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Gewinnspiel ohne Gewinn: Your Top 5 sind gesucht

Ja, jetzt ist der September fast schon um und hier steht immer noch nichts Neues. Ganz wollen wir das hier ja trotz aller football fatigue nicht sein lassen. Und uns auch – gar nicht mal als nostalgisch verbrämtes Spielchen gemeint – gerne daran erfreuen, wie viel Spaß die Bundesliga bislang gemacht hat, seit wir geboren wurden, seit wir mit Fußball aufwuchsen, seit wir zuschauen.

Ohne jeden weiteren Belang, hier also einmal kurz die Aufforderung: Nennen Sie, werte Leserschaft, Ihre besten, liebsten 5 Saisons der Bundesliga seit Bestehen, sofern sie mehr als 20 davon selbst erlebt haben. Und bitte auch in einer Reihenfolge der besten. Jaja, wenn einem nichts mehr einfällt, macht man Listen von Gut und Böse. Sollten Sie weniger als 20 dieser Bundesligasaisons selbst miterlebt haben, nennen Sie bitte nur 5, machen aber ein Sternchen an Ihren Kommentar, um zu kennzeichnen, dass sie nur 5 wählen konnten, weil sie ja noch nicht so viele erlebt haben. Danke im Voraus und hier gilt mal wieder, wie man halt als Straßenfußballer und Linksaußen auf dem Platz dribbelte, die Freiheit gehört ganz Ihnen.

(Wie man uns hier aber kennt, wären ein paar erläuternde Sätze zur jeweiligen Wahl sehr willkommen, wie, warum, und wer, wenn auch kein Muss.)

Ich werde dann in den Kommentaren mitgehen. Erstmal aber Sie, werte Leserschaft, sofern noch nicht völlig von der football fatigue dahingerafft.

17 Kommentare

  1. supatyp supatyp

    Hmmm? Aus taktischer Sicht die erste Saison mit Rangnicks Hoffenheim, als Fan 77/78, als der MSV die Bayern mit 6:3 aus dem Wedaustadion, B. Dietz 4 Tore und sein Gegenspieler (K H Rummenigge) will darauf bis heute nicht angesprochen werden …

  2. 1967/1968: Am 4. Spieltag besiegte der 1. FC Köln den FC Schalke mit 7:0, ich war elektrisiert. Ich besuchte mein erstes Bundesligaspiel im Dezember 1967, der FC besiegte den Deutschen Meister Eintracht Braunschweig mit 1:0. Es war Dezember und arschkalt. Und ich stand in Müngersdorf auf einem Erdwall,

    1976/1977: Hennes Weisweiler kam zurück nach Köln, 5000 Fans kamen zum Eröffnungstraining. Der FC gewann die ersten fünf Spiele, fuhr als großer Favorit nach Berlin und verlor bei Tennis Borussia mit 2:3. Am Ende stand Platz fünf.

    1977/1978: Das erste Spiel in Düsseldorf endete in einem 1:5-Debakel, das letzte in einem 5:0-Triumph in Hamburg gegen Pauli. Der FC war Meister. Aus dieser Saison rührt meine latente Antipathie gegenüber einem schwarz-gelben Klub, der sich zeitgleich in Düsseldorf mit 0:12 von Mönchengladbach abschlachten ließ. Hätte der FC knapper gewonnen, wäre die Schale weg gewesen.

    1999/2000: Als Journalist begleitete ich Bayer Leverkusen durch diese Saison, natürlich knüpft man auch persönliche Bande zu vielen handelnden Personen. Das Stichwort „Unterhaching“ mag reichen. Im Gegensatz zu Schalke ein Jahr später („Meister der Herzen“) ging Bayer übrigens als Tabellenführer in den 34. Spieltag.

    2001/2002: Das gleiche Spiel, Bayer verspielt am Ende alles. Und wieder spielt der BVB eine unrühmliche Rolle mit einer mit gepumpten Geld aufgerüsteten Mannschaft (Rosicky, Koller, Amoroso und Co.), die es so nie hätte geben dürfen, am Ende wird man Meister dank eines geschundenen Elfmeters durch Jürgen Kohler in Köln.

