Gewinnspiel (und Film-Empfehlung!) — Fimpen, der Knirps

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Fimpen, der Knirps Wenn etwas, gleich welchen Sujets, zum „Besten aller Zeiten“ ausgerufen wird, muss man zwar einerseits bei derart wuchtigem Urteil skeptisch sein, zumindest sprachlich aber ist ein solches unbedenklich, denn natürlich impliziert es nur die Beurteilung alles in Frage Kommenden der gesamten Vergangenheit bis in die Gegenwart — und keineswegs darüber hinaus, wie der gesunde Menschenverstand aber ohnehin es zu interpretieren empfiehlt.

Dieser Fußballfilm, den es hier nun 2x zu gewinnen gibt, wurde jedenfalls zum „Besten Fußballfilm aller Zeiten“ erkoren und zwar nicht von dessen Vertrieb, sondern vom absoluten Spezialisten für Fußballfilme, einer berufenen Jury auf dem 11mm-Fußballfilmfestival.

Man braucht nur wenige Sekunden aus dem Trailer zu sehen, um sich sofort in die Story zu verlieben. Mir ging es jedenfalls so, der ich weder den Film kannte noch von dessen Existenz wusste. „Fimpen, der Knirps“ heißt er, stammt ursprünglich von 1974 und wurde jetzt restauriert und ist als DVD- und BlueRay-Version neu erschienen. Man schaue bitte selbst in den Trailer und wird es nicht bereuen.



(Hier eine Trailer-Version mit noch schöneren Szenen aus der Kabine, allerdings auf Schwedisch.)

„Fimpen, der Knirps“, kann sich jenen Traum erfüllen, den alle fußballspielenden Kinder haben: Er wird in die Nationalmannschaft seines Landes, in dem Falle Schweden, berufen, weil er so gut Fußball spielt und schießt sein Team tatsächlich zur WM 1974 in der Bundesrepublik Deutschland.

Viel mehr wird nicht verraten, der Trailer sollte da schon genug Appetit machen. Was das besondere Schmankerl am Rahmen ist: Der Film wurde mit den tatsächlichen Nationalspielern Schwedens der Entstehungszeit gedreht, sodass man hier auf Ronnie Hellström oder andere Stars jener Epoche trifft.

Zwei Exemplare des Films kann man hier also gewinnen. Wie immer geht die Teilnahme nicht einfach so, ist aber auch nicht allzu schwierig. Ein, zwei, drei Absätze sollten es in den Kommentaren schon sein zum Thema:

Wie sah Dein Traum als Kind aus, in welchem Team mit welchen bekannten Mitspielern wolltest Du spielen, welchen Pokal wolltest Du in welchem Stadion gewinnen?

(Und falls ein solcher Traum nie existierte, kann man sich den auch jetzt noch zusammenträumen.)

Das Gewinnspiel läuft bis zum Donnerstag, 12.5.2016, 22h, danach wird ausgelost. Wer den Preis dann auch kurze Zeit darauf in Händen halten möchte, sollte also mit gültiger Emailadresse hier teilnehmen, welche natürlich nicht weiter gegeben wird.

So: Wir suchen also 2 Gewinner je eines Exemplars des herzerwärmenden Films „Fimpen, der Knirps“. Dann schreibt mal schön.

PS: Sollten wieder Ein-Satz-Antworten von Besuchern irgendwelcher Gewinnspiel-Foren hier aufschlagen, werden diese — die Antworten — kommentarlos gelöscht und nehmen nicht am Gewinnspiel teil.

Wer später kein Glück hat und kein Exemplar gewinnt, kann es hier bestellen. (Kein Affiliate-Link!)

7 Kommentare

  1. Das war bei mir ne ziemlich wüste Mischung aus zwei Büchern und meiner ersten TV-WM 1970, die ich auch nicht mehr wirklich zusammenkriege, aber egal. Die Bücher waren ‚So war es‘ von Fritz Walter (bzw dessen Ghostwriter) und ‚Flitzi‘ von Hans Jürgen Winkler (mußte ich grad noch recherchieren).
    Das dürfte eine der wenigen Traummannschaften mit drei Rechtsaußen gewesen sein, dem Boß, Garrincha und Libuda. Libuda zu sehen, wie der gegen Bulgarien bei der WM zauberte, ließ mich wissen wollen, wo denn überhaupt dieses Schalke liegt. Und dieser Garrincha sollte noch besser sein?
    Im Tor jedenfalls Harry Gregg, der Nordire, über den Walter voll des Lobes war. Pele noch irgendwo da drin, die 3 schon erwähnten Rechtsaußen (okay, Rahn tendenziell eher mittig), viele alte Spieler aus dem Flitzi-Buch (Sindelar und natürlich Szepan und Kuzorra) und aus alter Stadtteiltreue kickte möglicherweise Dieter Herzog von Hamborn 07 auf Linksaußen, aber der Rest? Keine Chance.
    Libuda ließ mich Schalke-Fan werden und Garrincha ein Freund des Fußballspielens und nicht -kämpfens, woran sich auch nix geändert hat.

