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Schlagwort: Slogan

Fußball ist nicht alles

Traurig, traurig. Beim VfL Wolfsburg kommt man immer wieder nur mit Negativ-Schlagzeilen in die Presse. So im Jahr 2009, als man sehr zum Ärger der neutralen Fans eine Meisterfeier im Fußball mit einer Auto-Präsentationsshow verwechselte, so auch wieder im Jahr 2014, in dem man die Chuzpe besitzt, dem Alt-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger („Fußball ist nicht alles“) aufs Dreisteste, wenn nicht Ignoranteste zu widersprechen. Einfach so. Platt oder kalkuliert? Ahnungslosigkeit oder Provokation? Vielleicht gar Beides. Das Folgende empfängt jedenfalls zur Zeit den Besucher der Webseite des VfL Wolfsburg:



Es muss Schluss sein mit dem ständigen Provozieren und Aufmerksamkeitsheischen aus Wolfsburg, zu billig wirken die Versuche, auf diese Weise in die Presse zu gelangen. Hier fällt man nicht schon wieder darauf herein.

(Müsste dann wohl auch hier aktualisiert werden.)

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Das Rezept für die Slogans der Fußballclubs

Als man irgendwann damit begann, den Bussen der verschiedenen Nationalmannschaften, wie sie im jeweiligen Austragungsland durch die Wälder, über die Felder und Straßen bis zu den Stadien rumpelten, mehr oder weniger sinnvolle Slogans auf die Außenhaut zu pappen, da haben viele noch herzlich gelacht.

Damals ahnten sie noch nicht, dass sich ihr Verein nur wenig später auch so einen Slogan zulegen würde, und das nicht nur für ein Turnier, sondern gleich für immer. Da bleibt vielen das Lachen schon im Halse stecken. Selbst wenn das mit dem „für immer“ nicht so ganz zutrifft, denn der eine oder andere Club ist mittlerweile schon beim dritten Slogan angekommen. Schauen wir auf jene Slogans, wie sie teilweise intensiv, teilweise nur an der Peripherie der Vereine propagiert wurden und werden:

1. Bundesliga

FC Bayern Forever a team. Mia san mia.
Borussia Dortmund Wieder hier, wieder im Revier (2004). Echte Liebe (2010).
Hamburger SV Die Raute im Herzen (2006). Leidenschaft verbindet (2009). Nur der HSV (2011).
Werder Bremen 100% Werder (2006). We win! (2006). Lebenslang Grün-Weiß (2012).
Hannover 96 Die Roten (2006). Die Roten. Seit 1896 (2006). Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft! (2011).
VfL Wolfsburg Das ist Fußball (2002). Weck den Wolf in Dir! (2008).
FC Schalke 04 Wir leben Dich (2012).
1. FC Nürnberg Wir sind der Club.
Fortuna Düsseldorf Einfach nur Fußball (200x). Wo ist Deine Heimat?
Bayer Leverkusen Wir 04 – für Leverkusen.
TSG Hoffenheim Ein Team. Ein Weg. Einmalig. (20xx)

Keinen Slogan gefunden: VfB Stuttgart, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Mainz 05, SpVg Fürth, FC Augsburg, Bayer Leverkusen.

2. Bundesliga

1860 München Einmal Löwe, immer Löwe (2010).
MSV Duisburg Die Zebras (2006). Leben.Liebe.Leidenschaft.MSV (2011).
Hertha BSC Play Berlin (2003). Aus Berlin. Für Berlin. (2010).
VfL Bochum Mein Revier ist hier (2003).
Energie Cottbus Im Osten geht die Sonne auf.
1. FC Kaiserslautern Das Herz der Pfalz (2006).
Eintracht Braunschweig Wir sind Eintracht (2012).
Dynamo Dresden Tradition verpflichtet (2011).
FC St. Pauli Kampf der Drittklassigkeit (2004). Non established since 1910 (2010).
1. FC Köln Meine Liebe. Meine Stadt. Mein Verein (2011).
Union Berlin Verliebt in Union (200x). Nicht ohne Liebe (2011).
Jahn Regensburg Eine Stadt! Ein Team! Ein Traum!

