Mario Gomez‘ Ahnen — Das Nicht-Tor des Jahres (1983)

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Am schönsten sind ja immer noch die Soli über den ganzen Platz. Die bleiben im Gedächtnis, weil man die darauf folgenden Tore immer mit dem kompletten Vorlauf in den etlichen Wiederholungen sieht, während ein einfacher Fallrückzieher, husch, husch, ein direkt verwandelter Freistoß ebenso, so schnell an einem vorüber zieht.

Nur ins Tor treffen sollte man dann auch, wenn man schon mal den für Fußballer bekanntlich extra langen Weg vom einem zum anderen Tor zurückgelegt hat. Ansonsten bleibt das Solo nicht in Erinnerung, geht nicht über Los und taucht nicht Jahrzehnte später in Wiederholungen auf.

Es sei denn …



Das Nicht-Tor des Jahres erzielte 1983 Hans-Günter Bruns, äh, nicht.

Mit dem kleinen Unterschied zu Mario Gomez, dass Hans-Günter Bruns wegen dieser Szene niemand einen Vorwurf gemacht oder einen Fluch gedreht haben wird.

Die Phrase vom „Nicht-Tor des Jahres“ war sicher nicht neu, wird hier aber von Fritz von Thurn und Taxis verwendet. Welcher ja bekanntlich nicht „von“ heißt, das ist nur Teil seines Künstlernamens.

8 Kommentare

  1. Das Nicht-Tor des Jahrhunderts, wenn man mich fragt (glücklicherweise war ich nicht dabei).

    Ich gehe jetzt Nicht-Geburtstag feiern.

  2. … das reißt einem ja das Herz aus dem Leib! Trainer, Du folterst uns!

  3. Wann wurden eigentlich Sololäufe abgeschafft? Es war definitiv schon vor Pep Guardiola, aber wann genau?

  4. Gute Frage, liborix, ich weiß es nicht. Vielleicht mit der Einführung von organisierter Abwehrarbeit?

    NORTHEND – outest Du Dich gerade als Gladbach-Fan?

    So, dann mach ich mach jetzt mal Nicht-Feierabend.

  5. … nee Trainer, nicht Gladbach. Vor allem aber nicht das Andere Dingsda!

  6. Diese Szene ist stets eine der allerersten, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an die „gute alte Sportschau“ denke (fußballbezogen, meine ich, die Galopper lassen wir mal außen vor).

  7. Habe dann wohl gerade eine Vision von Mario Gomez in knapp 30 Jahren. Selbst das Haar wirkt gegelt. [Link leider tot.]

  8. Oh man. Das ist doch echt zum Haareraufen. Das war ein so herrlich vorgetragener Spielzug und dann kam einfach noch das Pech dazu. Aber so ist das im Fußball. Ohne das quäntchen Glück, gehen ach so wunderschöne Spielzüge nicht ins Tor.



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