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Schlagwort: EM

Alle Elfmeterschießen bei EM

Eine der prickelndsten Einrichtungen im Fußball ist das Elfmeterschießen. Sowohl, wenn man als Fan einer der beiden Mannschaften „direkt“ beteiligt ist, als auch wenn man eine Partie bei einer WM, EM oder in einem Pokalwettbewerb als mehr oder weniger neutraler Zuschauer betrachtet.

Erfunden wurde das Elfmeterschießen übrigens, wie es der Teufel so will, von einem Deutschen, einem Schiedsrichter aus Bayern namens Karl Wald. Ob das dazu führt, dass die Bilanz der deutschen Mannschaften im Elfmeterschießen bei großen Turnieren so gut ist, sei dahingestellt.

Angefangen hatte die lange Liste der Erfolge der deutschen Nationalmannschaften allerdings mit einem Scheitern in dieser Einrichtung — bei der allerersten Durchführung dieser Einrichtung im Länderfußball überhaupt. Der legendäre Schuss in den Nachthimmel über Belgrad von Uli Hoeneß ist zur stehenden Wendung geworden. Damit und mit dem anschließenden Lupfer von Panenka verlor die Auswahl der BRD das Finale um die Europameisterschaft gegen die CSSR mit 2:4 im Elfmeterschießen — und der Fußball war um eine höchst spannungsbringende Einrichtung reicher.

Übersicht aller Elfmeterschießen bei Europameisterschaften

Seit dieser Nacht von Belgrad sind viele weitere Elfmeterschießen hinzu gekommen und inzwischen gehört es schon zum Standard, dass einige der KO-Rundenspielen per Elfmeterschießen entschieden werden. Allerdings musste die Fußballwelt von 1976 bis 1996 warten, ehe dies mehr als einmal in einem Turnier der Fall war. Spitzenreiter ist die EM 2008, bei der gleich drei von vier Viertelfinals auf diesem Wege einen Sieger fanden.

Angegeben ist jeweils nur das Ergebnis im Elfmeterschießen.

EM Runde Sieger — Verlierer Ergebnis
1976 Finale CSSR – Deutschland 5:3
1980 Spiel um Platz 3 CSSR- Italien 9:8
1984 Halbfinale Spanien – Dänemark 5:4
1992 Halbfinale Dänemark – Niederland 5:4
1996 Viertelfinale England – Spanien 4:2
1996 Viertelfinale Frankreich – Niederlande 5:4
1996 Halbfinale Deutschland – England 6:5
1996 Halbfinale Tschechien – Frankreich 6:5
2000 Halbfinale Italien – Niederlande 3:1
2004 Viertelfinale Portugal – England 6:5
2004 Viertelfinale Niederlande – Schweden 5:4
2008 Viertelfinale Türkei – Kroatien 3:1
2008 Viertelfinale Spanien – Italien 4:2
2012 Viertelfinale Italien – England 4:2
2012 Halbfinale Spanien – Portugal 4:2
2016 Achtelfinale Polen – Schweiz 5:4
2016 Viertelfinale Portugal – Polen 5:3
2016 Viertelfinale Deutschland – Italien 6:5

Diese Bilanz bringt folgende Aufstellung zutage, wenn man alle durchgeführten Elfmeterschießen bei Europameisterschaften nach Erfolg pro Nation sortiert. Wenig überraschend ist England hier recht erfolglos, durchaus überraschend ist die Quote der Niederlande aber noch schlechter als jene des Teams von der Insel. Und das, obwohl man den Niederländern lange nachsagte, technisch besonders versierten Fußball zu beherrschen.

