Fußball ist Lifestyle

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Fußball ist Sport. Fußball ist Lifestyle. Fußball ist Entertainment.

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Diese zeitlichen Verschiebungen bei Trends kennt man ja. Was heute in den USA hip ist, kommt fünf Jahre später auch hier an. Was hier hip war, war 15 Jahre später in der DDR auch angesagt. Und was die Jungs von der Kö heute tragen, tragen vier Jahre später auch die Jungs vom Lande, während sie sich heute noch über die Frisuren und die Kleidung der Jungs von der Kö lustig machen, wohl ahnend, dass sie es sind, über die eigentlich gelacht wird.

Ähnlich muss es auch mit Österreich sein. Während hier die Gemischtwarenläden „Fußball, Lifestyle, Entertainment und was uns sonst noch eingefallen ist“ schon lange geschlossen haben, die Kehrmaschine die Reste zusammenfegt und nur noch elf Unentwegte mit hochgeschlagenem Mantelkragen dem eisigen Wind der Fußball-und-irgendwas-Landschaft trotzen, versucht sich dort das neue Magazin „Goal“ [Link mittlerweile nicht ganz so überraschend tot] an jenem Unterfangen, das in diesem Land so eindeutig gescheitert ist.

Aber Österreich, das ist eben ein Fußballland seit jeher und aufgrund der aktuellen großen Fußballbegeisterung, speziell um Titelhelden Ivanschitz, gibt es dort nun mal ganz andere Voraussetzungen als hier, wo es nur knapp 82 Millionen potenzielle Kunden gab, und nicht wie dort das Zehnfache, nämlich 8 Millionen.

Wenn wir dann noch den Untertitel zum Bericht über Cristiano Ronaldo lesen („Porträt des Dribblers aus den Slums“, und als Kipferl seinen Namen falsch geschrieben), wenn wir Beiträge à la „Die beste Elf der Popstars“ sehen, wenn uns „Outfits für stilbewusste Fans“ angepriesen werden, dann wissen wir, dass hier etwas völlig Neuartiges entsteht, was eigentlich gar nicht scheitern kann — jedenfalls nicht vor Herbst 2008.

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