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Schlagwort: Jens Jeremies

Meiste Gelbe Karten in der Bundesliga

Die Gelben Karten, die für unsereins so selbstverständlich zum Fußball dazugehören, wie die Fouls, für die man sie bekommt, wurden international erst zur WM 1970 eingeführt, in der Bundesliga sogar noch ein wenig Zeit später. Seit es diese Einrichtung gibt, haben sich etliche Sünder gleich dutzendfach in die folgende Liste eingetragen. Die meisten von ihnen sind dabei durchaus namhafte Spieler und erstaunlicherweise sind nicht allein Defensivspezialisten darunter zu finden.

Der mit weitem Abstand Führende ist da schon so ein Paradebeispiel, wie man früher im Fußball Gelbe Karten auch verstanden hat. Als „Zeichen“ an die eigenen Spieler aber auch an den Gegner. Da diese Zeiten inzwischen vorüber sind, ist auch der Zuwachs in dieser Liste in letzter Zeit eher sparsam. Dennoch werfe man zunächst einen Blick auf die komplette Liste.

Spieler Spiele Gelbe Karten
Stefan Effenberg 370 110
David Jarolim 318 96
Bernd Hollerbach 222 93
Torsten Frings 402 92
Frank Greiner 333 89
Christian Wörns 469 88
Sergej Barbarez 330 86
Günther Schäfer 373 85
Jürgen Kohler 398 84
Carsten Ramelow 333 83
Hanno Balitsch 343 82
Ulf Kirsten 350 81
Michael Ballack 267 80
Stefan Reuter 502 79
Jiri Nemec 256 78
Lothar Woelk 420 78
Thorsten Fink 367 77
Lothar Matthäus 464 77
Tomasz Haijto 201 75
Michael Tarnat 363 74
Michael Frontzeck 436 72
Michael Zorc 463 72
Thomas Berthold 332 71
Olaf Thon 443 71
Dariusz Wosz 324 71
Marco Kurz 300 70
Thomas Hörster 332 69
Oliver Kreuzer 282 69
Jörg Neun 358 69
Markus Schupp 351 69
Josip Simunic 271 69
Maik Franz 192 68
Thomas Strunz 235 67
Jens Jeremies 251 66
Levan Kobiashvili 351 66
Silvio Meißner 250 65
Jens Nowotny 334 65
Stefan Schnoor 277 65
Miroslav Votava 546 65
Klaus Augenthaler 404 64
Uli Borowka 388 64
Mike Büskens 370 64
Thomas Kempe 391 64
Sven Kmetsch 261 64
Stephan Passlack 270 64
Eyolfur Sverrisson 251 64
Javier Pinola 202 63
Cacau 307 62
Fabian Ernst 306 62
Karlheinz Geils 405 62
Hendrik Herzog 208 62
Sebastian Kehl 314 62
Nico Kovac 241 62
Martin Wagner 271 62

Stand Juni 2015.

Natürlich gibt es mehrere Gründe dafür, warum hauptsächlich deutsche Spieler und hauptsächlich Spieler aus einer bestimmten Periode in dieser Liste auftauchen.

Gründe für immer weniger Gelbe Karten pro Spieler

  • Zunächst mal ist da der Einführungszeitpunkt von Gelben Karten. Die erste Gelbe Karte der Bundesliga gab es erst 1971, weshalb alle Spieler, die zuvor tätig waren, in diesem Zeitraum überhaupt keine Gelbe Karte erhalten konnten.
  • Dann kommt natürlich das Bosman-Urteil 1995 hinzu. Seitdem sind unbegrenzt EU-Ausländer in den Kadern der Teams erlaubt, was insgesamt zu einer höheren Fluktuation geführt hat.
  • Wie sich zudem die Struktur der Karriere eines Fußballers gewandelt hat. Vereinswechsel sind heute viel häufiger an der Tagesordnung als es früher der Fall war. Das bedeutet zum Einen, das gute deutsche Spieler häufiger ins Ausland abwandern, aber auch, dass viele ausländische Spieler nur einen geringeren Teil ihrer aktiven Karriere in der Bundesliga verbringen. Die Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga umfasst dann auch nicht ganz zufällig fast ausschließlich deutsche Spieler, welche wiederum im letzten Jahrtausend aktiv waren.
  • Heutzutage beginnen die Karrieren der Spieler zwar in einem etwas früheren Alter, auch für eher durchschnittliche Spieler. Dafür enden sie aber immer früher und das mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr. Weniger Zeit also, Gelbe Karten zu sammeln.