  3. 2006/07
    Gomez. Hildebrand in Bochum. Osorio und Cacau in Bielefeld. Hitzlsperger gegen Cottbus. Hilbert und der Lude, immer.

    2002/03
    Mein erstes Jahr in Stuttgart, mit Dauerkarte und so. Cottbus in Dortmund, ein Träumchen.

    1978/79
    Meine erste intensiver verfolgte Saison, mit einer verlorenen Wette. Ich hatte auf Herbstmeister Kaiserslautern gesetzt.
    Und dann wurde ja auch noch die Basis für die unglaubliche Uefa-Cup-Sasison 79/80 gelegt – jene Saison übrigens, in der Kevin Keegan in eher kurzer Hose das Cover des Bundesligaheftchens von BP zierte.

    1996/97
    Das sah schon recht gut aus, was der VfB da spielte. Mein erster Besuch in Müngersdorf – 1:5. Und in Europa schrieben Bundesligisten ja auch ganz hübsche Geschichten.

    1991/92
    Unglaubliches Saisonfinale, wissen wir alle. Großartige Saison der Frankfurter mit Bein als Spiritus Rector – aber Buchwalds Kopf war härter.

    Ach, und dann doch noch Sonderpreise für:

    2001/02
    Selten hat mich eine Mannschaft so begeistert und sich in meine – gewiss verklärende – Erinnerung eingebrannt wie Bayer Leverkusen in jenem Jahr.
    (Ok, Détari in Frankfurt hält da irgendwie mit, wenn auch anders, 87/88.)

    1985/86
    Herr Kutzop. Ganz bittere Geschichte. Aber da ich Bremen nicht sonderlich mochte, war das schon ok. Bayern am letzten Spieltag erstmals Tabellenführer, faszinierend. Und Jürgen Wegmann in der Relegation.

  4. Morimont Morimont

    (5) 1997/98: Otto deutet an, in welche Richtung sein griechisches Spätwerk gehen wird.
    (4) 1985/96: Meisterschaftsfinale, das man sich nicht ausdenken kann.
    (3) 1998/99: Abstiegsfinale, das man sich nicht ausdenken kann.
    (2) 1994/95: In der Schlussphase der Saison beginnt das Rechnen, was jetzt noch passieren muss, damit der SC Freiburg Meister wird. Den dritten Platz finden aber auch alle ganz schön.
    (1) 1993/94: Vorne eine absurde Saison, in der niemand Meister werden will, und es am Ende halt doch die Bayern werden, Duisburg Tabellenführer mit negativer Tordifferenz. Aber vor allem der Klassenerhalt des SC Freiburg nach vier Punkten Rückstand drei Runden vor Schluss.

  5. sport_thies sport_thies

    Ich habe leider ein furchtbares Fußball-Gedächtnis. Geht mir bei anderen Sportarten anders. Aber ich versuche es mal:

    1982/1983: Erste Saison, in der ich mich für Fußball interessierte, nachdem ich für die WM schon immer Kindergarten geschwänzt hatte. Der HSV wird Meister, und die Wahl, die ich bis dato zwischen den Vereinen aus Düsseldorf, Kaiserslautern und Hamburg hatte, war gefallen und ich dem HSV verfallen. (Wenn ich heute auf meine damalige Entscheidung zurückblicke, gratuliere ich trotz der ganzen letzten Jahre immer noch meinem 6-jährigen Ich.)

    1986/1987: Das letzte Jahr unter Happel. Pokalsieg, Vizemeisterschaft. Es hätte gerne immer so weitergehen dürfen.

    1999/2000: Das Pagelsdorfsche 3-4-3 hatte es mir angetan, Cardoso erlebte seinen zweiten Frühling, ich war ein Fan von Martin Groth, Nico-Jan Hoogma und Andrej Panadic, Anthony Yeboah konnte mit knapp 50 noch mal eine zauberhafte Saison spielen…Herrlich, danach gekrönt noch vom 4-4 gegen Juve. Da werden wieder die Neider aufheulen und sagen, dass wir ein Unentschieden bejubeln, aber Scheiß der Hund drauf, das war HSVscher „Voetbal Total“.