Keinen Slogan gefunden: Erzgebirge Aue, SV Sandhausen, FC Ingolstadt, VfR Aalen, SC Paderborn, FSV Frankfurt.

3. Liga

Alemannia Aachen Echt. Klasse. (2005).
Arminia Bielefeld Die Leidenschaft geht weiter (2006). Die Blauen (2007).
1. FC Saarbrücken Liebe kennt keine Liga (2007).
Offenbacher Kickers Die Kickers sind göttlich. Komm auf den heiligen Berg (2005).
Karlsruher SC Original KSC – Fußball seit 1894 (2010).
VfL Osnabrück Wir. Gemeinsam. Jetzt! (2009).
Hansa Rostock Unsinkbar seit 1965 (2010).
Chemnitzer FC Die Himmelblauen.
SV Wehen Wiesbaden Unsere Stadt, unser Verein, unser Ziel: 2. Bundesliga (2011).
SV Darmstadt 98 Die Lilien bleiben DA (2008). Wir Lilien. Aus Tradition anders. (2015)

Keinen Slogan gefunden: Preußen Münster, SpVgg Unterhaching, 1. FC Heidenheim, Hallescher FC, Stuttgarter Kickers, Wacker Burghausen, Rot-Weiß Erfurt, SV Darmstadt, SV Babelsberg.

(Für Ergänzungen in allen drei Ligen wäre man hier natürlich sehr dankbar.)

Es wird schnell deutlich, es existieren gemeinhin fünf Aspekte, die angesprochen werden wollen: Erstens, dass „wir“ alle zusammen irgendwas sind, meistens der Verein, manchmal die Stadt oder Region. Zweitens, dass man „echt“ sei, also keineswegs falsch oder kopiert oder Ähnliches. Drittens, dass man für immer treu sein werde. Da schwingt die große Angst mit, dass es im Misserfolgsfalle dann vielleicht doch nicht so sein würde. Viertens dass man selbst aus der Region sei, für die Region oder auch in der Region. Last not least die Emotion, ohne die heute ja gar nix mehr geht.

Die Slogans der Vereine bestehen also aus den folgenden fünf Zutaten:

1. Gemeinschaft

2. Authentizität

3. Treue

4. Lokalpatriotismus

5. Emotion

Wobei Punkt 5, die Emotion, gerne in der Farbe „Leidenschaft“, ansonsten in der Farbe „Liebe“ daherkommen darf — so einfach ist die Rezeptur für die Suppe der Fußballslogans zu entschlüsseln. Ungefähr die gleiche Rezeptur dürfte auch für die Texte der Vereinshymnen gelten.

Es fällt dann auch die Frage an, ob man als „Global Player“ seine regionale Verbundenheit heutzutage noch allzu sehr in den Vordergrund stellen sollte. Hat auch Borussia Dortmund erkannt und verließ sein regional anknüpfendes „Wieder hier im Revier“, hin zu einem generellen Blabla. Wichtiger ist mittlerweile nun mal, das Universale an einem Verein zu betonen. „Echte Liebe“ (z. B.) kennt man schließlich sowohl auf den Philippinen als auch in Chile. Und treu sein kann man von dort aus auch, während man weniger Herz der Pfalz oder sonstiger Regionen sein kann, und auch schlecht Berlin playen kann, wobei man gerade dort ja jüngst wieder vom Global- zum Zweitligaplayer hinabstieg. Hannover 96 und der 1. FC Köln tauschten quasi nur die Possessivpronomen aus, da waren die Slogans im Doppelpack wohl günstiger.

