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Schlagwort: Jens Nowotny

Meiste Gelbe Karten in der Bundesliga

Die Gelben Karten, die für unsereins so selbstverständlich zum Fußball dazugehören, wie die Fouls, für die man sie bekommt, wurden international erst zur WM 1970 eingeführt, in der Bundesliga sogar noch ein wenig Zeit später. Seit es diese Einrichtung gibt, haben sich etliche Sünder gleich dutzendfach in die folgende Liste eingetragen. Die meisten von ihnen sind dabei durchaus namhafte Spieler und erstaunlicherweise sind nicht allein Defensivspezialisten darunter zu finden.

Der mit weitem Abstand Führende ist da schon so ein Paradebeispiel, wie man früher im Fußball Gelbe Karten auch verstanden hat. Als „Zeichen“ an die eigenen Spieler aber auch an den Gegner. Da diese Zeiten inzwischen vorüber sind, ist auch der Zuwachs in dieser Liste in letzter Zeit eher sparsam. Dennoch werfe man zunächst einen Blick auf die komplette Liste.

Spieler Spiele Gelbe Karten
Stefan Effenberg 370 110
David Jarolim 318 96
Bernd Hollerbach 222 93
Torsten Frings 402 92
Frank Greiner 333 89
Christian Wörns 469 88
Sergej Barbarez 330 86
Günther Schäfer 373 85
Jürgen Kohler 398 84
Carsten Ramelow 333 83
Hanno Balitsch 343 82
Ulf Kirsten 350 81
Michael Ballack 267 80
Stefan Reuter 502 79
Jiri Nemec 256 78
Lothar Woelk 420 78
Thorsten Fink 367 77
Lothar Matthäus 464 77
Tomasz Haijto 201 75
Michael Tarnat 363 74
Michael Frontzeck 436 72
Michael Zorc 463 72
Thomas Berthold 332 71
Olaf Thon 443 71
Dariusz Wosz 324 71
Marco Kurz 300 70
Thomas Hörster 332 69
Oliver Kreuzer 282 69
Jörg Neun 358 69
Markus Schupp 351 69
Josip Simunic 271 69
Maik Franz 192 68
Thomas Strunz 235 67
Jens Jeremies 251 66
Levan Kobiashvili 351 66
Silvio Meißner 250 65
Jens Nowotny 334 65
Stefan Schnoor 277 65
Miroslav Votava 546 65
Klaus Augenthaler 404 64
Uli Borowka 388 64
Mike Büskens 370 64
Thomas Kempe 391 64
Sven Kmetsch 261 64
Stephan Passlack 270 64
Eyolfur Sverrisson 251 64
Javier Pinola 202 63
Cacau 307 62
Fabian Ernst 306 62
Karlheinz Geils 405 62
Hendrik Herzog 208 62
Sebastian Kehl 314 62
Nico Kovac 241 62
Martin Wagner 271 62

Stand Juni 2015.

Natürlich gibt es mehrere Gründe dafür, warum hauptsächlich deutsche Spieler und hauptsächlich Spieler aus einer bestimmten Periode in dieser Liste auftauchen.

Gründe für immer weniger Gelbe Karten pro Spieler

  • Zunächst mal ist da der Einführungszeitpunkt von Gelben Karten. Die erste Gelbe Karte der Bundesliga gab es erst 1971, weshalb alle Spieler, die zuvor tätig waren, in diesem Zeitraum überhaupt keine Gelbe Karte erhalten konnten.
  • Dann kommt natürlich das Bosman-Urteil 1995 hinzu. Seitdem sind unbegrenzt EU-Ausländer in den Kadern der Teams erlaubt, was insgesamt zu einer höheren Fluktuation geführt hat.
  • Wie sich zudem die Struktur der Karriere eines Fußballers gewandelt hat. Vereinswechsel sind heute viel häufiger an der Tagesordnung als es früher der Fall war. Das bedeutet zum Einen, das gute deutsche Spieler häufiger ins Ausland abwandern, aber auch, dass viele ausländische Spieler nur einen geringeren Teil ihrer aktiven Karriere in der Bundesliga verbringen. Die Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga umfasst dann auch nicht ganz zufällig fast ausschließlich deutsche Spieler, welche wiederum im letzten Jahrtausend aktiv waren.
  • Heutzutage beginnen die Karrieren der Spieler zwar in einem etwas früheren Alter, auch für eher durchschnittliche Spieler. Dafür enden sie aber immer früher und das mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr. Weniger Zeit also, Gelbe Karten zu sammeln.

