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Kategorie: Joachim Löwenherz

Erichs, Rudis und Jürgens Nachfolger heißt Joachim

Nur 300

Jogi Löw hat seine erste Debütanten-Kandidaten-Verlautbarung gemacht. Alexander Madlung könnte gegen Irland der erste Debütant unter Jogi Löw und seinem neuen Obelix „Hansi“ Flick werden.

Beim Rumsurfen zu diesem Mann, der alleine schon deshalb alle nötigen Qualitäten als Fußballer mitbringt, weil ich ihn vor zwei Jahren in meine kicker-Managerelf berief, fiel mir ein neuer Kandidat für die „Zahl der Woche“ auf. Leider gibt es diese Rubrik ohne WM-Special ja nicht mehr. 300 klingen trotzdem ordentlich.

300 Knöllchen soll Madlung in seiner Zeit als Rennfahrer für den Rennsportclub Hertha BSC in Berlin gesammelt haben. Das hieße, er schafft es häufiger als ein Mal pro Woche, irgendeine Regel zu übertreten oder geblitzt zu werden. Ich wüsste gar nicht, wie man das in meinen Breiten schaffen sollte, jede Woche geblitzt zu werden.

Oliver Kahn und Ailton haben es aber schon vorgemacht: Beide schafften es, zwei Mal bzw. drei Mal an einem Tag geblitzt zu werden.

Leider blitzt es auch ab und zu in des Madlungs Birne. So stellte er im letzten Jahr den ruhmreichen Rekord von drei Platzverweisen innerhalb von vier Wochen auf. Das waren drei mehr als Hertha BSC Tore schoss in dieser Phase. Wollen wir hoffen, dass er gegen die irischen Heißsporne — und in England buhen die Zuschauer übrigens immer, wenn jemand eine Schwalbe versucht — keine Dummheiten macht.

Mike Hanke hat es damals zwar nicht geschadet, an der Eckfahne für ein Frustfoul Rot zu bekommen. Zur WM wurde er trotzdem nominiert. Aber das war damals Confederations Cup, nicht so etwas Ernstes wie eine EM-Qualifikation.

[Nachtrag] Die Berliner Zeitung weiß Einiges über die Schlafgewohnheiten von Madlung zu berichten. Scheint weit verbreitet zu sein unter Fußballern, das lange Schlafen.

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Schneider — Schweden und Klaus Toppmöller

Während die meisten EM-Qualifikationsgruppen erst Mitte September starten, hat Georgien bereits Fahrt aufgenommen und auf den Färöer mit 6:0 gewonnen. Ein solch deutlicher Sieg dort ist weder Österreich noch Deutschland noch Frankreich gelungen. Trainer bei Georgien ist übrigens der kettenrauchende Klaus Toppmöller, der mit immerhin 107 Toren auf den vorderen Plätzen der ewigen Bundesliga-Torschützentabelle liegt.

6:0, so hätte auch das Spiel gegen zweitklassige Schweden am Mittwoch ausgehen können, wenn nicht Bundestrainer Löw Klose und später auch Schneider ausgewechselt hätte, die beide in Galaform gegen einen wie gesagt zweitklassigen Gegner aufspielten. Dass Bernd Schneider in seinem dritten Herbst noch einmal zu solcher Form aufläuft, hätten wir nach den letzten beiden schwächeren Bundesligaspielzeiten wohl nicht gedacht. Ich aber habe es zumindest gehofft. Alter schützt vor Leistung nicht und so werden wir wohl auch bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz noch Freude an Bernd Schneider haben, der endlich zu seinem zweiten Länderspieltor kam. Das erste erzielte er per direktem Freistoß zum 8:0 beim 8:0 gegen Saudi-Arabien bei der WM 2002. Ein eminent wichtiges Tor also, genauso wie dieses Tor im Freundschaftsspiel gegen Schweden.

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Unhöflicher DFB

Der DFB wollte Malik Fathi für das Länderspiel gegen Schweden nachnominieren. Das stellte sich nicht ganz so einfach dar, denn der Anrufende wollte sich nicht identifizierbar machen:

„Ich wurde gegen 15 Uhr angerufen. Ich bin ein paar Mal zuvor nicht rangegangen, weil die Nummer unterdrückt war.“

Seine Rufnummer am Telefon zu unterdrücken, wenn man nichts zu verbergen hat, ist eine dieser Unarten, die für gewöhnlich nur noch älteren Herren wie denen vom DFB passiert, die von dieser Technik keinen blassen Schimmer haben. Somit kann man davon ausgehen, dass das Jürgen Klinsmann nicht passiert wäre.