Die wenigen Ausnahmen bilden tatsächlich das Salz in der wenig gewürzten Suppe der Slogans der Vereine, wobei die Koketterie des FC St. Pauli, eben nicht etabliert zu sein („Non established since 1910″), ein schönes Paradoxon darstellt. Wäre man nicht seit 1910 oben dabei, würde dieser Slogan ja von niemandem zur Kenntnis genommen. Immerhin nimmt man bei Hansa Rostock etwas kreativeren Bezug auf sein Wappen („Unsinkbar seit 1965″) und damit am Ende auch wieder auf seine regionale Zuordnung. Interessant wäre im Falle Dynamo Dresdens („Tradition verpflichtet“) noch zu wissen, wozu Tradition jetzt genau verpflichtet, doch ungewollt ist es wohl nicht, die Beantwortung dieser Frage jedem Rezipienten selbst zu überlassen. In Wolfsburg musste man den Fans früher sogar noch erklären, was der VfL Wolfsburg überhaupt für eine Sportart betreibt („Das ist Fußball“). Angesichts seiner besonderen Geschichte im Niemandsland der Aufmerksamkeit sei ihm das wohl verziehen.

Ebenfalls sticht eine Komposition aus Punkt 5, der Emotion, und Punkt 3, der Treue heraus: „Liebe kennt keine Liga“ des 1. FC Saarbrücken, mittlerweile wohl auch an diversen anderen Orten des Fußballs gekapert, was wiederum belegt, dass nahezu jeder Slogan für jeden Club funktionieren würde.

Erstaunlich, dass diese Mode aus der Welt der Konzerne — da kann man bitte alle möglichen Claims selbst aufzählen — zu so austauschbaren Ergebnissen bei den Fußballvereinen geführt hat. Könnte daran liegen, dass die Hirne, die sich derartige Slogans ausdenken, die selben sind wie jene für die Claims der Firmen. Oder daran, dass die meisten Fußballvereine nun mal kaum einzigartige Eigenschaften besitzen, am Ende ist ein Fußballclub in erster Linie immer noch schlicht ein Fußballclub. Echt. Klasse.

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WM-Ball 2014 heißt Brazuca

Merkwürdige Vorgehensweise: Für die WM 2014 wird der Name des Balles ausgewählt, bevor sein Design feststeht. „Merkwürdig“ bedeutet hier nicht, dass man so nicht vorgehen könnte. Warum sollte man nicht ein Thema wählen, und danach den Ball designen? Hat man nur bislang so nicht gehört.

Brazuca bedeutet so viel wie Lebensfreude auf brasilianische Art, brasilianisches Lebensgefühl.

Und dass es in Brasilien gerne mal um Lebensfreude geht, beweist schließlich schon die zuvor erfolgte Auswahl des Slogans der WM 2014.

Das „r“ im Namen des Balles für die WM 2014 ist übrigens sehr wichtig. Ohne das R landet man schnell bei weniger positiven Assoziationen.

(Alle früheren WM-Bälle hier.)

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Der Slogan der WM 2014:
„… und jetzt alle zusammen!“

Das Motto/der Slogan der WM 2014 ist (jetzt schon) da und er lautet:

Die Welt zu Gast bei Freunden.

Nein, Moment, das war die falsche Diskette.

Richtig ist:

All in one Rhythm

oder

Juntos num só ritmo

Google Translate sagt, das bedeute auf deutsch „Zusammen in einem Satz“. Ich denke, es bedeutet eher so etwas wie „All in one Rhythm“, was wiederum so etwas heißen könnte wie hier im Titel des Beitrags geschrieben.

Das ist das erste Mal überhaupt, dass ein Slogan für eine Welt- oder Europameisterschaft auch nur ein Körnchen Bezug zum Land hat, das die Welt- oder Europameisterschaft ausrichtet. Das mag allerdings auch an meinen überkommenen Klischees liegen, die ich von Brasilien habe. Vielleicht tanzt man dort genauso viel oder wenig wie in Deutschlands Tanzkasernen, in denen den Menschen Beine gemacht werden.

„Alle im selben Rhythmus“.

Ganz schön schweinisch, dieses Motto der WM 2014, zu Ende gedacht.

