Der nette Herr Löw

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Es ist bekannt, dass er gar nicht nett ist, sondern eher ein Cunctator, und das Attribut „nett“ ist bei einem Fußballtrainer ja ohnehin nur eine gar nicht mal so höfliche Umschreibung für angebliche Führungsschwäche. Den Oliver Bierhoff hatte er bislang aber eigentlich immer ganz gut im Griff, wenigstens den.

Auch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein, denn in der Frage der Teilnahme an der Vergabe von ein paar wertlosen Broschen konnte er sich dann doch nicht gegen Atom-Olli durchsetzen:

„Ich hätte drei Tage vor dem Spiel gegen die Türkei natürlich lieber eine Trainingseinheit absolviert.“

10 Kommentare

  1. Warum schreibst du nur negativ über alles n letzter Zeit? Wird öde.

  2. Hier hat wirklich ein dauerhaft verbitterter Ton Einzug gehalten. Und das obwohl es meist nur um Kleinigkeiten geht.

  3. Wenn ich die Startseite, die aktuell einen Zeitraum von drei Wochen abdecke, mal als „letzte Zeit“ betrachte,
    sehe ich:

    die Claudia Effenberg-Kollektion.
    Abseitiges Thema. Lässt mich kalt.

    die Sache mit dem 3000. Schützen
    Die Aufarbeitung einer Posse. Medienkritik, imho angemessen.

    Zyklen von Alibis.
    Kritik an Bundesligaphrasen. Schön umgesetzt.

    den Hinweis auf den ungewöhnlichen Namen einer Kapelle.
    (Deren Musik dem Autor nicht gefällt.) Sachen gibt’s.

    einen Rant gegen Pokale. Titel zählen.
    Kann man so sehen, muss man nicht. Klar formulierte Meinung.

    die Erinnerung an einen Fußballspieler, den ich im Leben nicht mehr erkannt hätte. Erinnerungen.

    eine Abhandlung übers Waschen und Anziehen.
    Überfordert mich.

    ein unfreundliches Cottbus-Zitat.
    Diskussionswürdige Aussage.

    moderate Abschiedsritik an Rolf Töpperwien, inklusive Nostalgie. Wenn soger die Stuttgarter Zeitung und andere ihre Abschiedslobhudelei im Rahmen halten, hätte ich mir einen kritischeren Trainer vorstellen können. Aber die Stimme…

    Philipp Lahm (stimmt, der kommt hier öfter vor) als Aufhänger für Sprachkritik. Den Kommentatoren kann ich intellektuell nicht folgen.

    Kritik an einem schlechten Beitrag über einen potenziell interessanten Ur-Freak. Gerechtfertigt.

    eine offene Frage an die Leser nach deren Prioritäten in Sachen Fußball. Aufschlussreich.

    den Hinweis auf die Grenzen des Fair Play, Erinnerung an teilweise vergessene Konstellationen. Gefällt dem Nostalgiker in mir.

    eine Kommentierung der überraschenden Bundesligatabelle, etwas überzeichnet.

    einen Beitrag zur Integrationsdebatte, von hinten aufgezäumt. Treffend.

    Kritik am Arbeitsethos von Sportjournalisten. Möchte ich unterschreiben.

    das Bedürfnis, die nicht übertrieben respektvolle Position des Bundestrainers zum Bundesverdienstkreuz zu thematisieren. Verstehe ich, weil mich Herrn Löws Aussage auch stutzen lässt.

    ______

    Was mich zu dem Schluss bringt, dass ich keine übertrieben negative Tendenz erkenne. Da war der Trainer meines Erachtens schon deutlich bitterer.

    Und ob es sich um Kleinigkeiten handelt, ist mitunter Ansichtssache.

  4. Und da denkt man immer, man sei ein wirklicher und stetiger und aufmerksamer Leser und – ja auch – Fan (was immer das auch bedeuten mag) von des Trainers Ergüssen. Aber @heinzkramke kann man da nicht mal ranschmecken ;-)

    Der Trainer ist der Trainer ist der Trainer.

    Gut, dass es sowas frei zugänglich gibt.

    Nun, der Korinthen-Kackerei sollte man grundsätzlich die Berechtigung nicht absprechen. Aber das hier jetzt? Zu negativ? Zu irrelevant? Zu was-auch-immer?
    Keine Zustimmung! Ausrufezeichen!!!!!

    Kann man nun endlich, nach so einer Lobhudelei, mit einer geldwerten Zuweisung rechnen? Oder ist der Trainer immer noch der Überzeugung, dass es im Fußballkosmos keine eine-Hand-wäscht-die-andere-Mentalität gibt?

  5. und wenn schon wieder ganz ganz positiv, Trainer, dann wünsch ich mir gleich, dass Du dir eine nette (blonde) Blog-Assistentin zulegst, mindestens.

  6. @tafelrunde:
    Keine Sorge, ich musste die letzten 15(?) Einträge auch nachlesen. ;-)

    Interessant übrigens (finde zumindest ich), dass ich nun zwei mal in zwei Tagen darüber gestolpert bin, dass sich jemand als „Fan“ eines Blogs oder eines Bloggers bezeichnet. Keine Ahnnung, was ich damit sagen will, es ist nur so, dass mir die Formulierung ungewöhnlich erscheint. Zumindest hatte ich so etwas zuvor eher nicht gehört oder gelesen.

    Gut, dass es sowas frei zugänglich gibt.

    Ausrufezeichen.

  7. Als Bundestrainer kann man und darf man nicht nett sein! Ist der Herr Löw auch nicht. Sympathisch und nett ist ja auch nicht das Gleiche!

    Oder findet Herr Kuranyi (das ist der Neurusse) oder ein Herr Frings Löw nett? Nö!

    Ich finde, er macht einen richtig guten Job und den bierhoff hat er voll im Griff!

    Nette bzw. sympathische Grüsse aus dem Norden, Jan

  8. Ich bin — wirklich — nicht verbittert. Aber ich liebe Fußball und ich mag diesen Klamauk drum herum nicht. Vielleicht bin ich old school, vielleicht bin ich viel zu sehr (Fußball-)Romantiker. Aber Beiträge, in denen ständig steht, wie toll Fußball ist, hätten sich wohl auch ziemlich schnell erschöpft.

    Ich will dennoch gerne mal wieder mehr das Schöne am Fußball in den Mittelpunkt rücken. Sofern ich es noch finde.

  9. Wobei der Klamauk in diesem Fall weniger dem „Fußball“ als viel mehr der Politik vorzuwerfen ist. Wulff/Merkel wollten halt hübsche Fotos mit populären Menschen haben, anstatt einen Praktikanten mit den Plaketten zum Trainingsplatz zu schicken, wie es die ARD macht (deren „Lorbeer“ vermutlich begehrter ist).

  10. So, so, Löw wollte also lieber trainieren. Hat ihn jemand gezwungen, zur Verleihung seines Verdienstkreuzes zu gehen? Vielleicht Angela Merkel? Sie hatte sich ja auch zur WM „gezwungen“…



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