Ein weiterer Aspekt, der hinzu kommt, ist der Umstand, dass die Spieler taktisch und auch physisch viel besser geschult sind. Gelbe Karten „aus Versehen“ kommen so gut wie gar nicht mehr vor, sie sind fast immer Folge einer taktischen Entscheidung. Abgesehen natürlich von Tätlichkeiten oder Schiedsrichterbeleidigungen. Aber auch in diesem Punkt gilt, dass wer sein Temperament nicht einigermaßen beherrscht, es heutzutage mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit in den Profifußball schafft oder falls doch, nicht unbedingt lange dort verweilt.

Gut möglich, also, dass all jene Spieler, welche heutzutage auf angebotenen Sammelkarten auftauchen, es gar nicht mehr in diese Liste schaffen werden, zumindest nicht in die oberen Ränge. Man kann also aktuell durchaus zum Beispiel Match Attax Karten kaufen bei Gate to the Games, ohne dass man Gefahr läuft, zufällig einen „König der Gelben Karten“ zu erwischen.

Auch wenn der absolute König der Gelben Karten, zur Zeit als Trainer wieder in der Bundesliga mitmischt – als Trainer werden wohl keine Gelben Karten mehr dazukommen. Und Spieler, die sich dauerhaft nicht beherrschen, finden dann über kurz oder lang doch keine neue Anstellung mehr in der Bundesliga.

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Färöer: Von einem, der dort war

In Anlehnung an Manni Breuckmanns legendären Ausspruch „Leute, holt die Antidepressiva raus, Fortuna Düsseldorf spielt“ heute die Weisung an die Leser:

„Leute, holt die Taschentücher raus, janus hört mit dem Schreiben auf!“

Was wär ich froh, wenn das nur ein Witz wäre. Anders als bei Bloggern mit ihren diversen Pausen darf man bei janus, der stets 2 bis 3 Monate zwischen seinen Beiträgen verstreichen ließ und ausreichend Zeit hatte, sich mit der Frage zu tragen und irgendwann eine Antwort zu gebären, leider sicher sein, dass er nicht wieder zurückkommen wird.

Was bleibt sind 3 Bücher und ganze Regale voller Beiträge, die man nur nicht sehen kann, weil sie nun mal virtuell erstellt sind.

Es ist jedem zu raten, eine private Sicherheitskopie der gesamten Webseite von janus zu erstellen, denn sie kommt bestimmt nicht wieder, nein, sie geht sogar (aus unerfindlichen Gründen) offline. Ich würd ja sogar anbieten, dass sie hier bei mir auf der Seite einen Ehrenplatz erhält (völlig uneigennützig), aber der Meister wird seine Gründe haben, warum er davon Abstand nimmt.

Nun ist es also so weit, einer der ganz Großen aus der Fußballschreiberzunft, welche dieses Tun nicht professionell betreibt, legt die Feder beseite und schließt das Tintenfässchen. Tragisch.

Wie tragisch das ist, verdeutlicht auf angenehme Weise eines der Higlights des janus’schen Schreibens, das immer auch vom Reisen geprägt war. Und eine dieser Reisen führte janus in das Land des heutigen Gegners der Nationalmannschaft: Auf die Färöer. Nun wäre es noch passender gewesen, wenn heute das Auswärtsspiel auf den Färöer stattgefunden hätte. Doch auch so ist es ein passender Anlass, janus Tschüß zu sagen. Und noch einmal auf seinen Reisebericht zu verweisen, den er von seinem Trip mit der Nationalmannschaft im Jahr 2003 verfasste.