Ein weiterer Aspekt, der hinzu kommt, ist der Umstand, dass die Spieler taktisch und auch physisch viel besser geschult sind. Gelbe Karten „aus Versehen“ kommen so gut wie gar nicht mehr vor, sie sind fast immer Folge einer taktischen Entscheidung. Abgesehen natürlich von Tätlichkeiten oder Schiedsrichterbeleidigungen. Aber auch in diesem Punkt gilt, dass wer sein Temperament nicht einigermaßen beherrscht, es heutzutage mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit in den Profifußball schafft oder falls doch, nicht unbedingt lange dort verweilt.

Gut möglich, also, dass all jene Spieler, welche heutzutage auf angebotenen Sammelkarten auftauchen, es gar nicht mehr in diese Liste schaffen werden, zumindest nicht in die oberen Ränge. Man kann also aktuell durchaus zum Beispiel Match Attax Karten kaufen bei Gate to the Games, ohne dass man Gefahr läuft, zufällig einen „König der Gelben Karten“ zu erwischen.

Auch wenn der absolute König der Gelben Karten, zur Zeit als Trainer wieder in der Bundesliga mitmischt – als Trainer werden wohl keine Gelben Karten mehr dazukommen. Und Spieler, die sich dauerhaft nicht beherrschen, finden dann über kurz oder lang doch keine neue Anstellung mehr in der Bundesliga.

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Österrichs – Gary Linekers Freunde 1:2

„… und schon gar nicht von Österreich!“ — hatte zwar niemand gesagt, erst Recht nicht wie einst durch die Kabine gebrüllt. Offensichtlich dachte aber die Mehrzahl der deutschen Spieler so. Als ob gegen Österreich ohnehin nichts anbrennen könne.

Anders wäre nicht zu erklären, warum die deutsche Mannschaft dann doch wieder ein Phänomen von den Toten auferstehen lassen musste, welches man schon lange beerdigt glaubte. Und welches nebenbei erwähnt ebenso lange dafür verantwortlich war, wieso man im europäischen Fußball den Deutschen jeden erdenklichen Misserfolg gönnte. Nach langer Zeit musste mal wieder ein „tyskmål“ her, wie die Norweger ein Tor nennen, das nach 90 Minuten einen unverdienten Sieg beschert, weil man plötzlich wie aus dem Nichts ein Tor erzielt. Und nichts, das war es, was die deutsche Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit aufs Feld zu werfen hatte.

Sie konnten einem dann fast schon leid tun, die Österreicher, wie sie Angriff um Angriff aufs deutsche Tor rollen ließen, und man dennoch ahnte, dass heute einer dieser Tage sein würde, die man früher noch jedes Mal benötigt hatte, als die Achse Jeremies-Nowotny sich von unverdientem Sieg zum unverdientem Sieg rumpelte und die eigenen Tore einem gewissen sehr jungen Miroslav Klose zu verdanken hatte.

Begeistert hatten sie in ihrem EM-Final-Stadion, von diesem Trauma sprach übrigens komischerweise niemand, alle Augen auf Gomez‘ Geschichte, die Fahnen geschwenkt, rot-weiß-rot, wie man es heute gar nicht mehr anders kennt. Die Fahnenindustrie muss den Ultras sehr dankbar sein, dass man heutzutage schon zu jedem Popels-Qualifikationsspiel Fahnen in 50.000-facher Ausführung bestellt, nur um zwei Minuten damit rumzuwedeln und sie dann in den Orkus zu werfen. Nachhaltig ist das nicht gerade.

Wie auch das Strohfeuer der österreichischen Angriffsbemühungen wenig nachhaltig war. Sie pusteten und pusteten, doch das deutsche Haus war aus Stein gebaut und am Ende kam Schweinchen Schlau in Person von Mario Gomez und zeigte den österreichischen Teilzweitwölfen die lange Nase. 2:1, alle Flüche und Traumata ausradiert, so gut wie für Polen qualifiziert und die Österreicher noch dazu aus dem Rennen geschossen. Einen Verlierer aus deutscher Sicht gab’s allerdings doch noch: Werder Bremen. Muss tatenlos zusehen, wie nach Carlos Alberto der nächste vermeintliche Topeinkauf alles daran setzt, seinen Marktwert zu vernichten.

