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Kategorie: EM 2012 – Noch ist Polen nicht verloren

Die Ukraine schon eher

Österrichs – Gary Linekers Freunde 1:2

„… und schon gar nicht von Österreich!“ — hatte zwar niemand gesagt, erst Recht nicht wie einst durch die Kabine gebrüllt. Offensichtlich dachte aber die Mehrzahl der deutschen Spieler so. Als ob gegen Österreich ohnehin nichts anbrennen könne.

Anders wäre nicht zu erklären, warum die deutsche Mannschaft dann doch wieder ein Phänomen von den Toten auferstehen lassen musste, welches man schon lange beerdigt glaubte. Und welches nebenbei erwähnt ebenso lange dafür verantwortlich war, wieso man im europäischen Fußball den Deutschen jeden erdenklichen Misserfolg gönnte. Nach langer Zeit musste mal wieder ein „tyskmål“ her, wie die Norweger ein Tor nennen, das nach 90 Minuten einen unverdienten Sieg beschert, weil man plötzlich wie aus dem Nichts ein Tor erzielt. Und nichts, das war es, was die deutsche Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit aufs Feld zu werfen hatte.

Sie konnten einem dann fast schon leid tun, die Österreicher, wie sie Angriff um Angriff aufs deutsche Tor rollen ließen, und man dennoch ahnte, dass heute einer dieser Tage sein würde, die man früher noch jedes Mal benötigt hatte, als die Achse Jeremies-Nowotny sich von unverdientem Sieg zum unverdientem Sieg rumpelte und die eigenen Tore einem gewissen sehr jungen Miroslav Klose zu verdanken hatte.

Begeistert hatten sie in ihrem EM-Final-Stadion, von diesem Trauma sprach übrigens komischerweise niemand, alle Augen auf Gomez‘ Geschichte, die Fahnen geschwenkt, rot-weiß-rot, wie man es heute gar nicht mehr anders kennt. Die Fahnenindustrie muss den Ultras sehr dankbar sein, dass man heutzutage schon zu jedem Popels-Qualifikationsspiel Fahnen in 50.000-facher Ausführung bestellt, nur um zwei Minuten damit rumzuwedeln und sie dann in den Orkus zu werfen. Nachhaltig ist das nicht gerade.

Wie auch das Strohfeuer der österreichischen Angriffsbemühungen wenig nachhaltig war. Sie pusteten und pusteten, doch das deutsche Haus war aus Stein gebaut und am Ende kam Schweinchen Schlau in Person von Mario Gomez und zeigte den österreichischen Teilzweitwölfen die lange Nase. 2:1, alle Flüche und Traumata ausradiert, so gut wie für Polen qualifiziert und die Österreicher noch dazu aus dem Rennen geschossen. Einen Verlierer aus deutscher Sicht gab’s allerdings doch noch: Werder Bremen. Muss tatenlos zusehen, wie nach Carlos Alberto der nächste vermeintliche Topeinkauf alles daran setzt, seinen Marktwert zu vernichten.

Ein Wort zu Mehmet Scholl, das böse klingt und gar nicht so gemeint ist. Mehmet Scholl ist der Mario Barth der Fußballexperten: Alle finden ihn lustig, aber er ist es gar nicht. Man darf nicht übersehen, dass Scholl vor allem deshalb so positiv heraussticht, weil die übrigen Experten und solche, die es vorgeben zu sein, noch viel, viel schlimmer sind. Leider gilt auch für Scholl, das, was man den anderen unterstellt: Auf korrekt sitzende Pointen wartet man vergeblich. Einzig, dass Scholl meist recht lässig — für einen älteren Herrn — gekleidet ist und er flapsig, viel zu flapsig für einen älteren Herrn, formuliert, macht ihn ein wenig erträglicher als die übrigen.

Bliebe noch Arne Friedrich zu erwähnen: Wo Arne Friedrich ist, ist unten. Sein Tor gegen Argentinien bei der WM war offensichtlich das berühmte Korn, das ein Huhn auch mal findet. Davor führte er Hertha BSC in die 2. Liga und ist mit Wolfsburg am selben Ziel wohl nur gescheitert, weil er die komplette Hinrunde lang verletzt war. Nun also das zweite Eigentor in der Nationalmannschaft. Sicher erinnert sich jeder an sein erstes, das er gegen eine ähnliche Fußballmacht wie Österreich erzielte. Kein Wunder, dass Reinhold Beckmann sich da dessen Namen partout nicht merken möchte und ihn beharrlich ein knappes Dutzend Mal Arne Friedrichs nennt.

