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Schlagwort: Halbfinale

Surrealissimo

Zur Vergegenwärtigung, welches Fußballwunders die eigenen Augen gestern im WM-Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland Zeuge wurden, hier erstmal ein paar Daten rund ums Spiel. Jaja, Rethy-Karteikärtchen galore, aber nach der so gelungenen Homestory des ZDF gestern über Rethy im Vorfeld des Spiels darf das auch mal sein.

Rethy ist übrigens, wie er freimütig zugab, beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung gefallen, und den darf man dann nicht liegen lassen: er wusste also zumindest früher nicht immer ganz genau, wo es langgeht. Gestern aber fiel er definitiv nicht negativ auf, war das aus der Sicht der Bewertung des Sportlichen ohnehin unmöglich, so war er noch dazu überwältigt vom Gesehenen wie fast jeder Zuschauer und immer wieder von Zweifeln an seiner Wahrnehmung befallen, so oft wie er dem Zuhörer versicherte, dass der Spielstand real sei.

Hier konnte man es lange Zeit auch nicht glauben und wähnte sich immer wieder auf dem falschen Kanal, auf dem ein Testspiel und kein WM-Halbfinale übertragen würde.

Hin also zu einigen der Höchstleistungen und Rekorde, die dieses Spiel zeugte:

  • es war der höchste Sieg in einem WM-Halbfinale aller Zeiten
  • es war die erste Heimniederlage Brasiliens in einem Pflichtspiel seit 1975
  • noch nie erzielte eine Mannschaft schneller fünf Tore in einem WM-Spiel als die Deutsche in diesem
  • es ist der zweithöchste Sieg einer deutschen Mannschaft bei einer WM
  • Miroslav Klose erzielte sein 16. WM-Tor und ist damit alleiniger WM-Rekordtorschütze
  • noch nie erzielte die deutsche Mannschaft schneller vier Tore in Folge als in diesem Spiel
  • Brasilien hatte bei einer WM noch nie höher als 0:3 verloren, 1998 gg Frankreich
  • Deutschland erzielte jetzt die meisten WM-Tore aller Teams aller Zeiten
  • erst 1x erhielt eine Mannschaft bei einer WM mehr Gegentore in einer Halbzeit als Brasilien mit seinen 5 in der ersten: El Salvador mit 7 gegen Ungarn 1982
  • noch nie hat ein Ausrichter einer WM derart hoch verloren
  • in der Liste der höchsten Siege/Niederlagen bei einer WM reiht sich das 7:1 auf Platz 11 ein, in einer Liste, in der Brasilien sich nun nur knapp hinter Nordkorea, El Salvador, Zaire oder eben Saudi-Arabien befindet
  • noch nie hat ein Torschützenkönig einer vorangegangenen WM beim nachfolgenden Turnier genauso viele Tore wie beim Turnier zuvor erzielt, was Müller mit seinem Tor gelang
  • Müllers Tor zum 1:0 war das 2000. Tor für die DFB-Auswahl
  • Deutschland ist damit zum 8. Mal im WM-Finale und baut diesen Rekordwert weiter aus
  • Deutschland hatte noch nie zuvor ein Tor gegen Brasilien bei einer WM erzielt (bislang zwei Spiele BRD 2002/DDR 1974)
  • Deutschland hatte erst einmal zuvor mit mehr als einem Tor Unterschied gegen Brasilien gewonnen (2:0)
  • Deutschland erzielte noch nie zuvor 3 Tore in nur 3 Minuten
  • noch nie überhaupt verlor Brasilien höher (bisher: 0:6) als in diesem Spiel

Eine Bilanz des Wahnsinns, eine Bilanz des Schreckens aus Sicht des Gastgebers, der ernsthaft gehofft hatte, den Weltmeistertitel ins Visier nehmen zu können.

Wem noch mehr aufgefallen ist oder nachträglich einfällt, der möge gerne ergänzen.

Doch nun zum Spiel.

Denn was alle diese Rekorde, an denen man sich ergötzen kann, darf und soll, trotz allem nicht beinhalten, ist, welch surreales Fußballspiel auf allerallerhöchstem Niveau man gestern zu sehen bekam. Historisch, episch, für viele Medien gar als „ohne Worte“ bewertet. Nun muss man nicht in die Sprach- und Einfallslosigkeit jener Menschen einstimmen. Es war mehr als eine banale Sensation wie man sie in jeder dritten Runde eines Pokalwettbewerbs erlebt, das wäre unzulässig untertrieben. Nicht mal die Vokabel vom „Erdrutsch“ würde es wirklich treffen. Es war eine Singularität, die der Weltfußball noch nie erlebte. Der völlige Untergang nicht irgendeines zufällig ins Halbfinale gespülten Außenseiters, sondern des Rekordweltmeisters und gleichzeitigen WM-Gastgebers, mag er in den letzten Jahren auch auf dem Platz selten überzeugt haben.

„Das Wunder von Belo“ nannte Rethy die Partie in Anlehnung an die stehende Wendung vom „Wunder von Bern“. Während letztere Partie allerdings eine heiß umkämpfte, bis zuletzt hochspannende war, bestand das „Wunder von Belo“ aus dem totalen Zusammenbruch einer der beiden Kontrahenten, wie man einen solchen im Weltfußball in diesem Stadium eines Turniers noch nie erlebt hat. War das 1:5 des amtierenden Weltmeisters Spanien in der Vorrunde gegen die Niederlande schon eine mindestens herzdicke Überraschung, bei der aber von Auflösung Spaniens auf dem Platz angesichts fragwürdiger Entscheidungen und einiger Torwartpatzer nie die Rede sein konnte, so ist das 1:7 des Gastgebers … und hier verließen den Autor dann die Kräfte nach stundenlanger Extase bei gleichzeitigem Zweifel, ob er die Realität verloren habe und mittlerweile in einer Zwischenwelt angekommen wäre.

Deshalb wird dieser Beitrag später vervollständigt. Am Tag nach dem historischen Tag.

Aber bis dahin sei die Frage in den Raum geworfen: fehlt noch ein Rekord, eine Bestleistung in diesem Spiel aller Spiele?

Welches am Ende dann dennoch ziemlich wertlos gewesen sein wird, wenn van Gaal den Weltpokal in den rionesken Nachthimmel recken sollte und nicht der irgendwie Jogi. Surreal war dieses Ereignis dennoch. Die meisten hier beobachten den Fußball, seit sie vor Jahrzehten als Kind angefixt wurden. Wer hätte etwas Vergleichbares schon einmal gesehen?

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Der blaue Adel und der alte Ritter

Sicher den wenigsten bekannt ist die Antwort auf die Frage, welches Team im deutschen Fußball auch „der blaue Adel“ genannt wird. Man müsste hier eigentlich erst mal die Leute raten/vermuten lassen und einen Spoilerschutz einbauen. Die Frage ist aber wohl so schwierig, dass sie ohnehin nur Menschen aus dem Umfeld der baden-württembergischen Landeshauptstadt beantworten könnten, ohne zu raten.