Ein Wort zu Mehmet Scholl, das böse klingt und gar nicht so gemeint ist. Mehmet Scholl ist der Mario Barth der Fußballexperten: Alle finden ihn lustig, aber er ist es gar nicht. Man darf nicht übersehen, dass Scholl vor allem deshalb so positiv heraussticht, weil die übrigen Experten und solche, die es vorgeben zu sein, noch viel, viel schlimmer sind. Leider gilt auch für Scholl, das, was man den anderen unterstellt: Auf korrekt sitzende Pointen wartet man vergeblich. Einzig, dass Scholl meist recht lässig — für einen älteren Herrn — gekleidet ist und er flapsig, viel zu flapsig für einen älteren Herrn, formuliert, macht ihn ein wenig erträglicher als die übrigen.

Bliebe noch Arne Friedrich zu erwähnen: Wo Arne Friedrich ist, ist unten. Sein Tor gegen Argentinien bei der WM war offensichtlich das berühmte Korn, das ein Huhn auch mal findet. Davor führte er Hertha BSC in die 2. Liga und ist mit Wolfsburg am selben Ziel wohl nur gescheitert, weil er die komplette Hinrunde lang verletzt war. Nun also das zweite Eigentor in der Nationalmannschaft. Sicher erinnert sich jeder an sein erstes, das er gegen eine ähnliche Fußballmacht wie Österreich erzielte. Kein Wunder, dass Reinhold Beckmann sich da dessen Namen partout nicht merken möchte und ihn beharrlich ein knappes Dutzend Mal Arne Friedrichs nennt.

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Das entspannende Schweigen der Schäfchen

Die Schäfchen haben in Wirklichkeit gar nicht geschwiegen, doch waren sie nicht zu hören. Das eine Schäfchen sitzt bei Spielen hinter dem Mikrofon. Die anderen Schäfchen sitzen auf den Rängen.

Begibt man sich zu einem Qualifikationsspiel wie gegen das fußballerisch unpopuläre Kasachstan in eine Kneipe, so bewirkt das eine ganze Menge. Eine ganze Menge Entspannung.

Niemand macht Sitzplatz oder Sicht streitig. Niemand verlangt lauteren Ton. Und das ist das Angenehme und Entspannende an einem solchen Ereignis.

Das eine Schäfchen redet einem als Zuschauer kein Spiel schlecht, über das man selbst eine andere Meinung hat. Und das Pfeifen der anderen Schäfchen hört man gar nicht erst, weil der Ton so leise ist, dass man den Kommentator nur als entfernte Geräuschkulisse und die Zuschauer vor Ort im Stadion überhaupt nicht wahrnimmt.

Das Resultat ist eine ziemlich konträre Bewertung der Partie verglichen mit dem Urteil der beiden Schafsgruppen. Wer da im Publikum gepfiffen hat, war wohl nicht dabei, als es ein Dutzend Mal hintereinander nur 2:1 gegen Albanien hieß, als man 0:0 auf Island spielte, als selbst das Berti-Vogtssche Schottland eine echte Gefahr darstellte und als Jens Nowotny oder Jens Jeremies noch Leistungen auf den Platz zu werfen sich erlaubten, die Bastian Schweinsteiger selbst an schlechten Tagen wie am vergangenen Samstag locker übertrumpft.

Und dass das eigentlich Angenehme an einem Stadionbesuch ist, dass einem niemand das, was man doch selbst sieht, vor- und einsortiert. Weshalb man sich nicht darüber ärgern muss, sei es auch noch so falsch und unangemessen. Das wird an solchen Abenden wieder deutlich: wie entspannend das Schweigen der Schäfchen ist.

Im Grunde kann man bei derartigen Anlässen also auf beides verzichten: auf den Kommentator und auf den reinen Stadionton, wenn es ihn denn gäbe. Jedenfalls sofern dort Schäfchen mit Gedächtnissen sitzen, welche erst im Jahr 2006 ihre Arbeit aufgenommen haben.

