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Schlagwort: Tickets

Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

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Auf nach Polska & Ukrajina

Letzte Chance! Letzte Gelegenheit! Sind Sie dabei!*

Ja, die D-Mark 2012 steht an. Räusper, die „Euro“ 2012 natürlich. Europameisterschaft also, und zwar zum letzten Mal.

Nicht zum letzten Mal überhaupt, zum letzten Mal aber in ihrer wunderbar passgenauen Form von 16 Teilnehmern bei 8 Viertelfinalteilnehmern aus ziemlich genau 53 Verbänden, die versuchen, sich für dieses Endturnier zu qualifizieren.

Kein Rechnen ist nötig, kein Schieber, um zu ermitteln, wer am Ende der Vorrunde weiterkommt, und schon gar nicht so ein unerhörter Vorgang, eine Mannschaft ausscheiden zu lassen, weil sie im Vergleich mit einer anderen Mannschaft schlechter abgeschnitten hat, obwohl ihre Gegner in den Spielen völlig andere waren. Unzulässige Quervergleiche werden bei dieser letzten der gediegenen Europameisterschaft nicht nötig sein. Hier kommt weiter, wer erster oder zweiter in seiner Gruppe wird, und nicht wie von 2016 an derjenige, der schon bei der Aufteilung der Gruppen das doppelte Losglück hatte, selbst drei vergleichsweise leichte Gegner zu erhalten, während andere Teams drei schwierigere Gegner zu spielen haben.

Die mangelnde Fairness dieser Regelung ist ja scheinbar schon bei den Weltmeisterschaften von 1986 bis 1994 kaum jemandem aufgestoßen, hier an dieser Stelle tut sie es, weshalb man diese letzte EM noch einmal richtig genießen sollte.

Reicht es unter diesem, sport-historischen Gesichtspunkt aus, jene spezielle letzte EM ihrer Art daheim vor dem Fernseher zu genießen, gibt es trotz der nur schleppend vorangehenden Entwicklung der Infrastruktur insbesondere in der Ukraine aber auch Gründe, Polen und die Ukraine mit seiner physischen Anwesenheit zu beglücken.

Die geographische Nähe ist bei einer Europameisterschaft wohl eher kein Argument, auch wenn Polen von Berlin aus in einer knappen Stunde zu erreichen ist. Von der westlichen Bundesrepublik aus ist es wesentlich weiter bis nach Polen, aber auch immer gleich weit, ob man nun nach Portugal, nach Griechenland oder in die Ukraine fliegt. Nämlich genau von hier bis zum Flughafen. Den Rest macht der Pilot.

Nein, man kann und sollte nach Polen und in die Ukraine reisen, weil diese nicht in Katar liegen.

Katar?

Ja, der Aufschrei bei der WM-Vergabe nach Katar war doch im Dezember unter Anderem deshalb so groß, weil man in dem Land als Fußball-Fan keinen Alkohol konsumieren könne.

In Polen und der Ukraine muss man sich da aus mehreren Gründen keine Sorgen machen. Zunächst mal liegen die beiden Länder im blauen Teil des Alkohol-Gürtels in Europa. Und blau ist dabei nur in Ansätzen eine Metapher. In Polen und der Ukraine trinkt man Schnaps. Und zwar gefälligst jeder, auch die, die eigentlich Abstinenzler sind. Denn über die Sitten in Polen liest man:

Wer keinen Alkohol trinkt, ob generell oder an einem bestimmten Abend, muss damit rechnen, dies sehr deutlich zum Ausdruck bringen zu müssen. Anderenfalls wird ihm entgegen seines Wunsches dennoch welcher eingeschenkt werden.

Wer es jedoch wirklich à la typischem Fußballfan auf die Spitze treiben will, der fährt gleich weiter durch in die Ukraine, denn dort geht es angeblich folgendermaßen zu:

Alkoholkonsum auch am Vormittag schon ist in der Ukraine nichts Ungewöhnliches und gilt nicht als Anzeichen für Alkoholismus. Stärkere Alkoholika werden nicht in Liter bzw. Mililitern bestellt, sondern in Gramm. Eine Bestellung für einen Wodka lautet so also zum Beispiel „100 Gramm“.