  2. Oh, schöne Fragestellung.
    Als Kind war ich ja bekanntlich noch Werder-Fan und zur Zeit des Europapokalsiegs in Lissabon gegen Monaco erlaubte mir meine Mutter damals leider nicht, die Reise anzutreten.
    Aber: Spieler wie Rune Bratseth und Wynton Rufe haben sich für immer einen Platz in meinem Herzen gesichert. Unvergessen, wie Wynton „Kiwi“ Rufer auf dem Rathausmarkt stand und und der wartenden Menge versuchte, sein Lieblingslied beizubringen:
    „We won the cup – we won the Cup!
    Eeeeeeyeyeyoooo – We won the cup!“

    Sowas wollte ich natürlich auch mal selbst erreichen… für den Anfang hätte es natürlich auch das DFB-Pokalfinale in Berlin getan, noch ein bißchen lieber das FA-Cup Final in Wembley, aber ein Europapokalfinale ist bis heute für mich das höchste der Gefühle.
    Mit einer ganzen Fanszene in eine Stadt in einem anderen Land zu reisen, im besten Fall friedlich mit der anderen Fanszene den ganzen Tag über Sangeswettstreite auszutragen und abends… ja, abends dann bitte einen Sieg. Aber nicht einfach so, das ganze Drama.
    Und wenn ich mir ein Stadion aussuchen darf, ist es natürlich immer noch Wembley.

    Führung, Rückstand, Nachspielzeit… noch ein letzter Angriff, Schuß… Ecke… denken alle, aber der Schiedsrichter entscheidet auf unberechtigten Handelfmeter. Der geht an den Pfosten, prallt an den Rücken des Torwarts, von dort kullert er auf die Linie und der sowieso doofe Abwehrspieler des portugiesischen oder spanischen Gegners, der mich das ganze Spiel über schon mit seiner Theatralik und seinem Zeitspiel genervt hat, will den Ball von der Linie hauen, schießt ihn aber seinem Torwart ins Gesicht – Ausgleich!
    Verlängerung.

    Diese verläuft ernüchternd, schnell liegen wir mit zwei Toren zurück, das Ding scheint durch.
    Fünf Minuten vor Schluß macht besagter Verteidiger eine Notbremse und fliegt, es gibt Freistoß, dieser landet schön im Winkel, da geht noch was.
    Letzte Minute, Ecke… der Torwart ist mit vorne, Kopfball – Tor!!!

    Elfmeterschießen… und dieses gewinnen wir dann souverän mit 1:0.

    Und um mal zurück in die Realität zu kommen: Heute muss es für mich auch gar kein Finale mehr sein. Ein einziges Auswärtsspiel mit dem FC St.Pauli in einem europäischen Wettbewerb, erreicht meinetwegen über die Fair-Play-Wertung oder irgendeinen anderen Schwachsinn, würde mir schon völlig reichen.
    Bustour nach Almaty oder so, was würde ich mich freuen.

  3. Was heißt „als Kind“? Und was soll die Vergangenheitsform?

    Ich träume da regelmäßig noch heute von. Wenn auch in aller Regel dann, wenn ich tatsächlich schlafe.

    Es ist allerdings ein Eishockeyspiel. Das ist halt der Sport, den mein Körper und mein Hirn als Glückshormone ausschüttend abgespeichert hat.

    Und ich muss leider alle mitlesenden Drehbuchautoren enttäuschen. Es ist kein besonderes Spiel. Es gibt sogar, soweit ich mich erinnere, überhaupt keine Rahmenhandlung. Es ist einfach ein beliebiges Hockeymatch auf einer beliebigen Eisfläche irgendwo zwischen Eisstadion Neukölln, Erika-Hess-Eisstadion, Sportforum Hohenschönhausen, der alten Jaffèe-Halle, den Hallen in Wolfsburg, Hamburg-Farmsen, Bremerhaven, Adendorf und Wedemark (Charakteristika von Stellingen, Altenau, Nordhorn oder Lankwitz kommen komischerweise nie vor – vielleicht war es dort nie neblig genug).