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Ewige Eigentorschützenliste der Bundesliga

Nr. Spieler Vereine Eigentore
1. Manfred Kaltz Hamburger SV 6
Nikolce Noveski FSV Mainz 05 6
3. Per Röntved Werder Bremen 5
3. Franz Beckenbauer Bayern München 4
Willi Entenmann VfB Stuttgart 4
Karlheinz Geils Werder Bremen
Hannover 96
4
Karim Haggui Bayer Leverkusen
Hannover 96
4
Tomasz Hajto FC Schalke 04
MSV Duisburg
4
Wilfried Hannes Borussia Mönchengladbach 4
Thomas Helmer Borussia Dortmund 4
Ditmar Jakobs Hamburger SV
MSV Duisburg
4
Uwe Kliemann Hertha BSC Berlin 4
Michael Klinkert Borussia Mönchengladbach 4
Per Merteseacker Hannover 96/
Werder Bremen
4
Ludwig Müller 1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
4
Walter Oswald VfL Bochum 4
Marco Russ Eintracht Frankfurt 4
Gerd Zimmermann Fortuna Düsseldorf
Fortuna Köln
4
17. Frank Baumann Werder Bremen 3
Manfred Bockenfeld Werder Bremen
Waldhof Mannheim
3
Norbert Eder 1. FC Nürnberg
Bayern München
3
Atli Edvaldsson Fortuna Düsseldorf 3
Karl-Heinz Ferschl Hertha BSC
1. FC Nürnberg
3
Bernd Förster 1. FC Saarbrücken
VfB Stuttgart
3
Ingo Hertzsch Eintracht Frankfurt
Hamburger SV
3
Hendrik Herzog FC Schalke 04
SpVgg Unterhaching
3
Reiner Hollmann Eintracht Braunschweig
Rot-Weiß Oberhausen
3
Dirk Hupe Arminia Bielefeld 3
Jürgen Kalb Karlsruher SC
SV Darmstadt 98
3
Gerhard Kleppinger FC Schalke 04
Karlsruher SC
Bayer Uerdingen
3
Andreas Müller FC Schalke 04
VfB Stuttgart
3
Steven Cherundolo Hannover 96 3
Jens Nowotny Karlsruher SC
Bayer Leverkusen
3
Tomislav Piplica Energie Cottbus 3
Rob Reekers VfL Bochum 3
Dietmar Roth Eintracht Frankfurt 3
Günther Schäfer VfB Stuttgart 3
Stefan Schnoor Hamburger SV
VfL Wolfsburg
3
Georg Schwarzenbeck Bayern München 3
Klaus Senger FC Schalke 04
Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiss Essen
3
Heinz Steinwedel Hannover 96 3
Josef Weikl Fortuna Düsseldorf 3
Lothar Woelk MSV Duisburg
VfL Bochum
3
Wolfgang Wolf 1. FC Kaiserslautern 3
Gerd Wörmer Rot-Weiss Essen
Rot-Weiß Oberhausen
3
44. Peter Anders Hannover 96 2
Patrik Andersson Borussia Mönchenladbach 2
Sladjan Asanin Borussia Mönchengladbach 2
Klaus Augenthaler Bayern München 2
Jörg Bach Fortuna Düsseldorf
SG Wattenscheid 09
2
Michael Ballack Bayer Leverkusen
Bayern München
2
Holger Ballwanz Hamburger SV
VfL Wolfsburg
2
Heiner Baltes Fortuna Düsseldorf 2
Karsten Baumann Borussia Dortmund
1. FC Köln
2
Steffen Baumgart Hansa Rostock 2
Dietmar Beiersdorfer Hamburger SV 2
Uwe Bindewald Eintracht Frankfurt 2
Manfred Bockenfeld Werder Bremen
Waldhof Mannheim
2
Hans Borg Eintracht Braunschweig 2
Thomas Brunner 1. FC Nürnberg 2
- - -
Dédé Borussia Dortmund 2
Martin Demichelis Bayern München 2
Mirko Dickhaut Eintracht Frankfurt 2
Bernard Dietz MSV Duisburg 2
Rolf Dohmen Karlsruher SC 2
Stefan Effenberg Borussia Mönchengladbach 2
Stefan Emmerling MSV Duisburg
SG Wattenscheid 09
2
Willi Ertz Borussia Neunkirchen 2
Ralf Falkenmayer Eintracht Frankfurt 2
Andreas Fischer Hamburger SV 2
Karlheinz Förster VfB Stuttgart 2
Manuel Friedrich Bayer Leverkusen 2