Ganz wie beim stilvollen Dealer bestellt man in der Ukraine seine Ration also in Gramm. Da macht es dann auch nichts, dass weiterhin wie bei jeder UEFA- oder FIFA-Veranstaltung nur genau eine Biermarke ausgeschenkt werden wird, die noch dazu nicht unbedingt die schmackhafteste sein muss. Man vergnügt sich einfach schon nach Landessitte lange vor dem Stadionbesuch.

Bliebe die Frage, was in der Ukraine überhaupt als Anzeichen für Alkoholismus gilt. Und ob der schleppende Fortschritt bei den Vorbereitungen auf die EM eventuell etwas mit dieser Mentalität zu tun haben könnte, wenn der Konsum auch am Vormittag schon nicht unüblich ist.

Die Stadien sollen am Ende alle neu oder renoviert sein, allerdings ist ungewiss, ob man sie als Fan rechtzeitig wird erreichen können. Für die EM wichtige Autobahnprojekte in Polen werden gerne mal auf die lange Bank geschoben, letztens wurde mal wieder gestreikt. In der Ukraine ist man nicht mal sicher, ob man mit den Stadien überhaupt rechtzeitig fertig werden wird. Wie bei allen großen Fußball-Turnieren (außer dem in Kolumbien geplanten) wird aber auch in Polen und der Ukraine am Ende zumindest das, was für das Turnier selbst nötig ist, fertig sein.

Hotelbetten und Straßen- sowie Zugverbindungen sind da wie gesagt ausgenommen. Macht aber nicht allzu viel. 88 Prozent der Kartenwünsche bei den neutralen, nicht an die Verbände gehenden Kontingenten wurden ohnehin aus Polen und der Ukraine selbst bestellt. Die Leute dort werden wohl wissen, wo sie schlafen und wie sie wann rechtzeitig zum Stadion reisen müssen. Spitzenreiter bei den Bestellungen aus den sonstigen Nationen übrigens rein zufällig: Deutschland, mit etwa 2 Prozent Bestellungen bei den neutralen Karten.

Das einzig Positive an der für die EM 2016 in Frankreich geplante Erweiterung auf 24 statt 16 Teilnehmern ist, dass es möglicherweise wieder ein Spiel um Platz 3 bei Europameisterschaften geben wird, wie es immerhin bei Europameisterschaften bis 1980 schon einmal Usus war. Und das wäre schließlich begrüßenswert, wie man weiß, wenn man denn weiß.

Also, auf nach Polen und in die Ukraine, zum letzten Europameisterschaftsturnier seiner Art. Und komme jetzt bitte niemand damit, dass man doch ein Achtelfinale und damit nicht weniger als acht (!) KO-Spiele dazu gewönne. Zu welchem Preis, fragt sich, zu welchem Preis.

* Losverkäufer auf Kirmes und Jahrmärkten benutzen stets den falschen Imperativ. Sollten sie es als Frage meinen, ist es falsch betont. Einer der Gründe, neben der Tatsache, dass man sowieso nie gewinnt, nicht an deren sicher oft illegalen Treiben teilzunehmen.

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Unforgettable experience!!!

Natürlich sind die drei Ausrufezeichen aus dem Original. Das Original ist die Webseite, genauer gesagt das Blog von Edgar Davids, der gerade zu Crystal Palace gewechselt ist. Aus dem Vorruhestand noch mal zurück in den Profifußball, zurück auf den Platz.

Crystal Palace ist ein großer Name, im Sinne von großartig, aber kein allzu erfolgreicher Fußballclub. Er spielt in der zweiten englischen Liga, und dass Edgar Davids für ihn spielt, beschert ihm mehr Aufmerksamkeit als er in den letzten Jahren je hatte. Crystal Palace ist kein allzu erfolgreicher Fußballclub, weshalb er auch nicht über viel Geld verfügt. Die Frage, ob es nicht eher andersrum lauten müsste, diskutieren wir an anderer Stelle.

Und weil Crystal Palace nicht so viel Geld hat, müssen die Spieler schon mal mit dem Zug zum Auswärtsspiel fahren. Das letzte war in Scunthorpe, immerhin 312 Kilometer von Crystal Palace‘ Heimat London entfernt und somit kein einfacher Halbstundentrip.

