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Schlagwort: Gianluigi Buffon

Ewige Einsatzliste der Serie A

Die Serie A. Lange Zeit war sie das Nonplusultra im Vereinsfußball, vor allem in den 1980er und 1990er Jahren, auch, wenn sich in den 1980er Jahren die Bundesliga eine Zeit lang als die „stärkste Liga der Welt“ rühmte. Die großen Stars spielten aber auch damals schon in Italien. Sei es Diego Maradona beim SSC Neapel, sei es der spätere UEFA-Präsident Michel Platini bei Juventus Turin. In den 1990ern setzte dann auch unter den besten deutschen Spielern im Fußball der Exodus Richtung Süden über die Alpen ein. Die Zahl der Nationalspieler, die gleichzeitig auf dem Feld standen, aber in der Serie A ihre Brötchen verdienten, betrug da schon mal annähernd 50 %. Angefangen einst mit Karl-Heinz Schnellinger waren es dann Hans-Peter Briegel und Rudi Völler, die diesen Trend wieder aufnahmen, ehe in den 90ern etliche folgten. Von ewigen Lothar Matthäus über Jürgen Kohler bis hin zu Thomas Doll. Wobei hier noch etliche Namen deutscher Spieler fehlen.

Zwar sind auch jetzt wieder einige deutsche Spieler in Italien aktiv. Doch richtig lange halten und hielten es die wenigsten in Italien aus, sieht man vielleicht einmal von Oliver Bierhoff ab, der in der Serie A sogar Torschützenkönig wurde. Irgendwann war es vorbei mit der Herrlichkeit des italienischen (Vereins-) Fußballs, zumindest strömten die ganz großen Stars inzwischen nach England oder Spanien. Auch, wenn Cristiano Ronaldo mit seinem Wechsel von Real Madrid zu Juventus Turin sich diesem Trend gegenläufig entschied – ein Hinweis auf neue Größe der Serie A ist dies noch lange nicht. Zumal sich in der Serie A derselbe Trend zeigt wie in der Bundesliga: In Juventus Turin hat man hier einen Seriensieger, der schon oft vor dem letzten Spieltag als Meister feststeht. Da lohnt sich nicht mal ein Wetttipp auf den Meister in Italien, schon eher ein Besuch bei Casumo ein Online Casino. Überhaupt nahmen es die Italiener in diesem Bereich nicht immer so genau. Schon 1982 war Paolo Rossi wegen Manipulationen gesperrt, in diesem Jahrhundert musste Juventus zwangsabsteigen in die Serie B, weil es nachweislich Schiedsrichter bestochen hatte. Davon hat es sich bekanntlich inzwischen schon lange wieder erholt, nicht aber unbedingt die generelle Stärke der Serie A.

Trotz all dieser Legionäre befindet sich in den hier dargestellten Top 15 der Spieler mit den meisten Einsätzen keine von ihnen. Ausnahmslos italienische Legenden sind hier zu finden, wie ein Blick in diese Liste verrät.

Meiste Einsätze in Italiens Serie A

Hier also die Liste der Top 15 nach Einsätzen in der Serie A.

Spieler Clubs Spiele
1. Paolo Maldini AC Mailand 647
2. Gianluigi Buffon AC Parma, Juventus Turin 640
3. Francesco Totti AS Rom 618
4. Javier Zanetti Inter Mailand 615
Gianluca Paliguca Sampdoria Genua, Inter Mailand, FC Bologna, Ascoli Calcio 592
6. Dino Zoff Udinese Calcio, AC Mantova, SSC Neapel, Juventus Turin 570
Pietro Vierchowod Como Calcio, AC Florenz, AS Rom, Sampdoria Genua, Juventus Turin, AC Mailand, Piacenza Calcio 562
8. Roberto Mancini FC Bologna, Sampdoria Genua, Lazio Rom 541
9. Silvio Piola US Pro Vecelli, Lazio Rom, Juventus Turin, Novara Calcio 537
10. Enrico Albertosi AC Florenz, Cagliari Calcio, AC Mailand 532
11. Gianni Rivera US Alessandria Calcio, AC Mailand 527
12. Guiseppe Bergomi Inter Mailand 519
13. Alberto Gilardino Piacenza Calcio, Hellas Verona, AC/FC Parma, AC Mailand, AC Florenz, CFC Genua, FC Bologna, US Palermo, FC Empoli, Delfino Pescara 514
14. Cira Ferrara SSC Neapel, Juventus Turin 500
15. Giovanni Galli AC Florenz, AC Mailand, SSC Neapel, Torino Calcio, AC Parma 496

Stand der Daten ist der 1. Februar 2019.