Milan Fukal Hamburger SV 2
Wolfgang Funkel Bayer Uerdingen
1. FC Kaiserslautern
2
Erwin Galeski VfL Bochum 2
Jürgen Gelsdorf Bayer Leverkusen 2
Andreas Gielchen MSV Duisburg 2
Willi Giesemann Hamburger SV 2
Richard Golz Hamburger SV
SC Freiburg
2
Uwe Grauer SSV Ulm 1846 2
Stefan Groß Karlsruher SC 2
Frank Hartmann 1. FC Köln
SG Wattenscheid 09
2
Michael Hartmann Hertha BSC Berlin 2
Christian Hausmann Bayer Leverkusen 2
Werner Heck 1. FC Saarbrücken
1. FC Nürnberg
2
Jörg Heinrich Borussia Dortmund 2
Thomas Hengen Karlsruher SC 2
Lars Hermel SC Freiburg 2
Torben Hoffmann TSV 1860 München
Bayer Leverkusen
2
Andre Hofschneider TSV 1860 München
Hansa Rostock
2
Horst-Dieter Höttges Werder Bremen 2
Faruk Hajdurovic Energie Cottbus 2
Simon Jentzsch TSV 1860 München 2
Jens Jeremies TSV 1860 München
Bayern München
2
Peter Kaack Eintracht Braunschweig 2
Raymond Kalla VfL Bochum 2
Vlado Kasalo 1. FC Nürnberg 2
Thomas Kempe MSV Duisburg
VfL Bochum
2
Peter Klimke Bayer Leverkusen 2
Stefan Klos Borussia Dortmund 2
Jürgen Kohler Bayern München 2
Egon Köhnen Fortuna Düsseldorf 2
Andreas Köpke Eintracht Frankfurt 2
Robert Kovac Bayer Leverkusen 2
Marijan Kovacevic Hamburger SV
VfL Wolfsburg
2
Armin Kraaz Eintracht Frankfurt 2
Martin Kree VfL Bochum 2
Helmut Kremers FC Schalke 04 2
Oliver Kreuzer Karlsruher SC
Bayern München
2
Mladen Krstajic Werder Bremen
FC Schalke 04
2
Samuel Kuffour Bayern München 2
Marco Kurz TSV 1860 München 2
Michael Kutzop Kickers Offenbach 2
Thomas Langbein SG Wattenscheid 09 2
Otto Laszig Hannover 96 2
Thomas Linke FC Schalke 04
Bayern München
2
Max Lorenz Eintracht Braunschweig
Werder Bremen
2
Ludovic Magnin VfB Stuttgart 2
Marcel Maltritz VfL Bochum
VfL Wolfsburg
2
Werner Mangold 1. FC Kaiserslautern 2
Marcelo Pletsch Borussia Mönchengladbach 2
Josef Marx Karlsruher SC 2
Lothar Matthäus Borussia Mönchengladbach
Bayern München
2
Franz Merkhoffer Eintracht Braunschweig 2
Erich Miß Wuppertaler SV 2
Norbert Nachtweih Bayern München 2
Thomas Paulus 1. FC Nürnberg 2
Michael Preetz Hertha BSC Berlin 2
Christoph Preuß Eintracht Frankfurt
VfL Bochum
2
Dieter Pulter 1. FC Kaiserslautern 2
Friedel Rausch FC Schalke 04 2
Oliver Reck Werder Bremen 2
Ricardo Costa VfL Wolfsburg 2
Rolf Rüssmann FC Schalke 04
Borussia Dortmund
2
Hans Sarpei VfL Wolfsburg 2
Matthias Scherz 1. FC Köln 2
Hans-Günter Schimmöller Hertha BSC Berlin 2
Matthias Schipper FC Schalke 04 2
Gerd Schneider 1. FC Kaiserslautern 2
Martin Schneider Borussia Mönchengladbach 2
Willi Schulz FC Schalke 04
Hamburger SV
2
Erich Seckler Bayer Leverkusen 2
Thomas Seeliger TSV 1860 München
Fortuna Düsseldorf
2
Moses Sichone 1. FC Köln
Alemannia Aachen
2
Jürgen Sobieray FC Schalke 04 2
Axel Sundermann VfL Bochum
SC Freiburg
2
Michael Tarnat MSV Duisburg
Bayern München
2
Dick van Burik Hertha BSC Berlin 2
Arie van Lent Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
2
Mirko Votava Werder Bremen 2
Timo Wenzel 1. FC Kaiserslautern
VfB Stuttgart
2
Andre Winkhold Borussia Mönchengladbach 2
Uwe Witt Hertha BSC Berlin 2
Christian Wörns Bayer Leverkusen 2

