BVB schlägt Celtic: der junge Thomas Helmer, der immer gleichalte Rolf Töpperwien

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Man kommt nicht umhin, zu glauben, man sei in einem der frühen Helge-Schneider-Filme. Der keuchende, später stammelnde Norbert Dickel, der „Akademiker“ Dr. Gerd Niebaum und der Trainer, der „eigentlich immer an ein Tor geglaubt hat“. Das muss inszeniert sein.

„Das d’s größte, was ich je erlebt habe.“ — „Das ist von uns allen das Lieblingstor.“ hören wir Norbert Dickel hervorpressen.

Thomas Helmer wurde von „Töppi“ nicht befragt, schlüpfte aber immer wieder halbnackt durchs Bild und man sah damals schon die Tendenz zur Jahre währenden gleich beschissenen Frisur. Einzig Frank Mill wurde nicht als Schauspieler engagiert, dementsprechend spielte er bei der Inszenierung auch nicht mit, sondern war er selbst. Nackte Männerärsche gibt’s übrigens auch zu sehen. Den „vorzüglich geführten Club“, den Rolf Töpperwien erwähnt und damit tatsächlich genau jenen BVB meint, der unter dem selben Gerd Niebaum in die existenzbedrohende Pleite geführt wurde, gibt es allerdings nicht mehr. Und begeisterungsfähig ist das Dortmunder Publikum auch nicht mehr, sondern nörgelig-kritisch, wie es im Ruhrgebiet anscheinend zum guten Ton gehört, anders als das Klischee von den dauerunterstützenden Arbeitslosen, die auch noch ihr letztes Hemd für den Klub geben, es uns weismachen will.

So billig der Spruch auch ist, hier ist er angebracht: Das ist ganz großer Sport.

11 Kommentare

  1. Rolf Töpperwien verwechsele ich ständig mit Bela Rethy. Man, man, man…

  2. Der Torschütze! Der Mannschaftskapitän! Der Präsident!

    Sehr schön :)

  3. Geile Brille, Herr Niebaum. Und Murdo MacLeod – den hatte ich ja fast schon vergessen.

  4. Wie kann man Rolf Töpperwien mit Bela Rethy ( den mein Vater übrigens aus einem mir nicht näher bekannten Grund nur „den Medikamentenabhängigen“ nennt) verwechseln? Rolf Töpperwien ist schon das, was man wohl als „Unikat“ bezeichnet. Unverkennbar, unverwechselbar, unerträglich – dachte ich früher. Geradezu abstoßend empfand ich in damaligen Tagen seine entwaffnende Aufdringlichkeit, sein offen zur Schau gestelltes Verlangen „ganz eng“, auf Mundgeruch-Nähe an sein Opfer, den Interviewten heranzurücken. Mitleid empfand ich für jene armen Schweine, die schweißgebadet-erschöpft einfach nicht mehr die Kraft aufbringen konnten, vor dem penetranten Grinsegesicht zurückzuweichen. Doch mit den Jahren ändert sich der Blick, was vormals Ekel erregte wird langsam vertraut, und mit der Zeit habe ich „Töppis“ Art sogar ein wenig lieb gewonnen. Denn er war ja irgendwie immer da, ein wildgelockter Kopf, an dem man sich festhalten konnte in Zeiten, in denen Sporteporter plötzlich wie Börsenyuppies aussahen. Ich bin froh, das es ihn noch gibt. Ach ja, Töpperwien nennt mein Vater seit Jahr und Tag übrigens „den Alkoholkranken“ – vielleicht erklärt sich ja auf diesem Weg mein Sympathiewandel.

  5. Wenn ich wüßte warum ich die beiden immer verwechsele würde ich mich ja auch nicht immer so über mich selbst ärgern;-) Aber mal unter uns. Töpperwien und Rethy sind die reinste Wohltat gegen ihren Nachfolger Boris Büchler.

  6. Töpperwien und Rethy unterscheiden sich allein schon darin, dass Töpperwien einen verbrannten Pipimann hat.

  7. was hast du gegen boris büchler?

  8. Pingback: Trainer Baade » Kein-Marathonmann geht:

  9. Wer war denn der Moderator, der am Schluss zu sehen war?

  10. @Stadtneurotiker:
    Ich würde sagen, das war der junge Hermann Ohletz. Hier ein Vergleichsvideo.

  11. Herzlichen Dank, heinzkamke!
    Der Name sagt mir was, aber ich hätte kein Gesicht zuordnen können.



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