, im Sport ist derart Unfug Usus, aber nun mal nicht auszurotten. Inzwischen hat man es fast ein bisschen lieb gewonnen, dass in der Sportberichterstattung pathologische Snyonymitis herrscht und ständig regionale Bezeichnungen sich mit Farben abwechseln, gefolgt von Farben in ausländischen Sprachen, um nur ja keine Wiederholung einbauen zu müssen.

Die Domstädter, die Farbenstädter, wie die Begriffe alle nicht besser von den Marketingabteilungen der jeweiligen Städte verwendet werden könnten. Die Kraichgauer. Die Kraichgauer! Als wenn das irgendjemandem, der einen Text über die Bundesliga liest, und den dazugehörigen Verein nicht kennt, weiterhelfen würde. Die Rossoneri, Dschalloblossi, Quadroformagi, die roten Teufel, die achtgestrichenen Vierecke, die Diamantformenen . Ein Schiedsrichter besitzt zwar einen Namen, der wird aber nur einmal kurz eingangs der Reportage erwähnt. Danach ist er immer nur noch der Zahnarzt, der Konzertpianist, der Oberverwaltungsdirektor oder auch der KFZ-Mechaniker, der Garmisch-Patenkirchener, der Wolfsbütteler etc. pp. ad infinitum.

Gut, wie gesagt hat man sich jetzt dran gewöhnt und deshalb erwartet man es auch, dass einem die Synonyme nur so um die Ohren gepfeffert werden. Niemals spielt einfach nur Bielefeld gegen Rostock, es werden alte Berufe und Hobbies zitiert, es kicken die Tulpen gegen die Vogtländer unter Leitung des Oberkellners mit dem Hang zum Kaninchenzüchten.

Leider gibt es auf der einen Seite zwar Synonyme satt und genug, allein: Man bedient sich immer nur bei den selben, schon existierenden. Da man hier auf dieser Seite im Sinne der Sache „Pro Kreativität“ im Sportsprech schon lange aktiv ist, fällt auch der „Rekordmeister“ immer wieder auf den Geist. Jener deutsche Rekordmeister, welcher nicht mehr Synonym für, sondern symbiotisch mit dem FC Bayern München geworden ist.

Dabei wäre es ein Leichtes, endlich einmal für Abwechslung zu sorgen. Zum Beispiel ist dieser Club inzwischen schon viel häufiger gescheitert als man subjektiv so annimmt. Verdächtig oft gescheitert. Denn zählt man alle Finals und deren sieglose Teilnehmer zusammen, stellt sich heraus: Der Rekordmeister ist zufällig auch der Rekordvize, ein Rekordzweiter, schlicht ein Rekordfinalverlierer im Europapokal.

Zahl der Finalniederlagen in der CL/Europapokal der Landesmeister

5x FC Bayern München
5x Juventus
4x AC Mailand
4x Benfica
3x Real Madrid
3x FC Barcelona
2x Manchester United
2x Ajax Amsterdam
2x Inter Mailand
2x FC Valencia
2x FC Liverpool
2x Stade Reims
1x Arsenal FC, Borussia Mönchengladbach, Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, AC Florenz, Celtic Glasgow, Panathinaikos, Leeds United, AS St. Etienne, Malmö FF, FC Brügge, Atletico Madrid, Sampdoria, Steaua Bukarest, AS Monaco, FC Chelsea, Bayer Leverkusen, Partizan Belgrad, Olympique Marseille, AS Rom
 

Gerne also in den allgemeinen Fußball-Sprachgebrauch mit aufnehmen: Den Rekordmeister darf man seit dem „Finale dahoam“ auch Rekordfinalverlierer nennen.

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Alle Halbfinals im UEFA-Pokal/Europa League/Messe-Pokal mit mehr als einem Teilnehmer aus dem selben Land

Inzwischen ist die Genese eines Blogeintrags häufiger so, dass angesichts irgendwelcher äußeren Ereignisse ein Gedanke durch das huscht, was man gerne als sein Bewusstsein empfindet, welcher oft aus einer Fragestellung besteht. Diese wird schnell bei Twitter wahlweise hineingetutet oder herausposaunt, woraufhin sich die Bewusstseine anderer Menschen ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen, und ihre Erkenntnisse oder Vermutungen in ihren eigenen Twitterkanal schreiben.

Früher liefen all diese Schritte nur im Kopf respektive Haus des Autors ab, möglicherweise noch gewürzt durch Kommunikation mit anderen Mit-Fußball-im-TV-Schauern, heute eben auf diese Weise. Weshalb sich die Fälle häufen, dass aus einem Tweet ein Blogbeitrag wird.

Der gestrige Anlass war das Halbfinale des UEFA-, ärghs, der Europa League. Es führte zur Frage, ob es neben dem bekannten rein deutschen Halbfinale aus der Saison 1979/1980 je ein anderes mit Teams allein aus einer Nation besetztes Halbfinale im UEFA-Pokal oder der Europa League gegeben habe. Wobei es neben England, Spanien, Deutschland und Italien schon schwierig wäre, ernsthafte Kandidaten für diesen Umstand zu finden. Allerdings fand sich ein solch weiterer ernsthafter Kandidat dann doch, da muss man nicht lang zurückblicken, das war im letzten Jahr Portugal mit drei Teilnehmern.