Uli Hoeneß schon, der hat bekanntlich nicht mal eine Email-Adresse.

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Öfter mal was Neues

„Wir wollen Europameister werden.“

Jogi Löw sagt das. Und letztens sagte Jürgen Klinsmann noch

„Wir wollen Weltmeister werden.“

Wie vielfach mißverstanden wurde, sagte Klinsmann nämlich nie: Wir werden Weltmeister. Sondern nur, dass sie das werden wollen.

Um mich dem anzuschließen, sage ich heute dann einfach mal:

„Ich will Feuerwehrmann werden.“

Falls mich jemand fragt, warum ich denn schließlich gar kein Feuerwehrmann geworden bin, werde ich entgegnen: Ich sagte nie, dass ich es werde. Ich sagte lediglich, dass ich es werden will.

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Der alte Mann und die Nationalelf

Jogi Löw hat sein Aufgebot für das Spiel gegen Schweden bekannt gegeben: Jens Nowotny ist dabei. Hätte Oliver Kahn mal nicht so früh seinen Rücktritt erklärt, dann wäre er jetzt auch noch an Bord: Als Clown für die Ersatzspieler, wie er und Jens Nowotny das ja schon während der WM hervorragend erledigten.

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Getrennte Zwillinge

Wo wir doch gerade noch davon sprachen, dass es hier keine Rubrik „Bei der Geburt getrennte Zwillinge“ geben wird: wer Bedarf an „Lookalikes“-Spielchen hat, dessen Hunger dürfte hier mehr als gestillt werden. Die aktuelle Folge beschäftigt sich mit Jogi Löw, es gibt aber auch noch 500 andere Folgen.

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Lehmann bleibt

Wir sind alle froh, dass Lehmann bleibt. Jens Lehmann scheint einen Jungbrunnen gefunden zu haben, während Oliver Kahns Gesicht Bände spricht von den vielen durchfeierten und durchzechten Nächten mit Verena Pooth. Kretschmar. Engelke. Ich weiß nicht mehr, wie Kahns Freundin Verena mit Nachnamen heißt, denke aber auch, dass das ein gutes Zeichen ist. In Kürze werden wir sie alle vergessen haben, Regel bestätigende Ausnahme werden Gala-Leser sein, in der auch C-Promis von Anno Dazumal noch zu Wort respektive Bild kommen.

Möglicherweise heißt Jens Lehmanns Jungbrunnen aber tatsächlich „Umstellung des Trainings“. Angeblich tat er das, nachdem er bei Arsenal seinen Stammplatz verlor. Und dann sind wir Jürgen Klinsmann noch mal dankbar, dass er den Vizemeister des Debilitätswettbewerbs (Meister wurde, wie an anderer Stelle erwähnt, Gerd Müller) der Altspieler des FC Bayern, Sepp Maier, aus der Nationalmannschaft geworfen hat. Der hat schließlich Oliver Kahn mit seinem Training zusätzlich heruntergewirtschaftet.

Wollen wir hoffen, dass Lehmanns Stellung als alleiniger Torwart Nummer Eins ihm nicht zu Kopf steigt und er wieder in seine Eskapaden von früher zurückfällt. Rekordzahl roter Karten in der Bundesliga für einen Torwart, Verkehrssünden (fragte mich schon immer, was daran schlimm sein soll, wenn ein Fußballspieler sich verhält wie jeder andere Mensch auch), schnöseliges Verhalten in Interviews und eine generell sehr dünne Haut zeichneten ihn früher aus.

Heute zeichnet ihn schnöseliges Verhalten aus, das er etwas geschickter verbirgt, eine dünne Haut, die er ebenfalls geschickter verbirgt und bislang nur eine rote Karte im Champions-League-Finale.

Nichtsdestotrotz: ich bin erleichtert, dass Jens Lehmann weitermacht. Die Nachfolgekandidaten mit Ausnahme von Robert Enke sind alles Leute, die genau dem Bild von Hauruck-Heinis, denen ab und zu mal die Sicherung durchbrennt, wie man sie im Tor kennt, entsprechen.

