Das Rezept für die Slogans der Fußballclubs

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Als man irgendwann damit begann, den Bussen der verschiedenen Nationalmannschaften, wie sie im jeweiligen Austragungsland durch die Wälder, über die Felder und Straßen bis zu den Stadien rumpelten, mehr oder weniger sinnvolle Slogans auf die Außenhaut zu pappen, da haben viele noch herzlich gelacht.

Damals ahnten sie noch nicht, dass sich ihr Verein nur wenig später auch so einen Slogan zulegen würde, und das nicht nur für ein Turnier, sondern gleich für immer. Da bleibt vielen das Lachen schon im Halse stecken. Selbst wenn das mit dem „für immer“ nicht so ganz zutrifft, denn der eine oder andere Club ist mittlerweile schon beim dritten Slogan angekommen. Schauen wir auf jene Slogans, wie sie teilweise intensiv, teilweise nur an der Peripherie der Vereine propagiert wurden und werden:

1. Bundesliga

FC Bayern Forever a team. Mia san mia.
Borussia Dortmund Wieder hier, wieder im Revier (2004). Echte Liebe (2010).
Hamburger SV Die Raute im Herzen (2006). Leidenschaft verbindet (2009). Nur der HSV (2011).
Werder Bremen 100% Werder (2006). We win! (2006). Lebenslang Grün-Weiß (2012).
Hannover 96 Die Roten (2006). Die Roten. Seit 1896 (2006). Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft! (2011).
VfL Wolfsburg Das ist Fußball (2002). Weck den Wolf in Dir! (2008).
FC Schalke 04 Wir leben Dich (2012).
1. FC Nürnberg Wir sind der Club.
Fortuna Düsseldorf Einfach nur Fußball (200x). Wo ist Deine Heimat?
Bayer Leverkusen Wir 04 – für Leverkusen.
TSG Hoffenheim Ein Team. Ein Weg. Einmalig. (20xx)

Keinen Slogan gefunden: VfB Stuttgart, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Mainz 05, SpVg Fürth, FC Augsburg, Bayer Leverkusen.

2. Bundesliga

1860 München Einmal Löwe, immer Löwe (2010).
MSV Duisburg Die Zebras (2006). Leben.Liebe.Leidenschaft.MSV (2011).
Hertha BSC Play Berlin (2003). Aus Berlin. Für Berlin. (2010).
VfL Bochum Mein Revier ist hier (2003).
Energie Cottbus Im Osten geht die Sonne auf.
1. FC Kaiserslautern Das Herz der Pfalz (2006).
Eintracht Braunschweig Wir sind Eintracht (2012).
Dynamo Dresden Tradition verpflichtet (2011).
FC St. Pauli Kampf der Drittklassigkeit (2004). Non established since 1910 (2010).
1. FC Köln Meine Liebe. Meine Stadt. Mein Verein (2011).
Union Berlin Verliebt in Union (200x). Nicht ohne Liebe (2011).
Jahn Regensburg Eine Stadt! Ein Team! Ein Traum!

Keinen Slogan gefunden: Erzgebirge Aue, SV Sandhausen, FC Ingolstadt, VfR Aalen, SC Paderborn, FSV Frankfurt.

3. Liga

Alemannia Aachen Echt. Klasse. (2005).
Arminia Bielefeld Die Leidenschaft geht weiter (2006). Die Blauen (2007).
1. FC Saarbrücken Liebe kennt keine Liga (2007).
Offenbacher Kickers Die Kickers sind göttlich. Komm auf den heiligen Berg (2005).
Karlsruher SC Original KSC – Fußball seit 1894 (2010).
VfL Osnabrück Wir. Gemeinsam. Jetzt! (2009).
Hansa Rostock Unsinkbar seit 1965 (2010).
Chemnitzer FC Die Himmelblauen.
SV Wehen Wiesbaden Unsere Stadt, unser Verein, unser Ziel: 2. Bundesliga (2011).
SV Darmstadt 98 Die Lilien bleiben DA (2008). Wir Lilien. Aus Tradition anders. (2015)

Keinen Slogan gefunden: Preußen Münster, SpVgg Unterhaching, 1. FC Heidenheim, Hallescher FC, Stuttgarter Kickers, Wacker Burghausen, Rot-Weiß Erfurt, SV Darmstadt, SV Babelsberg.