Erfolge aller Elfmeterschießen bei Europameisterschaften nach Nation

Nation gewonnen verloren Quote
CSSR/Tschechien 3 0 100
Türkei 1 0 100
Spanien 3 1 75
Deutschland 2 1 66
Portugal 2 1 66
Polen 1 1 50
Dänemark 1 1 50
Frankreich 1 1 50
Italien 2 3 40
Niederlande 1 3 25
England 1 3 25
Schweiz 0 1 0
Schweden 0 1 0
Kroatien 0 1 0

Was allen diesen engen, aber sportlichen Entscheidungen im Fußball bei KO-Rundenspielen gemein ist: man weiß nicht, wie es ausgeht. Das weiß man im Fußball zwar nie, aber gerade im Elfmeterschießen dürften die Chancen selbst für den vermeintlichen Außenseiter deutlich höher auf ein Weiterkommen sein als im normalen Spielverlauf. Diese Ungewissheit macht das Wetten im Fußball besonders bei KO-Rundenspielen so attraktiv. Gut, wenn man in diesem Falle weiß, wo man zu Sportwetten Tipps bekommt, um sich vorher schlau zu machen, wo man denn seine Tipps am besten platziert. Wie ein Elfmeterschießen dann, ob bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder im Pokal, ausgeht, das steht natürlich immer noch auf einem anderen Blatt. Gute Unterhaltung ist aber garantiert, ob mit oder ohne Sportwetten auf den Ausgang von Elfmeterschießen.

Für die kommende EM 2016 darf übrigens wieder mit einer größeren Anzahl an Elfmeterschießen gerechnet werden. Zum ersten Mal wird es wie bei einer Weltmeisterschaft auch bei einer Europameisterschaft ein Achtelfinale geben. Das bedeutet gleich acht (!) Gelegenheiten mehr, dass es nach 120 Minuten immer noch unentschieden steht. Wie sich in der aktuellen Qualifikation zeigt, ist auch die Überlegenheit de vermeintlich großen Nationen im Einzelfall dann doch immer zu überwinden. Und erst recht natürlich in einem Elfmeterschießen, so man es bis dahin schafft. Die neutralen Zuschauer wird es freuen, die Fans der jeweiligen Nationen nur im Falle eines glücklichen Ausgangs. Holländer dürften also eher wenig erpicht darauf sein, eine Partie nicht in den 120 Minuten zu entscheiden. Spanier werden da etwas gelassener sein, zumindest wenn sie auf die Historie vertrauen. Was man im Fußball bekanntlich niemals tun sollte.

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„Es ist ein Pokal“ — das Logo der EM 2016 in Frankreich

Hm, Fußball also. Ein großes Fußballturnier in der nicht so großen Fußballnation Frankreich, was könnte man da als Logo nehmen?

Vielleicht etwas ohne jeglichen Inhalt? Ja, eine gute Idee. Also abgesehen von dem, was ohnehin klar ist. Die besten Fußballer Europas spielen in Frankreich (die haben eine Nationalflagge in drei Farben) um die Europameisterschaft. Der Gewinner erhält einen Pokal. Dann … nehmen wir doch einfach den Pokal und machen drumherum ein bisschen was in den Farben Frankreichs. Auf dass sich schon im August 2016 niemand mehr an dieses Logo wird erinnern können. Denn das wollen wir ja erreichen, totale Beliebigkeit, in der jeder etwas für sich findet, aber niemand sich an irgendetwas am Logo stören kann.

Also ganz anders als das Logo der WM 2006 und damit wurde wieder einmal bewiesen, dass die Franzosen eben Stil im Blut haben — und die Deutschen, also das Organisationskommitee der WM, da irgendwo einen Freund hatte, der doch auch mal was mit Grafikdesign … und herauskommt etwas, für das die Vokabel Fremdschämen noch zu niedrig gegriffen ist.

Für die EM 2016 also ein großes dickes Nichts. Nichts, was mit dem Turnier, einer Vision, einer Idee, der Kultur des Ausrichterlandes zu tun hätte, so harmlos wie harmlos nur geht. Beliebig und ohne Inhalt. Das aber immerhin so geschickt fabriziert, dass wer möchte, ein lachendes Gesicht im gezeigten EM-Pokal erkennen kann.

Positive Emotionen wecken, nicht anecken. Man könnte sich diese Logos inzwischen sparen, könnte man nicht?

