Anti-Kommentatoren-Bashing-Beitrag

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Weil das Bashing — zu deutsch Schelte, nicht dass das in Vergessenheit gerät — von Kommentatoren so abgenudelt ist, dass sich mittlerweile schon jeder Blog-Kommentator zunächst mal entschuldigt, dass er nun doch wieder bashen muss, wenn er es irgendwo tut, hier der ultimative Anti-Kommentatoren-Bashing-Beitrag. Gleichzeitig entschuldigt sich jedoch niemand, wenn er bei twitter voll in die Saiten greift und abledert, was das Zeug hält. Zuletzt erlebt beim zugegebenermaßen unerquicklich schlechten Tom Bartels gestern bei der Partie Deutschland — Italien, als man sich vor Nörgeltweets bezüglich Tom Bartels‘ Leistung kaum retten konnte.

Weshalb dem etwas entgegen geworfen werden muss.

Und das geht folgendermaßen, einfach, schlicht und ergreifend:

Welchen Kommentatoren hört(et) Ihr gerne?

Ich selbst muss lange überlegen, bis mir zumindest aus der Gegenwart einer in den Sinn kommt. Ich verfüge weder über himmel noch verfügte ich je über Uraufführung, zudem schaue ich TV-Fußball ohnehin häufig in Situationen, in denen man den Kommentar kaum versteht und genauso häufig kann ich mir den Namen nicht merken, sofern es nicht eine jener Eminenzen ist, die man seit Jahren kennt oder seit Jahren basht bzw. schilt.

Wie dem auch sei, ich kann heute mit keinem Namen in Vorleistung gehen, würde aber gerne wissen, welchen Kommentatoren Ihr als angenehm empfindet. Timbre, Themen, Tonation. Was auch immer dafür relevant sein könnte. Und gerne auch aus der Vergangenheit, muss aber natürlich nicht, ein aktuell Wirkender wäre fast noch lieber.

Welchen Kommentatoren hört(et) Ihr gerne?

38 Kommentare

  1. Gerd Gottlob.

    Mir fällt sonst im Fußball kaum einer ein. Ich zitiere jemanden, der gestern neben mir saß: Ich wünsche mir Rubenbauer wieder.

    So schlimm ist es nämlich.

    Manchmal denke ich mir, wie es wäre z.B. das Chaos-Duo, das bei Eurosport Skispringen kommentiert mal an ein Champions-League Spiel zu lassen. Ob es furchtbarer wäre, als die sogenannten Experten? Schwer zu sagen.

  2. Ich höre besonders gerne zwei Leuten aus der Sky-Riege zu: Kai Dittmann und Martin Groß.
    Dittmann, weil er in der Lage ist selbst das langweiligste Spiel noch interessant zu kommentieren, weil er Geschichten kennt, die amüsant sind und die man noch nicht kennt, er hat durchaus das Auge für besondere Situationen und nimmt sich darüber selbst nicht so wichtig.
    Groß, weil er sich vom breiten Rest der Reporter dahingehend abhebt, dass er nur das sagt, was wirklich nötig ist und auch seine Stimme wirklich angenehm unaufdringlich ist.

  3. Bei Länderspielen höre ich gern Béla Réthy. Er ist so etwas wie die Kommentatoren-Stimme der deutschen Nationalmannschaft. In diesen Genuss komme ich jedoch nur bei Turnieren, da ich Länderspiele sonst in der Regel meide.

    Wenn mittwochs Champions League ansteht, ziehe ich Wolff Fuss gern gegenüber seinen Kollegen auf Sky vor. Er ist mein Favorit, auch wenn viele sagen, dass er „früher“ besser war. Als es diesen Kult um seine Art zu kommentieren noch nicht so ausgeprägt gab. Auf Sky ist mir mittlerweile Kai Dittmann am liebsten. Gern höre ich auch Fritz von Thurn und Taxis. Aufgrund seiner stets respektvollen, charmanten Art, auch wenn man auf die ein oder anderen Rand-Bemerkung in jedem Spiel verzichten könnte.

  4. Gerd Gottlob bei den Öffentlich-Rechtlichen, ansonsten Wolf Fuss und – auch wenn jetzt viele aufschreien mögen – immer noch Marcel Reif. Wobei ich die sky-Kommentatoren nicht beurteilen kann, da ich sie mangels Abo zu selten höre.

    Absolutes No-Go: Wolf-Dieter Poschmann. Ach so, kein Bashing. Sorry.