Francesco Totti spielte hier fast 20 Jahre seine Heimspiele mit AS Rom in der Serie A.

Francesco Totti spielte hier fast 20 Jahre seine Heimspiele mit AS Rom in der Serie A, im Olympiastadion Rom.

Topstars in der Liste, angeführt von einer Legende

Führender ist also eine absolute Legende im italienischen Fußball: Paolo Maldini. Er hält auch viele weitere Rekorde im italienischen Fußball und sogar im internationalen (z. B. ältester Torschütze in einem Endspiel der Champions League, in der er auch in den Top 10 der Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen steht). Dieser hier aber, die meisten Spiele überhaupt in der Geschichte der Serie A absolviert zu haben, ist sicher der herausragendste. So bemerkenswert, dass man beim AC Milan seine Rückennummer nicht mehr vergibt.

Doch auch die meisten anderen Namen stammen von Legenden des Weltfußballs. Interessant, dass der Drittplatzierte Francesco Totti seine gesamte Karriere bei einem Verein (AS Rom) verbracht hat, genauso wie es bei Paolo Maldini (AC Mailand) der Fall war. Zudem begannen beide ihre Karrieren logischerweise in sehr jungen Jahren und spielten bis ins hohe Alter noch selbst auf dem Platz.

Buffon ist Maldini auf den Fersen

Unbedingt beachtenswert ist, dass der Zweitplatzierte, der Weltmeister von 2006, Gianluigi Buffon, immer noch in der Serie A aktiv ist. Nach seinem einjährigen Intermezzo bei Paris St. Germain kehrte er zu Juventus zurück und ist dort die Nr. 2 hinter dem Stammtorwart. In der Saison 2019/20 kam er aber schon zweimal in der Serie A zum Einsatz, sodass es gut möglich ist, dass er den in Führung liegenden Paolo Maldini noch ein- oder überholt. Sicher ist das aber natürlich keineswegs.

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Meiste Einsätze in der Champions League

Seit 1992 existiert die Champions League im europäischen Clubfußball. Und mit ihrer Einführung hat praktisch kein Spieler aus der Zeit davor eine Chance, in dieser Liste aufzutauchen (wenn man Champions League und Europapokal der Landesmeister zusammen wertete). Durch die Einführung von Gruppenphasen hat sich die sichere Zahl an Spielen pro Teilnahme enorm erhöht. Und so tauchen in dieser Aufstellung auch etliche Namen von Spielern auf, die immer noch aktiv sind.

Meiste Einsätze in der Champions League pro Spieler

Wichtig ist beim Blick auf diese Liste allerdings zu berücksichtigen, dass der Stand dieser Liste der 13. März 2019 ist, und viele Spieler in dieser Liste noch aktiv sind, allen voran die beiden Führenden.

