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Schlagwort: Roman Weidenfeller

Meiste Bundesliga-Einsätze für Borussia Dortmund

Erst seit relativ kurzer Zeit belegt der Ballspielverein Borussia Dortmund den 2. Platz der Ewigen Tabelle der Bundesliga. Und dies, obwohl er nicht mal am zweitmeisten Saisons in der 1. Bundesliga absolviert hat. Hier steht immer noch Werder Bremen an erster Stelle, das nur eine Saison verpasste, vor dem FC Bayern München, der zwei Saisons verpasste. Die Dortmunder hingegen verbrachten – auch wenn es heutzutage schwierig vorzustellen ist – Mitte der 1970er Jahre ganze vier Saisons in der 2. Bundesliga, bzw. zunächst sogar noch in der Regionalliga, welche damals allerdings die zweithöchste Spielklasse darstellte, da die 2. Liga noch gar nicht gegründet war.

Dennoch kommen sie vor allem seit Mitte der 1990er Jahre fast immer zu massig Punkten pro Saison, was ihnen diese Vize-Position in der Ewigen Tabelle ermöglicht. Während man sich heute aber darauf verlegt hat, teilweise sehr junge, aber höchst vielversprechende Spieler einzukaufen und diese nach wenigen Saisons gewinnbringend weiterzuverkaufen, hatte man vor allem in den 1980er und auch noch in den 1990er Jahren einen Stamm von einigen Spielern, die sehr lange Zeit beim BVB verbrachten. Das schlägt sich auch deutlich in der untenstehenden Liste nieder.

Meiste Spiele in der Bundesliga für den BVB

Spieler Einsätze
Michael Zorc 463
Roman Weidenfeller 349
Dedé 322
Stefan Reuter 307
Lars Ricken 302
Günter Kutowski 288
Sebastian Kehl 274
Mats Hummels * 267
Marcel Schmelzer * 258
Lukasz Piszczek * 256

* Spieler noch aktiv

Stand 14.12.2020

Allerdings findet man auch noch gleich drei Spieler, die sogar aktuell noch für den BVB aktiv sind und alle Austauschprozesse überstanden haben. Dies vielleicht auch deshalb, weil sie auf Positionen tätig sind, auf denen man eher selten junge Spieler findet, die höchsten Ansprüchen genügen. Weshalb man auf ihren Positionen auch ingesamt eine geringere Fluktuation hat. Noch in dieser Saison könnten alle drei betreffenden Spieler die Nr. 7 der Liste, Sebastian Kehl noch ein- oder überholen.

Interessant, dass gleich zwei der zehn Spieler von Borussia Dortmund mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga auch heute noch an prominenter Stelle für den Club aktiv sind. Michael Zorc ist seit gefühlten Ewigkeiten Manager der Borussia, der Spieler und Trainer kauft und verkauft, bzw. einstellt und beurlaubt. Und Sebastian Kehl ist zurzeit eine Art Bindeglied zwischen Vorstand und Mannschaft und soll wohl langfristig oder sogar schon mittelfristig als Nachfolger von Michael Zorc aufgebaut werden.

Nur Burgsmüller mit mehr Toren als Zorc

Starke 463 Spiele absolvierte der auch noch aus Dortmund selbst stammende Michael Zorc in seiner zwischen 1981 und 1998 andauernden Karriere allein in der Bundesliga. Insgesamt kommt er samt DFB-Pokal, Europapokal und nicht zuletzt Weltpokal sogar auf 572 Pflichtspiele für seinen BVB. Schwer zu glauben, dass er beim gegenwärtigen Umgang mit Spielern in Kürze abgelöst werden wird. Weshalb man sich bei Sportwetten vielleicht lieber auf andere Themen konzentrieren sollte, wie den nächsten Torschützenkönig oder Deutschen Meister oder gleich auf Spiele im Online Casino zurückgreifen sollte, welche bekanntlich im Netz rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Übrigens erzielte jener Michael Zorc mit 131 BL-Toren auch die zweitmeisten aller Spieler des BVB, nur überboten von Manfred „Manni“ Burgsmüller, der es auf 135 Tore im schwarz-gelben Dress des BVB brachte. Während es bei Manni Burgsmüller aber lediglich ein einziger Elfmeter war, der zu seiner Gesamtzahl an Toren beigetragen hat, waren es bei Michael Zorc 49 seiner 131 Tore, die er per Strafstoß erzielte. Über lange Jahre war er der Stamm-Elfmeterschütze, weil er sich hier ungemein sicher zeigte. In seiner Zeit in der Bundesliga verwandelte er 49 von 57 Strafstößen, zu denen er antrat.

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Der metropolitische Problem-Humor

Man muss doch mal eine Wanze, sorry, Lanze für die Humoristen in der Metropolregion Rhein-Neckar brechen. Sie meinen es doch alles nur scherzhaft. Dass gerade Humor ein heikles, lokal sehr unterschiedlich aufgefasstes Phänomen ist, stellt man schließlich als Fußballinteressierter immer wieder an jenen Tagen fest, die einem Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die englische vorausgehen.

So verhält es sich eben auch mit dem Humor innerhalb der deutschen Grenzen herzlich unterschiedlich. Berliner Kassiererinnen meinen es für gewöhnlich rein scherzhaft, wenn sie ihre Kunden anbaffen, während man die Bezeichnung „fiese Möp“ in gewissen Gegenden durchaus als Kompliment verstehen darf.

Das Problem der armen Metropoliten in der Rhein-Neckar-Region ist nun allerdings, dass bislang nicht über die Grenzen ihrer Metropolregion hinaus bekannt geworden ist, welchen Humor man bei ihnen pflegt. Zugegeben, der aktuelle Versuch, dies zu ändern, misslang leider auf ganzer Linie.