  5. zunächst mal eine Antwort zum Bazi-Blogger, Dittmann und TuT gehe ich mit, Fuss bedingt, aber bitte nicht Réhty…:-)
    unsere Kickwelt-User haben in dieser Saison folgende Rangliste benotet:

    http://www.kickwelt.de/bewertungen.phtml?cat=1&d1=4

    Generell ist vieles, was Kommentatoren sagen, Geschmacksache. Bestes Beispiel ist Marcel Reif: entweder wird er mit einer 6 bewertet oder mit einer 1, dazwischen gibt es nur ganz wenig – ähnlich ist es bei TuT. Meine persönliche Meinung ist, dass ein guter Kommentator nicht nur ständig Statistiken runternudeln sollte, sondern das Spiel eher begleiten. Eine Portion Wortwitz sollte auf jeden fall dazugehören und was ich gar nicht mag ist, wenn Spiele wie das Testspiel gestern Abend kommentiert werden wie ein WM-Endspiel. Genau wie andersrum auch nicht, wenn Schlaftabletten kommentieren.
    Ein wichtiger Punkt ist auch, dass es den Kommentatoren gelingt auch ein langweiliges Spiel interessant zu machen. Dabei ist mit Sicherheit Fritz von Thurn und Taxis weit vorne, dem oft Fehler vorgeworfen werden, der aber gerade in solchen Situationen brilliert

  6. Der einzig wirklich gute ist Kai Dittmann. Danach mit Abstrichen vielleicht auch noch Wolff Fuss, Thurn und Taxis und immer mal wieder Marcel Reif. Der Rest, gerade die ganze ARD- und ZDF-Garde, ist einfach nur Blech. Wann fängt man denn in Deutschland endlich mal an, zwei Kommentatoren für ein Spiel zu nehmen, so wie es auch in England meistens ist und bei US-Sports gang und gäbe? Fußball bietet sich mehr als jede andere Sportart dafür an, weil dann nicht jeder Einwurf noch mit einer Floskel kommentiert werden müßte, sondern bei Ruhephasen die beiden mal zwei, drei Sätze am Stück über das Spielgeschehen diskutieren könnten.

  7. Ich hab irgendwann mal einen Sport1-Kommentator bei twitter gelobt und mir wurde gesagt, das sei Uwe Morawe. Also finde ich den wohl ganz gut. Uwe Morawe.

    Frank Buschmann mochte ich eigentlich auch – allerdings bin ich mir dessen nicht mehr so sicher, seit er auch so einen Bullshit wie „Schlag den Raab“ macht.

    Am Schlimmsten sind Poschmann und Steffen Simon. Jaja, danach war nicht gefragt, aber es ist doch irgendwie auffällig, dass die Öfis in diesem speziellen Bereich (zumindest nach meiner Wahrnehmung) so viel schlechter aufgestellt sind als ein kleiner Privatsender.

    Sky respektive Premiere habe und hatte ich ebenfalls nie, von dhaer kann ich zu den dort arbeitenden Leuten wenig sagen.

  8. Ich weiß leider nicht mehr, ob Frank Buschmann jemals Fußball machen durfte, aber beim Basketball ist es ein Traum mit ihm. Habe mich sogar schon einmal für ein unwichtiges Basketballspiel auf Sport 1 und gegen Euroleague mit Dortmund entschieden. Man merkt einfach, dass er mitgeht.

  9. Jens-Jörg Rieck würde ich gerne mal 90 Minuten hören.

  10. Meine Favoriten wurden alle schon genannt. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mag ich Gerd Gottlob sehr gerne, bei Live-Spielen im dritten Programm gefällt mir auch Matthias Cammmann ganz gut. Kai Dittmann ist klar einer der besten bei Sky, Wolf Fuss fand ich auch lange toll. Jetzt habe ich aber zu oft das Gefühl, dass er mittlerweile zuviel Lob abbekommen und wahrgenommen hat und sich zu sehr auf mega-geistreiche Sprüche verlässt. Das ist in Maßen toll, nervt aber hin und wieder auch. Ach ja, über Thurn-und-Taxis-Kommentare freue ich mich auch immer mal wieder. Ehrlich jetzt.

  11. Der Einäugige unter den Blinden heißt für mich Gerd Gottlob. Hat sicher auch diverse Schwächen, nervt aber bei weitem nicht so wie der Rest. Öffentlich-rechtlich sowie privat.