(Für Ergänzungen in allen drei Ligen wäre man hier natürlich sehr dankbar.)

Es wird schnell deutlich, es existieren gemeinhin fünf Aspekte, die angesprochen werden wollen: Erstens, dass „wir“ alle zusammen irgendwas sind, meistens der Verein, manchmal die Stadt oder Region. Zweitens, dass man „echt“ sei, also keineswegs falsch oder kopiert oder Ähnliches. Drittens, dass man für immer treu sein werde. Da schwingt die große Angst mit, dass es im Misserfolgsfalle dann vielleicht doch nicht so sein würde. Viertens dass man selbst aus der Region sei, für die Region oder auch in der Region. Last not least die Emotion, ohne die heute ja gar nix mehr geht.

Die Slogans der Vereine bestehen also aus den folgenden fünf Zutaten:

1. Gemeinschaft

2. Authentizität

3. Treue

4. Lokalpatriotismus

5. Emotion

Wobei Punkt 5, die Emotion, gerne in der Farbe „Leidenschaft“, ansonsten in der Farbe „Liebe“ daherkommen darf — so einfach ist die Rezeptur für die Suppe der Fußballslogans zu entschlüsseln. Ungefähr die gleiche Rezeptur dürfte auch für die Texte der Vereinshymnen gelten.

Es fällt dann auch die Frage an, ob man als „Global Player“ seine regionale Verbundenheit heutzutage noch allzu sehr in den Vordergrund stellen sollte. Hat auch Borussia Dortmund erkannt und verließ sein regional anknüpfendes „Wieder hier im Revier“, hin zu einem generellen Blabla. Wichtiger ist mittlerweile nun mal, das Universale an einem Verein zu betonen. „Echte Liebe“ (z. B.) kennt man schließlich sowohl auf den Philippinen als auch in Chile. Und treu sein kann man von dort aus auch, während man weniger Herz der Pfalz oder sonstiger Regionen sein kann, und auch schlecht Berlin playen kann, wobei man gerade dort ja jüngst wieder vom Global- zum Zweitligaplayer hinabstieg. Hannover 96 und der 1. FC Köln tauschten quasi nur die Possessivpronomen aus, da waren die Slogans im Doppelpack wohl günstiger.

Die wenigen Ausnahmen bilden tatsächlich das Salz in der wenig gewürzten Suppe der Slogans der Vereine, wobei die Koketterie des FC St. Pauli, eben nicht etabliert zu sein („Non established since 1910″), ein schönes Paradoxon darstellt. Wäre man nicht seit 1910 oben dabei, würde dieser Slogan ja von niemandem zur Kenntnis genommen. Immerhin nimmt man bei Hansa Rostock etwas kreativeren Bezug auf sein Wappen („Unsinkbar seit 1965″) und damit am Ende auch wieder auf seine regionale Zuordnung. Interessant wäre im Falle Dynamo Dresdens („Tradition verpflichtet“) noch zu wissen, wozu Tradition jetzt genau verpflichtet, doch ungewollt ist es wohl nicht, die Beantwortung dieser Frage jedem Rezipienten selbst zu überlassen. In Wolfsburg musste man den Fans früher sogar noch erklären, was der VfL Wolfsburg überhaupt für eine Sportart betreibt („Das ist Fußball“). Angesichts seiner besonderen Geschichte im Niemandsland der Aufmerksamkeit sei ihm das wohl verziehen.

Ebenfalls sticht eine Komposition aus Punkt 5, der Emotion, und Punkt 3, der Treue heraus: „Liebe kennt keine Liga“ des 1. FC Saarbrücken, mittlerweile wohl auch an diversen anderen Orten des Fußballs gekapert, was wiederum belegt, dass nahezu jeder Slogan für jeden Club funktionieren würde.

Erstaunlich, dass diese Mode aus der Welt der Konzerne — da kann man bitte alle möglichen Claims selbst aufzählen — zu so austauschbaren Ergebnissen bei den Fußballvereinen geführt hat. Könnte daran liegen, dass die Hirne, die sich derartige Slogans ausdenken, die selben sind wie jene für die Claims der Firmen. Oder daran, dass die meisten Fußballvereine nun mal kaum einzigartige Eigenschaften besitzen, am Ende ist ein Fußballclub in erster Linie immer noch schlicht ein Fußballclub. Echt. Klasse.