    2001/2002: Das Jahr von Leverkusen, der Champions-League-Run inkl. Vizemeisterschaft. Ich war von der Spielweise angetan, obwohl mein Verein einen seiner zahlreichen Durchhänger hatte.

    1990/1991: Die einzige Saison mit Thomas Doll als Spieler. Man kann über den Trainer Doll wunderbar herziehen, als Spieler beim HSV ließ er keine Wünsche offen. Tolles Jahr.

    2003/2004: Ich lebte in Bremen und bekam hautnah die Meisterschaft mit. Ich hatte übrigens nie ein Problem mit Werder, nur mit Werder-Fans, die ein Problem mit dem HSV hatten.

  6. Saison 1996/1997 die erste bewusst miterlebte Meisterschaft bleibt wohl immer besonders. Dazu das erste Spiel in einem Stadion (Stuttgart – Bochum) und das erste Live-Spiel des eigenen Vereins (Bayern – Rostock)

    Außerdem: Stichwort der Tonnentritt von Jürgen K.

    Saison 1999/2000: die eigentlich schon verlorene Meisterschaft am letzten Spieltag noch geholt, Leverkusen verliert in Haching. Dazu Ulm in der Liga mit den schönsten Ausrastern der Ligageschichte (Janusz Góra „SKANDAL“)

    Saison 2000/2001 der Wahnsinn in der letzten Minute in Hamburg, die Meisterschaft der Herzen für Schalke. Mehr muss man kaum sagen. Ach ja … das CL-Finale natürlich noch ;-)

    Saison 2015/2016 Teilweise atemberaubender Fußball von der Pep-Elf. Oft nahe an der Perfektion. Dazu kamen atemberaubende Spiele in der CL, ein knappes Ausscheiden dort im Halbfinale, das einen trotzdem nicht enttäuscht zurück lies, da die Mannschaft super gekämpft und gespielt hatte. Dazu der Abschied von Pep nach einem sehr stimmungsvollen Pokalfinale, inclusive Tränen.
    Und erstmals: Platzsturm in der Arena, die perfekte Meisterfeier-Choreo gesprengt.

    Saison 2012/2013 Mein Verein holt das Triple, spielt richtig guten Fußball und erlebt den endgültigen Abschied von Jupp Heynckes in den Ruhestand. Viel mehr geht kaum. Insbesondere nach der bitteren Vorsaison

  7. Bastards United Bastards United

    DDR-Oberliga-Saison 1975/1976
    DDR-Oberliga-Saison 1976/1977
    DDR-Oberliga-Saison 1977/1978
    DDR-Oberliga-Saison 1988/1989
    DDR-Oberliga-Saison 1989/1990

    Darf ich das hier so reinschreiben? Oder steht die Mauer noch?

  8. Alles nicht besonders originell:

    1.) 1999/00. Erste Zweitligasaison der Borussia jemals. Das Jahr, in dem ich Fan wurde. In dem ich lernte, was für ein wunderbarer, lustiger, verschworener, bemerkenswert arschlocharmer Haufen der Gladbacher Auswärtspöbel ist (oder damals war). Tolle Zeit. Menschlich. Sportlich ging so. Wobei wir alle Hans Meyer damals bereits verfallen waren.

    2.) 2000/01. Zweite Zweitligasaison der Borussia jemals. Sportlich besser (Peter Nielsen!). Ansonsten siehe 1.

    3.) 2001/02. Kann ich gar nicht näher begründen. War einfach eine schöne, runde Erstligasaison. Zwar mit dem wohligen Schauder des Abstiegskampfs, aber so richtig Angst, wir würden am Ende wirklich absteigen, hatte ich eigentlich nie. Und die Mannschaft gefiel mir einfach: Hinten Stiehl, vorne der große Arie van Lent und mein heimlicher Liebling Peter van Houdt (und Bernd bzw. Laurenz in Meyers 4 – 3 – 3). Dazu die grandiosen Verteidiger Max Eberl (der vor dem Block die Seitenlinie rauf und runter rannte – vor allem runter –, dass man seine Schweißperlen einzeln zählen konnte) und Marcello Pletsch. Marcello Pletsch. Der einzige Brasilianer, der nicht Fußball spielen kann. Hach.