Spieler Einsätze Clubs
Iker Casillas 175 Real Madrid
FC Porto
Cristiano Ronaldo 160 Manchester United
Real Madrid
Juventus
Xavi 151 Real Madrid
Ryan Giggs 145 Manchester United
Raul 142 Real Madrid
FC Schalke
Paolo Maldini 135 AC Mailand
Lionel Messi 131 FC Barcelona
Andres Iniesta 130 FC Barcelona
Clarence Seedorf 125 Ajax Amsterdam
Real Madrid
AC Mailand
Inter Mailand
Paul Scholes 124 Manchester United
Gianluigi Buffon 122 Juventus
Paris St. Germain
Roberto Carlos 120 Real Madrid
Zlatan Ibrahimovic 120 Ajax Amsterdam
Juventus
Inter Mailand
FC Barcelona
AC Mailand
Paris St. Germain
Manchester United
Xabi Alonso 119 FC Liverpool
Real Madrid
FC Bayern München
Sergio Ramos 119 Real Madrid
Carles Puyol 115 FC Barcelona
Karim Benzema 112 Olympique Lyon
Real Madrid
Thierry Henry 112 AS Monaco
Juventus
FC Arsenal
FC Barcelona
Philipp Lahm 112 VfB Stuttgart
FC Bayern München
Dani Alves 111 FC Sevilla
FC Barcelona
Juventus
Paris St. Germain
Petr Cech 111 FC Chelsea
FC Arsenal
Gary Neville 110 Manchester United
Arjen Robben 110 FC Chelsea
Real Madrid
FC Bayern München
John Terry 109 FC Chelsea
Ashley Cole 108 FC Arsenal
Manchester United
Patrice Evra 108 AS Monaco
Manchester United
Juventus
Andrea Pirlo 108 Inter Mailand
AC Mailand
Juventus
David Beckham 107 Manchester United
Real Madrid
Victor Valdez 106 FC Barcelona
Manchester United
Frank Lampard 105 FC Chelsea
Thomas Müller 105 FC Bayern München
Gerard Pique 105 Manchester United
FC Barcelona

Auch bei den beteiligten Clubs, für die die Spieler aufliefen, wird deutlich, was für eine hegemonielle Struktur die Champions League mittlerweile hat. Bis auf ganz wenige „Kleine“ wie den VfB Stuttgart, Ajax Amsterdam oder den FC Sevilla tauchen hier nur jene acht bis zehn Großclubs auf, die auch stets die Titel unter sich ausmachen.

Nur Real Madrid verteidigte seinen Titel

Gleichzeitig gelang es bekanntlich bis vor zwei Jahren, als Real Madrid als erstem Club dieses Kunststück gelang, keinem Club von 1992 bis 2017, seinen einmal in der Champions League gewonnenen Titel zu verteidigen. Und die drei Titel in Folge, die Real Madrid – damals noch unter intensiver Mithilfe von Cristiano Ronaldo, dem Zweitplatzierten in dieser Liste – dann gewann, werden wohl erstmal für längere Zeit die Ausnahme bleiben. Das wiederum macht es nicht gerade unattraktiv, sich immer mal wieder an eine Sportwette zu Themen rund um die Champions League zu machen. Das kann die Frage nach dem Sieger der Champions League sein, aber auch jene nach dem Torschützenkönig oder nach konkreten Ergebnissen von Partien in der Königsklasse. Dies kann man inzwischen bequem von zu Haue aus tun, bei online-sportwette.net findet man viele Angebote dafür. Und wegen der großen Variabilität bei den jeweiligen Siegerclubs benötigt man dabei zwar schon einiges an Glück – wenn man dann richtig liegt, ist das aber eine ziemlich angenehme Angelegenheit.

Nationen in den Top30 der Liste

Interessant ist auch der Blick auf die Nationalität der aktuellen Top30-Spieler nach Einsätzen in der Champions League (bzw. hier im konkreten Fall Top32, da drei Spieler auf Rang 30 liegen). Blickt man auf diese Liste:

Nation Anzahl
Spanien 9
England 6
Frankreich 3
Italien 3
Brasilien 2
Deutschland 2
Niederlande 2
Argentinien 1
Portugal 1
Schweden 1
Wales 1
Tschechien 1
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Trofeo Bravo – die besten Nachwuchsspieler Europas

Keine offizielle Auszeichnung der UEFA oder FIFA ist die „Trofeo Bravo“, die von der italienischen Sportzeitung Il Guerin Sportivo vergeben wird. Aber gerade das macht sie vielleicht interessanter als jene Trophäen, die die offiziellen Verbände vergeben. Ausgezeichnet wird mit der „Trofeo Bravo“ der beste Nachwuchsspieler im europäischen Fußball eines bestimmten Kalenderjahres.