Einer der lesenswertesten Beiträge rund um Reisen zu Fußballspielen, seit es das Internet gibt. Da macht es auch nichts, dass er in mancher Hinsicht ein wenig gruselig ist, dafür muss man nur mal die damalige Aufstellung anschauen:

  • Oliver Kahn
  • Arne Friedrich
  • Carsten Ramelow
  • Christian Wörns
  • Paul Freier
  • Jens Jeremies
  • Sebastian Kehl
  • Tobias Rau
  • Bernd Schneider
  • Fredi Bobic
  • Oliver Neuville

Darum geht es aber kaum, sondern um die lesenswerten Erlebnisse eines weltreisenden janus auf den Färöer.

Mit Überlänge, der Bericht, zum Glück, denn es ist ja noch lang bis zum Anpfiff der Partie heute Abend, in Buchseiten umgerechnet mal eben derer 35 an der Zahl. Mach’s gut, janus, schön war’s und Danke.

janus goes to Fairy Island [Link leider tot, Text folgt bald demnächst auf dieser Seite]

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Kuranyi, Jeremies und Lahm kriegen den Arsch voll

Schön kurzes und knappes Video von den fünf Gegentoren gegen Rumänien, an die sich zu erinnern man am letzten Samstag gezwungen wurde.

Entgegen meiner mich immer öfter trügenden Erinnerung stand Timo Hildebrand nur in der zweiten Halbzeit im Tor, kassierte also nur eins der fünf Tore. Die anderen vier in der ersten Halbzeit … ein gewisser TV-Experte aus diesen, unseren Tagen.



Die Daten zum Spiel.

Wie die EM 2004 dann für jene Jungs in weiß ausging, erinnert man sich ja sicher noch gut.

(Abgelegt unter: Unken unken immer nur vorher. (Und nein, Unken hat noch nie irgendetwas bewirkt, weshalb man nach Herzenslust in rauen Mengen unken darf. Wie hier gerade geschehen.))

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Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

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Gerald keine Graupe

Letztens spielten wir mal gegen eine Mannschaft aus der Landesliga und verloren 2:12. Die beiden Tore erzielten wir nur, weil wir zwei Elfmeter mehr oder weniger aus Mitleid vom Schiedsrichter geschenkt bekamen, nachdem wir über 90 Minuten insgesamt vier Mal im gegnerischen Strafraum waren. Die Niederlage war in allen Belangen vernichtend, obwohl man sagen muss, dass wir einen guten Tag erwischt hatten. Niemand machte gröbere Fehler, und wenn man zweieinhalb Augen zudrückt und unsere im Vergleich zum Gegner nun mal nicht so ausgeprägte Fitness berücksichtigt, dann hatten wir uns an dem Tag gut geschlagen.

Bedrückend, nein, einfach ungut war dennoch das Gefühl, dass es deshalb nur 2:12 ausging, weil der Gegner nicht wirklich ernst spielte. Also, er machte keinen Quatsch, keine Demütigungen im Dribbling oder derlei, aber er ließ uns dann und wann mal ein wenig den Ball besitzen, und wenn es ernst gewesen wäre, hätten wir wahrscheinlich über keine 3 Stationen den Ball halten können und dann wäre es 2:22 ausgegangen. Der Gegner vermittelte sehr intensiv den Eindruck, jederzeit ein Stückchen zulegen zu können, während wir schon am oberen Anschlag spielten.

Wenn man dann betrachtet, wie weit die Landesliga von einer „oberen Liga“ entfernt ist, und weiß, dass eine Regionalliga-Mannschaft mit einer Landesliga-Mannschaft normalerweise das Spielchen betreibt, was diese Landesligamannschaft mit uns spielte, dann ahnt man, wie viele Lichtjahre Bundesligafußball vom eigenen Können entfernt ist.

Mehrere Tausend Lichtjahre natürlich.

Kommen wir also zu Gerald Asamoah, seines Zeichens WM-Finalteilnehmer (!) 2002. So gut muss er also damals gewesen sein, das war in einer anderen Zeit, als Fußball noch ohne Blaupause für Spielzüge betrieben wurde, dass man ihn in die Nationalmannschaft beorderte. Eine andere Zeit, Jens Jeremies, Carsten Ramelow, Thomas Linke, in der Gerald Asamoah schon qua seines geringen Alters irgendwie anders und damit frisch und damit wilkommenswert wirkte.