    Der Bökelberg ist auch nicht ganz unwichtig.

    4.) 2010/2011. Die erste Meistersaison des BVB unter Klopp. Die Bundesliga ist plötzlich wieder interessant und sexy und schnell und interessant und … einfach grandios. Wer davon nicht begeistert war, der heißt wahrscheinlich Christian Lell. Die Folgesaison mit dem Getöne aus München, dem knappen auf Distanz halten (wo man schon merkte: Nochmal lassen die sich das nicht gefallen) und der dann doch so wunderbaren Demontage im Pokalfinale hätte sicher auch Chancen. Aber die erste Saison war doch etwas ganz besonderes.

    Außerdem folgt diese Folgesaison natürlich sowieso noch aus ganz anderem Grund:

    5.) 2011/2012. Die erste komplette Saison unter Favre. Mit dem Durchmarsch auf Platz vier, nachdem zwischenzeitlich selbst die Meisterschaft nicht auszuschließen war. Muss ich das wirklich näher begründen? Nachdem ich damals Monate meines Lebens damit verbrachte, den Finishing Move von Marco Reus gegenüber gegnerischen Innenverteidigern adäquat zu beschreiben, bis mir der hiesige Hausherr die Grenzen aufzeigte?

    In Bezug auf die noch weitgehend missgunstfreie (gibt es nicht mehr, wenn man „da oben hingehört“) Anerkennung durch Fans anderer Vereine bis heute die größte Saison der Vereinsgeschichte. Nie konnten Gladbachfans erhobeneren Hauptes auf Arbeit gehen.

    ———————————————————————————————————————————–

    Eine schwierige Auswahl. Je nach Laune gehört auch mit rein (bis hoch zu Platz 1):

    6.) 2010/2011. Die halbe (das wird gerne vergessen: der Trainerwechsel kam erst zum 23. Spieltag) Rückrunde unter Favre. Die uns dank fantastischem Fußball – und, mit Verlaub, dank der selten bescheuerten Eintracht – irgendwie doch noch in die Relegation brachte. Vorher die Leidenszeit des sympathischen Michael Frontzeck. Sympathisch, aber irgendwie nicht in der Lage zu begreifen, dass man in der Bundesliga nicht die beiden Achter Marx und Bradley gemeinsam auf die Doppel-Sechs stellen kann.

    Was das emotional für ein Rollercoaster war, dass brauche ich wohl niemandem erklären.

    Und nein, das ist für mich nicht die selbe Saison wie oben unter 4.) beschrieben. das kriege ich in meinem Hirn nicht zum selben Wettbewerb zusammen. Nichtmal zum selben Lebensabschnitt, geht einfach nicht.

    Oder auch:

    7.) 2014/15. Die sportlich beste Saison der Vereingeschichte. In der Rückrunde ein unfassbares Rennen zweier wahnwitzig guter Mannschaften mit Gladbach und Bayer Leverkusen (leider medial viel zu wenig gewürdigt). Diese verdammten Leverkusener gewannen einfach immer. Immer. Zum verzweifeln. Aber völlig egal – die Unsrigen gewannen einfach auch immer. Da, die Vorentscheidung: Ein souveräner 2:0-Sieg in München gegen die unschlagbaren Bayern. Das schaffen sie nicht. Aber dann plötzlich völlig wertlos gestellt, weil Bayer später gegen die Bayern spielen dürfen, die schon als Meister feststehen und wirklich jeden gegen sich gewinnen lassen. So auch Bayer. Auf dem Weg werden noch die wieder nach oben strebenden Dortmunder vernichtet (ernsthaft, Hummels nie langsamer gesehen) und es kommt am 32. Spieltag zum Showdown. Gladbach – Leverkusen. Als sich der Rauch verzogen hat steht es 3:0 und der direkte Weg in die Champions League ist eingetütet. Dingdingding.

    8.) 1991/92. Das Finale? Also ehrlich.

    9.) 1989/99. Kaiserslautern. Genug gesagt.