50 Kommentare

  1. 2. Liga: Union Berlin: Nicht ohne Liebe – Eisern Union

  2. Union Berlin fehlt in der Aufzählung komplett. (Kein Vorwurf, die kann man mal vergessen.) Deren aktueller Spruch ist übrigens „Nicht ohne Liebe“ (würg), gepaart mit dem Klassiker „Eisern Union“.

  3. Ich hatte sie nicht mal vergessen, war mir eigentlich sicher, dass sie einen haben, hatte aber nix gefunden und es dann falsch kopiert und übertragen. Danke Euch beiden.

  4. Huch, vielleicht hätte ich mein Post jetzt doch nochmal mit Anti-Hertha sprüchen garnieren sollen. Aus Charlottenburg – für Charlottenburg stimmt da wohl momentan eher, wenn die meisten Fans dort tatsächlich den kleineren Berliner Verein als Feindbild Nummer 1 entdeckt haben. Nunja, man sieht wohl ein, dass man da eben jetzt kleinere Brötchen backen muss.

  5. (Das der Slogan von Union jetzt nicht wahnsinnig toll ist, das sehe ich auch ein)

  6. Das sollte gar nicht als „anti“ rüberkommen, Philipp. Bin ich nämlich gar nicht. Das war einfach nur so gemeint, wie es da steht. Hätte ich auch bei Sandhausen, FSV Frankfurt oder sonst irgendeinem kleineren Verein so geschrieben (also das mit dem Vergessen). Und dämlich finden würde ich den Spruch bei jedem Verein. Schlimmer wäre nur noch „Nicht ohne echte Liebe“.

  7. Größtenteils furchtbar

  8. Aber das haben diese Sprüche ja so an sich: Sie sind meistens dämlich bis eklig.

  9. Ich weiß nicht, ob das zählt…

    Chemnitzer FC: Die Himmelblauen.

    Aber wenn „Die Roten“ und „Die Zebras“ als Slogans gelten, dann doch sicher auch „Die Himmelblauen“? :-)

  10. Der VfR Aalen kurvte zumindest in der ersten Saison der 3. Liga (08/09) mit dem wegweisenden Slogan „Kompetenz in Schrott“ durch die Drittliga-Lande, ausgehend vom Unternehmen des damaligen und heutigen Hauptfinanciers Scholz. Da ich den Mannschaftsbus der Aalener seitdem zum Glück nicht mehr bei einem eigenen Spiel sehen msste, vermag ich nicht zu sagen, ob sich der Slogan in der Zwischenzeit geändert hat. Wobei ich ihn für einen Verein, der mit Köln und Hertha zusammen in einer Liga spielt, derzeit humoristisch gar nicht sooo flach fände.

    Fortuna macht seit einem knappen Jahr sehr einen auf „Heimat“ („Wo ist deine Heimat?“), um Neumitglieder an Land zu ziehen. Den vorherigen Slogan „Einfach nur Fußball“ fand ich zwar karg, aber ermutigend. Der war abgeleitet von einem inoffiziellen „Slogan“, der in den zumeist beeindruckend erfolglosen Jahren in Ober- und Regionalliga populär wurde, den ich sehr treffend fand und den ich weiterhin zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten zitiere: „Fortuna Düsseldorf – Alles Andere ist (nur) Fußball!“

  11. Ok, mein Fehler. Aber in der Zeit vor dem Derby war da in meinen Augen etwas wenig Gelassenheit bei den Fans der Hertha, da habe ich das jetzt in den falschen Hals bekommen.

    Ich muss aber sagen, dass ich ein paar der Sprüche gar nicht sooo schlecht finde, bspw. bei Pauli oder auch bei Hansa. Und das hat nichts mit irgendwelchen Symphatien für die Vereine zu tun.

    Wir können das ja auch noch auf Traditionsvereine ausweiten, ich würde da gerne:

    KSV Hessen Kassel – Das beste aus Nordhessen.

    nennen. Ist halt die Frage, wie klein man solche geographischen Einheiten wählen darf, ohne dass es albern wird ;)

  12. Was funktioniert ist ein „großer“ Slogan, wie „echte Liebe“ und die regionale Variante, Im Osten.., .. Herz der Pfalz, Mein Revier ..“.
    Große Slogans für große Vereine, regionale für die Kleinen. Damit können und wollen die Fans eins werden.