„Der blaue Adel“, so nennt man im Fußball die Stuttgarter Kickers. Warum, das war bislang noch nicht zu eruieren. Zugelaufen ist einem diese Information mal wieder im Zuge einer dieser „Internet-Safaris“ (© by Stadioncheck), an deren Anfang man sich am Ende nicht mehr erinnert. Womöglich hatte der Ursprung dieser Safari etwas mit Manfred Kaltz und dem letzten Titel des HSV zu tun.

Wie dem auch sei. Die Stuttgarter Kickers traten (abgesehen von einem 4:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München) ansonsten im nationalen Fußball nicht besonders in Erscheinung. Von einer Ausnahme abgesehen — als die Kiggers 1987 das Pokalfinale erreichten. Welches sie zwar gegen den HSV verloren, unter Anderem wegen eines Bananenfreistoßes von eben jenem Manni Kaltz, doch war diese Finalteilnahme etwas, was sie in die Annalen und zugleich den Fokus der Fußballöffentlichkeit brachte.

Um ein Finale zu erreichen, muss man allerdings ein Halbfinale gewinnen. Und in einem solchen waren auch 1987 schon im DFB-Pokal meist nur höherklassige Mannschaften vertreten. Denn die Kickers aus Stuttgart waren damals Zweitligist, der ihnen zugeloste Gegner Fortuna Düsseldorf hingegen Erstligist.

Wie das so war, als Underdog gegen den Overdog, als der Rasen tief war, das Wetter diesig und die Fans noch hinter Moschendrohtzaun eingepfercht waren, verrät das folgende Video der Sportschau von diesem legendären Sieg im DFB-Pokalhalbfinale des „blauen Adels“ Stuttgarter Kickers über Fortuna Düsseldorf.

Wie immer sehenswert neben dem völlig anderen Fußballspielstil auch die medial-verbale Unbeholfenheit der Spieler.



Ah, ja, gut, das haben wir jetzt alle gesehen.

Nein! Eher doch nicht.

Wie relativ sicher ist, hat fast niemand das Video zu Ende geschaut, sofern es überhaupt jemand angeklickt hat, denn es ist länger als 90 Sekunden und damit länger als die neu begründete Einheit des „maximalen Internet-Aufmerksamkeitsspannen-Umfangs“ (MIAU). Was länger als 90 Sekunden dauert, findet einfach nicht statt, bei den allermeisten jedenfalls.

Deshalb hier als Service für die Leser der Hinweis auf jenen hörenswerten Teil des Berichts mit der allwissenden Müllhalde des deutschen Fußballs, die auch damals schon an allen Ecken und Enden vors Mikro geholt wurde. Mit anderen Worten: Paule heißter, ist Altklugscheißer und wird noch stets gefragt im deutschen Fußball, was er so denkt — wenn er denn die Ritterrüstung rechtzeitig abzulegen schafft.

Also noch mal anklicken, dann geht’s sofort an der richtigen Stelle los: (funktioniert zur Zeit nicht, wird dran gearbeitet, die besagte Stelle ist bei 3:40)



Man versteht sicher durchaus auch als jüngerer Zuschauer, welchen Segen es bedeuten konnte, dass es nur drei Fernsehprogramme gab. Was man damals aber als Zeitgenosse leider selbst noch nicht ahnte.

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EM 2016 Spielplan zum Ausdrucken und Ausfüllen, mon ami

EM Spielplan 2016 zum Ausdrucken

Direkt zur Seite mit dem EM-Spielplan zum Ausdrucken.

Unten gibt es die Spiele für all jene, welche sie nur online nachlesen wollen, einzeln aufgelistet.

Die EM 2016 in Frankreich ist die erste seit Einführung der Europameisterschaft 1960, die mit 24 Teams gespielt wird. Das bedeutet, dass aus den sechs Vorrundengruppen die beiden besten Nationen sowie die vier besten Gruppendritten sich für das neu eingeführte Achtelfinale qualifizieren werden.

Das wiederum bedeutet, dass Teams ausscheiden, weil sie schlechter waren als andere Teams, welche gegen völlig andere Gegner gespielt haben. Man könnte auch sagen: UEFA-Präsident Michel Platini hat den sportlichen Wert der Vorrunde mal wieder ad absurdum geführt, nur, damit 8 Nationen mehr teilnehmen und es dementsprechend mehr TV-Zuschauer gibt. Und er die eine oder andere Sympathie aus den dann vielleicht erstmalig qualifizierten Nationen genießen wird.

Gruppe A

10.6., 21h Frankreich - Rumänien Saint-Denis 2:1
11.6., 15h Albanien - Schweiz Lens 0:1
15.6., 18h Rumänien - Schweiz Paris 1:1
15.6., 21h Frankreich - Albanien Marseille 2:0
19.6., 21h Schweiz - Frankreich Lille 0:0
19.6., 21h Rumänien - Albanien Lyon 0:1

Gruppe B

11.6., 18h Wales - Slowakei Bordeaux 2:1
11.6., 21h England - Russland Marseille 1:1
15.6., 15h Russland - Slowakei Lille 1:2
16.6., 15h England - Wales Lens 2:1
20.6., 21h Slowakei - England Saint-Étienne 0:0
20.6., 21h Russland - Wales Toulouse 0:3

Gruppe C

12.6., 18h Polen - Nordirland Nizza 1:0
12.6., 21h Deutschland - Ukraine Lille 2:0
16.6., 18h Ukraine - Nordirland Lyon 0:2
16.6., 21h Deutschland - Polen Saint-Denis 0:0
21.6., 18h Ukraine - Polen Marseille 0:1
21.6., 18h Nordirland - Deutschland Paris 0:1

Gruppe D

12.6., 15h Türkei - Kroatien Paris 0:1
13.6., 15h Spanien - Tschechien Toulouse 1:0
17.6., 18h Tschechien - Kroatien Saint-Étienne 2:2
17.6., 21h Spanien - Türkei Nizza 3:0
21.6., 21h Kroatien - Spanien Bordeaux 2:1
21.6., 21h Tschechien - Türkei Lens 0:2

Gruppe E

13.6., 18h Irland - Schweden Saint-Denis 1:1
13.6., 21h Belgien - Italien Lyon 0:2
17.6., 15h Italien - Schweden Toulouse 1:0
18.6., 15h Belgien - Irland Bordeaux 3:0
22.6., 21h Italien - Irland Lille 0:1
22.6., 21h Schweden - Belgien Nizza 0:1

Gruppe F

14.6., 18h Österreich - Ungarn Bordeaux 0:2
14.6., 21h Portugal - Island Saint-Ètienne 1:1
18.6., 18h Island - Ungarn Marseille 1:1
18.6., 21h Portugal - Österreich Paris 0:0
22.6., 18h Ungarn - Portugal Lyon 3:3
22.6., 18h Island - Österreich Saint-Denis 2:1

Achtelfinale

25.6., 15h Schweiz - Polen St.-Etienne 5:6 n. E.
25.6., 18h Wales - Nordirland Paris 1:0
25.6., 21h Kroatien - Portugal Lens 0:1 n. V.
26.6., 15h Frankreich - Irland Lyon 2:1
26.6., 18h Deutschland - Slowakei Lille 3:0
26.6., 21h Ungarn - Belgien Toulouse 0:4
27.6., 18h Italien - Spanien Saint-Denis 2:0
27.6., 21h England - Island Nizza 1:2