Dabei wurde die früher herrschende Bedingung, dass nur Spieler unter 23 Jahren, welche aber mindestens an einem Europapokalspiel teilgenommen haben mussten, so änderte man dieses Einstiegskriterum im Jahr 1992 dahingehend, dass jeder Spieler bis zum Alter von 21 Jahren aus einer beliebigen europäischen Liga in Frage kommt.

Dabei zeigt die Redaktion vor allem in jüngeren Jahren eine enorm hohe Treffgenauigkeit dabei, junge Spieler auszuwählen, welche später tatsächlich den Sprung zum internationalen Star schaffen. Ausnahmen sind selten geworden, während die Jury in der Anfangszeit immer mal wieder Spieler auszeichnete, welche später eher eine durchschnittliche Karriere fabrizierten.

Hier nun also die Liste aller Gewinner seit der Einführung der Trofeo Bravo im Jahr 1978:

Jahr Spieler Club Nationalität
1978 Jimmy Case FC Liverpool England
1979 Garry Birtles Nottingham Forest England
1980 Hansi Müller VfB Stuttgart Deutschland
1981 John Wark Ipswich Town Schottland
1982 Gary Shaw Aston Villa England
1983 Massimo Bonini FC Juventus San Marino
1984 Ubaldo Righetti AS Rom Italien
1985 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1986 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1987 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Eli Ohana KV Mechelen Israel
1989 Paolo Maldini AC Mailand Italien
1990 Roberto Baggio AC Fiorentina Italien
1991 Robert Prosinecki Roter Stern Belgrad Jugoslawien
1992 Pep Guardiola FC Barcelona Spanien
1993 Ryan Giggs Manchester United Wales
1994 Christian Panucci Inter Mailand Italien
1995 Patrick Kluivert Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Alessandro Del Piero FC Juventus Italien
1997 Ronaldo FC Barcelona Brasilien
1998 Ronaldo Inter Mailand Brasilien
1999 Gianluigi Buffon AC Parma Italien
2000 Iker Casillas Real Madrid Spanien
2001 Owen Hargreaves FC Bayern München England
2002 Christoph Metzelder Borussia Dortmund Deutschland
2003 Wayne Rooney FC Everton England
2004 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal
2005 Arjen Robben FC Chelsea Niederlande
2006 Cesc Fabregas FC Arsenal Spanien
2007 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien
2008 Karim Benzema Olympique Lyon Frankreich
2009 Sergio Busquets FC Barcelona Spanien
2010 Thomas Müller FC Bayern München Deutschland
2011 Eden Hazard Olympique Lille Belgien
2012 Marco Verratti Delfino Pescara 1936 Italien
2013 Isco FC Malaga Spanien
2014 Paul Pogba FC Juventus Frankreich

Deutlich zu sehen ist an der Liste auch die Veränderung, wie jung besonders talentierte Spieler heutzutage schon bei den absoluten Topclubs Europas und damit auch der Welt landen. Gab es früher noch häufiger Kandidaten aus mittelgroßen Clubs wie dem VfB Stuttgart, gar dem KV Mechelen oder dem FC Everton, gibt es heutzutage fast keine Ausnahme mehr (die Wahl eines Spielers von Delfino Pescara 1936 ist da wohl eher als lokalpatriotisch motivierte Ausnahme zu sehen, die die Regel bestätigt mehr), der nicht bei einem der ganz großen Clubs unter Vertrag ist.

Ein Grund dafür ist natürlich die Veränderung des Einstiegsalters in den Profifußball. Früher gab es sicher auch immer mal wieder Wunderkinder wie auch Uwe Seeler einst eines war, Olaf Thon wurde ebenfalls schon sehr früh zum Stammspieler bei den Profis, so gelingt dies heutzutage doch deutlich mehr Spielern. Fast alle, die hier in den letzten Jahren mit der Trofeo Bravo ausgezeichnet wurden, waren zu diesem Zeitpunkt schon Stars, zumindest Shootingstars, und wenn noch nicht Stammspieler bei einem der großen Clubs, dann auf dem Weg dorthin.