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EM-Spielplan 2012 zum Ausdrucken

Die Euro 2012 steht schon fast vor der Tür, was man vielleicht nicht so merkt, weil die Bundesliga und die Champions League noch so viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

Doch in weniger als 10 Wochen geht es los, in den vier Vorrundengruppen, Gruppe A und B in Polen, Gruppe C und D in der Ukraine. Man sollte sich so langsam seine Tipps zurecht legen. Dabei hilft dieser Spielplan, den das famose „Fortuna München – Visuelle Kommunikation“ in Kooperation mit dieser Seite hier zusammengebaut hat. Einfach ausdrucken, eintragen, was man selber an Ergebnissen hofft oder erwartet, an die Wand hängen und fertig.

Oder auch umgekehrt: Erst an die Wand hängen, und dann selbst eintragen. Man darf sogar eintragen, was man nicht an Ergebnissen wünscht und kann dann hoffen, dass die eigenen Tipps nicht eintreten. Man darf ihn sogar ausdrucken und dann nur die echten Ergebnisse eintragen, gar keine Tipps.

Die Liste der bisherigen Europameister ist auch dabei und insgesamt ist der Spielplan so, wie ich selbst ihn mag: Übersichtlich, ohne Schnörkel und trotzdem mit dem gewissen Etwas. Viel Spaß damit.

Zum Download des EM-Spielplans 2012.

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Damn that Zaire Keeper

[photopress:glorious_failure.jpg,full,alignright] Wer sich ein bisschen mit der Historie des schottischen Fußballs auskennt, kommt im vorzüglichen Scottish Failure Calendar auf seine Kosten, denn dieser verwurstet alle möglichen Reporteraussprüche zu den (wenigen) Erfolgen und (geringfügig weniger wenigen) Momenten des Scheiterns der schottischen Nationalmannschaft in ansehnlicher Weise.

„All the way to Mexio for a goal then home again“, trifft wohl ganz gut den Tonfall, mit dem man schottische Auftritte bei internationalen Fußballturnieren kommentieren muss. Ob den Schotten eigentlich so ein exquisiter Humor zueigen ist wie man ihn den Engländern nachsagt, ist hier nicht bekannt. Ganz sicher aber haben schottische Fußballkommentatoren einen ausgeprägten Sinn für Humor. Falls sie ihn zu Beginn ihrer Karriere nicht hatten, wird kein Weg daran vorbeigeführt haben, sich diesen im Laufe der Arbeit anzueignen.

„Goal difference again the 3rd campaing in a row“, lautet das Lied, dass die Schotten einst anstimmen mussten. Heute wären sie froh, sich überhaupt mal für ein Turnier zu qualifizieren, um dann wie stets nach der Vorrunde heimfahren zu dürfen. Den Kalender macht das nur noch mit-leidens-werter:

Scottish Failure Calendar.

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Die Stimmen werden weniger

Kein Nachruf: Jochen Hageleit ist tot, wie es Zechbauer gestern hier mitteilte.

Selten passte die Vokabel „sonor“ besser zu einer Stimme als zu jener von Jochen Hageleit, die wohl allen noch im Ohr ist. Selbst wer ihn nicht kannte, wird ihn hier im Video sofort an der Stimme erkennen (diese Aussage darf allerdings nicht nach Kriterien der Logik bewertet werden). Da über ihn seltsamerweise nicht mal ein Wikipedia-Eintrag existiert, enden leider auch die hiesigen ausschweifenden Darstellungen dazu, an welchen WM und welchen legendären Bundesliga-Spielen er als Reporter teilgenommen hat.

Die Diskussionen, die in den letzten Tagen geführt werden, ob ein Journalist Stadionsprecher sein oder eine Buchvorstellung moderieren darf, oder — so wie hier Hageleit — die Saison-Eröffnung von Rot-Weiß Oberhausen leiten darf, sollte man nicht ausgerechnet angesichts des Ablebens von Hageleit neu beflammen, jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Das hier eingebettete Video zeigt ihn bei eben jener Saisoneröffnung des fabulösen Fußballclubs Rot-Weiß Oberhausen vor der Saison 1983/84, bei der die Spieler alle brav in ihren Trikots und in kurzen Hosen vor den (erstaunlich vielen) Oberhausener Fans aufmarschieren und ebenso erstaunlich eloquent wirken — die meisten jedenfalls.

