Wer wird deutscher Meister?

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Komischerweise hat man gemeinhin beim Lesen der Überschrift, ganz gleich von welchem Verein man Fan ist, automatisch die Antwort:

„Nur der HSV!“

im Ohr. Nun gut, in diesem Jahr könnte das so sein, wie nicht ausgewiesene Propheten an Bahnhofswände kritzeln, es bleibt dem HSV nach dem heutigen Ausschieden im UEFA-Pokal aber auch nichts anderes übrig, wenn Rafael van der Vart sein Versprechen/seine Drohung noch wahrmachen will, den HSV nur mit einem Titel zu verlassen. Und dass er den HSV verlässt, ist ja schon beschlossen.

Die Frage, wer deutscher Meister wird, ist nicht ganz neu, wesentlich älter als die Bundesliga ist sie auf jeden Fall. Wer deutscher Meister wird, fragte Coca-Cola im Nazi-Deutschland von 1936 zum Beispiel schon per Werbeplakat, und darum sollte es hier eigentlich gehen. Die Antwort ist, well, rückblickend ist das immer einfach: der 1. FC Nürnberg. (Zu jener Zeit noch ohne Thomas von Heesen, dafür mit Heiner Stuhlfauth).

Welchem LSD-Trip das Plakat rechts neben unserem Zielplakat geschuldet ist, muss leider unklar bleiben.

19 Kommentare

  1. Werter Trainer,

    man hat doch nicht „Nur der HSV“ im Ohr, sondern „Ha-ha-ha-ha-ess-fau“, oder?

  2. Hm, das mag sein. Ich vergaß jenes.

  3. Kann es sein, dass auf dem Coca Cola-Plakat ein Spieler mit Fahrradhelm herumläuft??

  4. Allerdings müssen wir ein „ha“ abziehen.

  5. Das rechte ist nicht zurechnungsfähig, wie ich bereits erwähnte.

  6. Nein.

    Wer – wird Deutscher Meister -

    Ha – ha – ha -

    Ha – ess- fau!

    Ganz sicher!

  7. Ach ja, das ist ja ein anderes Plakat. Sorry.

  8. Ha – ha – ha -

    Ha – ess- fau!

    Ganz sicher!

    Nein. Also vielleicht. Aber meine Synapsen melden da Folgendes zurück:

    Ha-Ha-Ha-Ess-Vau!

    Ist das falsch?

  9. Ich bin ziemlich sicher.

    Ha- ha – ha

    und dann kommt:

    Ha – ess- fau!

  10. Wir sind hier ja nicht bei „Ha-Ho-He-Hertha-BSC“, sondern beim HSV. Deshalb: „Ha-ha, minimale Pause, Ha-Ess-Vau“. Denke ich. Ich bin aber auch kein HSV-ler.

  11. Hier ist es eindeutig:

    http://youtube.com/watch?v=uxelwFEJqoQ

    Dreimal „Ha“, dann erst „Ha-ess-fau“.

    Juhu, ich hatte recht.

  12. You win.

    I drop my shirt.

  13. An diesen Refrain konnte ich mich einfach erinnern. Der stammt noch aus der Zeit, als ich beim Fußball im Hinterhof immer Jürgen Milewski sein wollte…

  14. Während ich, wesentlich später, beim Elfmeterschießen nicht nur Wolfram Wuttke sein wollte, sondern sogar Wolfram Wuttke war. Der Gewinner des Elfmeterschießens nach dem eigentlichen Training bekam nämlich immer eine Cola, eine Coca-Cola spendiert, die fast immer meine war. Wie auch immer…

    Coca-Cola schon 1936 in Deutschland, das war das Bemerkenswerte daran, für mich jedenfalls. Ich dachte, die braune Suppe, äh, die braune Limonade wurde erst nach 1945 bzw. mit 1945 nach Deutschland eingeführt. So kann man sich täuschen.

    Wobei der Berliner „Schlacht“-Ruf auch noch mal einen Beitrag wert wäre. Selten dämlich, wie eigentlich alle Schlachtrufe, aber von den selten dämlichen noch mal ein besonders dämlicher. Was wiederum von einer gewissen Kunst zeugt, nämlich jener, selten dämliche Schlachtrufe zu formulieren. Immerhin, immerhin. Berlin. Eine Suppe für sich.

  15. Ich bin wahrscheinlich mit der CocaCola zusammen auch irgendwo stehen geblieben in meiner Entwicklung, denn ich hab da

    „nur der BVB“

    im Kopf ;o)

  16. Nichts desto trotz war es gestern ein schönes Spiel – von beiden Mannschaften.

  17. @ Trainer:

    Coca-Cola wurde sogar schon 1929 in Deutschland eingeführt; ein Jahr später kam es zur Gründung der deutschen Coca-Cola GmbH. Deren Leiter, Max Keith, war ein Nazi-Kollaborateur. Wie es weiterging, ist in einem Beitrag bei Wikipedia nachzulesen. Hier ein Ausschnitt:

    - – - – -

    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Coca-Cola_Company

    1936 reiste ein Konkurrent von ihm [Keith], Karl Flach von afri-cola, in die USA, um Abfüllanlagen zu besichtigen, und stahl ein paar Kronkorken mit der Aufschrift „koscher“. Daraufhin wurde Coca-Cola in Deutschland als „jüdisch-amerikanisches Unternehmen unter der Leitung von Harold Hirsch“, der damals im Aufsichtsrat saß, denunziert. Keith bat Woodruff, Hirsch aus dem Aufsichtsrat zu entfernen. Dieser weigerte sich jedoch und soll gesagt haben: „Meine Politik heißt Coca-Cola“. Keith brach daraufhin mit dem deutschen Regime, dem Erfolg von Coca-Cola konnte dies jedoch keinen Abbruch tun. Selbst als der 2. Weltkrieg schon ausgebrochen war, lief das Geschäft in Deutschland mit Coca-Cola weiter. Allerdings wurde es für die deutsche Tochtergesellschaft der The Coca-Cola Company immer schwieriger, die für die Cola-Herstellung benötigen Rohstoffe zu beschaffen. Deshalb erfand sie 1940 ein neues Erfrischungsgetränk: Fanta (abgeleitet von Fantasie). Zunächst auf Molkebasis hergestellt, sicherte Fanta den Bestand der Coca-Cola GmbH, während 1942 die Coca-Cola-Produktion schließlich doch eingestellt werden musste. 1950 wurde die Coca-Cola-Produktion wieder aufgenommen. Und auch Fanta blieb ein beliebtes Getränk, zwischenzeitlich allerdings nicht mehr milchhaltig, sondern als Orangen-Limonade.

    - – - – -

    Ich meine allerdings, einmal gelesen zu haben, dass es nicht nur die Rohstoffverknappung war, die 1942 zur Einstellung der Coca-Cola-Produktion in Nazi-Deutschland führte, sondern dass es dafür handfeste ideologische Gründe gab und Fanta demgegenüber als „deutsches“ Getränk etabliert werden sollte. Allerdings finde ich die Quelle nicht mehr, deshalb muss das an dieser Stelle eine wacklige Information bleiben.

    An der Nachkriegsgeschichte von Coca-Cola in Deutschland hat übrigens Max Schmeling mitgewirkt – siehe diesen Beitrag von Martin Krauß:

    http://www.morgenpost.de/content/2005/02/07/sport/733389.html

  18. Den kann ich jetzt nicht liegen lassen:
    Trainer, Liborix,
    Ihr Ha-Spalter.

  19. wenn man betrunken ist oder sowieso gut drauf, reicht auch ein einfaches „hafau!“…



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