Viertelfinale

30.6., 21h Polen - Portugal Marseille 4:6 n. E.
1.7., 21h Wales - Belgien Lille 3:1
2.7., 21h Deutschland - Italien Bordeaux 7:6 n. E.
3.7., 21h Frankreich - Island Saint-Denis 5:2

Halbfinale

6.7., 21h Portugal - Wales Lyon 2:0
7.7., 21h Deutschland - Frankreich Marseille 0:2

Finale

10.7., 21h Portugal - Frankreich Saint-Denis 1:0 n. V.
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Xequerê statt Vuvuzela — der Spielplan des Confed-Cup 2013

Der Confed-Cup 2013 findet in sechs verschiedenen Stadien Brasiliens stattt. Beginn des Turniers wird am 15. Juni 2013 sein, es endet am 30. Juni 2013 mit dem Finale im renovierten Maracana.

Der Afrikameister 2013 wird den noch offenen Platz in Gruppe B einnehmen. Ausgelost wurde der Spielplan des Confed-Cups 2013 in Sao Paulo. Es sind für die Teilnahme qualifiziert die amtierenden Meister der sechs Konföderationen der FIFA sowie der Gastgeber und der amtierende Weltmeister. Da der Weltmeister immer zwangsläufig aus einer der sechs Konföderationen stammen muss, ist immer der jeweils unterlegene Finalist des Kontinentalturniers jener Konföderation ebenfalls qualifiziert, in diesem Fall Italien als das gegen Spanien unterlegene Team bei der Europameisterschaft 2012.

Hier also der komplette Spielplan des Confed-Cups 2013 in Brasilien, diesmal nicht zum Ausdrucken, sondern nur zum Anschauen.

Gruppe A
15. Juni, 16h, Brasília
Brasilien – Japan 3:0
16. Juni, 16h, Rio de Janeiro
Mexiko – Italien 1:2
19. Juni, 16h, Fortaleza
Brasilien – Mexiko 2:0
19. Juni, 19h, Recife
Italien – Japan 4:3
22. Juni, 16h, Belo Horizonte
Japan – Mexiko 1:2
22. Juni, 16h, Salvador da Bahia
Italien – Brasilien 2:4

Gruppe B
16. Juni, 19h, Recife
Spanien – Uruguay 2:1
17. Juni, 16h, Belo Horizonte
Tahiti – Nigeria 1:6
20. Juni, 16h, Rio de Janeiro
Spanien – Tahiti 10:0
20. Juni, 19h, Salvador da Bahia
Nigeria – Uruguay 1:2
23. Juni, 16h, Fortaleza
Nigeria – Spanien 0:3
23. Juni, 16h, Recife
Uruguay – Tahiti 8:0

Halbfinale
26. Juni, 16h, Belo Horizonte
Brasilien – Uruguay 2:1
27. Juni, 16h, Fortaleza
Spanien — Italien 7:6 n. E.

Spiel um Platz 3
30. Juni, 13h, Salvador da Bahia
Uruguay – Italien 4:5 n. E.

Finale
30. Juni, 19h, Rio de Janeiro
Brasilien – Spanien 3:0

Der Sieger des Confed-Cups ist übrigens Sieger des Confed-Cups. Mehr passiert nicht und er ist auch nicht für die nächste Ausgabe des selben Turniers qualifiziert.

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Alle deutsch-deutschen Duelle in allen Europapokalen

Lange angekündigt, ist es nun endlich so weit: die Auflistung aller deutsch-deutschen Begegnungen im Europapokal ist da.

Wobei sich die Bezeichnung „deutsch-deutsches“ Duell auf alle Partien zwischen deutschen Mannschaften im Europapokal bezieht, unbeachtet des Staates, aus dem sie stamm(t)en.

Einige vergessene Perlen sind neben den großen bekannten Duellen — zum Beispiel Bayern gegen Dynamo Dresden oder das „Wunder von der Weser“ gegen Dynamo Berlin — ebenfalls enthalten. Wer erinnert sich noch an das Duell 1990 zwischen Borussia Dortmund und dem Chemnitzer FC oder daran, dass die Borussia aus Mönchengladbach die Kölner im Europapokal mit 5:0 vernichtend schlug? Wohl die wenigsten, weshalb es die folgende Liste zum Schmökern für die Winterpause gibt.

Außerdem steht für dieses Jahr eventuell ein Neueintrag an, wenn der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach ihre jeweiligen Gegner bezwingen und sich im Achtelfinale gegenüber stehen könnten.

Herausstechend die Saison 1979/1980 mit 5 deutsch-deutschen Duellen allein in einem Wettbewerbsjahr.

Interessant auch die Frage nach den Mannschaften aus der DDR, welche nicht gegen einen Gegner aus der BRD den Kürzeren zogen. Oder warum 1992/1993, nach längst vollzogener Wiedervereinigung sich zwei deutsche Mannschaften im Europapokal der Pokalsieger treffen konnten. Wie gesagt, viel Spaß beim Konsum.

UEFA-Pokal / Europa League

1972/1973

Achtelfinale
1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 0:0
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 5:0

Viertelfinale
1. FC Kaiserslautern – Borussia Mönchengladbach 1:2
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Kaiserslautern 7:1

1973/1974

Achtelfinale
Fortuna Düsseldorf – Lok Leipzig 2:1
Lok Leipzig – Fortuna Düsseldorf 3:0

1974/1975

Achtelfinale
Hamburger SV – Dynamo Dresden 4:1
Dynamo Dresden – Hamburger SV 2:2

Halbfinale
1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 1:3
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:0

1977/1978

2. Runde
1. FC Magdeburg – FC Schalke 04 4:2
FC Schalke 04 – 1. FC Magdeburg 1:3

Achtelfinale
Eintracht Frankfurt – FC Bayern München 4:0
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 1:2

1978/1979

2. Runde
FC Carl Zeiss Jena – MSV Duisburg 0:0
MSV Duisburg – FC Carl Zeiss Jena 3:0 n. V.

Halbfinale
MSV Duisburg – Borussia Mönchengladbach 2:2
Borussia Mönchengladbach – MSV Duisburg 4:1

1979/1980

2. Runde
Dynamo Dresden – VfB Stuttgart 1:1
VfB Stuttgart – Dynamo Dresden 0:0

Viertelfinale
1. FC Kaiserslautern – FC Bayern München 1:0
FC Bayern München – 1. FC Kaiserslautern 4:1

Halbfinale
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 2:1
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 2:0
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 2:0
Eintracht Frankfurt – FC Bayern München 5:1 n.V.

Finale
Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 3:2
Eintracht Frankfurt – Borussia Mönchengladbach 1:0

1980/1981

2. Runde
VfB Stuttgart – FC Vorwärts Frankfurt 5:1
FC Vorwärts Frankfurt – VfB Stuttgart 1:2

Achtelfinale
VfB Stuttgart – 1. FC Köln 3:1
1. FC Köln – VfB Stuttgart 4:1 n.V.