    Dann gibt es ein paar „Gedrechselte“ (Ja, Union! Ich würds bei Eisern Union lassen. Das ist sehr gut).

    Und dann noch ein paar, die gar nix sagen (Wir sind der Club – Ja, und?; Tradition verpflichtet;) bzw. Verwechslungsgefahr bergen: Wir sind die Eintracht Braunschweig; Ein mal Löwe, immer Braunschweiger Löwe; die Roten)

    Manche sind einfach nur witzig: Großer Gott, wir lieben dich. (Und wir haben eine Kapelle unterm Anstoßkreis.) Für Schalke hätte ich noch einen: „Totale Hingabe in königsblau“. Und wenn sie sich festgebissen haben werden in der CL, dann nur noch „Hingabe“. Toller Schlachtruf und klingt gut, wenn ein Engländer das ausspricht, oder ein Japaner erst .. ;)

  13. Der SV Wehen Wiesbaden (immer noch ohne Bindestrich) hatte letztes Jahr das Motto „Unsere Stadt, unser Verein, unser Ziel: 2. Bundesliga“ ausgegeben. Ergebnis bekannt (bzw., falls nicht, leicht herauszufinden).

  14. „Fortuna Düsseldorf – Alles Andere ist (nur) Fußball!“ – sehr schön, hab herzhaft gelacht.

    Ein Vorschlag, wenn sich die ersten hier in der Bundesliga galaktisch fühlen: „Wir sind das All in Fußball!“

  15. Äh ja, Wehen-Wiesbaden natürlich ohne Bindestrich.

    Ich bin dann mal so frei, den KSV Hessen Kassel, nett, dass Du es genannt hast, nicht oben aufzuführen, er bleibt ja trotzdem in den Kommentaren.

    Geht ja auch eher um die Variation der immer selben fünf Themen in verschieden starken Mischungen.

  16. Trainer, Du bist ein verdammtes §/^!“)§//(!*

    Union Berlin hatte mal „Verliebt in Union“ in Anlehnung an eine Telenovela. Am peinlichsten finde ich aber diesen uninspirierten, beliebigen Pathosscheiß a la „Meine Liebe. Meine Stadt. Mein Verein“. Dass (mittel-)große Vereine wie Hannover 96 und Köln im Jahre 2011 noch für so etwas Geld ausgegeben haben.. erstaunlich!

    * wollte sowas mal für Amateurvereine machen und hab auch schon lose Material gesammelt

  17. Das „We win!“ von Werder war aber nicht wirklich als Slogan zu Werder gedacht. War eher ein Trick, um bestimmte Bestimmungen bezüglich Sponsoring zu umgehen, glaube ich mich zu erinnern.

  18. Trainer, woher kommt die Jahreszahl bei Nur der HSV?

    Ich blogge seit 2009 und habe dies schon damals verwendet. Bin mir aber selber nicht sicher in welchem Jahr wir das im Stadion geschrien haben, dürfte schon vor 2009 gewesen sein.

  19. „Wir 04 für Leverkusen“. Hier im lokalen Kinospot zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=-4aCdMzemcc

  20. Ein tolle Sammlung. Das mal vorweg. – Und ich liebe solche Slogans, die das Vereinsleben größern sollen ins Umfeld, wenn sie einen Bezug dazu auch haben. „Eine Stadt! Ein Team! Ein Traum!“ Klasse auf dem jeweiligen Vereinsbus. „Die Kickers sind göttlich. Komm auf den heiligen Berg“ Klasse mit explizierter Besonderheit. „Die Himmelblauen.“ Klasse; es gibt nur einen Verein dazu. „Wir sind Eintracht.“ Klasse, ein Ununterschiedlichkeitsdiktum. „Im Osten geht die Sonne auf.“ Superklasse. Endlose Energie …
    „Tradition. Emotion. Leidenschaft“ dagegen ist austauschbar wie nur als kapitalistisches Prinzip. Schreckschock. – Wie steht es eigentlichen bei Wormatia Worms oder Rot-Weiß Essen?

  21. „Wir 04 für Leverkusen“ ist göttlich. Der Slogan, der literally alle Fans anspricht.