[photopress:edgar_davids_train_tickets_blog.jpg,full,centered]

Für Zweit- oder Drittligaspieler mag es normal sein, für Profis beim SC Freiburg oder auch schon mal Union Berlin oder Hannover 96 ebenfalls. Für einen Profi wie Edgar Davids, dessen Vita nur von Clubs der Güteklasse „Sahne, die vor allen anderen durch die Tür kommt“ geschmückt wird, scheint es völliges Neuland zu sein.

„Unforgettable experience!!!“

So äußert er sich zu seiner Zugfahrt, von der er die Tickets fotografiert und online gestellt hat.

Für Davids, für den Flugreisen um den halben Globus völlige Normalität darstellen, ist eine Zugfahrt, eine Zugfahrt mit einem herkömmlichen Zug in England ein unvergessliches Erlebnis.

Fast so unvergesslich wie selber einkaufen gehen. Die Fußballschuhe putzen. Oder eigenhändig ein Formular ausfüllen.

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Trainer Baade verlost die letzten 20.000 Nicht-WM-Tickets für Südafrika

Die Nationalmannschaft ist ja so eine Einrichtung, die immer ihre Fans hat, auch wenn das zuletzt etwas schwächelte. Aber egal, ob „Deutschland“ nun in Mexiko, auf Färöer, in Shanghai oder in Duisburg spielt: Ein paar schwarz-rot-goldene Fahnenschwenker sind immer dabei. Ganz besonders sogar, wenn es um etwas geht, sprich: Ein Turnier ansteht. Eine WM oder EM ohne mehr als genug deutsche Fans gab es wahrscheinlich zuletzt 1962 in Chile.

Und deshalb hatte man sich hier auch keine Gedanken gemacht, ob das kümmerliche Kontingent von 21.000 Karten für alle drei deutschen Vorrundenspielen bei der WM in Südafrika unter die Leute kommen würde oder nicht. Die Frage war eher, wie viele weitere Karten neben diesen zugeteilten Kontingents deutsche Zuschauer noch erwerben würden und ob die Vorrundenspiele gegen nicht ganz so finanzstarke Nationen wie Ghana oder Serbien zu quasi-Heimspielen würden.

Und dann das!

Von den 21.000 zur Verfügung stehenden Tickets sind gerade mal 1.000 verkauft. Die übrigen 20.000 sind noch zu haben, offensichtlich hat aber niemand Interesse daran.

Und hier kommt jetzt Trainer Baade ins Spiel. In einer atemberaubenden Aktion in der Nacht und bei diesigen Sichtverhältnissen hat er sich diese 20.000 verbliebenen, nicht-bestellten Karten gesichert und verlost sie jetzt unter seinen Lesern — unter der Auflage, dass man es dann auch tatsächlich nicht nutzt und stattdessen während der WM lieber in Deutschland in den Biergarten oder zum Public Viewing geht und Südafrika Südafrika und Sicherheit Sicherheit sein lässt (sich dann aber möglicherweise von einem Besoffenen im Biergarten einen auf die Mappe hauen lässt). Kein Besuch in Südafrika, kein Flug, kein Hotel, kein Fuball vor Ort.

Bild: Eines von 20.000 Nicht-WM-Tickets.

Also, wohlan, liebe Leser: Wer möchte eines von 20.000 Nicht-Tickets für die deutschen Spiele bei der WM in Südafrika gewinnen und dann natürlich nicht benutzen?

Teilnahmevoraussetzungen sind: Kein Interesse, nach Südafrika zu reisen. Kein Interesse, die Nicht-Tickets auf dem nicht vorhandenen Schwarzmarkt weiterzuverkaufen. Kein Interesse daran, wie viel diese Nicht-Tickets ursprünglich gekostet hätten. Kein Protzen damit, dass man anders als die 1.000 schon bezahlt habenden Zuschauer das Ticket umsonst bekommen hat. Und vor allem: Die Nicht-Tickets niemals in Empfang nehmen und so für schlafvorbereitend leere Stadien bei der WM in Südafrika sorgen.

Die 20.000 Gewinner werden aus den Kommentaren ermittelt, wo bitte folgende Frage zu beantworten ist:

„Warum fahre ich nicht zur WM nach Südafrika, obwohl ich doch Nicht-Tickets gewinnen könnte?“

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Tickets für die WM-Qualifikation (außer Deutschland)

Tickets kauft man hierzulande beim Veranstalter. In anderen Kulturkreisen verfährt man gänzlich anders. In Liechtenstein zum Beispiel gibt es die Karten für das WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland nicht beim Fußballverband, sondern, na klar, bei der Post [Link zur Liechtensteiner Post leider tot].