1981/1982

1. Runde
1. FC Magdeburg – Borussia Mönchengladbach 3:1
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Magdeburg 2:0

1982/1983

1. Runde
FC Vorwärts Frankfurt – Werder Bremen 1:3
Werder Bremen – FC Vorwärts Frankfurt 0:2

1983/1984

2. Runde
Lok Leipzig – Werder Bremen 1:0
Werder Bremen – Lok Leipzig 1:1

1986/1987

1. Runde
Bayer Uerdingen – FC Carl Zeiss Jena 3:0
FC Carl Zeiss Jena – Bayer Uerdingen 0:4

1987/1988

Halbfinale
Bayer Leverkusen – Werder Bremen 1:0
Werder Bremen – Bayer Leverkusen 0:0

1988/1989

Halbfinale
VfB Stuttgart – Dynamo Dresden 1:0
Dynamo Dresden – VfB Stuttgart 1:1

1990/1991

1. Runde
Borussia Dortmund – Chemnitzer FC 2:0
Chemnitzer FC – Borussia Dortmund 0:2

2007/2008

Achtelfinale
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 3:2

2008/2009

Halbfinale
Werder Bremen – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – Werder Bremen 2:3

2016/17

Achtelfinale
FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04

Europapokal der Pokalsieger

1985/1986

Viertelfinale
Dynamo Dresden – Bayer Uerdingen 2:0
Bayer Uerdingen – Dynamo Dresden 7:3

1992/1993

1. Runde
Werder Bremen – Hannover 96 3:1
Hannover 96 – Werder Bremen 2:1

Europapokal der Landesmeister / Champions League

1973/1974

Achtelfinale
FC Bayern München – Dynamo Dresden 4:3
Dynamo Dresden – FC Bayern München 3:3

1974/1975

Achtelfinale
FC Bayern München – 1. FC Magdeburg 3:2
1. FC Magdeburg – FC Bayern München 1:2

1982/1983

1. Runde
Berliner FC Dynamo – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – Berliner FC Dynamo 2:0

1988/1989

Berliner FC Dynamo – Werder Bremen 3:0
Werder Bremen – Berliner FC Dynamo 5:0

1997/1998

Viertelfinale
FC Bayern München – Borussia Dortmund 0:0
Borussia Dortmund – FC Bayern München 1:0 n. V.

1998/1999

Viertelfinale
FC Bayern München – 1. FC Kaiserslautern 2:0
1. FC Kaiserslautern – FC Bayern München 0:4

2012/2013

Finale
FC Bayern München – Borussia Dortmund 2:1

Natürlich alle Daten ohne Gewähr und Korrekturen sind stets willkommen.

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Anleitung zum Abhaken — Folge II

Wir haben gelernt, dass Lukas Podolski einen Tag brauchte, um den Abstieg seines Clubs zu verdauen. Auch wohl nur deshalb, weil es mit ihm und dem 1. FC Köln eine Sache ist, die von Häätze kommt. Bei einem anderen Club wäre er ähnlich wie Otto Rehhagel bei Hertha BSC im Moment des Schlusspfiffs des letzten Spiels mit der Angelegenheit schon durch gewesen. Ah, dieses saftige Steak heute Abend und morgen der Flug nach Mauritius.

Heute lernen wir, wie lange Thomas Müller brauchte, um seine Enttäuschung über das Aus bei der EM zu verarbeiten: „Zwei, drei Tage“. Und das wiederum auch nur, weil er zu Hause nicht im Haushalt hilft, wie er freimütig zugibt. Da wolle er sich „nicht aufdrängen“, wenn er denn schon mal zu Hause ist, was ja eher selten der Fall sei. Hätte er noch bei der Spülmaschine geholfen, es wäre dann wohl doch nur ein Podolski’scher Tag gewesen, um mit der Sache abzuschließen. Zwei, drei Tage bedeuten auch, dass er beim Finale am Sonntag mit der Angelegenheit schon fertig war, nachdem er am Donnerstag ausgeschieden war. Schon ernüchternd, dieses Herzblut, fehlende.

Unsereins fährt tagelang ziellos quer durch die Republik Stadt, um das Aus zu verarbeiten. Andere, die sogar selbst am Aus Schuld tragen, brauchen schlappe zwei, drei Tage. Was wohl auch erklärt, wieso die einen Profis sind und die anderen nicht. Ein professioneller Umgang mit Enttäuschungen gehört insbesondere beim Fußball eben dazu. Anders als Hürdenläufer oder Ringer, die jahrzehntelang ohne Niederlage durch ihre Karriere kommen können, verlieren Fußballer alle paar Tage mal, selbst mit den besten Teams der Welt. Und doch würde man sich einen Tick mehr emotionale Beteiligung bei den Protagonisten selbst wünschen. Es muss ja nicht gleich wie bei Bastian „Sebastian“ Schweinsteiger sein, der seit seinem verschossenen Elfmeter gegen Chelsea monatelang in ein Tief abtaucht. Aber so zwei, drei Monate statt der Müllerschen zwei, drei Tage fänden wir dann schon angemessen nach einer Halbfinalniederlage bei einer EM.

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Den bitteren Nachgeschmack loswerden

Wie ein in Deutschland lebender Amerikaner, dem man vergeblich versuchte, den Fußball näherzubringen, feststellte, ist Fußball deshalb so langweilig, weil die Mannschaft, die erstmal 2:0 führt, fast immer auch gewinnt.

Daran musste ich denken, als es nach 20 Minuten 0:1 stand und ich mir kaum vorstellen konnte, das solch krasse Fehler erneut passieren würden, dass es gleich noch mal zu einem Gegentor kommen würde.

Nach eigener Ecke ausgekontert, und das auch noch wie die viel zitierte Schülermannschaft — möglicherweise eine Folge dessen, dass man defensiv auf diesem Niveau viel zu selten gefordert wird. Selbst Griechenland erzielt 2 Tore gegen die deutsche Mannschaft, welche das dort aber mit 4 eigenen Toren mehr als wett machen kann. Zu-Null-Spiele sind rar, und wenn man dann Italien vor der Brust hat, klappt es halt nicht zwangsläufig mit den nötigen eigenen Toren.

Ein Mitseher verkündete in der Pause, dass ein 0:2 aufzuholen ja schon schwierig sei, in nur 45 Minuten, aber ein 0:2 gegen Italien aufzuholen sei quasi unmöglich. Natürlich hätte man ein frühes Tor willkommen geheißen, und doch hätte man genauso wenig gegen 2 späte Tore einzuwenden gehabt.

Vermiest wurde die Stimmung beim öffentlichen Sehen an einem recht zivilen Orte, keinem expliziten Public-Viewing-Ort, aber schon vorher davon, dass ein Mitseher lautstark die „Scheißitaliener“ beschimpfte und sich wohl auch ansonsten im Stadion wähnte, und nicht in einer recht gesitteten öffentlichen Runde. An einem Ort, an dem ich derartige Ausfälle nicht erwartet hätte, legten sich auch andere noch ähnlich ins Zeug, immerhin blieb es bei „Superdeutschland“-Gesängen und nichts Anderem.