    (…) irgendwie doch ganz geil, diese Bundesliga. Denkt man erst gar nicht.

  9. @Bastards United: Streng genommen steht da „der Bundesliga“. Meine Zweitliga-Erinnerungen hoffen aber auch, nicht komplett ignoriert zu werden.

  10. ink ink

    1996/97: Das Jahr, in dem Bobic, Balakov und Elber mich verzaubert haben, aber völlig zu Unrecht nicht Meister wurden
    2006/07: Das Jahr, in dem eigentlich alles so mittel lief, bis die letzten acht Spiele schließlich nach ganz oben führten
    2003/04: Das sportlich für mich beste Jahr ohne Titel, die Bayern kurz vor Saisonende geschlagen, trotzdem am letzten Spieltag gegen Leverkusen noch aus den Champions League-Rängen gerutscht, da Werder die Woche vorher nach einer Woche Vollrausch (München, Klasnic, Kahn!) gegen die Pillendreher abgekackt hatte
    1997/98: Risse im Team, Akpoborie kann Elber nicht ersetzen, der Zauber ist verflogen, nüchterner, aber erfolgreicher Fußball, wieder nur (!) Platz vier, welche jugendliche Arroganz. Nur Vize im Pokal der Pokalsieger gegen Chelsea nach Stationen wie Germinal Ekeren, Sparta Prag und Lok Moskau.
    2000/01: Mit einer unglaublich biederen Truppe (u.a. Brad Carnell, Rui Marques, Stefan Blank) über die Hintertreppe UI-Cup in den UEFA-Cup gewieselt. Vorstoß bis ins Achtelfinale gegen Celta Vigo. Dann unglücklich raus, was Ralle Rangnicks Ende, aber auch die Inthronisierung des Quälix zur Folge hatte, ohne den der spätere Aufschwung nicht denkbar gewesen wäre. Honorable Mention: Adhemar, brasilianischer Torjäger, der nur eine Halbserie traf, aber wie, rettete den Klassenerhalt fast im Alleingang, drei Tore zum Einstand beim 6:1 gegen indisponierte Lauterer!

  11. Morimont, meintest Du bei Deiner zweiten Nennung 1985/86 oder 1995/96? Ich vermute natürlich ersteres, kenne aber Dein Alter nicht.

  12. Bin ja mit zwei Ligen ab Herbst 1973 aufgewachsen. DDR-Oberliga und Bundesliga. Bundesliga war meilenweit spannender und cooler (das Wort gebrauchte ich damals jedoch nicht).

    1. 1973/1974 Bayern München gewinnt vor Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf.Sah Bayern Live im Herbst 73 im Spiel des Europapokal der Landesmeister zwischen Dynamo Dresden und der Elf von Hoeneß, Breitner, Beckenbauer, Maier, Müller und Co. Und im Dezember das Spiel in meiner Heimatstadt Leipzig im Stadion der Hunderttausend, im Zentralstadion, 1. FC Lokomotive Leipzig zerlegt damals die als Spitzenreiter der Bundesliga anreisende Fortuna Düsseldorf mit 3:0 im UEFA-Cup. Grandiose Live Erlebnisse. Daher bekommt diese Bundesligasaison, die ich per schwarz-weiss Fernseher im Wohnzimmer meiner Eltern mit der Sportschau und dem ZDF Sportstudio verfolgte einen Ehrenplatz.

    2. 2000/2001 Sehr schöner Meistertitel für Bayern München. So gnadenlos effektiv am letzten Spieltag. Diskussiion über die Schiedsrichterleistung in Hamburg hin oder her. Mir hat das Finish gefallen.

    3. 1997/1998 Man muss auch gönnen können. Sehr smarter Durchmarsch von Otto Rehagel und dem 1. FC Kaiserslautern. Dazu Olaf Marschall, ehemaliger Spieler von Lok Leipzig, als zuverlässiger Torschütze. Das passte schon.