  22. Sehr „schöne“ Sammlung…Ich sehe übrigens ebenfalls eine parallele zu den hymnen, die genau wie die slogans, abgesehen von einer hand voll perlen allesamt austauschbar sind, wenn man ein paar spielernamen oder geografische besonderheiten anpasst…

  23. SV Darmstadt 98 ~ Die Lilien bleiben DA (2008)

    Während der Konkursangst rund um Darmstadt 98 mit dem fettgedruckten DA (Offizielle Abkürzung für Darmstadt (kennzeichen etc.)

    Passend zu Punkt 1 und 3

  24. Um dieses „Meine Stadt. Meine Leidenschaft. Mein Usw.“-Gedöns reißen sich ja inzwischen auch die ambitionierteren Teams aus den unteren Klassen, jetzt weiß ich warum.

    Ansonsten: Über Hoffenheim red ich ja nicht gerne, war aber letzten Sommer bei einem Freundschaftskick mit deren Beteiligung in der Provinz zugegen und kann mich zufällig noch daran erinnern, dass auf dem Mannschaftsbus ein großes „Hier kommt die Zukunft“ prangte. Weiß aber nicht, ob das jetzt als offizieller Slogan durchgeht.

    Wie ich kürzlich gelesen habe (obwohl ich auch nicht gern von Hoffenheim lese, komisch), soll jener Bus inzwischen zwecks internationaler Ambitionen das selbstbewusste Nummernschild „HD-EL 1899″ tragen. Haha.

    Jetzt aber genug über Hoffenheim.

  25. >…soll jener Bus inzwischen zwecks internationaler Ambitionen das selbstbewusste Nummernschild „HD-EL 1899? tragen. Haha.

    Sehr schön. Und sehr erstaunlich, dass dem Präsidenten, Verzeihung: Mäzen (da bin ich ganz DFB) das „C“ wohl noch zu teuer war.

    Aber da wir grad bei Hoffenheim sind, darf ich mich ein einziges Mal selbst zitieren. Ich sah nämlich in der Saison 2007/08 das erste Auswärtsspiel von Hoffenheim nach dem Aufstieg in die 2. Liga, ein eher gemächliches 0:0 beim damaligen Erstliga-Absteiger Mönchengladbach. Und den Hoffenheimer Bus sah ich auch. Wie gesagt, ich darf zitieren:

    „Bei so vielen geschichtsträchtigen Ereignissen nahm ich einen Tag später dann auch eins der 2. Liga mit: das erste Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen die TSG 1899 Hoffenheim, gleichzeitig das erste Meisterschaftsspiel der Borussia, welches um 14.00 Uhr angepfiffen wurde. Und es war ein lustige Angelegenheit. Die Hoffenheimer reisten mit einem Mannschaftsbus an, auf dessen Frontpartie unübersehbar der Schriftzug „Rita’s Reisedienst“ prangte.“

    Der eine Zeitlang verfügbare fotografische Nachweis dieser Schilderung hat leider schon längst den Weg ins virtuelle Nirwana angetreten, man muss also schon meinen Worten glauben. Für mich einer der besten Slogans der vergangenen Dekade. Unaufgeregt, ohne Pathos. Einfach so.

    Jetzt aber genug über Hoffenheim.

  26. Hehe, nur echt mit dem Deppen-Apostroph…

  27. Der Slogan von Alemannia Aachen war zuletzt „Auf Gedeih und Verderb“. Wenn mich nicht alles täuscht seit 2009

  28. Pingback: Die Blog- & Presseschau für Mittwoch, den 19.September 2012 | Fokus Fussball

  29. Ich erinnere mich dunkel an das Gesicht von Manni Breuckmann an Plakatwänden und Litfaßsäulen überall in Duisburg, wie es/er sein Bekenntnis ablegte: ‚Ich vertrau‘ dem MSV‘ hieß es da, glaube ich jedenfalls.
    Keine Ahnung, ob das offiziell war, ist auch schon was her.
    Nebenbei: als es mal wieder zum Aufstieg in die 1. Bundesliga kam, sangen die Fans ja: ‚Nie mehr 2. Liga!‘ Ich bin echt gespannt, was die wohl nach dem nächsten Abstieg -diesbezüglich vertrau ich den Galoppern durchaus sehr^^- singen.

  30. Jens, tut mir leid, auch wenn die Originalität damit etwas verloren ging, Deine Inhalte würden ja dennoch interessant bleiben.

