Abraham gegen Bebraham

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Kann ich mal die Fernbedienung ham?

Was ist denn das, mit Verlaub, für ein Scheiß? Da wird mir im Rahmen der Nachberichterstattung über das EM-Spiel Russland gegen Schweden tatsächlich noch ein Werbespot für irgendeine andere Wurstsendung der ARD zugemutet, die nicht mal was mit dem schlimmen Humor des Weißbier-Waldis zu tun hat, sondern noch schlimmer, Boxen ist. Glaub ich. Weiß ich nicht.

Es ging darum, dass irgendeine noch nie gesehene sportlich relevante Flitzpiepe — wahrscheinlich bei der ARD unter Vertrag — am Strand einen Strafstoß in ein notdürftig dahingelogenes Tor erzielen sollte, was sie dann gegen ihren 88 Jahre alten halbnackten Trainer auch bewerkstelligte.

Der „EM-2008″-Schriftzug blieb allerdings über die gesamte Dauer des Werbespots unten links eingeblendet und Medienbashing ist noch nicht ganz so out wie Kommentatoren- oder Modefans-Bashing, ja, es ist nicht mal so out wie Bashing-Bashing, weshalb das hier mal erwähnt werden musste. Keine Werbung nach 20h.

Manchmal wünschte man sich Werbung statt solcher Clips. Wer’s nicht gesehen hat: Dankbar sein.

Mit der EM hatte das nix zu tun und es wird nach einer solchen Lächerlichkeit ohnehin nicht eine Person mehr diese Sendung anschauen, als es vorher Menschen zu tun gedachten.

15 Kommentare

  1. Ich habe mich gerade extrem darüber geärgert, dass die Reportage über Arthur Abraham von dieser unsinnigen EM-Berichterstattung ummantelt wurde. Nochmal für die ganz Langsamen: die EM und Boxen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

  2. Wer ist Arthur Abraham? Muss man den kennen?

  3. Das Ganze hat mich an Valujew erinnert, der sich ein paar Tage vor seinem Kampf in der Nürnberger Arena noch schnell ein Clubtrikot anzog, um am Valznerweiher mit seinem 3 Köpfe kleineren Kumpel Jan Koller medienwirksam Fußball zu üben.
    Zu Identifikationsfiguren in Boxendeutschland werden wohl trotzdem beide nicht (außer vielleicht für Modeboxfans, gibts das eigentlich auch noch?).

  4. Ich habe die ARD-Tafel mit Arthur nicht sofort finden können, dafür aber im Schweizer Fernsehen die erste Strophe gelesen…Gibt es da einen Zusammenhang?

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,560470,00.html

  5. Die Krise der deutschen Comedy wird bei dieser EM übersehbar. Waldi mit den Weppers und Michael Rummenigge, inhaltslos. Noch weit besser als Pochers mehr als peinliche Primitivbeiträge. Und bei Nachgetreten ist nur Mike Krüger witzig. Aber die Boxwerbung, richtig, war die Krone der Desaster. Gut nur die Schweizer – sie zeigen den Text der 1. Strophe der Nationalhymne. Die haben wir 1954 noch gesungen. Da kann es ja nur den EM-Titel geben…

  6. So langsam bekomme ich hier ein ganz schlimmes Trauma.

  7. Lass mir meine Ansichten

  8. Gibt nichts, was ich dir nicht lieber und vor allem komplett lassen würde.
    Am sichersten dürfte sein, du behälst sie komplett für dich. Dann kann sie dir ganz sicher niemand wegnehmen.

  9. Hauptsache, Abraham hat den Elfmeter verwandelt!

  10. Ich hab nur vor dem Fernseher gesessen und war fassungslos. Wer will schon Arthur „Der unglaubliche Blut-Boxer“ Abraham und dessen nackten Trainer, der die gesamte 54er Fussballmannschaft aufsagen kann sehen?

    Und dafür die der Spielbericht von Griechenland gegen Spanien noch weiter nach hinten verschoben. Unglaublich :-(

  11. Ich hab’s auch gesehen und mich gefragt: War das ernst gemeint oder sollte das lustig sein??? Wie auch immer, der Versuch ist grandios gescheitert. Ich werde mit meinen Söhnen demnächst die WM-Vorrundenpartie Saudi-Arabien – Ukraine nachstellen (die hat bei mir immer noch ein Trauma hinterlassen) und verlangen, dass die ARD davon 90 Minuten berichtet.

  12. Dafür, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, wird das hier aber beachtlich zusammen diskutiert. Ich gehe davon aus, dass das Absicht vom Fernsehen war, um die Kulturkritiker bei Laune zu halten.

  13. Von prekären Kulturkritikern, die als Praktikanten beim Fernsehen arbeiten, für ehemalige Kulturkritiker, die jetzt bei SpOn arbeiten?

  14. Zum Beispiel, oder: meinetwegen. Aber auch schon für alle, die sich überhaupt äußern. Du, ich, Baade und so.



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