Das Outfit von Jochen Hageleit in diesem Video wäre mal wieder ein Fall für eine Doppelseite bei den 11 Freunden, darum soll es aber ebenso wenig gehen. Im weiter unten verlinkten Video von der Saisoneröffnung nur ein Jahr später sieht er dann übrigens auch wieder aus wie ein Mensch.

Erklingt seine Stimme, hat man doch — falls man es hat — sofort die späten Nachmittage bei Oma und leckerem Kuchen, bei Borussia Mönchengladbach gegen Waldhof Mannheim, heruntergelassene Stutzen ohne Schienbeinschoner und vor allem die schlecht animierten Männchen im Vorspann zur Auswahl des Tor des Monats vor dem geistigen Auge und Ohr. Dies stellt allerdings eine äußerst egozentrische Erinnerung dar, denn was er geleistet hat, wird damit nicht gewürdigt. Bei welchen WM und EM er dabei war, ist hier wie gesagt nicht bekannt, ganz sicher aber war er bei der Tragödie im Heysel-Stadion anwesend.

Das Video zur Saisoneröffnung in Oberhausen:



Ein wesentlich besseres Video, hauptsächlich im Dialog mit dem gerade dann in die 2. Liga zu Rot-Weiß Oberhausen gewechselten Manni Burgsmüller gibt es ebenfalls, ist aber nicht zur Einbettung freigegeben.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Stimmen, die man heutzutage bei sky, Sat1 und den Öffentlich-Rechtlichen vernimmt, alle nicht jene Erinnerungswerte besitzen werden, wie man sie bei Rolf Kramer, Manni Breuckmann und eben jenem Jochen Hageleit hat, was aber nach sehr kurzem Nachdenken auch logisch ist, da sie nun mal jetzt sprechen und nicht in den eigenen Jugendtagen.

Leider ist hier auch kaum etwas darüber bekannt, ob Hageleit eigentlich ein „Guter“ war, im Sinne seiner fachlichen Qualitäten, oder ob er wie Werner Hansch zwar wundervolle Bilder in den Übertragungshimmel malen konnte, aber taktisch-strategisch überhaupt nichts vom Spiel zu vermitteln wusste. Was wiederum, falls es so war, daran gelegen haben könnte, dass es früher auch kaum Taktik gab. De mortuis nihil nisi bene.

Au revoir, sonorer Jochen Hageleit.

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(K)Ein Wort über Pokale

Ich oute mich hier als Pokal-Hasser.

Sehr gerne tue ich das und ohne Scham.

Pokal-Wettbewerbe sind toll. Amateure gegen andere Amateure, die aber mehr Geld fürs Spielen bekommen. Wobei man bei jenen, die Geld dafür bekommen, oft nicht mehr sicher ist, ob sie noch Amateure in der eigentlichen Bedeutung des Wortes sind.

Häufig auswärts. Mit ein bisschen Glück reicht es zum Elfmeterschießen.

Und da ist bekanntlich „alles möglich“.

Aber es geht nicht um Pokal-Wettbewerbe, sondern um Pokale.

Die bekommt man — außer in Deutschland — schließlich auch dann, wenn man Meister wird. Englischer Meister, dänischer Meister, Weltmeister, griechischer Meister, Fanta-Meister oder auch Klorollen-Meister.

Man bekommt einen Pokal überreicht. Bei einer WM mag das Ding noch Stil haben, in der Champions League zugegebenermaßen auch, selbst bei der Europameisterschaft („Euro“) ist das so.