    Rita’s Reisedienst ist natürlich ein Knüller.

    Und die Geschichte rund um das Kennzeichen Hoffenheims war hier auch schon Thema.

    Manfred, Manni Breuckmann und der MSV? War das nicht gar eine Aktion, bei der er allen kleinen Ruhrgebietsvereinen seine Solidarität zusagte? Erinnerung ist da aber auch bei mir sehr verschwommen.

    Vielen Dank für die Darmstadt- und Leverkusen-Einreichung. Und Hoffenheim.

  31. Du, keine Ahnung, Trainer, ich find‘ ja nichtmal die von mir genannte Sache als Bildbeweis, da werd‘ ich mich bei ‚Ich vertro auf RWO‘ nicht leichter tun ;)

  32. Nee Trainer, ich bin ja nicht wütend oder so. Hätte nur nicht gedacht, dass die Großen den Kleinen in nichts nachstehen.

  33. Rot Weiß Oberhausen hatte ja auch mal eine ganze Imagekampagne (mit Plakatwerbung usw.) unter dem Motto „Malocherschicht“ und dem Slogan „Wir haben alles außer Kohle“. Ich glaube das prangte auch mal auf dem Mannschaftsbus, ähnlich wie Janus verfüge ich über einen fotografischen Nachweis der sich nun wohl zusammen mit Rita’s Reisedienst im Cyberspace vergnügt. Zu Fortuna Düsseldorf fällt mir noch der Slogan (oder Name einer F95-Affinen-Punk-Compilation?) „Wir sind Fortuna. Wir können alles.“ ein.

  34. Apropos Oberhausen: Falls jemand heute Abend im Ebertbad sein sollte, könnte er oder sie ja Manni Breuckmann persönlich fragen, ob er sich an eine derartige Kampagne erinnert. Ich werde leider nicht dort sein.

    Oder man könnte mal dem MSV Duisburg mailen … oder RWO.

  35. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war der Slogan „Wieder hier, wieder im Revier“ eine Marketing-Kampagne von Nike, als sie 2004 erneut Ausrüster des BVB wurden. Angelehnt übrigens an das Lied von Westernhagen.

  36. Mitte der 90er Jahre ließ 1860 München »Stark wie noch nie« singen; ob das auch der offizielle Slogan war, weiß ich nicht.

  37. Beim MSV weiß man leider nichts darüber. Was nicht bedeutet, dass es nicht stattgefunden hätte.

  38. Schlecht recherchiert, lieber Trainer. Der BVB hatte Jahrelang den sehr schwachen Claim/Slogan „Tradition – Leidenschaft – Erfolg“. Seine Gottheit Dr. Niebaum klaute den Spruch seinerzeit einfach bei Juventus. „Wieder hier….“ war eine Werbeaktion von Nike, als die zum BVB zurückkehrten.

  39. Ich möchte keinen Buchstaben im Artikel und den Kommentaren missen.

    Aber es ist doch gleichwohl erlaubt, festzuhalten, dass sich die Bewertung der Claims auch prägnanter fassen lässt? Die sind nämlich allesamt hirnrissig. Ausnahmslos.

  40. Meine Borussia hat letzte Saison Image Filme in die Gladbacher Kinos gebracht, nicht direkt ein Slogan.

    http://www.youtube.com/watch?v=NYWRgwJudgM&feature=relmfu

    Es gab drei Teile.
    1.Teil mit Marc Andre ter Stegen
    2.Teil mit Marco Reus
    3.Teil mit Igor de Camargo

    Das ganze ist im Prinzip sicherlich austauschbar, aber als Gladbacher haben die Spielszenen noch mal direkt Erinnerungen hoch gebracht. Reus Tor hat uns die erste Tabellenführung seit gesichert. Igors Tor war der Siegtreffer im ersten Relegationsspiel.

  41. Ah, nett und kannte ich noch nicht. Was ich an Reus mag, ist dass er ausreichend selten dämlich grinst. Mag zwar auch viel Projektionsfläche sein (natürlich), aber es ist eben auch eine angenehme Abwechslung zu den Dauergrinsern.

    Da stehen die Gladbacher ja in guter Uerdinger Tradition, scheitern aber doch mit größerem Abstand.

  42. In Meppen durfte ich dieses Jahr Lesen:
    »SV Meppen – Seele der Stadt, Stolz der Region«

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