Und dass man in Liechtenstein ganz gut mit SchwarzGeld umzugehen weiß, ist ja auch nicht neu. Wenn also die meist eben wegen jenes SchwarzGeldes gut betuchten Nachbarn aus dem Norden anrücken, dann werden, na klar, mal eben die Preise erhöht.

Preise Einzeltickets

alle Spiele (ausser Deutschland) Deutschland
Kategorie 1 50,00 70,00
Kategorie 2 40,00 60,00

Als guter Geschäftsmann muss man sich natürlich fragen, ob überhaupt jemand aus Aserbaidschan anreisen wird, insofern ist man gezwungen, beim Spiel gegen den fußballerischen und zahlenmäßigen Riesen Deutschland zuzuschlagen, um den Verband überhaupt am Leben zu halten. Nur 7000 Zuschauer fasst das Rheinparkstadion in Vaduz, und so wäre ich doch sehr überrascht, wenn hier in Kürze jemand kommentierte, der selbst vor Ort anwesend war — für nur 60 oder 70 Europa-Dollar.

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Zahl der Woche — Folge XXIV

Die Zahl der Woche stammt diesmal natürlich von einer Europameisterschaft, heutzutage auch als Euro verspottet:

1.659

So viele Zuschauer hatte laut Welt (bei fussballdaten.de sind es immerhin 1.700) eins der beiden Halbfinale der EM 1972, in welchem die damalige UdSSR gegen Ungarn antrat und 1:0 gewann.

Wahrscheinlich haben die Sponsoren die massenweise aufgekauften Tickets sogar tatsächlich verlost und nicht an Geschäftspartner verschenkt. Weil es noch kein Internet gab und die belgische Post mit diesem riesigen Ticketversand-Problem überfordert war, kamen die Tickets für die fehlenden, übrigen 39.000 Zuschauer aber erst nach der Austragung des Halbfinales an. Schade.

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Trojanisches Ticket

Angesichts der Art, wie der 1. FC Nürnberg mit der Doppelbelastung aus Liga und UEFA-Cup zurecht gekommen ist, mag es vielleicht auch sein Gutes haben, dass Hertha BSC nun aufgrund völlig undurchsichtiger Bewertungen im UEFA-Cup starten wird.

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Euro 2008: Tickets im Pub zu gewinnen

Angesichts nur 14.400 frei verloster Tickets könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere doch tatsächlich noch gerne bei einem Gewinnspiel mitmachte. JVC verlost jedenfalls ein paar Tickets für die EM. Dazu muss man ein gewisses Fingerschnippspiel erfolgreich bestreiten, welches meines Erachtens wenig mit realem Fußball noch mit Kneipenspielen zu tun hat, gewinnen kann man aber trotzdem.

[photopress:schnippschnapp_deutschland_niederlande_cafe_in_oesterreich_komisches_spiel.jpg,full,centered]

Ich habe nach drei Versuchen aufgegeben. Gegen Holland habe ich zwar 1:0 gewonnen, es war dann aber doch irgendwie zu schwierig für des Trainers Mausfähigkeiten.

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Karneval bei Real Madrid

Zum Karneval erlaubt man sich in Kastillien üble Scherze und verkauft Champions-League-Eintrittskarten zum halben Preis. Das zwar nur an Presseleute und deren Anvertraute, aber es ist doch immer noch ein Skandal, dass diese nur 70 Euro bezahlen müssen. Der volle Preis beläuft sich auf formidable 140 Euro für ein Champions-League-Achtelfinale, wie es sich bei den Königlichen nun mal geziemt.

[photopress:madbay2.jpg,full,centered]

Als Bonbon zum Anpfiff sei noch gesagt: Das Durchschnittsnettoeinkommen eines spanischen Arbeiters liegt bei ungefähr 1.200 Euro im Monat.