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Engliçe Woche

Heute beginnt die engliçe Woche, kaum Erholung, direkt weiter, näkstes Spiel.



Wäre zu hoffen, dass alle Beteiligten sie unbeschadet überstehen. Denn am Ende der engliçen Woche stünde dann ein deuчer Sommerurlaub.

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Alemania — Uruguay 2:1

Gestern fanden zwei wichtige Partien statt, die ein Merkmal teilten. Beiden fehlte die ansonsten üblich gewordene 90-minütige Dauerbeschallung durch Ultras. Im einen Fall, dem 8:0-Sieg der Sportfreunde Hamborn 07 gegen TuRa 88 Duisburg, wodurch Hamborn 07 aus der (Las)Landesliga in die NRW-Liga Niederrheinliga aufstieg, in Ermangelung von Menschen, die Ultras sein wollen. Im anderen Fall, dem 2:1-Sieg von Deutschland über Uruguay, in Ermangelung von Fußballfans.

Sehr angenehm waren deshalb auch beide Partien von der akustischen Seite her zu genießen. Sieht man mal von der Totenstille in Sinsheim ab, wenn nicht gerade eine Torchance zu erleben war. Ein altes Problem der Nationalmannschaftskulisse, das sich natürlich noch einmal potenziert, wenn man auch noch geographisch ins Zwanzigersche Niemandsland ausweicht.

Bedauerlich für den hier Zählenden: Der Ausfall von Bastian Schweinsteiger. Nicht dass diese 3 Partien in der Endabrechnung am Ende der Nationalmannschaftskarriere noch die entscheidenden sein werden, die fehlen. Zwar ist schon der nächste Kandidat für einen Rekordnationalspieler im Einsatz, Mario Götze nämlich, nur der selige Uwe Seeler war jünger oder so, doch weiß man ja, wie schnell Nationalmannschaftskarrieren zu Zeiten von Jogi Löw beendet werden. Und das sogar, ohne dass es der Betroffene je erfährt.

Schönste Einstellung des Spiels: Wie Lukas Podolski und Tim Wiese in der ersten Halbzeit auf der Bank nebeneinander Späßchen machen und danach die Grinsekatzen geben. Podolskis Haare sind zu kurz für eine Packung Gel, derer zwei Tim Wiese gleich täglich benötigt. Herrlich Kölsche Lebenslust, die so besonders typisch für die Stadt Köln ist, wenn sie von zwei Jungspunden aus den Vororten (Bergheim, Bergisch Gladbach) der großen Stadt zelebriert wird. Schön auch, dass Podolski sich so gut mit seiner Rolle als Reservist anfreunden kann. Da freut sich die Frau, wenn der Ehemann nicht so frustriert von der Arbeit kommt.

Oliver Kahn hingegen, keine Kölsche Lebensart, eher ein mittlerweile trauriges Kapitel. Bei der von KMH vollmundig als „Analyse“ angekündigten Besprechung des Tores von André Schürrle zum 2:0 fällt ihm nicht mehr ein, als dass dieser Schuss „so gewollt war“. Ein Profi, ein Bundesligaprofi wie Schürrle, der könne das, das sei kein Glücksschuss gewesen. Worin sich die „Analyse“ des Tores dann auch erschöpfte. Mit Erkenntnissen, zu denen jeder Kreisligazuschauer in der Liga ist, ist Oliver Kahn als Experte dann mit seinen paar Hunderttausend auch deutlich unterbezahlt.

Das Geld muss der Sender wohl in die aberwitzig teuren Ergebnisdarstellungen investieren. Besser gesagt, in den darum zu führenden Prozess gegen die anliefernde Partei. Denn bei der Übertragung endete das Spiel seltsamerweise mit 1. Nicht mit zwei zu eins oder zwei zu null, sondern mit 1. Denn wenn man 2-1 schreibt, dann ergibt das 1. Ein Fußballergebnis — in jedem Blogger wohnt ein sehr, sehr großer Klugscheißer — wird mit einem Doppelpunkt dargestellt. Deshalb spricht man auch zwei zu eins. Wenn alle beim Sender so große Fußball-Experten wie Oliver Kahn sind, erstaunt dieser Fehler allerdings nicht.