Doch in allen Fußballwettbewerben, die unterhalb dieser Wettbewerbe stattfinden, sind diese Dinger fast immer nicht nur potthässlich, sondern auch dermaßen billig produziert, dass man sich fragen muss, was jetzt schlimmer ist: der mangelnde materielle Wert dieses Klumpen Mülls, den man da überreicht bekommt, oder das grauselige Design.

„Am Ende des Tages“ (KHR) ist es dann doch das Design, denn einen solchen Pott einschmelzen und den Materialgegenwert verlangen, das hat sich noch kein Team getraut. Also, was muss man stattdessen machen: Sich das hässliche Ding in die Vitrine stellen. Dass Vereine überhaupt Vitrinen für solche Zwecke besitzen, ist schon eines der Grundübel am Vereinsfußball. Die Leute sind heiß wie Frittenfett auf diese Pokale. Am liebsten gewinnen sie sie drei Mal in Folge und stellen sie sich dann für immer in die Vitrine.

Dabei weiß man wiederum auch nicht, was schlimmer ist: die hässlichen Pokale, oder dass der Verein überhaupt eine Vitrine besitzt, in die er sie reinstellen kann.

Pokale an sich sind hässlich. Sie sind der Nachbar vom Schützenverein und der Enkel vom Jagdverein. Sie sind die Schwester vom Reit-, Dressur und Politurverein und der Vater vom Schwimmverein (letzterer allerdings mit komischen Pillen).

Es ist absolut nicht nachvollziehbar, warum ein Fußballer sich überhaupt darum kümmern sollte, ein so fürchterliches Teil von einem Pokalmachermeister oder -gesellen überhaupt nur überreichen zu lassen.

Sobald das Spiel gewonnen wurde, ist doch klar, wer Meister ist, wer Champions-League-Sieger ist und wer Kreispokalsieger ist. Wer braucht da noch so einen Staubfänger für die Vitrine, für den man auch noch extra eine Putzfrau abstellen muss, auf dass er sauber bleibe?

Von mir aus könnte man alle Pokale der Welt abschaffen. Meister ist, wer gewonnen hat, ein Pokal ist überflüssig.

Und hässlich.

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Gewinnspiel: Alle Spiele um Platz 3

Manche sagen auch „drei“ dazu.

Okay, heute geht es wieder rund im Gewinnspielstadl: Wie gingen die Spiele um Platz 3 aller großen Turniere aus? Keine allzu schwierige Frage, aber googlen ist und bleibt verboten. „Bingen“ neuerdings auch, nicht die Stadt am Rhein, sondern das Benutzen der Suchmaschine von Bösosoft. Alle übrigen Klone und Aggregatoren übrigens genauso.

Ich beginne wie immer mit einem herzlichen:

WM 1970 in Mexiko: Deutschland — Ur(u)g(u)ay 1:0 (Tor: Wolfgang Overath)

EM-Spiele um Platz drei gehören genauso dazu.

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Neues aus der Legendenküche

Marko Marin spielt bei der U21-EM in Schweden nicht so überzeugend, wie sich mancher Beobachter (vielleicht gar Leute vom Fach?) das gerne gewünscht hätte. Und nach kurzer Beobachtung liegt auf der Hand, warum Marko Marin so schlecht spielt, da braucht man angesichts der Verhandlungen zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach um die Ablösesumme für seinen Wechsel gar keine Nebenkriegsschauplätze aufzumachen: Er spielt deshalb so schlecht, weil er zur Zeit einfach nicht besser ist.

Das ist zwar ein wenig trivial, aber ganz sicher richtig, im Gegensatz zu allen übrigen Kaffeesatzlesereien.

Und wer jetzt — bitteschön — genau wissen will, dass es natürlich die laufenden Verhandlungen sind, die den kleinen Marin nervös werden oder schlechter spielen lassen, denen sei gesagt, dass er nicht mal wirklich auf dem Laufenden über die Verhandlungen gehalten wird. „Von Freunden und aus Berichten aus dem Internet“ erfahre er, was sich bei den Verhandlungen tut. Ganz nah dran also, der Kleine, der derzeit so schlecht oder gut spielt, wie er derzeit ist.