    Das schlimme an heutigen Fußballkommentatoren im Vergleich zu früheren Zeiten ist, daß sie nicht mehr als distanzierter Beobachter das Spiel sehen, sondern als Fußballfan. Besonders auffällig bei den ganzen Affen, die sky vor’s Mikro läßt. Die kann man alle konsequent in die Tonne kloppen, insbesondere Dittmann, Born, Fuss und vor allem Kunde. Fritzt von TuT läuft da eher so als Kuriosität mit, als Kommentator kann man den ja nicht ernst nehmen.

    Ich möchte von Kommentatoren nicht hören, wie sie persönlich die Szene gesehen haben („Für mich war das ein klarer Elfmeter“, oder „Meiner Meinung nach war das Abseits“), sondern sie sollen mir objektiv beschreiben, was auf dem Platz passiert. Heutige Kommentatoren lassen sich meines Erachtens zu sehr von dem Bildschirm treiben, der vor ihnen steht. Und dann wird stundenlang schwadroniert, wer mal wo gespielt hat und mit wem usw. Nein, wer an wen welchen Pass spielt und wer danach frei steht, das will ich hören.

    Was grundsätzlich fehlt sind Experten. Ich würde mir wünschen (auch wenn die Kombi niederschmetternd war), daß man wieder so was versucht wie mit Rubenbauer und Rummenigge.

  12. Kai Dittmann, Wolff-Christoph Fuß.
    Frank Buschmann, wenn man auf Spektakel steht.
    Früher hörte ich auch Kerner ganz gern, war aber wohl ne Kindheitserinnerung.

    Ich würde aber viel lieber auch eine Diskussion anstimmen, wieso es in Deutschland so selten Versuche gibt, das im Ausland gängige Doppel-Kommentatoren-Prinzip mal zu versuchen…in Englisch schaue ich Spiele echt gerne…

  13. Wolff Fuss.
    Finde zudem den Großteil der sky-Riege eigentlich gut (also abgesehen von Reif und Thurn und Taxis), vor allem Marco Hagemann.

  14. Kai Dittmann, Wolff Fuss und auch ich finde Marcel Reif häufig ganz angenehm. Reifs Kommentare zu den deutschen WM-Spielen: fand ich großartig. Liegt wohl daran, dass man sich in den Fällen mal sicher sein kann, auf welcher Seite er steht.

    Marco Hagemann ist auch gut, Roland Evers hör‘ ich gerne zu. Pauschal in die Tonne kloppen würde ich die Sky-Riege nicht. Da sind einige wie Torsten Kunde und Thurn und Taxis, denen ich gar nicht zuhören kann, aber viele können sich hören lassen.

  15. Martin Tyler & Guy Mowbray

    von den deutschsprachigen finde/fand ich Frank Buschmann relativ unterhaltsam.

  16. Wann kommt der „Bildregie-Bashing-Beitrag“? Oder gibt es den schon?

  17. Mir gefällt keiner hunderprozentig. Den Besten aus allen schlechten zu nennen iss ja nun auch keine Lösung. Keiner „liest“ mehr das Spiel; immerhin sieht der TV-Zuschauer meist nur den Ausschnitt, in dem sich der Ball befindet. Der Rest bleibt ihm – im Gegensatz zum Livezuschauer – verborgen. Oder aber es quält mich einer verbal mit unsäglichen Statistiken.
    Wo seid ihr Rudi Michels, Oskar Kloses, etc……

  18. Richtig doll find ich die alle nicht. Ich würde gerne mal jemanden wie Mehmet Scholl als Kommentator haben.
    Gruß
    Fulano

  19. Ich würde mich dem Doctor anschließen.

    Kein Kommentator ist in der Lage das Spiel zu beschreiben, das zu beschreiben was tatsächlich passiert. Also: Wo sind die Räume, warum kommt kein Spielfluß zu stande.
    Es wird von fast allen einfach nur laut Namen gerufen (Mein Lieblingsbeispiel dazu: Ballack. Ballack! BALLLACK! bei einem Schuß des selbigen in einem Länderspiel und der Ball ging knapp neben die Eckfahne!)

    Daher gibt es von mir leider keinen Vorschlag.

    Zu den Doppelkommentatoren: In Amerika funktioniert es, hier haben wir seit 1990 damit aufgehört (Rubenbauer / Rummenigge), oder?

  20. Doppelkommentatoren sind genial, wenn das Duo passt. Siehe Thiele/Heinrich bei Eurosport oder Hindelang/Goldmann beim Eishockey auf Sport1 („Hörprobe“ heute 17 Uhr).
    Buschmann ist natürlich auch super, nicht nur beim Basketball.