Achja, Fußball gespielt wurde auch. Beste Platzbedingungen, herrliches Wetter und dann auch noch eine schöne Partie. Das sah schon ziemlich durchdacht aus, mit reifer Spielanlage ausgestattet und vor allem mit gutem Zug zum Tor, was Hamborn 07 gestern zeigte.

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Auf nach Polska & Ukrajina

Letzte Chance! Letzte Gelegenheit! Sind Sie dabei!*

Ja, die D-Mark 2012 steht an. Räusper, die „Euro“ 2012 natürlich. Europameisterschaft also, und zwar zum letzten Mal.

Nicht zum letzten Mal überhaupt, zum letzten Mal aber in ihrer wunderbar passgenauen Form von 16 Teilnehmern bei 8 Viertelfinalteilnehmern aus ziemlich genau 53 Verbänden, die versuchen, sich für dieses Endturnier zu qualifizieren.

Kein Rechnen ist nötig, kein Schieber, um zu ermitteln, wer am Ende der Vorrunde weiterkommt, und schon gar nicht so ein unerhörter Vorgang, eine Mannschaft ausscheiden zu lassen, weil sie im Vergleich mit einer anderen Mannschaft schlechter abgeschnitten hat, obwohl ihre Gegner in den Spielen völlig andere waren. Unzulässige Quervergleiche werden bei dieser letzten der gediegenen Europameisterschaft nicht nötig sein. Hier kommt weiter, wer erster oder zweiter in seiner Gruppe wird, und nicht wie von 2016 an derjenige, der schon bei der Aufteilung der Gruppen das doppelte Losglück hatte, selbst drei vergleichsweise leichte Gegner zu erhalten, während andere Teams drei schwierigere Gegner zu spielen haben.

Die mangelnde Fairness dieser Regelung ist ja scheinbar schon bei den Weltmeisterschaften von 1986 bis 1994 kaum jemandem aufgestoßen, hier an dieser Stelle tut sie es, weshalb man diese letzte EM noch einmal richtig genießen sollte.

Reicht es unter diesem, sport-historischen Gesichtspunkt aus, jene spezielle letzte EM ihrer Art daheim vor dem Fernseher zu genießen, gibt es trotz der nur schleppend vorangehenden Entwicklung der Infrastruktur insbesondere in der Ukraine aber auch Gründe, Polen und die Ukraine mit seiner physischen Anwesenheit zu beglücken.

Die geographische Nähe ist bei einer Europameisterschaft wohl eher kein Argument, auch wenn Polen von Berlin aus in einer knappen Stunde zu erreichen ist. Von der westlichen Bundesrepublik aus ist es wesentlich weiter bis nach Polen, aber auch immer gleich weit, ob man nun nach Portugal, nach Griechenland oder in die Ukraine fliegt. Nämlich genau von hier bis zum Flughafen. Den Rest macht der Pilot.

Nein, man kann und sollte nach Polen und in die Ukraine reisen, weil diese nicht in Katar liegen.

Katar?

Ja, der Aufschrei bei der WM-Vergabe nach Katar war doch im Dezember unter Anderem deshalb so groß, weil man in dem Land als Fußball-Fan keinen Alkohol konsumieren könne.

In Polen und der Ukraine muss man sich da aus mehreren Gründen keine Sorgen machen. Zunächst mal liegen die beiden Länder im blauen Teil des Alkohol-Gürtels in Europa. Und blau ist dabei nur in Ansätzen eine Metapher. In Polen und der Ukraine trinkt man Schnaps. Und zwar gefälligst jeder, auch die, die eigentlich Abstinenzler sind. Denn über die Sitten in Polen liest man:

Wer keinen Alkohol trinkt, ob generell oder an einem bestimmten Abend, muss damit rechnen, dies sehr deutlich zum Ausdruck bringen zu müssen. Anderenfalls wird ihm entgegen seines Wunsches dennoch welcher eingeschenkt werden.

Wer es jedoch wirklich à la typischem Fußballfan auf die Spitze treiben will, der fährt gleich weiter durch in die Ukraine, denn dort geht es angeblich folgendermaßen zu:

Alkoholkonsum auch am Vormittag schon ist in der Ukraine nichts Ungewöhnliches und gilt nicht als Anzeichen für Alkoholismus. Stärkere Alkoholika werden nicht in Liter bzw. Mililitern bestellt, sondern in Gramm. Eine Bestellung für einen Wodka lautet so also zum Beispiel „100 Gramm“.