Danach änderten die Zeiten sich allerdings. Was sich wenig änderte, war das Vermögen von Gerald Asamoah. Der zwar noch mit zur WM 2006 durfte, aber nur ein einziges Mal eingesetzt wurde (gegen Ecuador eingewechselt, als es schon 3:0 stand) und danach in der Versenkung verschwand. Völlig zurecht würde man meinen, wie man auch wenig nachvollziehen konnte, wieso er überhaupt so lange noch ein Bundesliga-Stammspieler blieb, als er doch der Inbegriff des Durchschnittsspielers geworden war, der selten einmal eine entscheidende Szene bewirkte. Tore waren trotz seiner Position auf dem Spielfeld äußerst rar und als Vorbereiter trat er noch seltener in Erscheinung. Asamoah war in dieser Zeit ein Spieler der Marke „eigentlich egal, ob er oder ein anderer spielt“ — so kam er mir jedenfalls vor.

Abgesehen von ständiger guter Laune — durchaus auch ein fragwürdig gezeichnetes Bild — und seiner Bulligkeit, die er aber wiederum auch nicht entsprechend ihrer Ausmaße einsetzte, blieb fußballerisch wenig Festhaltenswertes von ihm übrig. Man kam dann irgendwann nicht umhin, ihn doch als Graupe (ist das nur westdeutsch für einen schlechten Fußballspieler?) zu empfinden. Die man auf Schalke wohl noch so ein bisschen aus Dankbarkeit mitschleppte, aber eigentlich war er nicht mehr zu gebrauchen. Einfach schlecht nun mal.

Unterschlagen wir schnell das Jahr bei St. Pauli, das anderen Dingen zum Opfer fiel, so zeigt er plötzlich bei Greuther Fürth, dass er doch tatsächlich so gut ist, dass er in der 2. Liga eine Menge bewirken kann, dass er gar Gegner ausspielen und mehr als nur glückliche Tore erzielen kann. Verknappt gesagt ist er besser als die meisten anderen Zweitligaspieler.

Insofern ist sein Schritt in die zweite Liga absolut begrüßenswert. Denn „zu schlecht“ für die Bundesliga zu sein, bedeutet tatsächlich nicht, schlecht Fußball zu spielen, sondern (hier) immer noch diverse Schritte besser als die Gegner zu sein. Etwas, was nie zum Vorschein gekommen wäre, wenn er wie viele andere vor ihm am Ende der Karriere einfach die Koffer gepackt hätte und nach Hause gegangen wäre. So aber demonstriert er in der zweiten Liga noch einmal, dass es einen Unterschied gibt zwischen erster und zweiter, wie groß dieser ist und dass er selbst, in den Topf der Zweitligaspieler geworfen, da eine herausragende Rolle spielt.

Mag sein, dass diese Erkenntnis trivial ist, natürlich wird die Qualität nach oben hin immer besser, das ist klar, aber selten wird es so deutlich sichtbar wie bei Gerald Asamoah. Und ich wollte es nur noch mal gesagt haben, das mit den Lichtjahren und dem Kontinuum, auf dem Asamoah weit entfernt davon ist, eine Graupe zu sein, wenn man nur den richtigen Ausschnitt des Kontinuums wählt.

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Österrichs – Gary Linekers Freunde 1:2

„… und schon gar nicht von Österreich!“ — hatte zwar niemand gesagt, erst Recht nicht wie einst durch die Kabine gebrüllt. Offensichtlich dachte aber die Mehrzahl der deutschen Spieler so. Als ob gegen Österreich ohnehin nichts anbrennen könne.

Anders wäre nicht zu erklären, warum die deutsche Mannschaft dann doch wieder ein Phänomen von den Toten auferstehen lassen musste, welches man schon lange beerdigt glaubte. Und welches nebenbei erwähnt ebenso lange dafür verantwortlich war, wieso man im europäischen Fußball den Deutschen jeden erdenklichen Misserfolg gönnte. Nach langer Zeit musste mal wieder ein „tyskmål“ her, wie die Norweger ein Tor nennen, das nach 90 Minuten einen unverdienten Sieg beschert, weil man plötzlich wie aus dem Nichts ein Tor erzielt. Und nichts, das war es, was die deutsche Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit aufs Feld zu werfen hatte.