Man sollte allerdings Nachsicht walten lassen, denn offensichtlich ist das Teil der Metropolkultur. Die Anzeichen verdichten sich, dass der Hausmeister beim Hinweis auf den eher „scherzhaften Charakter“ seiner Handlung nicht mal geflunkert haben könnte.

Zusätzliches Futter für diese Annahme liefert ein Blick in die in der Metropolregion Rhein-Neckar ansässige Rhein-Neckar-Zeitung. Dort sitzt dem für die Partie zuständigen Schreiber der Schalk derart im Nacken, dass er sich einen ebenso lustigen Scherz in seinem Beitrag wie jenen des Kollegen Hausmeister nicht verkneifen konnte.

Für Roman Weidenfeller kam der Wechsel zu spät. Der Freistoß aus 33,5 Metern schon in der neunten Minute war unhaltbar. „Man weiß ja, wie der Salihamicic schießt“, stöhnte der Dortmunder Torwart. Klar, Herr Weinkeller, sorry Weidenfeller.

Man sieht, es ist nicht so einfach, dem rhein-neckar’schen Humor zu folgen, denn er übt noch. Der Humor selbst, der Schreiber allerdings auch. Bislang gelingt es niemandem in der übrigen Bundesrepublik, den Alterungsprozess umzukehren, auf dass man es wieder als unterhaltsam empfände, sinnfreie Abwandlungen aus Namen zu basteln.

Nachsicht also bitte mit dieser Form von Humor: Die restliche Welt ist schlicht noch nicht so weit, ihn zu begreifen. Abgesehen von Herrn Flopp, huch, sorry, Hopp und seinen metropolitischen Scherzgesellen.

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Interkulturelle phänomenale Kompetenzverweigerungshaltung

Tja, wie soll ich’s sagen?

Also, klar, die Geste Roman Weidenfellers auf diesem Bild steht hierzulande für „Super“ oder in diesem speziellen Fußballfall vielleicht sogar, wie der Kicker es verstanden haben will, für „zu Null gespielt“.

Um nicht weiter rumzudrucksen, sage ich nur ganz kurz: In der Türkei würde Roman Weidenfellers Geste bedeuten: Ihr seid schwul.

Wo da die Verbindung zwischen der Geste und der Bedeutung ist, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, gleichzeitig muss man hinzufügen, dass wir hier ja nicht in der Türkei sind. Und weil der Transfer der Liebe der türkischstämmigen Fußballfans von ihren Vereinen in der Türkei zu den Vereinen in Deutschland nicht ganz so weit ist, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat, verstehen Weidenfellers Geste auch nur ein paar Prozent der Zuschauer heute Abend im Westfalenstadion so wie an zweiter Stelle beschrieben … vernachlässigenswert also.

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Der ewige Ewald

Hätte der Schiedsrichter Roman Weidenfeller eigentlich nicht Rot zeigen müssen? Wie er da reingeht, nimmt eine Verletzung nicht nur in Kauf, sondern verursacht sie auch noch — für mich schon fast Lila.

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Peng Peng Puff Klatsch Zapp Padautsch

Die Inhalte der „Alliteration der Woche“ warten immer länger auf ihre Nachfolger, weil sich die Herren Kicker & Co. in letzter Zeit doch auffällig zurückhalten. FOTO les ich nicht, das kommt mir normalerweise auch nicht auf den Bildschirm. Eigentlich würde ich dadurch ein bisschen was verpassen, doch das ist jetzt vorbei: Wortspielfolter (hier mit der Kategorie Fußball verlinkt) protokolliert alle Todsünden der Sprachakrobaten. Beispiele:

„Macht Doll einen WeidenFEHLER?“, „Das ist unsere Wemblburg“ oder „Bayern ribérysig“ laden zum Besuch ein.

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Bye-Bye Lenin Olli

Naja, das war dann wohl die Entscheidung in der Torhüterfrage. Schade eigentlich. Ich hatte mich noch auf vier bis sechs unterhaltsame Wochen der Sticheleien, der Abwägungen, der Kaffeesatzlesereien gefreut. Jetzt ist es aber entschieden.

Positiv ist daran nur die Tatsache, dass die Bayern offensichtlich auch noch in den nächsten zwei Jahren mit diesem alten Rentner spielen wollen. Sein Vertrag wurde aus unerfindlichen Gründen bis 2008 verlängert. Dabei spielt er schon seit 2004 eigentlich so schlecht, dass ca. fünf bis acht Torhüter der Bundesliga als wesentlich besser einzustufen sind. Spontan fallen mir Robert Enke, Frank Rost, Roman Weidenfeller, Hans-Jörg Butt oder Georg Koch ein. Auch Simon Jentzsch ist trotz seines heutigen Fehlers kein schlechter. Warum Timo Hildebrand als unbedingter dritter Torwart in der Nationalmannschaft gilt, ist mir weiterhin schleierhaft.

Diesen Fehler der Vertragsverlängerung aus sentimentalen Gründen machen sie bei Bayern, wo der „Gutmensch“ Uli Hoeneß die Fäden zieht, allerdings zum Glück immer wieder. Ein Jahr zu lange für Stefan Effenberg, der schon über seinen Zenit war, ein Jahr zu lange für Ottmar Hitzfeld, der in seinem letzten Jahr nur noch sein Erbe verwaltete, zwei Jahre zu lange für Lodda Maddäus, der schon aus dem letzten Loch pfiff. Nun auch zwei Jahre zu lange für Olli Kahn, der womöglich die Meisterschaft in den nächsten zwei Jahren wieder spannend machen wird.

Zum Glück betreibt Clinsfornia nicht solche Gefühlsduselei und stellt Jens Lehmann auf.

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