In der Phantasie hätte ein rein schwedisches oder rein ungarisches Halbfinale natürlich extremen Charme, in der Realität konnten seit Einführung dieses Wettbewerbs wie erwähnt nur deutsche Teams 1979/1980 dieses Kunststück vollbringen, alle vier Teilnehmer des Halbfinales zu stellen.

Mit Hilfe der Herren breitnigge, bunkinho, KBauer11, Tasmane1985, Mahqz sowie der Dame KatarinaWerderf machte ich mich also hinab in die gar nicht mal so tiefen Tiefen der Fußballhistorie des UEFA-Pokals. Dieser Wettbewerb existiert schließlich erst seit 1955, mit regelmäßiger Durchführung sogar erst seit 1960. Der englische Pokal zum Beispiel wird seit 1871 ausgespielt.

Langer Rede, kurzer Sinn:

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Was macht eigentlich Jordan Letschkow?

Nachdem Jordan Letschkow 1994 bei der WM in den USA ein entscheidendes Stückchen größer als Thomas Häßler war, wechselte er 1996 wegen anhaltender Missachtung durch seinen Trainer, einem gewissen Felix Magath, vom Hamburger SV zu Olympique Marseille. Von dort ging es nach nur einer Saison weiter zu Besiktas Istanbul, wo er wiederum nach nur einer Saison im Sommer 1998 seine aktive Karriere beendete. Das hätte er mal vier Jahre früher tun sollen. Oder auch nicht, sonst wäre Berti Vogts vielleicht niemals gegangen worden.

In jenem Jahr nahm er auch an „Gary Linekers Golden Boots“ teil, einer TV-Serie, die in der BBC die größten Stars von Weltmeisterschaften präsentierte. Was ein Mann mit gerade mal zwei Toren bei einer Weltmeisterschaft, von denen das eine noch ein derart unbedeutendes war, in einer solchen Sendung zu suchen hatte, bleibt Gary Linekers Geheimnis.

Als Jordan Letschkow die Schuhe dann endgültig an den Nagel gehängt hatte, tauchte er in der Zeit vor der allgemeinen Verbreitung des Internets ab, ohne auffindbare Spuren zu hinterlassen. Bis er plötzlich 2003 genau solche in den bulgarischen Schnee stapfte, in welche später noch Marc Wilmots treten würde: In seiner Heimatstadt Sliven trat er zur Bürgermeisterschaftswahl an, welche er zur Überraschung all jener, die sich nicht für Fußball interessieren, gewann.

Dabei gelang ihm etwas, was die wenigsten Ex-Profis von sich behaupten können. Er wurde nach seiner ersten Amtszeit nicht mit Schimpf und Schande wegen Unfähigkeit aus dem Dorf (naja, immerhin 100.000 Einwohner) gejagt, sondern auch noch für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, welche immer noch andauert.

2010 fiel ein eher unschöner Schatten auf seine Karriere als Bürgermeister, indem er sich Vorwürfen von Amtsmissbrauch erwehren musste. Nach seiner Amtsenthebung im April 2010 wurde er im Juni 2010 vollständig rehabilitiert, denn er ist weiterhin Bürgermeister von Sliven und regiert die als „Stadt der Winde und der Zigeuner“ bekannte Heimatstadt des bulgarischen Pokalsiegers von 1990, dem FK Sliven — damals zufällig mit einem gewissen Jordan Letschkow in seinen Reihen. Schön da.

Aaah, dieses diabolische Grinsen

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Das Drama von Furiani

Meist denkt man beim Gebrauch des Wortes „Drama“ im Zusammenhang mit Fußball an Spiele wie die Mutter aller Niederlagen oder an Uerdingen — Dresden. Bei der Nennung von Orten wie Hillsborough und Heysel wird aus dem sportlichen Drama jedoch sofort ein wahrhaftiges. Hillsborough und Heysel sind in dieser Kategorie die bekanntesten Fälle, doch es gibt noch weitere. Das „Drama von Furiani“ ist eines dieser kaum erwähnten Dramen, obwohl es sich genauso wie die zuvor genannten Desaster in der Prä-Internetzeit ereignete.

Am 5. Mai 1992 sollte das Halbfinale des französischen Pokals auf der Insel Korsika zwischen dem heimischen SC Bastia und Olympique Marseille ausgetragen werden. Der ausrichtende Klub witterte das Geschäft seiner Existenz und die Präsidentschaft des Klubs ließ ohne die erforderlichen Genehmigungen und in Windeseile eine Stahlrohrtribüne errichten, so dass das Stadion wesentlich mehr Zuschauer fasste als vor dieser Erweiterung. Trotz enormer Zeitnot genehmigte der französische Verband schließlich die Austragung, wenn auch nur mit einer einwöchigen Verschiebung der Partie.