  21. Da schaut man mal unbedarft kurz vor Mittag beim Trainer rein und was kriegt man zu lesen?
    Obwohl man hier ja nicht schelten, sondern loben sollte, sei es gestattet, dieses Dogma auch zu negieren. Denn was hier teilweise geschrieben steht, verleitet einen dazu, vom Glauben an die Leserschaft dieses Blogs abzufallen.

    Wie kann man nur diesen unsäglichen Fritz von Laber&Nervtöt irgendwie gut finden, wenn er ein Fußballspiel kommentiert?

    Wiewohl, das darf man nicht mal dem letztlich neutralem Wort „kommentieren“ antun, es mit diesem Etwas von einem Dampfplauderer im selben Satz zu bringen.

    Wenn Laber&Nervtöt für jeden Bullshit und jede Phrase, die er während eines Spiels ablässt, € 3,- abdrücken müsste, dann würde sogar ein Geldspeicher von Dagoberts Format platzen.
    Jede Spieleinschätzung gnadenlos daneben, jede sog. Analyse einer Spielsituation erbarmungslos falsch, jede Auslassung über Taktik von exorbitanter Unwissenheit gekennzeichnet. Das Ganze dann aufgefüllt mit Statistikschrott, den diese Geisel Gottes von irgendwelchen Subalternen eingeflüstert kriegt. Und Alles in einer Art und Weise wichtigtuerisch und schräg prononciert vorgetragen, dass man meinen könnte, hier wird gerade der Baum der Erkenntnis abgesägt.

    Zum Positiven: Nur ein Einziger hat hier mal Uwe Morawe genannt. Der ist unglaublich sprachgewandt, versteht seine überragende Sachkompetenz auch hervorragend einzubringen und trifft auch immer den richtigen Ton, ob leidenschaftlich oder zurückhaltend. Leider darf er nur noch irgendwo im Orkus der Jugend-Test-Länderspiele seine Exzellenz zeigen. Warum das so ist, wird wohl nie geklärt werden können.

  22. @tafelrunde:
    Ich hab mal ein wenig gegoogelt – das hier könnte ein Grund sein, weshalb sich Morawe so rar macht: http://www.ligafans.de/stammtisch/3951-uwe-morawe-entlassen.html

  23. Geisel Gottes ist gut und sehr subtil, tafelrunde :D
    Daraus folgere ich, daß es dann wohl bei all denen, die Tut und Kannix gut finden, das Stockholm-Syndrom ist ;)

    Da ich seit der WM 2006 den Ton stummschalte, um diesem unsäglichen und fast immer widerlich chauvinistischen Geschwätz zu entfliehen, fällt mir neben Marcel Reif, bevor er zur Schwätzmaschine wurde (also seit er zu Brämmiere wechselte), keiner ein, bei dem ich mir nicht auch dringend mehr Mut zum Mute wünsch(t)e.
    Was ich aber wirklich hasse, sei trotzdem noch erwähnt: Livetickerkritzler, die – in dem Fall- Spiele der Primera Division mit ihrem unsäglichen Gebrüll versehen müssen. Ein frisches Beispiel hier:
    http://www.weltfussball.de/spielbericht/primera-division-2010-2011-real-madrid-real-sociedad/liveticker/
    Es geht natürlich um die Tore.
    Früher wurden solchen Idioten die Hände abgehackt, oder?

  24. Frank Buschmann, Wolf Fuss, Kai Dittmann und Michael Stach

  25. Ich verstehe nicht, warum man immer so ein Brimborium um die Kommentatoren macht. Für mich macht das keinen Unterschied, ob da einer redet oder nicht.

  26. ich höre gerne den Chinesen auf CCTV zu; gern auch in Doppelmoderation; ansonsten ist ja H. Faßbender unerreicht.

  27. Ich hab mich schon vor Jahren an die Amerikanischen Kommentatoren gewöhnt und da kommt man dann auch nicht wieder von weg… vor allem, wenn selbst Amerikanische Computerspiele mit besseren Kommentatoren als die Deutschen Länderspiele präsentiert werden… Deutsche Kommentatoren (besonders bei Länderspielen) sind immernoch viel zu sehr Fan… In Amerika hat man einen Kommentator und dann bis zu 2 Experten, die halt richtig Ahnung von dem Sport haben, über den sie da referieren… stellt euch einfach mal vor, Jürgen Klopp würde in einen Live Kommentar eingreifen… wenn man das nen paar mal gesehen hat (und also beim Fussball gucken vom Kommentator was lernen kann) will man sich gar nicht mehr freiwillig auf das deutsche Niveau herablassen…
    die nächste überraschende Erkenntnis: mehr Werbepausen würde dem Niveau der Kommentare helfen… in Amerika werden diese immer genutzt, um Analysen der letzten Spielzüge vorzubereiten…

