Relive ist das neue Orange – heute: 20.15 Uhr Belgien — Deutschland von 1980 unter #belger80

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Freie Zeit ist aktuell viel vorhanden, neuer Fußball gar keiner, nicht mal in der Kreisliga. Da erhält man tatsächlich die Gelegenheit, alte Spiele in-voller-länge.de zu schauen, wie jene Webseite getauft wurde, die eigentlich nur als Nebenprojekt von etlichen Recherche-Safaris durch die Videoportale dieser Welt entstand. Findet auch Christian Spiller von Zeit online, der schon mal seine Favoriten aus dem dortigen Angebot rausgesucht und als Tipps veröffentlicht hat. Leider hat er vergessen, zu erwähnen, wo er das gefunden hat, deshalb hier noch mal der Link zu meinem Nebenprojekt:

In voller Länge

Aktuell erwarten den geneigten Besucher dort schlanke 167 Spiele, vom Finale der Eintracht aus Frankfurt gegen Real Madrid 1960 bis zum noch tieferen Tiefpunkte des 0:2 der Deutschen gegen Südkorea. (Am besten die Suche verwenden, um Spiele seines bevorzugten Clubs oder Nationalmannschaft zu finden.)

Warum aber sollte man sich Spiele in voller Länge ansehen, wenn man a) das Ergebnis doch schon kennt und b) es zu jener Zeit, als es sich ereignete, selbst gesehen hat?

Weil b) nicht unbedingt zutreffen muss, was Peter Ahrens in seinem netten Text zum aktuellen Phänomen der Relive-Schwemme übersieht. Weshalb ich mich heute Abend ab 20.15 Uhr dem EM-Finale von 1980 widmen werde. Leider nicht auf in-voller-länge.de, weil es für dort noch nicht aufzutreiben war.

Stattdessen hier beim ZDF, wie gesagt, ab 20.15 Uhr schaue ich es mir an, wer mag, kann ja mitschauen. Davon kenne ich außer den Toren (und sogar nur den deutschen) nämlich noch keine Sekunde und bin wirklich gespannt, wie es wird. Auch wenn man weiß, dass Fußball der 1980er oft grausam sein kann. Aber alleine schon den Duisburg-Wanheimerorter Dieter Kürten mal wieder ein komplettes Spiel kommentieren zu hören, dürfte es wohl wert sein. Außerdem läuft man nicht Gefahr, dass Helmut Kohl einen Auftritt hat. Und ein anderer Duisburger wird am Ende den Coupe Henri-Delaunay als Kapitän in den Römer Nachthimmel recken.

Von dieser Stelle aus wird man (das bin ich) auch ab 20.15 Uhr über das Spiel twittern und zwar unter dem

Hashtag #belger80

denn so lautete die offizielle Konstellation dieser Paarung im Jahr 1980 (korrekterweise müsste es wohl #belfrg80 sein, aber das lassen wir jetzt mal). Falls ich bis dahin etwas Geeignetes für WordPress finde, wird es hier auch eine Twitter-Wall dazu geben, dann kann man sich auch beteiligen, falls man mitschaut. Und wie gesagt, es ist jetzt weniger dem allgemeinen Relive-Phänomen geschuldet, dass dies heute Abend stattfindet, als dem Umstand, dass ich dieses Spiel schon ewig mal nachholen wollte. Aber man kommt ja zu nix. Außer in besonderen Situationen. Warum also Euch nicht alle mitschauen bzw. -lesen lassen?

Dann lass mal hören aus Rom, Dieter.

Hier noch mal der Link.

Und hier gibt’s die Tweets dazu.

4 Kommentare

  1. Das ist ja mal ein schönes Easter Egg. Auch wenn man es in seinem Beitrag ohne Kapitälchen in der Mitte schreibt, gibt WordPress seinen eigenen Namen mit Kapitälchen aus (siehe im Text unten). Ich hab es dreimal überprüft, es steht in meinem Beitragstext als WordPress mit kleinem p, nicht als WordPress. Ts.

    Wie auch immer, bis nachher, bis 20.15 Uhr.

  2. Pingback: 20.15 Uhr: EM-Finale Belgien – Deutschland #belger80 | Trainer Baade

  3. Zwar ohne Twitter, aber bin dabei

  4. Hallöle!
    Das Spiel gibt es auch auf DVD, ist Bestandteil der EM-Klassikersammlung, die im Vorfeld der EM 2008 herauskam. 2006 erschien bereits eine WM-Klassikersammlung. Die bildeten bei mir den Grunstock einer mittlerweile 1.500 DVDs umfassenden Full-Match-Sammlung. Alle WM-Spiele seit 1966, fast alle EM-Spiele, CL-Finals seit 1960 etc. Als derzeitiger Corona-Homeoffice-Arbeiter guck ich nebenher so manches Spiel.
    Dieter Kürten hat der DFB-Elf ja in der Regel Glück gebracht (kommentierte auch GER-ENG 1990 und GER-WAL 1989 – hauchdünner Quali-Sieg, ohne den Beckenbauer, Loddar & Co. gar nicht nach Italien gefahren wären!).

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