Und während Oliver Kahn altersalt geworden zu sein scheint, wirkt Lehmann eher altersweise, dazu aber mit der nötigen Fitness, Beweglichkeit und auch mit dem nötigen Quentchen des „antizipierenden Torhüters“, die ihn alle zusammen relativ schwer bezwingbar machen — zur Zeit.

Bis zur EM 2008 sind es noch zwei Jahre und sollte Lehmanns Form drastisch abfallen, sollte man nicht zögern, einen ähnlichen Tausch wie vor der WM 2006 vorzunehmen und einfach das tun, was ein Trainer immer tun sollte: den besseren Torwart aufstellen, nicht den mit den größeren Erfolgen in der Vergangenheit.

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Skandal! Jogi isst und trinkt!

Jogi Löw wurde gesichtet, nur einen Tag nachdem er Bundestrainer wurde. Und was macht er? Sitzt irgendwo in Baden rum und trinkt und isst was.

Wenn das nicht mal die Jungs von der FOTO-Zeitung auf den Plan rufen wird. Dieser Grinsi-Jogi, dieser Faulpelz, er soll schaffe, nicht rumsitzen und trinken, wird sich diese Zeitung sagen. Direkt in die Pfanne hauen werden sie den lieben Herrn Löw, weil bei dieser Zeitung ja ohnehin noch so viele ungenutzte Aggressionen durch die Redaktion schwirren, die man eigentlich bei einem Achtelfinalaus von Jürgen Klinsmann abbauen wollte.

Die soccergirlz haben Jogi mit diesem Beitrag keinen Gefallen getan. Sollte Jogi die EM 2008 nicht mehr als Bundestrainer erleben, sollten sie sich in die Ecke stellen und schämen.

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Baden, nicht Schwaben

Ich weiß, dem einen oder anderen tut es weh, das zu hören.

Jogi Löw ist kein Schwabe, wie Clinsfornia es war ist. Jogi Löw ist aus Schönau im Schwarzwald, welches in der Nähe von Lörrach liegt. Lörrach liegt in Baden, nicht in Schwaben.

Immerhin stammen sowohl Ottmar Hitzfeld als auch Sebastian Deisler aus der Nähe von Lörrach. Allzu schlecht kann die Luft dort für guten Fußball nicht sein.

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Löwmann

Wenn man google nach Löwmann fragt, hat google einen interessanten Alternativvorschlag.

Achso, wer das ist? Löwmann ist der hier.

Löwmann wiederum erinnert stark an den hier. Aber nein, eine Rubrik „Bei der Geburt getrennte Zwillinge“ wird es hier auch in Zukunft nicht geben.

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Die Sonne aus Kalifornien holen

Jogi Löw verrät es im Interview mit dem Tagesspiegel:

„Die Sonne aus Kalifornien holen – das war das Motto.“

Hatten wir doch alle gedacht, es sei „Die Welt zu Gast bei Freunden“, weit gefehlt. Die Sonne aus Kalifornien holen. Ist ganz gut gelungen, richtige Regenschlachten gab es keine und das beste ist: Die Kalifornier sind aufgrund ihres Wassermangels auch ganz froh darüber, dass mal eine Zeitlang die Sonne nicht so brennt.

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Kann man diesem Mann vertrauen?

Reißerische Überschrift, ist aber gar nicht so gemeint. Jedenfalls will ich weder Klinsmann noch den lieben Herrn Löw feuern. Der war nämlich mal ziemlich sexy.
Wer hier nach unten scrollt, entdeckt einen Mann, dem in diesen Tagen die Leitung der Nationalmannschaft obliegt. Man könnte fast meinen, ich schreibe diesen Beitrag nur, weil ich endlich das Wort „obliegen“ benutzen möchte. Falsch. Ich bin wirklich erstaunt über a) die Tatsache, dass bei Jogi Löw nur ein Foto in schwarz-weiß drin war, während alle anderen in Farbe daherkommen und b) über die laszive Pose des jungen Herrn auf dem Spielfeld.

Über den Schnäuzer bin ich natürlich nicht erstaunt, man weiß ja schon länger, wie es zu diesen Zeiten herging.

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