Dafür wiederum gibt es ebenfalls Gründe: die Scouts sind mittlerweile auch in den entlegensten Winkeln der Welt unterwegs, um ihren Konkurrenzclub beim Abwerben eines Spielers zuvorzukommen. Und diese Spieler wiederum werden schon viel früher viel besser ausgebildet als die Spieler vor wenigen Jahrzehnten. Trifft diese intensive Förderung auf großes Talent, kann sich dieses noch besser entfalten.

Immer jüngerer Einstieg in den Profifußball

Damit einhergeht aber natürlich auch der Wandel dessen, was diese jungen Spieler darstellen und am Ende auch verdienen. Sie sind Popstars, was früher nur den schon etablierten Fußballstars wie George Best oder Diego Maradona vorbehalten war. Heute, nicht zuletzt durch die neuen Möglichkeiten durch Social Media, sind auch die Talente schon Stars, die sich selbst vermarkten und wiederum andere Produkte vermarkten.

Dafür muss nicht erst ein Produzent von Energydrinks auf den Markt treten, das machen die alteingessenen Clubs genauso wie die neu auf den Markt strömenden Konstrukte. Und ob ein Spieler nun Werbung für Energydrinks macht oder für einen solchen seine Fußballkünste auf dem Rasen darbietet, macht für ihn selbst nur insofern einen Unterschied, als dass er mit dem Spielen selbst seinen zu vermarktenden Marktwert wiederum erhöht, was er mit den Werbespots im Gegensatz zu seinem Kontostand nicht unbedingt erreichen würde. Was den jungen Spielern allerdings oft abgeht, ist ein Verständnis von Fairplay, wie man es zuletzt beim Rugby erlebte, da sie schon in ganz jungen Jahren in Rollen gedrängt werden, gefeiert werden, in denen ihre geistig-moralische Entwicklung damit oft nicht standhalten kann. Auch wenn es eher dem Fußball immanent zu sein scheint als per se dessen jungen Stars, dass die eine oder andere Schwalbe eher als Kavaliersdelikt wahrgenommen wird und früher sicher nicht grundsätzlich öfter betrogen wurde als heute, hat man doch das Gefühl, dass das frühe Starsein und das dazugehörige astronomische Einkommen nicht immer förderlich ist, auch abseits des Platzes Idole aus den Spielern zu machen.

Im Nachhinein hochkarätige Siegerliste

Interessant ist übrigens auch der Vergleich mit jenen Spielern, welche später in ihrer Karriere Europas Fußballer des Jahres oder gar Weltfußballer wurden – wie man sieht ist auch hier die Trefferquote der Jury der Il Guerin Sportivo enorm gestiegen.

Eine Tabelle mit der Übersicht der Zahl der Auszeichnungen mit der Trofeo Bravo pro Spieler wäre übrigens recht kurz, da einzig Ronaldo und Emilio Butragueno überhaupt mehr als einmal ausgezeichnet wurden, nämlich genau zwei Mal.

Einen Blick wert ist aber wohl die Liste nach der Aufteilung der Nationalitäten, die diese Auszeichnungen gewannen. Wiederum einen leichten patriotischen Einschlag sollte man den Machern verziehen, denn am häufigsten wurden Spieler aus Italien gewählt, allerdings zusammen mit Spanien auf dem ersten Platz. Die weitere Liste:

Häufigkeit Nation
7 Italien
7 Spanien
5 England
3 Deutschland
3 Niederlande
2 Brasilien
2 Frankreich
1 Wales
1 Portugal
1 Israel
1 Schottland
1 San Marino
1 Argentinien
1 Belgien
1 Jugoslawien

Eine durchaus vergleichbare Auszeichnung verlieht übrigens die ebenfalls italienische Zeitung Tuttosport, welche aber erst seit dem Jahr 2003 jeweils ihren „Golden Boy“ kürt. Diese Liste findet sich demnächst hier in einem anderen Beitrag, mit allerdings abweichenden Siegern.