Ganz wie beim stilvollen Dealer bestellt man in der Ukraine seine Ration also in Gramm. Da macht es dann auch nichts, dass weiterhin wie bei jeder UEFA- oder FIFA-Veranstaltung nur genau eine Biermarke ausgeschenkt werden wird, die noch dazu nicht unbedingt die schmackhafteste sein muss. Man vergnügt sich einfach schon nach Landessitte lange vor dem Stadionbesuch.

Bliebe die Frage, was in der Ukraine überhaupt als Anzeichen für Alkoholismus gilt. Und ob der schleppende Fortschritt bei den Vorbereitungen auf die EM eventuell etwas mit dieser Mentalität zu tun haben könnte, wenn der Konsum auch am Vormittag schon nicht unüblich ist.

Die Stadien sollen am Ende alle neu oder renoviert sein, allerdings ist ungewiss, ob man sie als Fan rechtzeitig wird erreichen können. Für die EM wichtige Autobahnprojekte in Polen werden gerne mal auf die lange Bank geschoben, letztens wurde mal wieder gestreikt. In der Ukraine ist man nicht mal sicher, ob man mit den Stadien überhaupt rechtzeitig fertig werden wird. Wie bei allen großen Fußball-Turnieren (außer dem in Kolumbien geplanten) wird aber auch in Polen und der Ukraine am Ende zumindest das, was für das Turnier selbst nötig ist, fertig sein.

Hotelbetten und Straßen- sowie Zugverbindungen sind da wie gesagt ausgenommen. Macht aber nicht allzu viel. 88 Prozent der Kartenwünsche bei den neutralen, nicht an die Verbände gehenden Kontingenten wurden ohnehin aus Polen und der Ukraine selbst bestellt. Die Leute dort werden wohl wissen, wo sie schlafen und wie sie wann rechtzeitig zum Stadion reisen müssen. Spitzenreiter bei den Bestellungen aus den sonstigen Nationen übrigens rein zufällig: Deutschland, mit etwa 2 Prozent Bestellungen bei den neutralen Karten.

Das einzig Positive an der für die EM 2016 in Frankreich geplante Erweiterung auf 24 statt 16 Teilnehmern ist, dass es möglicherweise wieder ein Spiel um Platz 3 bei Europameisterschaften geben wird, wie es immerhin bei Europameisterschaften bis 1980 schon einmal Usus war. Und das wäre schließlich begrüßenswert, wie man weiß, wenn man denn weiß.

Also, auf nach Polen und in die Ukraine, zum letzten Europameisterschaftsturnier seiner Art. Und komme jetzt bitte niemand damit, dass man doch ein Achtelfinale und damit nicht weniger als acht (!) KO-Spiele dazu gewönne. Zu welchem Preis, fragt sich, zu welchem Preis.

* Losverkäufer auf Kirmes und Jahrmärkten benutzen stets den falschen Imperativ. Sollten sie es als Frage meinen, ist es falsch betont. Einer der Gründe, neben der Tatsache, dass man sowieso nie gewinnt, nicht an deren sicher oft illegalen Treiben teilzunehmen.

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Olympiastadion Karlsruhe

Ein jeder erinnert sich natürlich an die herausragenden Olympischen Spiele in Karlsruhe, damals die besten ihrer Zeit, die allerbesten sogar, formulierten Menschen, die es wissen mussten. Das Olympiastadion in Karlsruhe wurde leider abgerissen und musste einem Piercing-Studio weichen. Überall in der Welt stehen aber noch weitere Olympiastadien, in denen mindestens genauso gute Olympische Spiele durchgeführt wurden wie damals in Karlsruhe. Eines davon wird bald Austragungsort der Europameisterschaft sein. So könnte zum Beispiel der Nicht-Teilnehmer Schottland im eigentlich Nicht-Olympischen Olympiastadion von Kiew Nicht-Europameister werden. Wobei die Europameisterschaft durchaus stattfindet, nur Schottland nicht.

Andere Länder sind da aber ähnlich unbescheiden und stellen sich ein Stadion hin, das sie dann mal eben Olympiastadion nennen, ohne dass derartige Spiele je dort ausgetragen worden wären.