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Mario Gomez ist Links-Pisser

Nein, nicht Linksträger, er ist Linkspisser. Wie das gehen soll bei nur einem dafür vorhandenen Gerät? Nun, er benutzt immer das linke von zwei Pinkelbecken, wenn er sich vor dem Spiel noch die für den einen oder anderen Sprint entscheidenden Gramm leichter macht. Viel mehr Neues erfährt man in seinem ultraweich gespülten Interview mit der FIFA jedoch nicht:

Was hat es eigentlich mit der Rückennummer 33 auf sich?

In der Jugend habe ich immer die neun auf dem Rücken getragen, aber die war beim VfB bereits vergeben. Ich habe dann geschaut, welche Zahl frei ist und fand die 33 schön. Ich werde die Nummer auf Vereinsebene auch nicht mehr abgeben. Da bin ich schon ein wenig abergläubisch. Ich ziehe auch immer erst den linken Schuh und dann den rechten an, dasselbe bei den Schienbeinschonern. Und auf der Toilette benutze ich immer das linke Pissoir.

Außer, dass im Auftrage der FIFA Interviewende ständig die offizielle Bezeichnung der Turniere verwenden:

Nach dem dritten Platz bei der FIFA WM 2006 und dem zweiten Platz bei der UEFA EURO 2008 steht …

Ende März geht die Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ weiter.

Wie spricht man eigentlich hochgestellte Buchstaben?

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Larry Bird vs Luca Toni

Oder andersrum:

Fr“o“nck Ribéry vs Michael Jordan.

Natürlich kennt man das irgendwie schlapp daherschluppernde Video von vor der EM, als Luca Toni zusammen mit Fr“o“nck Ribéry irgendwo in der Allianz-Arena rumspielte und Faxen machte:

Was man gemeinhin nicht wusste, ist, dass die ganze Klamotte angelehnt war an einen anderen Werbespot, der zuvor mit Larry Bird und Michael Jordan gedreht wurde, weshalb man die Toni-Ribéry-Geschichte eigentlich auch nur noch halb so originell findet wie zuvor. Was dann auf ungefähr gar nicht originell hinausläuft:

Jetzt, da man es weiß, findet man das ohnehin schon eher platte Video von Ribéry und Toni noch ein bisschen platter, womit man sich doch nahezu dem Nullpunkt an Originalität annähert. Aber Hauptsache, die Protagonisten sind Stars.

(Was ebenfalls niemand wusste, ist, dass Michael Jordan später dann alte Torwarttrikots von Andreas Köpke auftrug. Jetzt aber. Luftpost?)

Hattip an American Arena.

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Outwachler

Das ist kein Tippfehler. Da sollte nicht Auswackler oder Ottwachler stehen.

Outwachler.

Letztens erst war die EM in Österreich, wo man so ganz komische Wörter im Fußball benutzt, und in der Schweiz auch und in der Schweiz auch.

Zig Wörterbücher „Deutsch-Österreichisch“ oder „Deutsch-Wienerisch“ wurden herausgegeben. Wir haben gelernt, dass man „an der EM“ sagt, was ein „Stangerlpass“ ist und noch einiges mehr, so dass wir inzwischen sogar in der Lage wären, ein Spiel mit österreichischem Kommentar zu verstehen und zu begreifen.

Ein Wort ging uns aber durch während der EM: Outwachler.

Bedeutet Linienrichter.

Die spinnen, die Ösis.

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Wo lesen sie denn?

Wo sind nur all die Event-Leser hin? „em torschützenkönig“ und so.

Gehört denen überhaupt meine Seite? Ich glaube, jein. Wem gehört überhaupt diese Seite? Den „wahren“ Fans oder doch eher dem Betreiber? Oder den Event-Lesern? Dem Schiedsrichter? Den Doppelhaltern? Vielleicht gar den regelmäßigen Lesern (das bist wahrscheinlich Du)? Unklar.

Jein-jein.

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