Stand 20. Februar 2012

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Nowotny, der Fantasyautor

Wie Hans Meyer einst feststellte, würden von 25 Profis im Kader einer Bundesligamannschaft mindestens zwei unter Brücken schlafen, wenn sie keinen Profivertrag hätten. Dazu passt auch, dass 60 Prozent aller Profis nach ihrer Karriere private Insolvenz anmelden.

Insolvenz, damit hat Jens Nowotny dank guter Anwälte wohl nichts mehr zu tun, auch wenn er ein recht teures Hobby pflegt. Und jetzt kommt ein neues Hobby hinzu: Nach seinem Karriereende möchte er laut Interview beim Herrn Kicker „einen Jugendroman schreiben, irgendwas im Fantasybereich“. Und das wird für ihn, wäre das Wortspiel nicht so naheliegend, ein Kinderspiel. Mit Fantasy-Zahlen kennt er sich ja bestens aus, man schaue nur in seinen Verträgen nach.

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Der alte Mann und die Nationalelf

Jogi Löw hat sein Aufgebot für das Spiel gegen Schweden bekannt gegeben: Jens Nowotny ist dabei. Hätte Oliver Kahn mal nicht so früh seinen Rücktritt erklärt, dann wäre er jetzt auch noch an Bord: Als Clown für die Ersatzspieler, wie er und Jens Nowotny das ja schon während der WM hervorragend erledigten.

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Die Partei, die Partei, die hat immer recht

Wir beamen uns kurz zurück ins Jahr 2004. Sommer. Portugal. Die deutsche Mannschaft verliert, wenn auch ein bißchen unglücklich, mit 1:2 gegen Tschechien in der Vorrunde der EM 2004 und scheidet nach 3 Spielen ohne Sieg aus.

„Trainer“ Rudi Völler, der alte Volkstribun, tritt vor die deutsche Fankurve im portugiesischen Stadion und zuckt entschuldigend mit den Achseln. „Mehr ist mir nicht eingefallen, sorry, Jungs.“, will er wohl sagen. Der Plebs tobt und feiert ihn trotzdem. Warum? Keine Ahnung. Absolut unverständlich. Rudi Völler wird gefeiert, nicht nur in Portugal im Stadion, sondern auch kurze Zeit später bei einem unsäglichen Auftritt in der Fernsehsendung „Wetten, dass…?“. Das Saalpublikum bei dieser Fernsehunterhaltungsshow jubiliert, dass gar das Programm der Sendung kurzzeitig unterbrochen werden muss.

Hätte Rudi Völler dem Plebs Folge geleistet und seinen Job als Bundestrainervorstandswurst (denn Trainer war Rudi noch viel weniger als Jürgen), hätte er damit verhindert, dass Klinsmann sein Nachfolger würde. Das wiederum hätte dazu geführt, dass wir die komplette WM immer noch mit Nowotny („Man muss dem Mann dankbar sein.“), Kahn („Was der Mann für Deutschland (!) geleistet hat!“), Hamann („Er ist das ‚Metronom‘“) und Wörns („War schon 1992 dabei, kann so schlecht also nicht sein“) gespielt hätten. Das hätte, dank des Heimvorteils, am Endresultat vielleicht gar nicht so viel geändert. Der Fußball aber wäre ein anderer gewesen. Und weil die Partei immer recht hat, speziell die Partei, die aus Meinungsumfragen besteht, wäre also, wenn diese Partei an der Macht gewesen wäre, Rudi Völler jetzt noch Trainer.

Nun wurde Jürgen Rudis Nachfolger, er hat gerade einen Platz unter dem WM-Ergebnis von Rudi abgeschnitten, welchen die Partei schon in den Heiligenstand schicken wollte. Dritter Platz, das ist natürlich der Hammer für eine Fußballnation. Deshalb, so will es die Partei, stimmt das Volk nun mit einer Stimme ab. (Eine andere Wahl hat es ja auch nicht.)

Bei der letzten Plebs-Befragung erzielte Jürgen Klinsmann einen Wert von 96,4 Prozent. 96,4 Prozent der Bundesbürger sind dafür, dass er seine Arbeit fortsetzt. Dabei, das Foto zeigt es deutlich, ist Jürgen in den 4 Wochen des WM-Turniers doch enorm gealtert.

Nichtsdestotrotz: Dieser Volkesstimme sollte man immer Gehör schenken. Die hat schließlich richtig Ahnung von Fußball.