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Die Erfinder des Berlin-Berlin-“Schlachtrufs“

Die Erfinder des 2xBerlin!-Wirfahrendajetztmalhin!-Schlachtrufs im Zuge von Veranstaltungen im DFB-Pokal sind die Fans von Bayer Uerdingen, heute KFC Uerdingen. Zumindest ist das so, wenn man RPO Glauben schenken darf, was oft schwerfällt. Hier allerdings nicht ganz so schwer, war das 1985er-Finale des DFB-Pokals doch das erste, das in Berlin stattfand.

Von manchen Bräuchen nimmt man an, dass sie schon immer zum Fußball gehörten. Dann ist es schwer vorstellbar, dass diese Dinge einmal anders waren. Zum Beispiel sich wegen der (selbst ernannten) Zugehörigkeit zu einem Fußballverein gegenseitig auf die Fresse zu hauen, und dabei so viel Spaß zu empfinden, dass man es freiwillig immer wieder macht. Oder aber eben im DFB-Pokal dieses Berlin-Fahren-usw. anzustimmen, was es erst seit dem 6. April 1985 gibt, als Bayer Uerdingen sein Halbfinale im DFB-Pokal in Saarbrücken gewann. Womit seine Fans sicher sein konnten, tatsächlich nach Berlin zu fahren, bzw. den für sie dazu nötigen Anlass zu besitzen.

Den heute deutschlandweit bekannten Slogan „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ erfanden die Uerdinger Fans, nachdem ihre Mannschaft am Ostersamstag 1985 das Halbfinale mit 1:0 beim Zweitligisten 1.FC Saarbrücken gewonnen hatte.

So wären die Urheber dieses Slogans schon mal geklärt. Fehlt nur noch die Antwort auf die Frage der Herkunft der „Melodie“.

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Alte Stimmungen nicht wieder aufwärmen!

Sie könnten giftig sein.

Der DFB bewirbt tatsächlich seine von ihm veranstaltete WM 2011 mit dem Slogan „Sommermärchen reloaded“.

Erstens weiß doch jeder, dass Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen und Partyreihen so gut wie nie das Original übertreffen oder auch nur erreichen und zweitens kann man doch eine Stimmung — und nichts anderes war das Sommermärchen ja, eine durchs ganze Land wabernde Stimmung — nicht par ordre du mufti wiederaufleben lassen.

Ebenso ist jedem bekannt, dass genau die Parties, welche mit dem größten Gebimmel und Klingkling („ein bisschen Chi-Chi“) angekündigt werden, am Ende die sind, die gar nicht erst zünden, sondern unausgelebt in ihren Fußball-Fan-Puschen auf dem Sofa verrecken.

Das ganze Konfetti total umsonst eingekauft.

Wenigstens sind die Getränke auf Kommission besorgt.

Jeder weiß das, außer natürlich jenen Leuten beim DFB, die zwanghaft hip und modern sein wollen, einen alten Erfolg aber nicht loslassen können. Weshalb sie ihr misslungenes Anliegen auch mit einer Wendung aus einem Filmtitel aus dem Jahr 2003 bewerben. Modern eben.

Da lob ich mir doch die viel kreativere Redaktion von trainer-baade.de, deren Slogan zur WM überhaupt nicht an irgendetwas zuvor Dagewesenes anknüpft, sondern die WM 2011 als eigenständige Veranstaltung ernst nimmt und dementsprechend bewirbt, siehe passenden Slogan Kategorientitel.

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Der mal wieder kreative Slogan der EM 2012

Während man bei der EM 2008 noch mit „Erlebte Emotionen“ glänzen konnte, was hier ausreichend gewürdigt wurde, haben Polen und die Ukraine den Wettkampf um den möglichst inhaltsleersten Slogan für ein Fußballturnier wagemutig und voller Tatendrang angenommen. Und siehe da: Touché. Denn Emotionen, wie sie noch die Österreicher und Schweizer ins Spiel brachten, gibt es schon in der Bundesliga, speziell in den Interviews dazu, ausreichend. Geschichte aber, die man kreieren will, indem man einfach ein paar Leute gegeneinander Fußball spielen zu lassen beabsichtigt, das ist zwar nicht inhaltsleer, aber in der Frage der Beliebigkeit des Slogans doch eine Fußspitze weiter vorne als die „Erlebten Emotionen“.

