Fußball-Frauschaft

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Fragt mich bitte nicht, wie ich auf diese Seite [Link leider tot] gestoßen bin. Wichtig ist ohnehin nur der Teil, der hier in der Mitte zitiert wird. Da ich das Geseier darüber, dass Frauen bitte nicht mehr über Frauenwitze lachen sollten, weil sie verletzend sind, ungefähr so souverän finde wie jemanden, der mir vorwirft, ich sei rechtsradikal, weil ich den Namen Hitler erwähne, will ich zu dem Rest auch gar nicht Stellung nehmen.

Abgesehen davon, dass ich sehr wohl über gute Männerwitze lachen kann (ich bin ja schließlich ein Mann) und mich keineswegs verletzt fühle. In jenem Artikel gibt es aber keine guten Männerwitze, so wie es überhaupt keine guten Witze in jenem Artikel gibt. Deshalb fühl ich mich aber nicht verletzt.

Wieso ich eigentlich von dem Artikel erzähle: in der Mitte findet sich folgende Bemerkung, der ich gerne zustimmen möchte (ohne Ironie):

„Das Wort ‚Damen-Mannschaft‘ ist z.B. so ein Wort, das unsinnig ist. Wenn Frauen Fußball spielen, ist das eine Fußball-Damenmannschaft. Erstens spielen da keine ‚Damen‘ und es sind auch keine ‚Männer‘ – wieso sagen wir nicht – FRAUSCHAFT. Fußball-Frauschaft eben?

Wieso das keine Damen sind, ist irgendwo vorher erklärt und auch nicht so wichtig. Wichtig ist hingegen, dass ich es auch vollkommen fehl am Platze finde, eine Ansammlung von Frauen als Mannschaft zu bezeichnen. Allerdings werden mir die Hobby-Etymologen unter meinen Lesern hoffentlich kontra geben. Mit harten Fakten, warum es doch sinnvoll ist.

11 Kommentare

  1. Zur eigentlichen Frage möchte ich jetzt mal nichts beitragen. Ich habe mir diese Seite aber mal angeschaut, das ist ja der Knaller.
    Am besten gefällt mir die Werbung. Da benutzen sie das weit verbreitete Google-Adsense, seht selbst, was dabei herauskommt:

    Ich schicke das den Betreiberinnen jetzt auch mal, ich bin gespannt auf die Reaktion…

  2. Ja, DAS ist wirklich geil.

  3. ich plädiere für den schönen und treffenden englischen Begriff „Team“. Nicht nur, um den etwas zu übereifrigen Emanzen entgegen zu kommen, sondern auch, weil ich den Begriff „Mannschaft“ bei näherer Betrachtung durchaus unsympathisch finde. Das rührt daher, dass ich -verzwickt noch mal!- „Mannschaft“ irgendwie mit etwas Militärischem assoziiere.
    Doch höre ich schon die Ur-Enkel des „Allgemeinen Deutschen Sprachvereins“. jener Organisation, die im 19. und 20. Jahrhundert „gegen Verwelschung und Ausländerei“ der deutschen Sprache kämpfte, ob der infamen Einführung weiterer Anglizismen ins Deutsche lauthals aufschreien…

  4. Und — gibt’s schon eine Reaktion von den Betreiberinnen?

  5. Wie wäre „Besatzung der Deutschen Frauen-Nationalelf“?

  6. @Trainer Baade: nee, noch haben sie sich nicht gemeldet. vielleicht wollen sie sich erst mal einen eindruck von diesem blog hier machen, die adresse hatte ich mitgeschickt…
    zum thema: team ist sicher treffend, aber sooooo langweilig. da gefällt mir der vorschlag von SL deutlich besser!

  7. das erinnert mich irgendwie an den schönen zwiebelfisch-artikel von wegen „liebe hebammen und hebämmer“

    wo er im grunde genommen sagt, dass die ganzen political-correctness-emanzen-nazis mal die spritze aus dem arm ziehen sollten. das ist auch meine meinung.

  8. *g – tut mir Leid, auch ich kann dir nur zustimmen. Damen-mannschaft klingt absolut widersprüchlich – und so Dämchen mit Schoßhündchen und hochhackigen Schuhen, die aufschreien, wenn sie eine Maus sehen, sind zumindest unsere ‚Damen‘ nicht.
    Bei uns steht meistens auch Frauschaft.
    Dummerweise ist ja der Begriff mannschaft soweit eingebürgert und tief verwurzelt, dass man das ganze wohl auch in hundert jahren nicht rauskriegt. und zumindest ich habe auch kein Problem damit mitglied in einer Mädchen-Fußball-MANNschaft zu sein…
    Aber, ob das Wort Damenmannschaft oder Mädchenmannschaft (was ich auch mal anmerken möchte: Für Jungenmannschaft gilst das doch genauso ;) ) sinnvoll ist?
    Nein.

    Gruß,
    DaKeepa

  9. Also ich sehe keine Probleme zur sprachl. Definition von `Fußball-Frauschaft`; habe auch keine Probleme, mich als Frau von dem öden Wort Mitglied zu trennen hin zur Mitfrau in einer Organisation oder einem Verein etc. Diese Begriffe werden sowieso schon häufig benutzt und sind anerkannt.
    Wer sich ausführlich mit der deutschen Sprache beschäftigt, sieht, daß unsere Muttersprache eine Männersprache ist. Göttinseidank gibt es hervorragende Linguistinnen, die das schon vor 3o Jahren erkannt haben und viel zur Sanierung der dt. Sprache beigetragen haben. Die Sprache lebt vom Wandel. Mehr Mut Ihr Frauen zum Feminar. Freundinliche Grüsse von Amy

  10. …dann Ohneglied/Mitvagina

  11. frauschaft ist auch nicht ganz korrekt. würde in einer frauschaft auch nur ein mann mitspielen, würde er sicherlich sprachlich auf seine `mannschaft` nicht verzichten wollen. 99 sängerinnen und 1 sänger sind = 100 sänger.
    team ist das bessere wort.
    „hebämmer“ , wie ich hier lese, ist natürlich unsinn, eine reine verulkung aus unwissenheit. hebammerich wäre evtl. zu empfehlen, da wir es in unserer männersprache deutsch ja gewohnt sind, das die nomen bzw. die hauptformen zumeist männlich sind und die weibliche form davon abgeleitet wird (pfleger/in)- warum nicht einfach mal das ganze umdrehen. hier könnte mann noch eine menge lernen.

    vhttp://www.fembio.org/biographie.php/frau/biografie-frau/luise-f.-pusch-die-eier-des-staatsoberhaupts-und-andere-glossen/



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