Eine Niederlage, bei der man nach 36 Minuten 0:2 hintenliegt, ist immer besser als ein Dortmund oder Manchester Barcelona, wo man die emotional kalte Dusche erst Sekunden vor dem Ziel erhält. Besser zu verarbeiten meint das, denn schlecht sind Niederlagen in KO-Rundenspielen immer. Weshalb man auch guter Dinge war, dass diese Niederlage, ebenso wie das Finale 2008 nicht allzu lange würde nachhängen.

Vielleicht noch auf ein paar geschwätzige Worte ins Stamm-Tanzlokal, wo man den einen oder anderen zu treffen hoffte, der sich mit dieser überflüssigen wie krude zustande gekommenen Niederlage auseinandersetzen wollte, und man könnte vielleicht den Podolski’schen Weg des Umgangs mit Niederlagen oder Abstiegen gehen: Nach einem Tag schon wäre alles verarbeitet. Man könnte es ja wenigstens mal versuchen, dieses ärgerliche Verlieren nicht immer so breit auf die Laune Einfluss nehmen zu lassen.

Also noch rüber zum Stamm-Tanzlokal, nicht weit vom öffentlichen Guckort. Dort alles voller Schlandis, in einem Etablissement, das mit seinem sonstigen Programm ein Publikum anzieht, das völlig fern des Schlandismus ist. Außer an jenem Abend, möglicherweise, weil es so nah zum öffentlichen Guckort liegt.

Und wie man dort bei noch einigen Bieren über das so unnötige Ausscheiden und einhergehende Platzen des Traumes vom Titel palavert, schwingen einige der weiter hinter im Raum sitzenden Schlandis, optisch ansonsten unverfänglich wirkend, tatsächlich ein dreimaliges „Sieg Heil!“ an.

Liest sich jetzt irgendwie so weg, kennt man ja von überall und allen Idioten. War aber tatsächlich ein echter Schlag in die Magengrube. Kennt man zwar, aber nicht an einem Ort, der üblicherweise völlig frei von derartigen Holzbirnen ist, sofern das beim einfachen Gespräch zu beurteilen ist. Und sicher, vielleicht, hoffentlich war es auch erstmal nur die Lust an der Provokation, keine echte Anhängerschaft des Nationalsozialismus, die da sprach. Nicht nur fred hat schon des öfteren „Heil Hitler!“ oder Ähnliches in Fußballkabinen vernommen, ohne dass die Aussprechenden Neonazis waren.

Und dennoch war das noch das i-Tüpfelchen auf der Stimmung für diesen Abend, der damit einen ganz üblen Nachgeschmack hinterließ. Scheißitalienrufende Deppen beim Spiel, hinterher Sieg-Heil-Gröhlende in einem Laden, wo man derart achtloses Rumprollen und -pubertieren nicht erwarten würde. Mir fiel das Gesicht aus der Kinnlade oder umgekehrt und ich ging, nach kurzem Hinweis an den Besitzer, was da gerade skandiert worden war, nach Hause ins Bett.

Am nächsten Tag wollte dieses schale Gefühl des Wiederverlorenhabens nicht weichen, gewürzt mit Sieg-Heil-Rufen von Vollidioten, Podolski ist da einfach besser als ich, weshalb eine Methode hermusste, die schon Bono von U2 angewandt hatte, als er nach dem Live-Aid-Konzert von 1985 dachte, den Auftritt seiner Band komplett in den Sand gesetzt zu haben. Bono schnappte sich ein Auto und fuhr drei Tage lang durch Wales. Ganz so schlimm war es bei mir nicht, aber ich setzte mich ebenfalls in ein motorisiertes Gefährt.

Um mal die eine oder andere Ecke der Stadt zu erkunden, die bislang aus weißen Flecken auf der kognitiven Landkarte bestand. Und wie es der Zufall so wollte, tat sich irgendwo hinter einer Ecke, weit südwestlich vom Wedaustadion, wo Duisburg ohnehin nur aus Grün besteht, plötzlich ein Fußballplatz auf, auf dem gerade ein Kleinfeldturnier stattfand.

Genug Anlass zum Pitchspotten war auch gegeben, denn dahinter befanden sich noch zwei weitere Ascheplätze, einer gut in Schuss, einer schon halb von der Natur zurückerobert. Und solche Plätze liebe ich ja.

Ein zugewuchertes Tor, ein Platz, auf dem man schlendern kann, die Schuhe nass vom feuchten Rasen, auf dem gerade das Turnier im Gange war und die vereinzelten Torschreie, wenn mal wieder ein Ball den richtigen Weg gefunden hatte.

So etwas macht doch gleich das Hirn ein bisschen freier und vermindert den üblen Geschmack der Sieg-Heil!-Rufe im eigenen Stammladen.

Achja, und dann gehen solche Dinge ja immer auch ein wenig durch den Magen. Welcher fußball-adäquat versorgt sein will, um die Niederlage, das Überflüssige daran und die Schlandis mit ihrem ebenso überflüssigen Nationalismus abzustreifen, wie alle drei Dinge einem länger auf dem Gemüt herumsitzen, als es dem Anlass angemessen wäre. Was dieser entspannte Abend nicht zu eliminieren in der Lage war, war die Gewissheit, dass an dieser Form von Partypatriotismus überhaupt nichts harmlos ist, wenn er so ausartet.

Immerhin mal in die Bezirksliga aufgestiegen.

Pitchspotting saves lives Stimmungen.

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Halb Finale

… und heute folgt die andere half.

Die erste half, Portugal — Spanien, ist bereits gespielt. Und Menschen fragen mich auf offener Straße (das ist in diesen Tagen Twitter), ob ich ernst meine, dass ich mich von dieser Partie gut unterhalten fühlte. Ich tappe nicht in die Falle, die Qualität eines Spiels mit dem Verweis auf statistische Zahlen wie Ballbesitz oder Zahl der Schüsse Richtung Tor zu unterfüttern. Und es würde mein Urteil auch schwächen, wenn ich darauf verwiese, dass noch keines der Spiele bei der EM mit spanischer Beteiligung derart unterhaltsam gewesen sei — was ohnehin nicht ganz zuträfe, denn das Aufeinandertreffen mit Italien war tatsächlich noch besser.

Ich fühlte mich jedenfalls eines Halbfinals eines großen Turniers würdig unterhalten. Viele andere nicht. Statt nun zu überlegen, warum Cristiano Ronaldo so teilweise merkwürdige Laufwege hatte, ob er wirklich der allerallereinzige im gesamten portugiesischen Team ist, der ungefähr 1 von 12 dieser Vollspannfreistöße im Tor unterzubringen in der Lage wäre (was wiederum ohnehin etwas blöd ist, wenn man nur 11 davon erhält), gehe ich lieber der Frage nach, wieso diese große Langeweile bei großen Teilen des TV-Publikums aufkam.