Sie konnten einem dann fast schon leid tun, die Österreicher, wie sie Angriff um Angriff aufs deutsche Tor rollen ließen, und man dennoch ahnte, dass heute einer dieser Tage sein würde, die man früher noch jedes Mal benötigt hatte, als die Achse Jeremies-Nowotny sich von unverdientem Sieg zum unverdientem Sieg rumpelte und die eigenen Tore einem gewissen sehr jungen Miroslav Klose zu verdanken hatte.

Begeistert hatten sie in ihrem EM-Final-Stadion, von diesem Trauma sprach übrigens komischerweise niemand, alle Augen auf Gomez‘ Geschichte, die Fahnen geschwenkt, rot-weiß-rot, wie man es heute gar nicht mehr anders kennt. Die Fahnenindustrie muss den Ultras sehr dankbar sein, dass man heutzutage schon zu jedem Popels-Qualifikationsspiel Fahnen in 50.000-facher Ausführung bestellt, nur um zwei Minuten damit rumzuwedeln und sie dann in den Orkus zu werfen. Nachhaltig ist das nicht gerade.

Wie auch das Strohfeuer der österreichischen Angriffsbemühungen wenig nachhaltig war. Sie pusteten und pusteten, doch das deutsche Haus war aus Stein gebaut und am Ende kam Schweinchen Schlau in Person von Mario Gomez und zeigte den österreichischen Teilzweitwölfen die lange Nase. 2:1, alle Flüche und Traumata ausradiert, so gut wie für Polen qualifiziert und die Österreicher noch dazu aus dem Rennen geschossen. Einen Verlierer aus deutscher Sicht gab’s allerdings doch noch: Werder Bremen. Muss tatenlos zusehen, wie nach Carlos Alberto der nächste vermeintliche Topeinkauf alles daran setzt, seinen Marktwert zu vernichten.

Ein Wort zu Mehmet Scholl, das böse klingt und gar nicht so gemeint ist. Mehmet Scholl ist der Mario Barth der Fußballexperten: Alle finden ihn lustig, aber er ist es gar nicht. Man darf nicht übersehen, dass Scholl vor allem deshalb so positiv heraussticht, weil die übrigen Experten und solche, die es vorgeben zu sein, noch viel, viel schlimmer sind. Leider gilt auch für Scholl, das, was man den anderen unterstellt: Auf korrekt sitzende Pointen wartet man vergeblich. Einzig, dass Scholl meist recht lässig — für einen älteren Herrn — gekleidet ist und er flapsig, viel zu flapsig für einen älteren Herrn, formuliert, macht ihn ein wenig erträglicher als die übrigen.

Bliebe noch Arne Friedrich zu erwähnen: Wo Arne Friedrich ist, ist unten. Sein Tor gegen Argentinien bei der WM war offensichtlich das berühmte Korn, das ein Huhn auch mal findet. Davor führte er Hertha BSC in die 2. Liga und ist mit Wolfsburg am selben Ziel wohl nur gescheitert, weil er die komplette Hinrunde lang verletzt war. Nun also das zweite Eigentor in der Nationalmannschaft. Sicher erinnert sich jeder an sein erstes, das er gegen eine ähnliche Fußballmacht wie Österreich erzielte. Kein Wunder, dass Reinhold Beckmann sich da dessen Namen partout nicht merken möchte und ihn beharrlich ein knappes Dutzend Mal Arne Friedrichs nennt.

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Das entspannende Schweigen der Schäfchen

Die Schäfchen haben in Wirklichkeit gar nicht geschwiegen, doch waren sie nicht zu hören. Das eine Schäfchen sitzt bei Spielen hinter dem Mikrofon. Die anderen Schäfchen sitzen auf den Rängen.

Begibt man sich zu einem Qualifikationsspiel wie gegen das fußballerisch unpopuläre Kasachstan in eine Kneipe, so bewirkt das eine ganze Menge. Eine ganze Menge Entspannung.

Niemand macht Sitzplatz oder Sicht streitig. Niemand verlangt lauteren Ton. Und das ist das Angenehme und Entspannende an einem solchen Ereignis.