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Alle Welttorhüter des Jahres

Schon seit 1987, anfangs eher unbemerkt, in den letzten Jahren deutlich mehr in den Fokus gerückt, führt die IFFHS jährlich die Wahl zum Welttorhüter des Jahres durch. Bemerkenswert, dass eine solche Wahl nicht von der FIFA selbst ausgerichtet wird, doch bleibt es zunächst dabei, dass die IFFHS diese Wahl von „ausgewählten Experten und Fachleuten“ vornehmen lässt. Dabei ist allerdings bis heute unklar, wer zu dieser Jury gehört.

Völlig klar sind aber die Ergebnisse, die in der folgenden Liste dargestellt werden, mit den Namen der Granden des Torhüterspiels, eine ganz eigene Disziplin innerhalb des Fußballs. Man trifft auf Welt- und Europameister, aber – eher selten für derartige Wahlen – auch auf Torhüter die keine internationalen Titel gewannen, zumindest nicht mit ihrer Nationalmannschaft. Während man ansonsten ähnlich der Wahl zum Weltfußballer des Jahres meist so vorgeht, dass in einem WM-Jahr auch ein Spieler des Weltmeisters diese Wahl gewinnt.

Jahr Welttorhüter Nation Verein
1987 Jean-Marie Pfaff Belgien FC Bayern München
1988 Rinat Dassajew UdSSR Spartak Moskau / FC Sevilla
1989 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1990 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1991 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1992 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1993 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1994 Michel Preud‘homme Belgien KV Mechelen / Benfica
1995 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1996 Andreas Köpke Deutschland Eintracht Frankfurt / Olympique Marseille
1997 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1998 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1999 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2000 Fabien Barthez Frankreich AS Monaco / Manchester United
2001 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2002 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2003 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2004 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2005 Petr Cech Tschechien FC Chelsea
2006 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2007 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2008 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2009 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2010 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2011 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2012 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2013 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2014 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2015 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2016 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2017 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2018 Thibaut Courtois Belgien Real Madrid
2019 Alisson Becker Brasilien FC Liverpool

Was das Ganze etwas undurchsichtig macht, ist der Umstand, dass niemand die IFFHS dazu autorisiert hat, diese Wahlen durchzuführen. Nirgendwo werden Ergebnisse der Abstimmungen veröffentlicht, noch weiß man, welche Journalisten teilnehmen. Die üblichen Verdächtigen von der Wahl zum Weltfußballer des Jahres und zum Fußballer des Jahres in Europa sind nicht darunter zu finden.

Vielleicht gerade deshalb ist es auch reizvoll, jedes Jahr aufs Neue auf den Ausgang dieser Wahl zu wetten. Das ist zum Beispiel bei www.onlinesportwetten.net möglich, mit spannenden Quoten und Konstellationen vor der Wahl zum Welttorhüter des Jahres. Wem eher nach wöchentlicher Beschäftigung mit den Leistungen der besten Torhüter der Welt ist, der wird sich eben den Spielen der Clubs der jeweiligen Torhüter zuwenden, sofern diese noch aktiv sind. Aus der aktuellen Siegerliste gilt das immerhin für die letzten vier verschiedenen Torhüter: Gianluigi Buffon, Petr Cech, Iker Casillas und Manuel Neuer. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer in diesem Jahr diese Auszeichnungen erhalten wird.

Alles in allem bringt das die folgende Liste der Zahl der Auszeichnungen zum Welttorhüter des Jahres pro Torhüter, mit einem klar Führenden, der dennoch nun bei Real Madrid aussortiert wurde (dieser Text stammt von 2015). Immerhin drei Deutsche befinden sich in der Liste, eigentlich nicht allzu erstaunlich, sieht man sich doch hier weiterhin als „Torhüternation“. Doch, wie die Liste zeigt: auch andere Länder haben schöne Torhüter.

Torhüter Auszeichnungen
Iker Casillas 5x
Gianluigi Buffon 5x
Manuel Neuer 4x
Oliver Kahn 3x
Walter Zenga 3x
Jose Luis Chilavert 3x
Peter Schmeichel 2x
Petr Cech 1x
Jean-Marie Pfaff 1x
Andreas Köpke 1x
Michel Preud‘homme 1x
Rinat Dassajew 1x
Fabien Barthez 1x
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Borussia Mönchengladbach ist das Videoton Székesfehérvár Italiens

Zumindest für einen Italiener ist Borussia Mönchengladbach das jedenfalls, nämlich für den Weltmeistertorwart Gianluigi Buffon. Immerhin macht dieser allerdings Fortschritte:

In Ihrem Buch schreiben Sie, in der Jugend hätte Sie Borussia Mönchengladbach wegen des verteufelt unaussprechlichen Namens fasziniert. Klappt die Aussprache mittlerweile flüssiger?