  28. Fußball ist für mich immer noch eine Radioerlebnis, allerdings scheinen auch dort die Reporter (hier übrigens nicht Kommentatoren genannt…) nachzulassen. Herausragend waren Breuckmann und Koch, die leider aus dem Äther verschwunden sind.
    Im Fernsehen gefallen mir Rethy und Reif, wobei letzterer dank Pay-TV, fast ausschließlich in Kneipen genossen, auch kaum noch zu hören ist. Entsprechend kenne ich gar keine der jüngeren aus dem BezahlfernSehen.
    Poschmann, Wontorra, Simon, Kerner gehören ins Archiv!

  29. @passives abseits – au ja, Werbepausen, das ist gut; das fehlt wirklich. Und mehr Klopp im Fussball-TV – noch besser; Am besten man kombiniert das: Werbepausen und Klopp, da lernen wir alle wie wahnsinnig dazu. Das ist dann fast wie DSF Spieltagsanalyse (Helmer und Klopp und viele Werbepausen – muss umwerfend funktionieren).

    War nicht dein ernst, oder?

  30. Nehmt den ganzen Kommentatoren ihre Zettelkästen weg, verbietet ihnen das Brüllen – und vielleicht können sie es sogar ordentlich. Ich habe immer noch die leise Befürchtung, dass Rethy, Bartels und Co. es viel besser könnten, wenn Ihnen nicht genau diese Kommentator-Linie von irgendwelchen dunklen Mächten vorgegeben werden würde. Kann mich noch erinnern, dass Rethy vor vielleicht zehn Jahren als kleinere Nummer beim ZDF durchaus einen fachkundigen, angenehm zurückhaltenden Eindruck auf mich machte. Die ersten Spiele mit deutscher Beteiligung dürften ihn wie viele zuvor verdorben haben.

    PS: Vielleicht sollte er auch so laut „kommentieren“, damit man die miese Stimmung im Stadion nicht so gut mitbekam? Ich hatte am Fernseher den Eindruck, als wenn allein ein paar Fouls und vermeintlich falsche Schiri-Pfiffe für etwas Bewegung im Publikum sorgten.

  31. Ach ja, Anti-Bashing: Ich fand, dass der sky-Kommentator vom Kick Bochum – Oberhausen letzte Woche das sehr gut, fachkundig und ohne großes Schnickschnack rübergebracht hat. War völlig entsetzt, als ich nachgelesen habe, wer das denn war: Ulli Potofski…

  32. Wirklich gute TV-Kommentatoren fallen mir auf Anhieb eigentlich nicht ein. Aus der Riege der Radiokommentatoren würde ich Gert Zimmermann vom MDR nennen. Herrlich altmodisch. Bisweilen ein wenig zu ddresque, aber nunja.

  33. Also auf die Gefahr hin, ausgelacht zu werden, ich fand Werner Hansch immer ganz gut. Bei ihm bestand nie die Gefahr seine Aussagen ernst zu nehmen und man hatte häufig was zu lachen.
    Marcel Reif war früher auch sehr gut, das hat aber deutlich nachgelassen.

  34. Also der beste Kommentator aus meiner Sicht war immer Gottfried Weise. Leider kennen den wohl nicht allzuviele hier und die Gründe dafür werden hier etwas beschrieben –> http://www.indirekter-freistoss.de/2004/03/25/eurosport-kommentator-gottfried-weise/
    Ansonsten gefällt mir noch der Buschmann beim Basketball, was vor allem an seiner eigenen Begeisterung für den Sport liegt und dies auch gleichzeitig der Grund, warum viele andere Kommentatoren bzw. Buschmann in einer anderen Sportart so jämmerlich versagen!
    Der Reif geht mir persönlich nur noch auf den Sack und ich frage euch ehrlich: wie könnt ihr als Fußballfans einen Kommentator gut finden, der nicht einmal die Regeln dieses Sports beherrscht?
    Ich schließe mich auch einigen Vorrednern an, dass eine Doppel- oder Dreifach-Variante (s. Spanien bei der WM) wesentlich besser funktionieren, aber das hat in Deutschland noch kein Sender (außer Eurosport) verstanden. Aber bitte nicht so eine große Sch**** wie die ständigen Unterbrechungen durch Beckenbauer bei ran – das ist das allerletzte und ich sag es so wie es ist: weder Beckenbauer noch Netzter haben/hatten wirklich Ahnung über den Fußball den sie kommentier(t)en! Also ob die wirklich wüßten, wie die moderne Trainigslehre und Spielweise im Idealfall auszsehen hat…