Gleichwohl es ein schmaler Grat ist, von dem man zur einen Seite hin schnell in Richtung Attitüde und Posertum heruntergleiten kann, wenn man ein Spiel für „sehenswert und spannend“ erklärt, dass die Mehrheit der Menschen schlicht einschläfernd fand, will ich diesen Grat mal beschreiten, und hoffe, ich rutsche nicht zur Seite ab.

Annahme 1 – Mangelnde emotionale Involviertheit

Spanien hasst man hierzulande noch immer nicht so, wie man es mit Italien zu tun pflegt. Auch Portugal läuft, abgesehen von „CR7″, eher unter „egal“, ob sie etwas gewinnen oder nicht. Ergo war den meisten egal, welches von zwei schönspielenden südländischen Teams weiterkam. Und daraus resultierte wiederum die eigene mangelnde Beteiligung. Welche aber die Grundzutat dabei ist, eine Partie spannend zu finden oder besser: überhaupt Kontakt mit ihr aufzunehmen.

Annahme 2 – Mangelnde Kenntnis von möglichen Passwegen

Ich weiß, das wird jetzt hier sehr arrogant, aber wenn man keine Gassen auf dem Spielfeld sieht, sieht man evtl. nur kurz nach Abgeben geblockte Pässe, und nicht die beinahe-100-prozentige Torchance, die dann eben nicht stattfand, aber kurz davor war, zu passieren. Wer auf die Partie gestern schaute und von „Langeweile“ sprach, litt entweder unter Annahme 1 oder unter dem Problem aller Eventies: Dass nur Torschüsse als gute Spielszenen durchgehen. Weil nur dann auch der letzte Depp erkennt, dass „es jetzt gefährlich vor dem Tor“ wird. Im tatsächlichen Spiel hingegen gab es massenweise schicke Szenen, die zu mehr hätten führen können, und somit das Spiel als äußerst lebendig erscheinen ließen.

Annahme 3 – Wo Tikitaka draufgeschrieben wird, ist auch Tikitaka drin

Was dann aber eben nicht der Realität entspricht. Denn weil Portugal gestern zumindest so lange, bis die Puste ausging, ganz anders störte als die spanischen Gegner zuvor, waren ungewöhnlich viele lange Bälle Spaniens zu sehen und sogar mehrfach, man höre und staune: Fehlpässe ins Aus. Nicht einer, sondern mindestens mehrere. In der Verlängerung war es dann wieder Tikitaka und auch mit besonderem Zug zum gegnerischen Tor. Vorher aber eben nicht. Merke: Nur weil ständig überall behauptet wird, dass Spanien stets nur Tikitaka und langweilig spiele, muss das nicht in jeder Partie auch tatsächlich so geschehen.

Annahme 4 – Der Bundesliga-Quervergleich

Man darf davon ausgehen, dass die meisten Zuseher Fan einer bestimmten Mannschaft in einer der diversen Bundesligen sind. Dort ist Herzblut und somit emotionale Beteiligung und somit das Empfinden von Spannung per se gegeben. Gleichzeitig ist es in keinem einzigen Pflichtspiel jemals (außer bei Goldene-Ananas-Spielen) egal, ob die eigene Mannschaft gewinnt. Ergo empfindet man Spiele vom eigenen Team niemals als langweilig, selbst wenn sie das objektiv sind. Denn man könnte ja verlieren, oder aber man verwaltet eben gerade seine Führung — aber was gibt es Schöneres in einem Fußballspiel, als zu führen? Weshalb auch ein objektiv langweiliges Spiel der eigenen Mannschaft immer genossen wird. Für Portugal — Spanien gilt das nicht. Der gemeine Zuschauer möchte unterhalten werden, die Spieler und Teams aber suchen den Erfolg. Das sind zwei gänzlich unterschiedliche Ziele. Eine Krux, welche man während 90 oder 120 Minuten nicht auflösen kann.

Soweit also die 4 Grundannahmen, wieso das Spiel so ein verbreitet schlechtes Zeugnis erhielt, welches es aus hiesiger Sicht nicht verdient hatte. Abschließend hinzugefügt, dass es fern liegt, irgendjemanden davon überzeugen zu wollen, ebenso zu empfinden wie der Autor. Wer das Spiel langweilig fand, hat ein Recht auf gesunden Schlaf. So ähnlich eben, wie es hier bei den allermeisten CL-Gruppenspielen geht, siehe Annahme 1.

Es muss zudem noch angefügt werden, dass der in diesem Fall englische Kommentar der BBC die Qualität der Partie von selbst und automatisch um gefühlte 20% anhob. Kann man nur empfehlen, dann werden selbst nicht so extrem hochklassige EM-Half Finals mehr als erträglich, wie gestern geschehen.

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Alle Halbfinals im UEFA-Pokal/Europa League/Messe-Pokal mit mehr als einem Teilnehmer aus dem selben Land

Inzwischen ist die Genese eines Blogeintrags häufiger so, dass angesichts irgendwelcher äußeren Ereignisse ein Gedanke durch das huscht, was man gerne als sein Bewusstsein empfindet, welcher oft aus einer Fragestellung besteht. Diese wird schnell bei Twitter wahlweise hineingetutet oder herausposaunt, woraufhin sich die Bewusstseine anderer Menschen ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen, und ihre Erkenntnisse oder Vermutungen in ihren eigenen Twitterkanal schreiben.

Früher liefen all diese Schritte nur im Kopf respektive Haus des Autors ab, möglicherweise noch gewürzt durch Kommunikation mit anderen Mit-Fußball-im-TV-Schauern, heute eben auf diese Weise. Weshalb sich die Fälle häufen, dass aus einem Tweet ein Blogbeitrag wird.

Der gestrige Anlass war das Halbfinale des UEFA-, ärghs, der Europa League. Es führte zur Frage, ob es neben dem bekannten rein deutschen Halbfinale aus der Saison 1979/1980 je ein anderes mit Teams allein aus einer Nation besetztes Halbfinale im UEFA-Pokal oder der Europa League gegeben habe. Wobei es neben England, Spanien, Deutschland und Italien schon schwierig wäre, ernsthafte Kandidaten für diesen Umstand zu finden. Allerdings fand sich ein solch weiterer ernsthafter Kandidat dann doch, da muss man nicht lang zurückblicken, das war im letzten Jahr Portugal mit drei Teilnehmern.

In der Phantasie hätte ein rein schwedisches oder rein ungarisches Halbfinale natürlich extremen Charme, in der Realität konnten seit Einführung dieses Wettbewerbs wie erwähnt nur deutsche Teams 1979/1980 dieses Kunststück vollbringen, alle vier Teilnehmer des Halbfinales zu stellen.

Mit Hilfe der Herren breitnigge, bunkinho, KBauer11, Tasmane1985, Mahqz sowie der Dame KatarinaWerderf machte ich mich also hinab in die gar nicht mal so tiefen Tiefen der Fußballhistorie des UEFA-Pokals. Dieser Wettbewerb existiert schließlich erst seit 1955, mit regelmäßiger Durchführung sogar erst seit 1960. Der englische Pokal zum Beispiel wird seit 1871 ausgespielt.