Eigentlich erforderliche Gründungsarbeiten im Boden, auf dem die Tribüne errichtet wurde, fanden nicht statt und so nahm das Unheil seinen Lauf: Noch vor Anpfiff der Partie brach die weder durch Beton- noch durch sonstige Stützen gesicherte, mit 9.000 Menschen besetzte Tribüne zusammen, 17 Menschen verloren ihr Leben, es gab über 2.000 Verletzte.

Zu einem Prozess gegen den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen, den Präsidenten von SC Bastia, kam es nicht mehr. Er wurde wenige Tage vor Beginn der Verhandlung vor seinem Haus erschossen. Ob diese Tat in Zusammenhang mit dem Tribünenunfall stand, konnte nicht geklärt werden, die mutmaßlichen Täter starben wenig später ebenfalls durch ein Attentat.

13 weitere für den Tribünenbau und seine Genehmigung Verantwortliche wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt. Der SC Bastia trat von einer Wiederholung des Halbfinals zurück, woraufhin der französische Verband im Jahr 1992 überhaupt keinen Pokalsieger ermittelte.

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Alle französischen Pokalsieger

Jahr Pokalsieger
1917/1918 Olympique de Pantin
1918/1919 CASG Paris
1919/1920 CA Paris
1920/1921 Red Star Paris
1921/1922 Red Star Paris
1922/1923 Red Star Paris
1923/1924 Olympique Marseille
1924/1925 CASG Paris
1925/1926 Olympique Marseille
1926/1927 Olympique Marseille
1927/1928 Red Star Paris
1928/1929 Sports Olympiques Montpellierains
1929/1930 FC Sete
1930/1931 Club Francais Paris
1931/1932 AS Cannes
1932/1933 Excelsior AC Roubaix
1933/1934 FC Sete
1934/1935 Olympique Marseille
1935/1936 RC Paris
1936/1937 FC Sochaux
1937/1938 Olympique Marseille
1938/1939 RC Paris
1939/1940 RC Paris
1940/1941 Girondins Bordeaux
1941/1942 Red Star Paris
1942/1943 Olympique Marseille
1943/1944 Equipe Federale Nancy-Lorraine
1944/1945 RC Paris
1945/1946 OSC Lille
1946/1947 OSC Lille
1947/1948 OSC Lille
1948/1949 RC Paris
1949/1950 Stade Reims
1950/1951 Racing Strasbourg
1951/1952 OGC Nizza
1952/1953 OSC Lille
1953/1954 OGC Nizza
1954/1955 OSC Lille
1955/1956 UA Sedan-Torcy
1956/1957 FC Toulouse
1957/1958 Stade Reims
1958/1959 Le Havre AC
1959/1960 AS Monaco
1960/1961 UA Sedan-Torcy
1961/1962 AS Saint-Etienne
1962/1963 AS Monaco
1963/1964 Olympique Lyon
1964/1965 Stade Rennais UC
1965/1966 Racing Strasbourg
1966/1967 Olympique Lyon
1967/1968 AS Saint-Etienne
1968/1969 Olympique Marseille
1969/1970 AS Saint-Etienne
1970/1971 Stade Rennais UC
1971/1972 Olympique Marseille
1972/1973 Olympique Lyon
1973/1974 AS Saint-Etienne
1974/1975 AS Saint-Etienne
1975/1976 Olympique Marseille
1976/1977 AS Saint-Etienne
1977/1978 AS Nancy
1978/1979 FC Nantes
1979/1980 AS Monaco
1980/1981 SEC Bastia
1981/1982 Paris St. Germain
1982/1983 Paris St. Germain
1983/1984 FC Metz
1984/1985 AS Monaco
1985/1986 Girondins Bordeaux
1986/1987 Girondins Bordeaux
1987/1988 FC Metz
1988/1989 Olympique Marseille
1989/1990 HSC Montpellier
1990/1991 AS Monaco
1991/1992 nach dem Halbfinale abgebrochen
1992/1993 Paris St. Germain
1993/1994 AJ Auxerre
1994/1995 Paris St. Germain
1995/1996 AJ Auxerre
1996/1997 OCC Nizza
1997/1998 Paris St. Germain
1998/1999 FC Nantes
1999/2000 FC Nantes
2000/2001 Racing Strasbourg
2001/2002 FC Lorient
2002/2003 AJ Auxerre
2003/2004 Paris St. Germain
2004/2005 AJ Auxerre
2005/2006 Paris St. Germain
2006/2007 FC Sochaux
2007/2008 Olympique Lyon
2008/2009 EA Guingamp
2009/2010 Paris St. Germain
2010/2011 OSC Lille
2011/2012 Olympique Lyon
2012/2013 Girondins Bordeaux
2013/2014 EA Guingamp
2014/2015 Paris St. Germain
2015/2016 Paris St. Germain
2016/2017 Paris St. Germain
2017/2018 Paris St. Germain
2018/2019 Stade Rennes
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