Schamhafte Sinnpflanze

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Auch mimosa pudica genannt.

Nach dem bereits dritten sieg- und torlosen Spiel waren Rost und Torwart Gerhard Tremmel heftig aneinandergeraten. Nach Ansicht von Rost hatte der Schlussmann [sic! (Anm. d. Red.)] der Lausitzer im Internet zu heftig Kritik an Team und Trainer geübt. „Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Spieler öffentlich die Mannschaft kritisiert“, sagte Rost. Tremmel hatte auf seiner Homepage geschrieben: „Nun stecken wir also gleich wieder unten drin und müssen gar nicht auf Hannover oder Bochum zeigen, sondern sollten uns an die eigene Nase fassen. Und zwar wirklich an die eigene…“ Für Rost ging die Kritik zu weit. „Das kann er so nicht sagen“, betonte der Mittelfeldspieler.

Was meint Timo Rost damit, wenn er sagt: „kann er so nicht sagen“, wenn Tremmel es nachweislich doch schrieb?

Ist Timo Rost der Auffassung, dass Gerhard Tremmel, wenn er den selben Text sinngemäß mit anderen Worten formulierte hätte, alles richtig gemacht hätte?

Was genau an „so“ kann Tremmel gemäß Timo Rost „so nicht sagen“ — dass man sich an die eigene Nase fassen solle oder dass man gar nicht erst auf Hannover oder Bochum zeigen solle?

Kurze, aber nicht unwichtige Frage an mich selbst: Mit welchem komischen, von mit Mimosen noch euphemisierend umschriebenen Menschen ausgeübten Sport beschäftige ich mich eigentlich?

PS: Laut oben verlinktem Eintrag heißt die Pflanze Mimose auf englisch „touch-me-not“. Und Timo Rost auch nicht.

Quelle.

2 Kommentare

  1. Rost hat recht. Dass sie „unten drin“ stecken, kann er nun wirklich nicht schreiben. Das ist sowas von negativ, damit sorgt er für schlechte Stimmung in der Mannschaft. „Ein bißchen unten drin“ oder „ziemlich unten drin“ wäre eventuell (vielleicht durch einen zwinkernden Smiey abgepuffert) noch gegangen, aber einfach „unten drin“ ist zu krass.
    Hinterfragen muss man außerdem, ob das Fassen an die eigene Nase wirklich etwas bringt. Hier sollte ein Motivations-Analytiker hinzugezogen werden. Prozentual wieviel darauffolgende Spiele wurden gewonnen, nachdem die Spieler einer Mannschaft sich an die eigene Nase gefasst haben. Bringt es eventuell mehr, an die Nasen der Mitspieler zu fassen oder z.B. vor dem Auflaufen die Nase des Zeugwarts quasi als Glücksbringer zu berühren? Sollte an andere Körperteile gefasst werden? So wie ich das lese, hat Tremmel mit seiner oberflächlichen „Nasenfass“-Argumentation der Mannschaft letztlich einen Bärendienst erwiesen. Rost kritisiert Tremmel auch in diesem Punkt zu Recht.

  2. Ich denke die ganzen Lausitzer Edeltechniker und Superstars sollte eher wie weiland Olli K. bei Miro K. in der Nase des Gegners bohren. Das verschafft Respekt! Mimoslav Klose wusste sofort was die Stunde geschlagen hatte. Bis heute leidet er unter diesem Trauma, was seine anhaltende Schwächelperiode erklären würde. Nicht zu vergessen sein nasenbeintrümmerbruch in der letzten saiosn. Zwischenzeitliche Erfolgssträhnen sind hier nur als ein letztes Aufbäumen seinerseits gegen sein dräuend Schicksal zu bewerten.



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