  35. Der Beste war immer Hansch. „Der Ball senkt sich wie ein Backstein ins Tor!“ – Mehr braucht man dazu kazum zu sagen.

    Aktuell freu‘ ich mich auf jedes Spiel, das Taxi Frrrritz begleitet – aus genau den Gründen, die Tafelrunde schon nannte. Dazu müssen beide Teams möglichst viele Spieler mit R im Team haben. Rrrrakitic zu Huntelarrrr, passt zu Rrrrraul – herrrlich und kurzweilig. Die Kommentatoren sollen doch unterhalten oder nicht? Da kann ich auf Kompetenz verzichten, die sitzt doch immer schon vorm Fernseher ;)

    Reif – unerträglich. Den hören doch imho die Meisten nur, um sich über ihn aufregen zu können, darum hat er trotz fortschreitender Alterserscheinungen immer noch den Job als Chef-Kommentator bei Sky – er polarisiert und die Leute schalten ein.

    Simon – Nervensäge. Vor allem, dass er ab der ersten Spielminute anfängt, ein Fazit nach dem anderen zu ziehen, bringt einen schon fast dazu, in die Fernbedienung zu beißen.

    Kerner – sollte lieber nur noch sein Pseudo-Betroffenheits-TV machen.

    Das „beste“ deutsche Kommentatoren-Duo ist übrigens Carsten Schäfer und Günter Zapf, die beiden sollte man mal auf die BuLi los lassen ;)

  36. Gerd Gottlob.
    Und, man möge mich steinigen, Tom Bartels.

  37. Als Sky-Abonnent erlaube ich mir mal eine kleine Einschätzung der Fußball-Kommentatoren aus meiner Sicht.

    Marcel Reif:
    Seine fachliche Kompetenz ist sicher unbestritten. Allerdings neigt er dazu, ein Spiel zu schnell zu negativ einzuschätzen und zu hohe Ansprüche an die Spieler zu stellen. Er hat auch einen Kompetenten Enflüsterer neben sich, der ihm die Arbeit sehr erleichtert.

    Fritz von Thurn und Taxis:
    Er ist sicher einer der emotionalsten Kommentatoren, aber sein Fachwissen ist leider nicht immer Bundesligareif, besonders wenn er Vereine selten kommentiert. Falsches Aussprechen oder Verwechseln von Namen ist unerfreulich.

    Kai Dittmann:
    Er kommentiert sehr engagiert und witzig, allerdings gleitet er ab und zu ins alberne, comedyhafte ab. Besonders in der Konferenz nervt er schnell mit zu flachen Witzchen.

    Marcus Lindemann:
    Er kommentiert Fußballspiele wie ein Managerseminar. Er ist im Gegensatz zu FvTuT überinformiert und langweilt mich oft mit nichtssagenden Statistiken, ein Grundübel Deutscher Kommentatoren.

    Mein Favorit ist der relativ unbekannte Andreas Renner. Er komentiert vorwiegend zweite Liga und englischen Fußball. Er vereint fundiertes Fachwissen mit engagiertem Kommentar ohne zu viele Statistiken oder Informationen darüber, was die jeweilige Mannschaft zum Mittagessen hatte. Er sollte in der Sky-Hierarchie nach oben rücken und jedes WE ein Bundesligaspiel bekommen.

  38. Marcel Reif mag ich vor allem aufgrund seiner Stimme, seiner zum Teil anspruchsvollen Ausdrucksweise und auch weil er öfter richtig launisch wird. Ich liebe auch sein regelmäßiges „und da ist es passiert!“ (entweder dahergesagt oder geschrieen, je nachdem), immer bei einem 1-0 für die falsche Mannschaft. Dass er mal Spieler verwechselt oder Fehler macht, ist mir eigentlich ziemlich egal.

    Born, Morawe, Rubenbauer, Hagemann find ich ok. Fuss geht auch.

    Was mich immer extrem aufregt, sind diese weinerlichen Kommentatoren oder die, die sich bei heiklen Situationen nicht im Griff haben und nur noch den Spielenamen brüllen.



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