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Coffee & TV

Beim BVB läuft es nicht mehr ganz so rund und nicht mehr ganz so wie von selbst. Der Zenit scheint überschritten. Nicht im sportlichen Bereich, da traue ich dem BVB durchaus zu, in mittelfristiger Zukunft mal wieder oben angreifen zu können. Doch bei den Zuschauern hat das eingesetzt, was ich auch von meinem Kontostand kenne: Schwund.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, als die Tribünen des Westfalenstadions erweitert wurden, um die Kapazität auf stolze 83.000 Zuschauer zu erhöhen. Und die wurde auch fast immer ausgeschöpft, wenn die Graupeltruppe des BVB durch die Liga knickerte. Seit anderthalb Jahren setzt aber auch in Dortmund etwas ein, was man sich kaum vorstellen konnte: die Zuschauer bleiben weg. Letztes Jahr waren es nur noch 73.000 im Schnitt, in dieser Saison sind es sogar nur 70.500. So wie jeder Trend einmal zu Ende geht, scheint es in Dortmund und Umgebung nicht mehr ganz so hip zu sein, ins Stadion zu gehen, wie noch zu Matthias Sammers Zeiten.

Was macht man da als findiger Manager? Man schafft neue Angebote, einen Zusatznutzen, irgendetwas, wodurch man mehr bekommt als nur einen Stadionbesuch, also mehr als nur ein Fußballspiel zu betrachten: Die Tickets für den BVB werden jetzt bei Tchibo verkauft, als Paket mit Übernachtung und einem „Dortmunder Rosenkranz“. Das ist eine Bratwurst mit Bratkartoffeln, die man dann wohl mit nach Hause nehmen kann. Wenn das nicht attraktiv ist, weiß ich auch nicht.

Und der Erfolg ist dementsprechend umwerfend: 80 Karten sind auf diesem Wege schon verkauft worden. Da steigt der Schnitt mal eben von 70.500 auf 70.580, wenn diese 80 jetzt gehalten werden können. Und somit um 0,001 Prozent.

Aber gut, der Manager Eckhard wird mich schon aufklären, dass und warum das eine clevere Idee ist.

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Marry me and get my ticket

Auch wenn ein Gericht in der letzten Woche einen Kauf von WM-Tickets via eBay als rechtens erklärt hat, so galt dieses Urteil doch ausdrücklich nur für diesen Einzelfall. Gründe, die seitens des WM-OKs zulässig sind, sind Tod, Krankheit und noch zwei, drei. Weitergegeben werden darf das Ticket dann zwar an alle möglichen Leute, am einfachsten geht es aber, wenn man es an ein Familienmitglied weitergeben will.

Deshalb: am besten einfach den eBay-Verkäufer des eigenen Tickets heiraten, schon gibt’s keine Probleme mehr.

Leider sollte man das vor der WM bereits hinter sich gebracht haben, sonst wird’s schwierig mit dem rechtzeitigen Erhalt der Karte. Das ist ärgerlich, dann gerade während der WM, gibt es massig freie Termine beim Standesamt. Am Tag mit dem einprägsamen Datum 20.06.2006 gibt es zumindest in dem hier zitierten Standesamt noch ordentlich Platz für Heiratswillige, denn an dem Tag spielt Deutschland gegen Ekuador.

An einem solchen Tag einen wichtigen außerfußballerischen Termin zu haben, ist keine gute Idee. Lasst Euch das von jemandem gesagt sein, der am Tag des WM Spiels Deutschland-Polen 1974 getauft worden ist: am 3.7.1974. Wie meine Mutter berichtet, hatten es alle ganz eilig, Opa Hamborn (seines Zeichens Anhänger von Hamborn 90 und nicht von Hamborn 07, das muss man auch erst einmal schaffen), Onkel W. und auch der Priester selbst. Hat dann wohl noch vor Anpfiff geklappt mit der Prozedur.

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Rechnen wie Dr. Niebaum

Die Stuttgarter Zeitung schreibt:

„Dem WM-OK wurden auch die anfallenden Zinsgewinne vorgehalten, die dem einzelnen Kunden in entsprechenden Anteilen zustehen würden. „Bei einem Ticket für 100 Euro würde dies 1,39 Euro betragen“, rechnete WM-OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach vor. „Wir streiten uns um 1,39 Euro bei einem Projekt mit einem Gesamtetat von 430 Millionen.“

Das alte Niebaum-Problem. Niersbach glaubt doch nicht wirklich, dass wir bei 3,2 Millionen Tickets hier von 1,39 Euro sprechen. Wir sprechen von 4,5 Millionen Euro und somit immerhin mehr als 1% der Gesamtsumme des Etats.

Wenn ich so rechnen würde wie diese Experten…

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