Langer Rede, kurzer Sinn:

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Die Erfinder des Berlin-Berlin-“Schlachtrufs“

Die Erfinder des 2xBerlin!-Wirfahrendajetztmalhin!-Schlachtrufs im Zuge von Veranstaltungen im DFB-Pokal sind die Fans von Bayer Uerdingen, heute KFC Uerdingen. Zumindest ist das so, wenn man RPO Glauben schenken darf, was oft schwerfällt. Hier allerdings nicht ganz so schwer, war das 1985er-Finale des DFB-Pokals doch das erste, das in Berlin stattfand.

Von manchen Bräuchen nimmt man an, dass sie schon immer zum Fußball gehörten. Dann ist es schwer vorstellbar, dass diese Dinge einmal anders waren. Zum Beispiel sich wegen der (selbst ernannten) Zugehörigkeit zu einem Fußballverein gegenseitig auf die Fresse zu hauen, und dabei so viel Spaß zu empfinden, dass man es freiwillig immer wieder macht. Oder aber eben im DFB-Pokal dieses Berlin-Fahren-usw. anzustimmen, was es erst seit dem 6. April 1985 gibt, als Bayer Uerdingen sein Halbfinale im DFB-Pokal in Saarbrücken gewann. Womit seine Fans sicher sein konnten, tatsächlich nach Berlin zu fahren, bzw. den für sie dazu nötigen Anlass zu besitzen.

Den heute deutschlandweit bekannten Slogan „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ erfanden die Uerdinger Fans, nachdem ihre Mannschaft am Ostersamstag 1985 das Halbfinale mit 1:0 beim Zweitligisten 1.FC Saarbrücken gewonnen hatte.

So wären die Urheber dieses Slogans schon mal geklärt. Fehlt nur noch die Antwort auf die Frage der Herkunft der „Melodie“.

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Poschmanns „Schalke 05″

Es gibt Dinge, die kann man im Eifer des Gefechts verwechseln, man muss auch nicht jeden Zweitligaspieler aus 80 Metern an der Frisur erkennen können. Insofern ist es nicht allzu tragisch zu bewerten, dass Wolf-Dieter Poschmann als Kommentator der Partie SpVgg Greuther Fürth gegen Borussia Dortmund kurzzeitig glaubte, statt Fürth spiele Nürnberg mit. Das ist weder Altersschwäche noch Unkonzentriertheit, es geschieht einfach, dass man sich bei 120 Minuten schwadronieren mal verspricht oder ein oder zwei Dinge verwechselt. Wer das bezweifelt, möge selbst einmal versuchen, 120 Minuten lang inhaltlich fehlerfrei zu sprechen. Diese Versprecher und Verwechsler sind verschmerzbar und entschuldbar, sofern der Kommentator einen aufmerksamen Nebenmann hat und auf dessen Richtigstellung hin seine Fehlerchen auch dem Zuhörer gegenüber korrigiert. Nicht weil nur Pedanten wie bei Twitter vor dem Fernseher sitzen, sondern weil es respektvoll dem Kunden gegenüber ist.

Wobei diese, bei Twitter sitzenden Pedanten hier durchaus mal gescholten werden müssen. Diesen kann man bekanntlich nichts Recht machen. Wird ein Spielername vom Reporter falsch ausgesprochen, hagelt es Riesenproteste. Versucht der Reporter sich dann also darin, Erkundigungen einzuholen, wie man den Namen in der Heimat des Spielers ausspricht und spricht ihn dementsprechend aus, hagelt es ebenso Proteste, zumindest aber Spott und sogar die Frage, wofür man seine Rundfunkgebühren bezahle. Doch wohl dafür, dass ein Reporter den Namen richtig ausspricht, egal, wie marokkanisch das zunächst für manche Ohren klingen mag.

Womit wir mit dem im ersten Absatz gefallenen Stichwort von den 120 Minuten bei einem anderen Thema wären, bei dem die Vokabel „entschuldbar“ leider in der Schublade bleiben muss. Man kann St. Pauli und den HSV verwechseln — irrtümlich, für ein paar Momente — man kann Ronaldo und Ronaldinho versprachseln oder man kann z. B. Jürgen Klopp einen Johannes Klopp nennen. Das ist alles möglich, menschlich und minderschlimm.

Was man dagegen überhaupt nicht tun kann als Reporter, als Anhänger, als Liebhaber, als Dienstleister eines Fußballspiels, ist, zu vergessen, wieviel Minuten ein Spiel dauert. Für Poschmann war klar, dass Greuther Fürth in der 114. Minute auf Zeit spielen würde, um die eine Minute bis zum Elfmeterschießen noch ablaufen zu lassen. Womit Poschmann sein ganz persönliches „Schalke 05″ geschossen hatte oder vielleicht besser gesagt sein „Fürth 115″. Da nützte es auch nichts, dass er wenig später korrigierte, dass ja noch 5 Minuten zu spielen seien.

90 Minuten und in der Verlängerung eben 120 Minuten, da gibt es nichts zu verwechseln, denn es gibt ja keine andere Größe, kein anderes Fußballspiel, mit dem man hier durcheinander kommen könnte. Zu glauben, Fußball dauere in der Verlängerung bis zur 115. Minute — da hört der Spaß dann endgültig auf.

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Vakanz beim VfB Stuttgart bald gefüllt

Es hat gestern mächtig Zoff gegeben hinter den Kulissen. Es ist ja allgemein bekannt, dass aus Gründen der Kontinuität jeder Verein seinen eigenen Drehbuchschreiber hat. Der des VfB Stuttgart ist jedoch vor ungefähr drei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen und noch nicht neu besetzt worden. Seitdem werden die alten Drehbücher immer wieder recyclet, bis man jemanden gefunden hat, der für den VfB Stuttgart etwas schreibt. Allein, die Stelle scheint nicht allzu attraktiv zu sein, zu verfahren die Situation, in die sie der verstorbene Autor hineinschrieb, zu blass, was die Historie des Vereins angeht (die man übrigens nicht rückblickend schön oder gar interessant schreiben darf, das ist leider Prämisse).

Für eine Saison lang wurde das Recyclen in der Gilde der übrigen Drehbuchschreiber, die ja immer auf die Ideen und Storyverläufe des jeweiligen Gegners reagieren müssen, noch akzeptiert. Gestern aber platzte dem Schreiber des FC Bayern dann der Kragen: Immer dasselbe in Stuttgart, wenn sein Team vorbeikomme. Immer diese leichten Siege, immer das Dackelgesicht von Bobic oder einem anderen Sportmanager nach den Niederlagen des Hausherrn, immer diese einfachen Fehler in den Reihen der Stuttgarter, wenn es gegen die Bayern gehe: Wer solle das noch glauben?

Da müsse jetzt eine Lösung her, denn sonst würde sich kein Mensch mehr Spiele des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern anschauen wollen, so vorhersagbar, wie es mit dem immer selben Drehbuch sei. Und nicht erst langfristig, sondern jetzt sei bereits der Zeitpunkt gekommen, an dem dieses Auftreten der Spieler der Schwaben die Existenzgrundlage auch der übrigen Drehbuchschreiber gefährde, mindestens aber das Weihnachtsgeld.