Das eine Schäfchen redet einem als Zuschauer kein Spiel schlecht, über das man selbst eine andere Meinung hat. Und das Pfeifen der anderen Schäfchen hört man gar nicht erst, weil der Ton so leise ist, dass man den Kommentator nur als entfernte Geräuschkulisse und die Zuschauer vor Ort im Stadion überhaupt nicht wahrnimmt.

Das Resultat ist eine ziemlich konträre Bewertung der Partie verglichen mit dem Urteil der beiden Schafsgruppen. Wer da im Publikum gepfiffen hat, war wohl nicht dabei, als es ein Dutzend Mal hintereinander nur 2:1 gegen Albanien hieß, als man 0:0 auf Island spielte, als selbst das Berti-Vogtssche Schottland eine echte Gefahr darstellte und als Jens Nowotny oder Jens Jeremies noch Leistungen auf den Platz zu werfen sich erlaubten, die Bastian Schweinsteiger selbst an schlechten Tagen wie am vergangenen Samstag locker übertrumpft.

Und dass das eigentlich Angenehme an einem Stadionbesuch ist, dass einem niemand das, was man doch selbst sieht, vor- und einsortiert. Weshalb man sich nicht darüber ärgern muss, sei es auch noch so falsch und unangemessen. Das wird an solchen Abenden wieder deutlich: wie entspannend das Schweigen der Schäfchen ist.

Im Grunde kann man bei derartigen Anlässen also auf beides verzichten: auf den Kommentator und auf den reinen Stadionton, wenn es ihn denn gäbe. Jedenfalls sofern dort Schäfchen mit Gedächtnissen sitzen, welche erst im Jahr 2006 ihre Arbeit aufgenommen haben.

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Ewige Eigentorschützenliste der Bundesliga

