Michael Hitzlsperger

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:Nein, das wird nix.

Geh nach Hause. Zurück auf die Bank. Kusch, kusch.

Thomas Hitzlsperger hat doch tatsächlich, laut SPON, Michael Ballack und Torsten Frings den Kampf angesagt um Stammplätze im mittleren (manche sagen auch: zentrales dazu) Mittelfeld. Genauso könnte Gerhard Tremmel nun endlich den doch wohl verdienten Stammplatz im Tor der Nationalauswahl für sich fordern.

Hitzlsperger, you are wrong.

Das sind nun mal einfach zu viele Dinge, die gegen Dich sprechen. Kein Kopfballspiel, keine Geistesblitze, keine Genauigkeit in langen Pässen, keine guten Standards (außer diesen Schraubzwingen, die er ins Tor prügelt) und vor allem kein Standing in den Zweikämpfen, keine Körpersprache (die wäre wurscht, wenn der Rest da wäre) und eigentlich überhaupt nix außer 08/15-machine-gun-fußball. Das ist nun mal zu wenig. Das mag alles immer und immer wieder gegen Belgien, Estland oder sogar Finnland reichen, darüber hinaus kann man aber mit Hitzlsperger auf dem derzeitigen Fähigkeitenstand keinen internationalen Blumentopf (was heißt Blumentopf auf esperanto?) gewinnen.

Wo ist da die Spielgestaltung, das überraschende Moment, das irgendwas, was ihn mehr dazu qualifiziert, in der Stammelf der Nationalmannschaft zu sein als z. B. Piotr Trochowski, als z. B. den leider alternden Bernd Schneider oder den auch alternden, aber sich nicht verbessernden Tim Borowski?

Hitzlsperger kann einfach gar nix, außer ein Indianer zu sein. Das möglicherweise kann er gut, aber mehr auch nicht. Und es ist auch nicht so, dass er nicht später noch in eine andere Rolle hineinwachsen könnte. Charakterlich scheint er ein guter zu sein, ein echter Fußballer, den es interessiert, wie er sich verbessern kann. Da hat Hitzlsperger dann noch Einiges, womit er sich in den nächsten Jahren beschäftigen kann, am zweiten Weihnachtstag, wenn man seine Geschenke auspackt und merkt, das ist eigentlich alles nix für einen. Nicht mal das lustige Quartettspiel mit Kevin Kuranyi, Adenoid Hynkel, Heinz Erhardt und Stan Libuda, die dann alle doch nicht an der WM 2006 teilnahmen, anders als man selbst. Eine Nationalmannschaft aber, die auf dem derzeitigen Hitzlsperger aufbaut, ist eine Karikatur all dessen, was wir seit dem immer noch glücklich zustande gekommenen Wechsel 2004 erlebten.

Hitze, bleib bei deinen Leisten, Du Indianer.

PS: Böse Zungen behaupten, er habe die Hochzeit mit der Frau, die acht Jahre lang seine Lebensbegleitungsstewardess war, nicht aus dem Grunde abgesagt, weil er gemerkt hat, dass es „doch nicht so richtig passt“, sondern weil er nach x Jahren als Profi endlich gecheckt hat, welche Anziehungskraft Geld auf Frauen ausübt. Aber das weiß man hier nicht, das ist hier auch egal. Sein Geld kann er ja verschenken, an wen er will, aber bei seinen Leisten, da muss er bleiben. Gerade mit dieser äußerst braven Frisur, die nur schwerlich nicht als Sinnbild seines Fußballspiels zu sehen ist.

17 Kommentare

  1. Danke, ich dachte schon ich wäre der einzige, der immer wieder das Tolle an diesem Spieler nicht sieht.

  2. Blumentopf auf Esperanto, wollteste doch wissen :-P.

  3. Ah. Danke. Jetzt natürlich, wie Schuppen.

  4. Indianer…….!
    Ein pro für Hitz ist doch seine nette Art, nicht so glatt und arogant
    wie die Herren Frings und unser toller Kapitano, der sich nicht in der
    Lage sieht nach einem verlorenen EM-Finale zu den Fans zu gehen um sich zu bedanken, ein Thorsten Frings muß sich auch erst mal neu beweisen, dessen EM war auch nicht so dolle.
    Ich mag den Hitz! Super Typ!

  5. Wo ich grad die Alliteration der Woche lese: diese sehr zweifelhaften Ergüsse lassen mich auch wünschen, dass Legat bei seinen Leisten geblieben wäre. Konnte der nicht irgendwas finden, wo er die Füße hätte benutzen können?

  6. Auch wenn mein Bauch Dir ja Recht gibt, Trainer, mein Kopf wirft mir die Erinnerung an das beste deutsche Spiel bei der EM vor die Füße und siehe da: Rolfes und Hitzlsperger im defensiven Mittelfeld.

  7. Pingback: myLaola: Bei Jogi ist der Teufel los...

  8. Leider ist Hitzlsperger so fürchterlich stromlinienförmig, dass er im Windkanal jeden Ferrari schlagen würde. So fies geleckt und dauergrinsend und rhetorikgeschult. Gegen ihn ist ein Kuranyi ein Interviewereignis.

    Hitze ist mein neuer Ramelow. Ich weiß, dass er gut ist, obwohl man es nicht sieht. Aber ich will es nicht wahrhaben.

  9. antwort eines vfb-fans. gut das abdriften ins private gegen ende:

    „Kein Kopfballspiel, keine Geistesblitze, keine Genauigkeit in langen Pässen, keine guten Standards (außer diesen Schraubzwingen, die er ins Tor prügelt) und vor allem kein Standing in den Zweikämpfen, keine Körpersprache (die wäre wurscht, wenn der Rest da wäre)“

    Eigentlich zu Schüleraufsatz-, Erörterungsargumente-Sammel-mäßig. Aber ich ich muss einfach erwidern.

