Wir schreiben das Jahr 1904

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Und Andreas Müller lässt sich zum Thema seiner Fehleinkäufe und deren großen Disziplinlosigkeiten so zitieren:

„Man kann den Spielern nur vor den Kopf schauen.“

Natürlich kann man das nur, es ist ja auch erst 1904.

Wäre es hingegen 2009, oder damals eben 2008 oder 2007, könnte man Testverfahren anwenden, die Aufschluss über die Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen mit einer gewissen Zuverlässigkeit geben, ohne dass dem Probanden dabei besondere Möglichkeiten zur Manipulation dieser Tests offenstehen.

Tja, das wäre was, Manager Müller, wenn man dann vielleicht schon bevor man ein paar Millionen Euro auf den Kopp gehauen hat, wüsste, was man da eigentlich kauft. So eine Art Stiftung Warentest für Persönlichkeitsprofile. Ja, da freut man sich jetzt schon drauf auf Schalke. Man könnte dann vielleicht sogar schon lange vor 2007 bei Arsenal oder beim AC Milan anfragen, ob sie nicht mal ein paar Kopien dieser Testbögen rüberfaxen könnten.

Bis dahin allerdings muss man es beim Handlesen Bauchgefühl Vor-den-Kopf-Schauen belassen.

Schade um die Millionen.

11 Kommentare

  1. Hat Andi Müller den Reiss-Test nicht verstanden, haben die Spieler ihn nicht gemacht oder wird da Schleichwerbung zuungunsten von Schalke 04 gemacht? Oder ist der Test letztlich wertlos?

  2. Da ich grade eben das hier – http://koenigsblog.net/2009/01/05/aergernis-streit/ – las, möchte ich auch darauf verweisen. Ach, hab ich ja schon ;-).

  3. Pingback: myLaola: Blog von StefanoMillinotti: Quo Vadis, FC Schalke 04?

  4. Um Albert Streit „vor den Kopp zu schauen“ hätte Müller vor dem Wechsel ein Studium der Frankfurter Presse und einschlägiger Webbangebote genügt, um den als so charakterlos zu klassifizieren wie er hier in Frankfurt schon lange galt bevor er in Schalke unterschrieben hatte. Und über den einschlägig bekannten „schwarzen Abt“, der ihn berät ist auch schon alles gesagt worden.
    Jedenfalls Danke für das Geld, das Schalke für ihn überwiesen hat, das konnten wir sinnvoller einsetzen als den geföhnten Herren der so gerne „international spielen“ wollte.

  5. @Schnelli:

    Also mir fällt da spontan diese Geschichten ein: Nach 0:6 in Wolfsburg entschied sich die Mannschaft, den FC-Fans die Reisekosten nach Niedersachsen zu erstatten. Einzige Ausnahme: Albert Streit.

    Und dann gibt es ja auch noch das: http://www.youtube.com/watch?v=TOsKnCzCNfs :-)

  6. Hach, immer wieder schön zu sehen, wie leicht man Zinedine Zidane provozieren kann.

  7. Das war aber das Bremen-Spiel mit den Reisekosten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. :)

  8. @Effzeh:
    schönes Video:
    und zum Schluss noch so tun als wäre nichts gewesen und mit nem kleinen Jungen ein Photo schießen, kaum eine Minute nachdem man noch einem Fan eins auf die Rübe geben wollte. Da fehlen mir die Worte…

    Egal: Soll Streit ruhig das Geld fressen, dass die Schalker ihm in den geöffneten Rachen schieben.
    Das sollen 2 Mio. sein. Hätten wir noch 1904, so wäre er auch für 2000 „Talern“ gekommen und geblieben.

  9. Ha, 1904, da gab’s mehr Probleme auf der Doggerbank als auf der Spielerbank!

  10. Der Fehlgriff wäre Herrn Müller wohl auch mit Nacktscanner passiert… Es heißt doch „Einem nackten Mann kann man nicht ins Gehirn schauen“, oder?



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