Nr. Spieler Vereine Eigentore
1. Manfred Kaltz Hamburger SV 6
Nikolce Noveski FSV Mainz 05 6
3. Per Röntved Werder Bremen 5
3. Franz Beckenbauer Bayern München 4
Willi Entenmann VfB Stuttgart 4
Karlheinz Geils Werder Bremen
Hannover 96
4
Karim Haggui Bayer Leverkusen
Hannover 96
4
Tomasz Hajto FC Schalke 04
MSV Duisburg
4
Wilfried Hannes Borussia Mönchengladbach 4
Thomas Helmer Borussia Dortmund 4
Ditmar Jakobs Hamburger SV
MSV Duisburg
4
Uwe Kliemann Hertha BSC Berlin 4
Michael Klinkert Borussia Mönchengladbach 4
Per Merteseacker Hannover 96/
Werder Bremen
4
Ludwig Müller 1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
4
Walter Oswald VfL Bochum 4
Marco Russ Eintracht Frankfurt 4
Gerd Zimmermann Fortuna Düsseldorf
Fortuna Köln
4
17. Frank Baumann Werder Bremen 3
Manfred Bockenfeld Werder Bremen
Waldhof Mannheim
3
Norbert Eder 1. FC Nürnberg
Bayern München
3
Atli Edvaldsson Fortuna Düsseldorf 3
Karl-Heinz Ferschl Hertha BSC
1. FC Nürnberg
3
Bernd Förster 1. FC Saarbrücken
VfB Stuttgart
3
Ingo Hertzsch Eintracht Frankfurt
Hamburger SV
3
Hendrik Herzog FC Schalke 04
SpVgg Unterhaching
3
Reiner Hollmann Eintracht Braunschweig
Rot-Weiß Oberhausen
3
Dirk Hupe Arminia Bielefeld 3
Jürgen Kalb Karlsruher SC
SV Darmstadt 98
3
Gerhard Kleppinger FC Schalke 04
Karlsruher SC
Bayer Uerdingen
3
Andreas Müller FC Schalke 04
VfB Stuttgart
3
Steven Cherundolo Hannover 96 3
Jens Nowotny Karlsruher SC
Bayer Leverkusen
3
Tomislav Piplica Energie Cottbus 3
Rob Reekers VfL Bochum 3
Dietmar Roth Eintracht Frankfurt 3
Günther Schäfer VfB Stuttgart 3
Stefan Schnoor Hamburger SV
VfL Wolfsburg
3
Georg Schwarzenbeck Bayern München 3
Klaus Senger FC Schalke 04
Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiss Essen
3
Heinz Steinwedel Hannover 96 3
Josef Weikl Fortuna Düsseldorf 3
Lothar Woelk MSV Duisburg
VfL Bochum
3
Wolfgang Wolf 1. FC Kaiserslautern 3
Gerd Wörmer Rot-Weiss Essen
Rot-Weiß Oberhausen
3
44. Peter Anders Hannover 96 2
Patrik Andersson Borussia Mönchenladbach 2
Sladjan Asanin Borussia Mönchengladbach 2
Klaus Augenthaler Bayern München 2
Jörg Bach Fortuna Düsseldorf
SG Wattenscheid 09
2
Michael Ballack Bayer Leverkusen
Bayern München
2
Holger Ballwanz Hamburger SV
VfL Wolfsburg
2
Heiner Baltes Fortuna Düsseldorf 2
Karsten Baumann Borussia Dortmund
1. FC Köln
2
Steffen Baumgart Hansa Rostock 2
Dietmar Beiersdorfer Hamburger SV 2
Uwe Bindewald Eintracht Frankfurt 2
Manfred Bockenfeld Werder Bremen
Waldhof Mannheim
2
Hans Borg Eintracht Braunschweig 2
Thomas Brunner 1. FC Nürnberg 2
- - -
Dédé Borussia Dortmund 2
Martin Demichelis Bayern München 2
Mirko Dickhaut Eintracht Frankfurt 2
Bernard Dietz MSV Duisburg 2
Rolf Dohmen Karlsruher SC 2
Stefan Effenberg Borussia Mönchengladbach 2
Stefan Emmerling MSV Duisburg
SG Wattenscheid 09
2
Willi Ertz Borussia Neunkirchen 2
Ralf Falkenmayer Eintracht Frankfurt 2
Andreas Fischer Hamburger SV 2
Karlheinz Förster VfB Stuttgart 2
Manuel Friedrich Bayer Leverkusen 2
Milan Fukal Hamburger SV 2
Wolfgang Funkel Bayer Uerdingen
1. FC Kaiserslautern
2
Erwin Galeski VfL Bochum 2
Jürgen Gelsdorf Bayer Leverkusen 2
Andreas Gielchen MSV Duisburg 2
Willi Giesemann Hamburger SV 2
Richard Golz Hamburger SV
SC Freiburg
2
Uwe Grauer SSV Ulm 1846 2
Stefan Groß Karlsruher SC 2
Frank Hartmann 1. FC Köln
SG Wattenscheid 09
2
Michael Hartmann Hertha BSC Berlin 2
Christian Hausmann Bayer Leverkusen 2
Werner Heck 1. FC Saarbrücken
1. FC Nürnberg
2
Jörg Heinrich Borussia Dortmund 2
Thomas Hengen Karlsruher SC 2
Lars Hermel SC Freiburg 2
Torben Hoffmann TSV 1860 München
Bayer Leverkusen
2
Andre Hofschneider TSV 1860 München
Hansa Rostock
2
Horst-Dieter Höttges Werder Bremen 2
Faruk Hajdurovic Energie Cottbus 2
Simon Jentzsch TSV 1860 München 2
Jens Jeremies TSV 1860 München
Bayern München
2
Peter Kaack Eintracht Braunschweig 2
Raymond Kalla VfL Bochum 2
Vlado Kasalo 1. FC Nürnberg 2
Thomas Kempe MSV Duisburg
VfL Bochum
2
Peter Klimke Bayer Leverkusen 2
Stefan Klos Borussia Dortmund 2
Jürgen Kohler Bayern München 2
Egon Köhnen Fortuna Düsseldorf 2
Andreas Köpke Eintracht Frankfurt 2
Robert Kovac Bayer Leverkusen 2
Marijan Kovacevic Hamburger SV
VfL Wolfsburg
2
Armin Kraaz Eintracht Frankfurt 2
Martin Kree VfL Bochum 2
Helmut Kremers FC Schalke 04 2
Oliver Kreuzer Karlsruher SC
Bayern München
2
Mladen Krstajic Werder Bremen
FC Schalke 04
2
Samuel Kuffour Bayern München 2
Marco Kurz TSV 1860 München 2
Michael Kutzop Kickers Offenbach 2
Thomas Langbein SG Wattenscheid 09 2
Otto Laszig Hannover 96 2
Thomas Linke FC Schalke 04
Bayern München
2
Max Lorenz Eintracht Braunschweig
Werder Bremen
2
Ludovic Magnin VfB Stuttgart 2
Marcel Maltritz VfL Bochum
VfL Wolfsburg
2
Werner Mangold 1. FC Kaiserslautern 2
Marcelo Pletsch Borussia Mönchengladbach 2
Josef Marx Karlsruher SC 2
Lothar Matthäus Borussia Mönchengladbach
Bayern München
2
Franz Merkhoffer Eintracht Braunschweig 2
Erich Miß Wuppertaler SV 2
Norbert Nachtweih Bayern München 2
Thomas Paulus 1. FC Nürnberg 2
Michael Preetz Hertha BSC Berlin 2
Christoph Preuß Eintracht Frankfurt
VfL Bochum
2
Dieter Pulter 1. FC Kaiserslautern 2
Friedel Rausch FC Schalke 04 2
Oliver Reck Werder Bremen 2
Ricardo Costa VfL Wolfsburg 2
Rolf Rüssmann FC Schalke 04
Borussia Dortmund
2
Hans Sarpei VfL Wolfsburg 2
Matthias Scherz 1. FC Köln 2
Hans-Günter Schimmöller Hertha BSC Berlin 2
Matthias Schipper FC Schalke 04 2
Gerd Schneider 1. FC Kaiserslautern 2
Martin Schneider Borussia Mönchengladbach 2
Willi Schulz FC Schalke 04
Hamburger SV
2
Erich Seckler Bayer Leverkusen 2
Thomas Seeliger TSV 1860 München
Fortuna Düsseldorf
2
Moses Sichone 1. FC Köln
Alemannia Aachen
2
Jürgen Sobieray FC Schalke 04 2
Axel Sundermann VfL Bochum
SC Freiburg
2
Michael Tarnat MSV Duisburg
Bayern München
2
Dick van Burik Hertha BSC Berlin 2
Arie van Lent Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
2
Mirko Votava Werder Bremen 2
Timo Wenzel 1. FC Kaiserslautern
VfB Stuttgart
2
Andre Winkhold Borussia Mönchengladbach 2
Uwe Witt Hertha BSC Berlin 2
Christian Wörns Bayer Leverkusen 2