    … habe mich ja auf die gründe gefreut für den Verriss (die gibt es bei jedem Spieler, man muss sie nur aufbauschen) gefreut leider umsonst.

    Geistesblitze: bei der EM gab es donner bei ballack und frings. die guten Ideen kamen von Hitzlsperger und Podolski und Lahm. Das war es…

    Ungenauigkeit: Keiner spielt genauere lange Pässe, das ist mehr als lächerlich. Aber Franz Beckenbauer ist ja auch kein guter Ficker und Redner. Oder anders: Lange Pässe von Frings? Also.

    Und wer Hitzsperger live mit Kapitänsbinde gesehen hat, weiß, welche Körpersprache er besitzt. Inzwischen auch in der Nationalmannschaft. Da kann man natürlich immer gegenargumentieren.

    Hätte sich der Experte auf das Kopfballspiel konzentriert, das wirklich nicht gut ist, hätte er recht gehabt. Aber leider hätte er dann den Artikel nicht schreiben können. Frings und Trochowski (!) sind beide nicht besser – vielleicht bessere Frisur.

    Auch an der Defensivarbeit kann der Thomas noch arbeiten. Aber das hat der Autor nicht gesehen. Wie so vieles bei Hitzsperger…

    Und wer auf Trochwoski und Frings verweist, bei Trochowski in Bezug auf Körpersprache (au mann) und bei Frings in punkto Passgenauigkeit (quer, auf drei Meter, bravo) und Standards („die ecken kommen mit Schnee runter“ – zitat eines befreundeten Bremen-Fans, leidenschaftlich), der ist leider nicht ernst zu nehmen.

    Überhaupt Frings: man kann hoffen, dass er nochmal zurückkommt (ja, auch ich, weil ich ihn mal gut fand) – aber die letzten Monate nach seiner Verletzung sind unglaublich frech. Das ist Schlafwagenfußball wie in besten Ramelow und Hamann-Zeiten. Nicht nur viele Bremen-Anhänger sehen Jensen inzwischen viel lieber. Aber: Natürlich hat(te) Frings das Potenzial.

    Und Ballack. Er hat ein Standing – international. In der Nationalmannschaft seit der EM nicht mehr. Da stimmt es gar nicht. Er hat es sich verscherzt: Große Klappe, wenig Leistung. Wie verletzt er wohl in der vergangenen Woche wirklich war?

    Hitzlsperger wird, seine Technik und sein schnelles Spiel betreffend, immer unterschätzt. Doch wer ihn regelmäßig beobachtet, sieht seine Möglichkeiten. Besonders im Passspiel und Angriffe einleiten. Und ich bin wahrlich kein großer Hitzsperger-Fan(atiker).

    Und noch etwas: Die Passage mit seiner Hochzeit ist natürlich stark justiziabel.
    Aber es verdeutlicht, dass der Autor einen sehr lustigen Beitrag schreiben wollte und in Wahrheit wohl ein Hitzlsperger-Fan ist.“

    Wenn nicht, disqualifiziert er sich. Wahrscheinlich hat der Hitz seine Freundin hergenommen. Dank seines ganzen Geldes! Der Schlingel. Auch justiziabel, aber deswegen nur in einer Mail.

    Adios.

  10. .. und das von dir Lionhart, als alter 60iger *kopfschüttel“. Mit einem hast Du aber recht: Frings ist rum, der nervt jetzt als Fringser noch ein bißchen. Aber Hitzelsperger als kommende Stütze für die Nationalmannschaft hochzujubeln, das ist daneben. Ebenso Rolfes – ein gutes Spiel gegen Portugal in einer über sich hinaus wachsenden Mannschaft, das reicht nicht. Wer weiß, vielleicht wäre sogar ich (oder Du) in der Mannschaft nicht negativ aufgefallen.

  11. Also, ich weiß, ich wäre in der Mannschaft ganz sicher negativ aufgefallen. Und sei es nur mit blöden Bemerkungen.

  12. Trashtalk gehört doch zum guten Ton.

    Was war jetzt mit der „Post“, die ich hätte bekommen sollen, sternburg?

  13. Ich möchte für das Protokoll gerne darauf hinweisen, dass ich gänzlich ungeeignet bin, Rolfes hochzujubeln. Schon aufgrund seiner Vereinszugehörigkeit verbietet sich mir das. Aus quasi religiösen Gründen. Aber ein guter ist er leider trotzdem.

  14. Also ich bin völlig andere Ansciht als Sie, lieber Trainer Baade. Thomas Hitzlsperger ist ein Fußballer, der sich in der (wie ich es finde) attraktivsten und härtestens Liga der Welt (ENG) durchgebisen hat. Er hat dort seine Anlagen (Schusstechnick, schnelle Konter, Spieleröffnung, Pässe) extrem verbessert, hat aber leider in den Punkten, in denen er schwierigkeiten hat, sein Training schleifen lassen (Zweikampf, Flanken, Kopfballstärke).
    Allerdings sind die punkte, die er beherrscht genau die ,die in sein Aufgabenfaled fallen. Was soll man einen bald 35 jährigen Ballack und Frings aufstellen, die den Arsch voller Millionen haben und nur aus spaß spielen. hitzlsperger ist 27 und ist im besten alter eine Führungfigur zu werden, klar hat er in gewissen bereichen defizite, aber welcher (deutsche) spieler hat das nicht?!?!

  15. Die unsachliche Kritik, die auch noch persönlich wird, ist immer die beste Kritik, da sie am meisten über den Kritiker verrät…

    Mehr muss man hierzu nicht sagen.

    Grüße



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