Problemseeker at his best

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Der große Menschenführer Frank Rost, der schon bei seinen bisherigen Stationen im Profifußball stets dadurch positiv auffiel, dass er die Teamkollegen zusammenschweißte, ein möglichst günstiges Arbeitsklima schaffte und bei kleineren Probleme auch mal fünfe gerade sein ließ, einfach um des Erfolgs willen, für den man ihn ja eingestellt hatte, hat auch in seinem neuen Tätigkeitsfeld gleich wieder unter Beweis gestellt, dass er weiß, wie man mit Menschen umgehen muss. Der Spiegel kolportiert zumindest folgenden Geniestreich des Teambuildings:

Schon kurz nach Rosts Amtsantritt soll es beim HSV geknirscht haben. Das Klima auf der Geschäftsstelle war unter dem neuen Chef angeblich schnell frostig. Der frühere Fußball-Bundesliga-Torwart soll von den Geschäftsstellenräumen Fotos gemacht, diese rumgeschickt und sich dabei über die Unordnung beklagt haben. Daraufhin soll ein Container bestellt worden sein. Rosts rauer Ton befremdete viele im Club.

Ein schönes Beispiel aus der langen Reihe, dass es nicht immer die Verhältnisse sind, die die Probleme kreieren, sondern die Gehirne der Menschen. Wird Frank Rost wahrscheinlich nicht mehr verstehen, muss er aber auch nicht. Die eigenen Schäfchen sind ja im Trockenen, da kann man die untergebenen Schäfchen gerne mal brüskieren.

Welcher Arbeitgeber möchte Frank Rost als nächstes einstellen?

3 Kommentare

  1. ja, spricht mir sehr aus der Seele. Ich hab spontan an Jürgen Rollmann gedacht, ähnlicher Typ, der beim FC Augsburg auch nach kurzer Zeit im Unfrieden gegangen ist und einiges an verbrannter Erde hinterlassen hat. Es nervt, wenn solche Egomanen als Erklärung für ihr Verhalten immer die gleichen Phrasen bemühen, wie: „ich lass mir halt den Mund nicht verbieten, weil ich unbequem und konstruktiv bin…….“

    Ne, unfähig zur Zusammenarbeit und vom Glück geküsste, gut verdient zu haben, denn sonst würde es im „normalen“ Berufsleben ziemlich düster ausschauen…..

  2. Apropos untergebene Schäfchen. So wie ich es aus der Zeitung bisher erfahren habe, wurde das untergebene Geschäftsführer-Schäfchen Frank Rost bei wichtigen Entscheidungen übergangen, es wurde ihm ein Rücktritt angedichtet, der anscheinend nicht stattfand. Wie es aussieht weigert man sich, seinen Vertrag zu honorieren. Stattdessen zieht man ihn öffentlich durch Dreck. Groteskerweise möchte man aber etliche der Ideen von Frank Rost umsetzen. Von Rost habe ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Das scheint mir etwas dünn für eine umfassende Verurteilung zu sein.

  3. Es dürfte klar sein, dass alles, was hier kommentiert wird, immer nur aus zweiter Hand, sprich Medien, stammt und keiner die tatsächliche Wahrheit kennt.

    Allerdings lassen seine bisherigen Auftritte vor Kameras, auch wenn diese und insbesondere Interviews natürlich immer nur einen sehr verzerrten Teil der Realität abbilden, durchaus den Schluss zu, dass da, wo Frank Rost wirkt, es ständig knirscht. Und in dieser Häufung halte ich es für keinen Zufall mehr. Auch wenn ihm in diesem Fall vielleicht Unrecht getan wird. Das wäre dann bedauerlich, aber eben das Resultat dessen, dass ich nie selbst anwesend bin, wenn Vorfälle im Fußball geschehen.

    Gleichwohl ich mir durchs lange Bloggen (bzw. durchs lange Verfolgen der Bundesliga und Co. in den Medien) angewöhnt habe, eigentlich gar nichts mehr für gesichert zu nehmen und immer erst die Volten und neuen Falltüren im Verlauf abzuwarten. Frank Rosts gesamte Karriere dauert aber nun schon etwas länger.



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