Er freue sich schon außerordentlich auf eine Begegnung mit dem Schreiber für Greuther Fürth, sagte der zuständige FC-Bayern-Autor, da habe man schließlich Stoff zum Anknüpfen und Weiterspinnen: Trapattoni, Vestenbergsgreuth, der den Ex-Bayerncoach Felix Magath verulkende Trainer Mike Büskens. Und außerdem seien da noch alle Handlungsstränge denkbar und würden auch plausibel wirken. Nicht immer diese leichten, völlig ungefährdeten, aber auch total langweiligen Siege wie in Stuttgart.

Geeinigt hat man sich dann gestern hinter den Kulissen darauf, dass spätestens ab Ende Mai die Stelle in Stuttgart mit einem neuen Drehbuchschreiber besetzt sein müsse. Wenn einer von Euch also Interesse haben sollte … es könnte allerdings sein, dass es zu dem Zeitpunkt nur noch ein Zweitligajob ist.

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WM-Spielplan 2014 zum Ausdrucken und Eintragen — mit der Extraportion Samba-Geschmack

Sobald der Spielplan für die WM 2014 feststeht, wird er hier veröffentlicht, so dass sich jeder diesen dann natürlich wunderbar gestalteten WM-Spielplan ausdrucken und die Ergebnisse selbst eintragen kann. Ein großer Spaß bei Jung und Alt, immer noch, wie eh und je.

Eröffnet wird das Turnier in jedem Fall am 12. Juni 2014 in Sao Paulo mit einer Partie unter Beteiligung des Gastgebers Brasilien, das Finale und somit das Ende der Weltmeisterschaft wird am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro im renovierten Maracana-Stadion über die Bühne gehen.

Die Termine stehen fest, die Austragungsorte ebenfalls, die Uhrzeiten werden nachgereicht.

Vorrunde Gruppe A-H

Do, 12. Juni 2014, 22h Sao Paulo Brasilien - Kroatien
Fr, 13. Juni 2014, 18h Natal Mexiko - Kamerun
Fr, 13. Juni 2014, 21h Salvador Spanien - Niederlande
Fr, 13. Juni 2014, 0h Cuiaba Chile - Australien
Sa, 14. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Kolumbien - Griechenland
Sa, 14. Juni 2014, 21h Fortaleza Uruguay - Costa Rica
Sa, 14. Juni 2014, 0h Manaus England - Italien
Sa, 14. Juni 2014, 3h Recife Elfenbeinküste - Japan
So, 15. Juni 2014, 18h Brasilia Schweiz - Ekuador
So, 15. Juni 2014, 21h Porto Alegre Frankreich - Honduras
So, 15. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Argentinien - Bosnien
Mo, 16. Juni 2014, 18h Salvador Deutschland - Portugal
Mo, 16. Juni 2014, 21h Curitiba Iran - Nigeria
Mo, 16. Juni 2014, 0h Natal Ghana - USA
Di, 17. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Belgien - Algerien
Di, 17. Juni 2014, 21h Fortaleza Brasilien - Mexiko
Di, 17. Juni 2014, 0h Cuiaba Russland - Südkorea
Mi, 18. Juni 2014, 18h Porto Alegre Niederlande - Australien
Mi, 18. Juni 2014, 21h Manaus Kroatien - Kamerun
Mi, 18. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Spanien - Chile
Do, 19. Juni 2014, 18h Brasilia Kolumbien - Elfenbeinküste
Do, 19. Juni 2014, 21h Sao Paulo Uruguay - England
Do, 19. Juni 2014, 0h Natal Japan - Griechenland
Fr, 20. Juni 2014, 18h Recife Italien - Costa Rica
Fr, 20. Juni 2014, 21h Salvador Schweiz - Frankreich
Fr, 20. Juni 2014, 0h Curitiba Honduras - Ecuador
Sa, 21. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Argentinien - Iran
Sa, 21. Juni 2014, 21h Fortaleza Deutschland - Ghana
Sa, 21. Juni 2014, 0h Cuiaba Nigeria - Bosnien
So, 22. Juni 2014, 18h Porto Alegre Südkorea - Algerien
So, 22. Juni 2014, 21h Manaus USA - Portugal
So, 22. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Belgien - Russland
Mo, 23. Juni 2014, 18h Curitiba Spanien - Australien
Mo, 23. Juni 2014, 18h Sao Paulo Niederlande - Chile
Mo, 23. Juni 2014, 22h Brasilia Brasilien - Kamerun
Mo, 23. Juni 2014, 22h Recife Kroatien - Mexiko
Di, 24. Juni 2014, 18h Natal Uruguay - Italien
Di, 24. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Costa Rica - England
Di, 24. Juni 2014, 22h Cuiaba Japan - Kolumbien
Di, 24. Juni 2014, 22h Fortaleza Griechenland - Elfenbeinküste
Mi, 25. Juni 2014, 18h Salvador Bosnien - Iran
Mi, 25. Juni 2014, 18h Porto Alegre Nigeria - Argentinien
Mi, 25. Juni 2014, 22h Manaus Honduras - Schweiz
Mi, 25. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Ecuador - Frankreich
Do, 26. Juni 2014, 18h Brasilia Portugal - Ghana
Do, 26. Juni 2014, 18h Recife Deutschland - USA
Do, 26. Juni 2014, 22h Curitiba Algerien - Russland
Do, 26. Juni 2014, 22h Sao Paulo Belgien - Südkorea

Achtelfinale

Sa, 28. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Brasilien - Chile
Sa, 28. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Kolumbien - Uruguay
So, 29. Juni 2014, 18h Fortaleza Mexiko - Niederlande
So, 29. Juni 2014, 22h Recife Costa Rica - Griechenland
Mo, 30. Juni 2014, 18h Brasilia Frankreich - Nigeria
Mo, 30. Juni 2014, 22h Porto Alegre Deutschland - Algerien
Di, 1. Juli 2014, 18h Sao Paulo Argentinien - Schweiz
Di, 1. Juli 2014, 22h Salvador Belgien - USA

Viertelfinale

Fr, 4. Juli 2014, 18h Rio de Janeiro Sieger Brasilia - Sieger Porto Alegre
Fr, 4. Juli 2014, 22h Fortaleza Brasilien - Kolumbien
Sa, 5. Juli 2014, 18h Brasilia Sieger Sao Paulo - Sieger Salvador
Sa, 5. Juli 2014, 22h Salvador Niederlande - Sieger Recife

Halbfinale

Di, 8. Juli 2014, 22h Belo Horizonte Sieger Fortaleza - Sieger Rio de Janeiro
Mi, 9. Juli 2014, 22h Rio de Janeiro Sieger Salvador - Sieger Brasilia

Spiel um Platz 3

Sa, 12. Juli 2014, 22h Brasilia Verlierer HF1 - Verlierer HF2

Finale

So, 13. Juli 2014, 21h Rio de Janeiro Sieger HF1 - Sieger HF2
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