„Creating History Together“

So lautet der Slogan der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Allerdings auch jener der Solarzellenproduzentenmesse in Flensburg im Sommer 2011. Wie auch jener des Architekturwettbewerbs der Universität von San Diego. Und natürlich der Stiftung gegen Analphabetismus in Kinshasa.

Nichts in dem Slogan hat auch nur ein Jota Bezug zu Polen oder der Ukraine, und auch nicht zum Fußball. So geht das, wenn man nichts sagen will, das aber nicht gleich so aussprechen möchte. Dieses Vorhaben ist gelungen.

Man sieht, der Fußball und vor allem sein Drumherum sind mal wieder an Kreativität nicht zu unterbieten, und die Leute, die das verzapfen, sind auch noch stolz drauf, dass sie einen Slogan wie ein Ed von Schleck nach 20 Minuten im Death Valley gefunden haben: eine weiche Soße auf dem Boden, mit der keiner mehr etwas Sinnvolles anfangen kann.

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Berlin! Berlin! Wir fahren nach … Köln

Tja, was singt man eigentlich mittlerweile bei einem DFB-Pokalspiel der Frauen? „Kölle“ vielleicht, um die zwei Silben zu behalten, auch wenn man diese Stadt nicht auf der zweiten Silbe betont? „Köhöln!“ wahrscheinlich nicht. Das wäre selbst für die hölzernsten Musiker noch zu hölzern. Was aber dann? Und was hat es überhaupt mit dem „Slogan“

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

auf sich?

Ist er nur deshalb so eingängig und wirkt so natürlich, so schon-immer-dagewesen, weil man ihn eben seit 1985 ständig und überall bei Pokalwettbewerben gehört hat?

Oder hat er doch eine noch weitergehende Geschichte als nur der DFB-Endspieltaustragungsort zu sein?

Wir jedenfalls fahren nach Köln, bekanntlich, am 15. Mai. Und treffen uns dort, wobei dort bedeutet: Sogar erst im Stadion beim DFB-Pokalfinale der Frauen und später in der Hammond Bar, um in der Afterhour ab ca. 19h des kleinen Finals das große zu schauen.

Was schließlich der Zweck des Abends sein solll: Viele Menschen treffen sich und unterhalten sich.

Ein paar andere Leute kommen auch ganz sicher und noch mal wiederholt: Jeder ist willkommen (sofern er kein Schneider ist).

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Totale Dominanz

So geht Trikotsponsor heute: „Hoffnungsträger“.

Der TSV 1860 München hat noch keinen neuen Sponsoren, aber einen neuen Marketingmann. Klappern, Handwerk und so weiter. Wenn einer neu ist, muss er sich auch irgendetwas einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein „Hoffnungsträger“ kam dabei aber nur heraus und man ist schon fast geneigt, noch ein „-lein“ anzufügen. Hoffnungsträger klingt wenig überzeugt von sich für jemanden, der sich ansonsten mit dem im Fußball völlig unüblichen Beinamen „Löwe“ anreden lässt.

Und welch dramatische Auswirkung ein falsch gewähltes Motto, Leitspruch oder sonstige Wort- und Sinnspruch-Akrobatik auf den Saisonverlauf haben können, weiß man ja spästens seit der Überschrift.

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Arroganz und Selbstzufriedenheit?

England bewirbt sich bekanntlich um die Austragung der WM 2018 oder 2022.

Der Chef der Bewerbungs-Kampagne, Andy Anson, warnte zugleich vor «Arroganz und Selbstzufriedenheit». Daher sei bei der Bewerbung, über die der Weltverband FIFA im Dezember 2010 entscheiden wird, auch auf den früheren, international als überheblich empfundenen Slogan «Football is coming Home» verzichtet worden, ergänzte Anson.

Ich muss zugeben, ich hatte den Slogan immer als typisch britischen Humor verstanden. Weiß doch jeder, dass zwar der Fußball nach Hause kommt, das, worum’s geht, der Pokal nämlich, aber ohnehin nicht dort bleiben wird.

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