Eröffnungsfeier ohne Eröffnungsspiel

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Bei der WM soll es jetzt eine Eröffnungsfeier geben, die unabhängig vom Eröffnungsspiel, nämlich einen Tag vor jenem stattfindet.

Mein erster Gedanke war: Wer hat sich diesen Quatsch schon wieder ausgedacht?

Wenn ich länger drüber nachdenke, komme ich aber zu dem Entschluss, dass das wirklich eine gute Idee ist.

Diese komische Marotte, dass man bei großen Sportveranstaltungen eine Eröffnungs- und eine Abschlussfeier (so weit ist man zumindest bei der Fußball-WM noch nicht) durchführt, ist ohnehin sehr fragwürdig zu nennen. Bei Olympia kann man das noch nachvollziehen, da sollen alle Athleten, die z. B. beim „Gehen“, „Tontaubenschießen“ oder „Segeln“ abseits des Olympiastadions wettkämpfen, wenigstens ein Mal das Stadion gesehen haben. Wozu hätte man es sonst gebaut?

Was aber eine pompöse Tänzerei und Rumhampelei, schlechte Musik, und zig Millionen an Planungskosten mit dem eigentlichen Sport zu tun haben sollen, hat sich mir nie erschlossen.

Statt einfach kurz zu sagen: „Hallo, herzlich Willkommen in Usbekistan, die Spiele sind eröffnet“ wird da endlos lange gesungen und geschunkelt. Währenddessen sitzt man vor dem Fernseher und fragt sich, wann endlich das Spiel angepfiffen wird.

Damit ist nun Schluß. Keine lästigen Eröffnungsfeiern mehr, kein Klimbim drumherum. Ich sage „JA!“ zur Trennung von Eröffnungsfeier und Eröffnungsspiel. Wenn ich das erste Spiel sehen will, schalte ich einfach den Fernseher ein und schwupps geht das Spiel los. So soll es sein.

Was? Es gibt jetzt zwei Eröffnungsfeiern? Eine einen Tag vorher, eine genau vor dem ersten Spiel? Argh…

7 Kommentare

  1. Herr Baade, in diesen Eröffnungsfeiern wird oftmals auf sehr anschauliche Art und Weise dem Durchschnittsmenschen die Geschichte des jeweiligen Gastgeberlandes näher gebracht, oder es wird auf bestimmte Traditionen und so weiter verwiesen.
    Deshalb freue ich mich schon, wenn am 9. Juni in München auf liebevolle Art und Weise noch einmal der Holocaust nachgespielt wird, ehe eine Schuhplattler-Formation sich den Weg durch die Katakomben bahnt.

  2. Nee, nee, komm, das wird mir hier zu rechtsradikal. Ich glaube, ich muss das mal löschen.

    Außerdem ist das doch total abgegriffen. Die deutsche Geschichte bietet doch mehr als diese elendigen 12 Jahre. Herrgottnochemal.

    Wie wäre es stattdessen mit ein paar Schützengräben in der Allianz-Arena, wir laden die Franzosen und Engländer ein und dann gibt es einfach ein schönes Granatenwerfen und Sturmlaufen. Das fänd ich kreativer.

  3. Entschuldigung, ich meinte natürlich FIFA-WM-Stadion München.

  4. duuuuude it’s for the laaadieeeees… *winkwink*

  5. Ich will eine von Becker und Kernmann modierte Show vor jedem WM-Spiel. Pele muss auch jedesmal dabei sein und auf der Ehrentribüne die Gattin von z.B. Christian Karembeu angaffen und applaudieren, wenn ein lokaler Künstler seine Drachenfliegerformation oder seinen farbenfrohen Ausdruckstanz vorführt. Wenn ich schon Polen gegen Ekuador in Gelsenkirchen sehen muss, dann doch bitte wenigstens mit Pele (oder Nelson Mandela).

    Stimmt die FIFA diesem Plan nicht zu, bin ich natürlich ganz klar für die Idee von Trainer Baade, Feier und Fußball so weit wie möglich voneinander zu entkoppeln. Das hat auch die schönen Nebeneffekte, dass weniger Frauen (Mütter) Fußball gucken und sich die Hooligans nicht unnötig langweilen.

  6. Baade labert lahme Scheisse, weil ihm nix mehr einfällt. Wer hätte das gedacht… vielleicht sollte man ihm einen Laptop zur Verfügung stellen, den er mit in die Disco nehmen kann. Vollstrunte fallen seine Salbaadereien um einiges amüsanter aus. Diese Feiern gehören dazu – wie Geschenke zu Weihnachten. Wem sie nicht gefallen, muß sie nicht anschauen, aber Jungs denen gerade die Freundin weggelaufen ist, gieren nach jeder Art von Unterhaltung. Somit gibt es eine Daseinsberechtigung.

  7. Schlechte Nachrichten für Richard und die Jungs, denen gerade die Freundin weggelaufen ist: Die Gala am 7. Juni ist von der FIFA abgesagt.

    Dafür lade ich aber zum Dirty-Dancing-Videoabend!



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