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Nowotny mit Hexenschuß

:Kurz vor dem 0:1 im Spiel gegen Japan erlitt Jens Nowotny einen Hexenschuss, mitten auf dem Spielfeld des BayStadions. Anders ist es nicht zu erklären, wieso er fünf Meter von einem Gegenspieler entfernt stehend versucht, diesen abseits zu stellen, indem er zwei Meter nach vorne geht und dann stehen bleibt.

Das macht aber nix, denn so bleibt die Mannschaft der Clinsfornische Devise treu: vorne hui, hinten pfui. Ich wage es auch mal, mich zu der Behauptung zu versteifen versteigen, dass Oliver Kahn gestern „das Spiel ganz alleine verloren“ hätte. Er hätte bei diversen Szenen noch älter ausgesehen als er es mit seinem zerknautschten Gesicht ohnehin schon tut.

Interessant finde ich, dass man selbst mit einem halben Auge auf den Bildschirm sehend sofort Jens Nowotny am Laufstil erkennen kann. Er läuft wie ein altes C64-Sprite, bei denen die Animation noch nicht so ganz rund lief.

Ein anderer läuft etwas runder, es ist David Odonkor, der sich gleich in der ersten Szene seiner Länderspielkarriere eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe abholte. Das kommentierten Delling und Netzer jovial grinsend, als wäre das ein Lausbubenstreich. Ist es auch, aber nur so lange, bis Netzer wieder für die SportFOTO schreiben wird, in der er „den Verfall der Sitten“ beklagt angesichts der „Flut von Betrugsversuchen“. Wahlweise noch ergänzt durch „in England würde es das nicht geben“ und das ebenso obligatorische „zu meiner Zeit“. Hat jemand noch mehr Klischees?

Die Zuschauer scheinen wie immer nicht zu wissen, was sie wollen. Rufen mal Schmähungen und mal Lobpreisungen, gerade so, als wären sie von der Dummschwätzeritis befallen.

Die Zeitungen titeln irgendetwas von „Schweinsteiger rettet Deutschland“ oder „Pleite gerade noch abgewendet“, während ich ein Fußballspiel gesehen habe, in welchem eine Mannschaft zwei Tore schoß und dann die andere zwei Tore schoß. Von einer großen Pleite oder Blamage hab ich da nicht viel gesehen. Es ist nämlich fast immer so, dass, wenn ein Spiel nicht zu Null aus geht, erst die eine Mannschaft ein Tor schießt und dann die andere Mannschaft.

Das ist aber a) sehr schwer zu verstehen und nur den echten Fußballfachleuten einsichtig und b) auch nicht sehr auflagenfördernd, wenn man titelt „2:2 – ein normales Fußballspiel“ oder „Nach Japan trifft auch Deutschland“. Nun gut.

Steht Netzer eigentlich auf einem Höckerchen, wenn er neben Delling moderiert, so wie es früher Kanzler Schröder oft tat?

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Es kann nicht jeder Deutscher Meister sein

Jens Nowotny bezeichnet die Nominierung für die WM als seinen „größten Sieg“. Dem ist angesichts seiner Bilanz nach 15 Jahren Bundesliga und so mancher Europapokalsaison nichts hinzuzufügen. Keine einzige Meisterschaft, kein einziger Pokalsieg, kein einziges gar nichts hat Jense je errungen. Traurig, dass für den armen, armen (nur 4,7 Mio Euro Abfindung bei Leverkusen) Jense also diese Nominierung für die WM der größte Sieg seiner Karriere ist. Das ist schon ein bißchen wenig.

Bleibt nur die Frage, warum jemand für solch einen echten Gewinnertyp so viel Geld zum Fenster rausschmeißt. Aber das wird Calli uns wohl nie verraten.

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Der schicke Bart bleibt zu Hause

Kuranyi ist Ex-Nationalspieler, wie ich es mir gewünscht hatte.

Ansonsten gibt es neben dessen Ersatz Odonkor keine große Überraschung im Kader, und außerdem muss ich sagen, hab ich gestern in einer Tanke mal kurz durch die FOTO am Sonntag geblättert, weil die mich Naivling mit der „Vorab-Version“ des WM-Kaders geködert hatte. Da stand allerdings weder von Hanke noch von Odonkor was, was mal wieder zeigt, dass man a) denen kein Wort glauben kann und b) Clinsfornia nicht mit der FOTO-Zeitung kungelt.