    4. 1999/2000 Motivationstrainer Jürgen Höller lässt die Spieler von Bayer Leverkusen zu Saisonanfang über Glasscherben laufen. Grandioser Fußball der Elf mit Coach Daum und Ballack und Co. Zu Saisonende ließ man Höller nicht mehr an die Mannschaft heran. Mit ihm wäre es vermutlich nicht zum Blackout in Unterhaching gekommen. Aber halt diese Werksmannschaften, wo oft auch von fußball ferner Seite hineingeredet und regiert wird.

    5. 2006/2007 Wahnsinns-Saison. Damals lebte ich in Nürnberg. Der Club zerlegt Bayern München in der Meisterschaft und holt den DFB-Pokal mit Trainer Hans Meyer, dem dies mit Jena in der DDR mit dem FDGB-Pokal auch gelungen war. Nürnberg steht Kopf, feiert tagelang, der Pokal wird im Rathaus in der Vitrine ausgestellt. Derweil holte sich der VfB Stuttgart mit den Jungen Wilden und Coach Armin Veh die Meisterschaft, da Schalke 04 einen glasklaren Vorsprung verdaddelt. Als Schalke Fan würde ich mich mehr über diese verlorene Meisterschaft ärgern als über das Herzschlagfinale von 2001. Am 26. Spieltag führt Schalke die Tabelle an und hat auf den damals Tabellendritten Stuttgart 7 Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis. Die Meisterschaft für die Schwaben ist eigentlich weg. Doch am 31, Spieltag verliert Schalke in Bochum, die Dinge entwickeln ihre Eigendynamik und nehmen ihren Lauf.

    5. 2011/2012. Okay, meine Jahrhunderterliebe ist Borussia Dortmund Fan und mag Klopp. Das habe ich ihr auch nicht ausgeredet. Sie ist bester Stimmung, freut sich über das Double, das mit klarem Vorsprung und einem souveränen 5:2 gegen Bayern München über die Bühne ging. Über den Ostseepfarrer, der später auch in München beim CL Finale Bayern vs. Chelsea auf der Tribüne zugegen war und in Berlin ausgiebig mit Dortmund jubelte schweigen wir an dieser Stelle. Ja, aber das war schon Power Fußball der feinsten Art. Klopp schwelgt in Interviews allerdings auch auf Wolke 7, sieht sich und Dortmund mit den 5 besten Mannschaften der Welt auf Augenhöhe. Okay, die Spieler konnte er dann doch nicht halten. Götze, Sahin, Kagawa, Lewandowski etc.

  13. Morimont Morimont

    Trainer Baade: 1985/86. Ich meine Kutzop und den Pfosten. Geht ja auch nicht darum, daß mir das im Ergebnis sonderlich gefallen hätte.

  14. Wer hat denn jetzt nichts gewonnen?

  15. 1997/98: Weil man aus dem Staunen nicht herauskam, wie sich Aufsteiger Kaiserslautern einfach nicht abschütteln ließ. Das war Woche für Woche berauschend und echte Sporthistorie, wie sie so schnell nicht mehr geschrieben werden kann.

    2000/01: Natürlich für einen Schalker ein absolut grausames Ende, aber ich erinnere mich daran, dass da noch während der Rückrunde sechs Teams Meisterschaftschancen hatten (ich glaube, die waren alle punktgleich oder höchstens 2 Punkte auseinander). Wegen dieser Dramatik hat diese Saison für mich den höchsten Kultfaktor, trotz tragischen Endes.

    2003/04: Werder Bremen großartiger Meister, und das Traumduo Ailton/Klasnic im Sturm.

    2008/09: Wie der VfL Wolfsburg in der Rückrunde fast alle Punkte holte, die Bayern an die Wand spielte und hochverdient Meister wurde, und das Traumduo Dzeko/Grafite (Grafit, Grafitte, Grafitsch). Weil man es Magath aber irgendwie schon damals nicht so richtig gönnen wollte, sortiere ich es hinter Bremen ein.

    1981/82: Weil das 4:3 des HSV bei den Bayern, mit dem sie praktisch den Sack zumachten, zu meinen frühesten Fußball-Erinnerungen gehört.

  16. Das 2:2 von TuS Isomatte gegen den 1. FC Chemoklo aus dem Comic-Film „Werner – Gekotzt wird später!“

    SCNR

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