    Und es geht auch um nichts. Nicht, dass ich wüsste, jedenfalls. Es kommen einfach die so unfassbar großartigen Momente eine gelungenen Hockeyspiels eines jungen, gut ausgebildeten und unverletzbar wirkenden Körpers vor: Das minutenlange 3 gegen 5, bei dem dem Gegner wegen des klug aufgezogenen flachen Dreiecks zwischen roter und eigener blauen Linie nichts weiter einfällt, als aus dieser Zone abzuziehen, worauf ich diese Pucks erlaufe und sie wieder in ihre eigene Zone prügele. Dieses Gefühl ganz nahe am Fliegen, wenn man mit wenigen Schritten auf Tempo kommt und danach quasi nur noch mit leichtem Oberschenkeldruck die Richtung ändert oder beim Übersetzen dieses Tempo sogar mühelos noch steigert – so allenfalls bekannt vom Abfahrt-Ski. Aus der eigenen Abwehr heraus den Puck aufnehmen, sich erst an der Bande durchtanken, in den Slot ziehend den letzten Gegner vernaschen und mit einem lässigen Handgelenkschuss über die Stockhand einnetzen.

    Alles genau so schon erlebt, alles nur ein leicht geschönter (Konditionsprobleme kommen seltsamerweise nie vor) Best Of vorhandener Erinnerungen. Wenn auch, ähm, etwas älterer Erinnerungen.

    Wenn Rahmenhandlung, dann habe ich beim Tasche packen die Schlittschuhe vergessen oder muss mangels Kohle mit einem gebrochenen und getapeten Stock antreten. Aber ich fürchte, dass ist ein ganz anderes Thema.

    Wichtig ist: Am Ende bin ich der Größte. Der ich so natürlich selten bis nie war.

    Davon unabhängig gab es natürlich auch den präpubertären Tagtraum, in dem ich ein Fußballstar wurde. Der hat aber eigentlich wenig mit Fußball zu tun. Der geht nämlich so:

    Ich werde bei irgendeiner alltäglichen Verrichtung als riesiges Torwart-Talent entdeckt (zu etwas anderem reicht selbst meine Fantasie nicht aus). Und es stellt sich zu meiner und der Verblüffung aller anderen heraus, dass ich der beste Torwart meiner Generation bin. Wir überspringen einige unwesentliche Zwischenschritte: Die Massen liegen mir zu Füßen.

    Dieser Tagtraum handelt aber davon, was ich mit diesem Ruhm anstelle. Weil ich der Megastar bin, den ich mir erträume. Total integer, nett zu allen und so weiter. Und mich an die Speerspitze wichtiger Bewegungen setze. Ziehe mir jubelnd nach dem im CL-Finale gehaltenen Elfmeter das Trikot über den Kopf und auf dem T-Shirt steht keine Grußbotschaft von Gott sondern http://www.jensweinreich.de. Oder ich nehme mir nach dem Sieg das Mikro des Stadionsprechers und leite sämtliche Zuschauer der zeitgleich in der Innenstadt laufenden Nazi-Demo entgegen. So in der Preisklasse. Das hat natürlich nichts mit Sport zu tun sondern sind ganz normale präpubertäre oder pubertäre Allmachtsfantasien gegen die als Zumutung empfundenen Realitäten. Und haben insofern irgendwie nichts mit der Frage zu tun.

    Und diese Frage ist übrigens eine wirklich schöne. Nur die ganz Großen können die Auslobung eines – mit Verlaub – mäßig interessanten Preises mit einer schönen Geschichte über einen zumindest mir bisher völlig unbekannten Film und mit der Aufforderung zum Pöbel, schöne Geschichten zu erzählen, verbinden. Dieter Herzog von Hamborn 07 auf Linksaußen mit Pele und Manfred in einer Mannschaft. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Antworten, muss ich sagen.

  4. Der Fußball in meiner Kindheit bestand vor allem aus Träumen. Davon erzählt dieser Film: Vom größten aller Träume. Ein ganz feiner Hinweis vom Trainer aller Trainer! Vielen Dank.

  5. Der Filmtitel erinnert mich an den legendären Kölner Verteidiger Herbert Finken, der wegen des Diebstahls eines Kamelhaarmantels 1966 aus dem Profigeschäft ausgeschlossen wurde und seine Gegenspieler mit dem Spruch „Mein Name ist Finken und du wirst gleich hinken“ zu begrüßen pflegte.

  6. @Studio Glumm: Köstlich!!!

  7. So, die Verlosung ist natürlich schon lange beendet. Die Gewinner sind jetzt auch informiert. Und wie sich bei Twitter zeigte, hat sich der eine oder andere schon davon inspirieren lassen und sich den Film zugelegt. Freut mich für diejenigen welchen, freut mich aber natürlich noch mehr für die Gewinner hier in diesem Blog.



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