Also, ich bin zufrieden, dass der Bälleverstolperer Kuranyi nicht dabei ist. Einen für zwei von drei Vorrundenspielen gesperrten Spieler ins Aufgebot zu holen, wenn man evtl. nur vier Partien insgesamt hat, ist allerdings mutig ziemlich bescheuert. Zudem ist es natürlich ein besonderes Lob für Kuranyi, dass Klinsmann lieber einen gesperrten Spieler mitnimmt als ihn.

So können sich Deisler und Kuranyi, der nun auch depressionsgefährdet ist, zusammen auf dem Sofa die WM anschauen, wo in der Halbzeitpause immer der Spot läuft, in dem sie beide als Nationalspieler für irgendwelche Produkte werben. Die Antidepressiva sollten immer griffbereit neben den Chips stehen.

Hitzlsperger wird der neue Günter Hermann oder auch Frank Mill, wie ich hoffe, und ob Jens Nowotny wirklich so gut drauf ist, wie mir alle sagen, wird man noch sehen. Schließlich sind England, Schweden oder Argentinien eben nicht Hertha BSC Berlin oder Hannover 96. Allerdings ist ein bißchen Erfahrung vielleicht tatsächlich nicht schlecht neben all den Jünglingen in der Abwehr.

Christoph Metzelder hätte man jedoch ruhig zu Hause lassen können. Leicht angeschlagen ist er, gut, das gibt sich wieder bis der Ball rollt, aber eigentlich hat er in dieser Saison doch nur durch Stellungsfehler und verschuldete Gegentore auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Hertha BSC und Hannover 96…

Als letzte Konsequenz von Clinsfornias WM-Kader-Zusammenstellung muss man noch festhalten: Oliver Kahn wird jetzt der beste Freund von Hitzlsperger, Odonkor und Mike Hanke werden. Schließlich soll Kahn sich um die Spieler aus der zweiten Reihe kümmern, die nicht zum Einsatz kommen.

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Brummbrumm

Jens Nowotny.

Man, was ist das ein Kerl. Erst verklagt er seinen Arbeitgeber Bayer Leverkusen 2x auf Zahlungen laut irgendwelcher mündlichen Abmachungen. Heute liest man wieder in der sog. Qualitätspresse von seinen Eskapaden. Eigentlich liest man eher von Callis Eskapaden, denn der hat wohl den alten Vertrag mit Nowotny aufgesetzt. 4,7 Millionen Euro Abfindung kassiert Nowotny einfach nur dafür, dass er seinen Vertrag rechtzeitig kündigt.

Es geht hier nicht um Sozialneid, ob der Typ jetzt 20 Millionen oder 25 Millionen Euro in seiner Karriere verdient, ist mir herzlich egal. Offensichtlich schmeißt er das Geld ja ohnehin nur für dekadente Autos zum Fenster raus, aber wie gesagt: mir egal. Das wird ihn übrigens sehr interessieren, ob mir das egal ist oder nicht.

Ja, im Gegenteil: Froh bin ich darüber, dass Nowotny sich so verhält. Denn da Clinsfornia ja nachweislich sehr viel wert auf Charakter legt, hat sich Nowotny seiner letzten, ohnehin sehr kleinen WM-Chance beraubt.

Etwas zwiespältig ist das zwar schon, wenn ausgerechnet Clinsfornia, der angeblich in seiner Karriere als Spieler keinen einzigen Vertrag bis zum Ende erfüllt hat, solche „Charaktereigenschaften“ einfordert, aber auch das ist mir egal.

Hauptsache, der alternde, häufig in Zweikämpfen zu spät kommende und sich selbst überschätzende Klopper Nowotny fährt nicht mit zur WM. Er hat ja genug Autos, mit denen er im Sommer rumfahren kann.

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Ein Quartett, ein Quartett!

And now for something completely different.

Nämlich etwas Neues aus der Rubrik „Aus Liebe zum Spiel“.

Nachdem an allen Ecken und Enden der Republik die Wogen auf- und niederschlagen, welcher Trainer denn wo leben und welcher Nationalspieler denn wo betrogen haben soll, widmen wir uns ganz der Vogel-Strauß-Mentalität und spielen einfach ein bißchen mit den angenehmen Randerscheinungen unseres geliebten Volkssports herum.

Ein Online-Quartett [Link leider tot] bietet uns diese Seite. Dabei kann man herrlich abschalten von den Kehls, Wörns, Nowotnys und wie die diskutierten Problemfälle alle heißen.

Viel Spaß.

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