Stand 20. Februar 2012

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Jens Jeremies war ein Original

Im Getränkemarkt meines Vertrauens hing seit der WM 2002 ein Plakat der damaligen Nationalspieler, diverse Fotos von Ballack, Ramelow, Jeremies in Aktion, mancher von ihnen mit Trauerflor wegen des damals verstorbenen Fritz Walter. Natürlich auch Oliver Kahn, der Titan, wie er in seinem blauen Shirt mit seinen kurzen blonden Haaren irgendeine Deutschland-sucht-die-Superparade-Parade hinlegt bzw. sich selbst bei selbiger. Im Laufe der Jahre vergilbte das Plakat immer schneller und der eine oder andere Bubi, der dort seine nachmittägliche Dose Cola kaufte, wird mit so manchem Gesicht schon gar nix mehr anfangen können. Jens Jeremies? Marco Bode? Marko Rehmer? Wahrscheinlich nie gehört noch gesehen.

Letztens hat jemand das Plakat gegen eins von der „Euro 2008″ ausgetauscht. Eigentlich eine schöne Idee, Vergilbtseins Charme hat auch irgendwo seine Grenzen, doch offensichtlich hatte der Plakatherausgeber keine Rechte an den Originalbildern. Darauf nämlich auch zu sehen: Mario Gomez in Jubelpose. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, bei welcher Euro 2008 ein fröhlicher, jubelnder Mario Gomez aufgenommen worden sein soll.

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