Wutfans, anno dazumal

| 4 Kommentare

Manuel Neuer Eike Immel wechselte 1986 vom BVB 09 zum VfB Stuttgart, was bei einigen Wutfans der Borussia gar nicht gut ankam. Sie warfen — damals ging das noch, weil es wohl nicht verboten war, diese mit ins Stadion zu nehmen, vor allem aber, weil sie überhaupt in alternativloser Weise vor sich hin existierten — eine volle Bierdose nach ihm. Die dann entsprechend ihrer vorherigen Aufladung durch Schüttelung wunderbar durch den Strafraum spritzte.

Eike Immel sah das alles nicht so dramatisch. Vielleicht auch, weil er als Profi eine realistische Einschätzung der Fans besaß. Man dürfe „keine Unterstützung“ im gegnerischen Stadion erwarten.



Ein normaler Vorgang, schließlich sind es hier die Bierstadt Dortmunder Fans, die die Dose werfen, und nicht die eigenen Stuttgarter Fans.

Es ändert sich selten etwas. Nur den Inhalt „Immel ist ne schwule Sau“ würde man heute nicht mehr so hören, alle anderen schon. Glück hatten die Dortmunder Fans wiederum, dass der BVB nie gegen den TSV Eintracht Stadtallendorf antreten musste.

Torverlauf:
0:1 Karl Allgöwer 36.
1:1 Thomas Helmer 48.
2:1 Thomas Helmer 80.
2:2 Rainer Zietsch 88.

Zuschauer: 24.242, einige davon wütend.

4 Kommentare

  1. … und bei 3:53 min. grinst einem unverblümt die Reichskriegsflagge ins Bild.

  2. Da gabs doch noch den schönen Reim „Wir brauchen keinen Immel mehr, wir haben ja unsern Teddy Beer“.

  3. Frank Mill, Eike Immel, Jürgen Klinsmann. Meine Jugend ist gerade an mir vorbeigerauscht

  4. Schau mal an, Teil 1: Auch 1987 gab es schon Flatterbälle, ganz ohne „Teamgeist“ und „Jabulani“.

    Schau mal an, Teil 2: Zwei Helmer-Tore in einem Spiel? Das dürfte nicht allzu oft vorgekommen sein.



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.