Warum man auf keinen Fall der doppelten Verneinung nicht widerstehen sollte

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Damit man nur noch Leser hat, die wirklich lesen und nicht scannen.

Mit den Realitäten ist es so wie mit dem schlechten Wetter beim Urlaub in Mazedonien. Man kann sagen, dass man das schlechte Wetter nicht mag, man kann auch beim nächsten Mal ein anderes Ziel suchen. Das Wetter in Mazedonien bleibt aber, wie es ist: schlecht.

Und so weiß ja jeder, der Jacob Nielsen kennt, dass man beim Publizieren im Netz unbedingt ein paar Geitleins beachten muss, weil die Leser es sonst nicht lesen und sich damit davon verabschieden, Leser zu sein. Sie sind dann nur noch Scanner.

Eine der Geitleins lautet, dass man die Schlüsselwörter besonders herausstellen soll. Ich habe das jetzt mal für den obigen Abschnitt hier gemacht:

Damit man nur noch Leser hat, die wirklich lesen und nicht scannen.

Mit den Realitäten ist es so wie mit dem schlechten Wetter beim Urlaub in Mazedonien. Man kann sagen, dass man das schlechte Wetter nicht mag, man kann auch beim nächsten Mal ein anderes Ziel suchen. Das Wetter in Mazedonien bleibt aber, wie es ist: schlecht.

Und so weiß ja jeder, der Jacob Nielsen kennt, dass man beim Publizieren im Netz unbedingt ein paar Geitleins beachten muss, weil die Leser es sonst nicht lesen und sich damit davon verabschieden, Leser zu sein. Sie sind dann nur noch Scanner.

Eine der Geitleins lautet, dass man die Schlüsselwörter besonders herausstellen soll. Ich habe das jetzt mal für den obigen Abschnitt hier gemacht:

Und während ich das tue, merke ich, dass es tatsächlich fast unmöglich ist, eines der Wörter herauszuheben und damit keine Aussage zu treffen. Selbst wenn man scheinbar überflüssige Wörter, die in jeder Satzstruktur vorhanden sind und kaum Information hinzufügen, sofern man nicht doch den ganzen Satz liest, optisch heraushebt, erleichtert man das Lesen von Texten.

Eine andere Geitlein ist, dass man unbedingt solche Listen in seinen Beiträgen haben soll. Anhänger dieser These gibt es sicher mehr als nur Jacob Nielsen nebst seiner Mitarbeiter.

Was das nun alles mit Fußball zu tun hat? Nichts. Aber mit Lesen, und so ist es doch erstaunlich, dass der eine oder andere, der sich dann auch so nennen darf, Leser, es bis hierhin geschafft hat, kommt man doch normalerweise hierhin (so nicht via Google), um etwas über Fußball zu lesen. Damit derjenige dann nicht gänzlich enttäuscht nach Hause gehen muss, sag ich es einfach noch mal, wie es webgerecht am besten präsentiert werden sollte:

  • Der
  • Baade
  • ist
  • rund

Genug davon. Hier gibt es weiterhin höchstens mal eine Kursivstellung, selten wird sie bleiben. Listen hingegen gibt es nur bei statistischen Daten. Wer nicht lesen mag, der muss ja auch nicht.

Das Wetter bleibt somit auch in Deutschland schlecht, man kann es aber auch einfach ignorieren. Das Wetter war ja ohnehin noch nie besser als es jetzt nicht ist.

4 Kommentare

  1. fettdruck von schlüsselwörtern ist widerlich. hat mich schon immer gestört, am extremsten in der kolumne der wochendendausgabe der süddeutschen, aber auch in anderen eher literarischen oder feuilletonistischen texten. damit wird eine meinungshoheit über den leser beansprucht, ihm eine struktur des textes oder die vermeintliche bedeutung einzelner wörter und thesen aufgezwängt. als ob man dem leser nicht ein jota an mündigkeit zutraut.

  2. Endlich mal ein guter Text ;-)

    Wenn man sich für Suchmaschinenoptimierung interessiert, dann kann man mit fett geschriebenen Worten durchaus einen Effekt erzielen. Aber SMO kommt nach Lesbarkeit und nach dem Leser und vor allem nach dem Schreiben.

    Man muss sich ja nur mal die Seite Nielsens anschauen. Dann sieht man doch, dass das irgendwie nicht mehr zeitgemäß ist. Aber vielleicht gibt es im Zwischennetz ja demnächst auch mal eine Retro-Welle in der alle, die hip sein wollen, ihre Seiten so stylen als wären sie gradewegs aus den Mitneunzigern entsprungen. Schabernack!

  3. Nielsen ist definitv der Mensch mit dem größten Gap zwischen Anspruch und eigener Website.

  4. Damit man weiß, worum es geht, an dieser Stelle der Verweis auf jemanden, der das Ding mal richtig durchgezogen hat.



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