Buffon: In der Bundesliga läuft es ja wieder besser, und sie sind zurück in Europa. Da hatte ich genug Gelegenheit, meine Aussprache zu verbessern.

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Alle Gewinner des Yashin-Awards

Auf deutsch müsste diese tolle, bedeutungsgesalbte Trophäe eigentlich Jaschin-Trophäe heißen, aber heutzutage hat man sich bei der FIFA ja auf die einheitliche englische Schreibweise geeinigt.

Wobei man sich bei der FIFA eh nicht so ganz einig zu sein scheint, ob es nun „Yashin-Award“ heißt oder „Golden Glove“, zu deutsch also „Goldener Handschuh“, denn auch der „Golden Glove“ geistert als Bezeichnung immer wieder durch die Medien.

Deshalb also Yashin-Award. Zu Ehren des großartigen sowjetrussischen Torwarts Lew Jaschin. Oder Lev Yashin, wie man will. Gewonnen hat er selbst sie übrigens nie. Unter anderem deshalb, weil sie offiziell erst seit 1994 verliehen wird. Alle vorherigen Nennungen sind jene Torhüter, die in die „Elf des Turniers“ gewählt wurden. Fragwürdig, aber hier sind sie:

Jahr Gewinner
WM 1930 Enrique Ballesteros
WM 1934 Ricardo Zamora
WM 1938 Frantisek Planicka
WM 1950 Roque Maspoli
WM 1954 Gyula Groscis
WM 1958 Harry Gregg
WM 1962 Viliam Schrojf
WM 1966 Gordon Banks
WM 1970 Ladislao Mazurkiewicz
WM 1974 Jan Tomaszewski
WM 1978 Ubaldo Fillol
WM 1982 Dino Zoff
WM 1986 Harald Schumacher
WM 1990 Sergio Goycochea
WM 1994 Michel Preud‘homme
WM 1998 Fabien Barthez
WM 2002 Oliver Kahn
WM 2006 Gianluigi Buffon
WM 2010 Iker Casillas
WM 2014 Manuel Neuer
WM 2018 -
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Buffon bezwingen

Nachdem die WM vorbei ist, hat die Zahl der nett gemachten Spielchen, die einem so über den Weg laufen, rapide abgenommen. In einem Land Bei einem Sportartikelhersteller aber ist eher das Gegenteil der Fall: natürlich bei der Marke, die den Weltmeister ausrüstet.

Elfmeterschießen gab es auf dieser Webseite schon haufenweise zu betrachten, man bemühe die Rubrik „Aus Liebe zum Spiel“ für die einzelnen. Spiele. Noch nie aber konnte man dabei gegen einen echten Profi spielen: Im Tor steht Gianluigi Buffon.

Vorsicht vor der Hintergrundmusik: Ohrwurm-Gefahr. [Link leider tot]

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K(l)eine Italiener

Für mich gibt es leider keine Italiener, obwohl sie bei mir zu Hause in der Nähe direkt am ersten Spieltag der WM ihr öffentliches Training veranstalten. Die — kostenlosen — Eintrittskarten dafür wurden gestern in der Duisburger Stadtinformation verteilt, während ich arbeitend in der Pampa weilte. Auch wenn man durchaus der Auffassung sein kann, dass Duisburg bereits Pampa ist. Wie dem auch sei, die Italiener trainieren hier am 9.6. und ich werde nicht dabei sein. Keinen Totti sehen können, keinen Buffon und auch keinen Lippi.

Vielleicht treffe ich sie dann aber abends in der Pizzeria um die Ecke. Da war auch schon Giovanni Trappatoni mal, er hängt dort auf einem Bild mit dem Pizzabäcker an der Wand…

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