  • Olympiastadion Istanbul
  • Olympiastadion João Havelange in Rio de Janeiro
  • Olympiastadion Sevilla
  • Olympiastadion Aşgabat
  • Olympiastadion Lausanne (hier sitzt immerhin das IOC)
  • Olympiastadion Breslau
  • Olympiastadion Helsingborg
  • Olympiastadion Pnom Penh
  • Olympiastadion Kiew
  • Olympiastadion San Marino

Allerdings, so fair mus man sein, for the good of the game, fand tatsächlich ein Teil der Olympischen Spiele 1980 im Olympiastadion Kiew statt. Man ahnt es, es waren Spiele des olympischen Fußballturniers.

(War gar bei den anderen Olympiastadien Ähnliches der Fall … ?)

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Das entspannende Schweigen der Schäfchen

Die Schäfchen haben in Wirklichkeit gar nicht geschwiegen, doch waren sie nicht zu hören. Das eine Schäfchen sitzt bei Spielen hinter dem Mikrofon. Die anderen Schäfchen sitzen auf den Rängen.

Begibt man sich zu einem Qualifikationsspiel wie gegen das fußballerisch unpopuläre Kasachstan in eine Kneipe, so bewirkt das eine ganze Menge. Eine ganze Menge Entspannung.

Niemand macht Sitzplatz oder Sicht streitig. Niemand verlangt lauteren Ton. Und das ist das Angenehme und Entspannende an einem solchen Ereignis.

Das eine Schäfchen redet einem als Zuschauer kein Spiel schlecht, über das man selbst eine andere Meinung hat. Und das Pfeifen der anderen Schäfchen hört man gar nicht erst, weil der Ton so leise ist, dass man den Kommentator nur als entfernte Geräuschkulisse und die Zuschauer vor Ort im Stadion überhaupt nicht wahrnimmt.

Das Resultat ist eine ziemlich konträre Bewertung der Partie verglichen mit dem Urteil der beiden Schafsgruppen. Wer da im Publikum gepfiffen hat, war wohl nicht dabei, als es ein Dutzend Mal hintereinander nur 2:1 gegen Albanien hieß, als man 0:0 auf Island spielte, als selbst das Berti-Vogtssche Schottland eine echte Gefahr darstellte und als Jens Nowotny oder Jens Jeremies noch Leistungen auf den Platz zu werfen sich erlaubten, die Bastian Schweinsteiger selbst an schlechten Tagen wie am vergangenen Samstag locker übertrumpft.

Und dass das eigentlich Angenehme an einem Stadionbesuch ist, dass einem niemand das, was man doch selbst sieht, vor- und einsortiert. Weshalb man sich nicht darüber ärgern muss, sei es auch noch so falsch und unangemessen. Das wird an solchen Abenden wieder deutlich: wie entspannend das Schweigen der Schäfchen ist.

Im Grunde kann man bei derartigen Anlässen also auf beides verzichten: auf den Kommentator und auf den reinen Stadionton, wenn es ihn denn gäbe. Jedenfalls sofern dort Schäfchen mit Gedächtnissen sitzen, welche erst im Jahr 2006 ihre Arbeit aufgenommen haben.

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Die Maskottchen der EM 2012:
Lolek und Bolek

Nein, leider sind es eben nicht Lolek und Bolek (auf polnisch übrigens Bolek i Lolek, umgekehrte Reihenfolge also), sondern es sind — über-demokratisch, wie Fußballverbände nun mal vom Wesen her sind, hat die UEFA die Leser ihrer Webseite abstimmen lassen, welcher der drei Namens-Vorschläge von den meisten Menschen bevorzugt wird —

Slavek und Slavko.

Unter dankenswerter Mithilfe von Saumselig — genauer gesagt hat er dabei alles gemacht und ich gar nichts — haben wir uns diesen Vorschlag genauer angesehen und sind dabei zu folgendem, eher faden Ergebnis gekommen:

Slavek und Slavko sind wohl Diminuitive, jeweils polnisch und ukrainisch, des Vornamens „Miroslav“, was wiederum Frieden (hierzulande in seiner Bedeutung auch bekannt durch den Namen der Raumstation „Mir“) sowie Ruhm und Ehre („Slava“) bedeutet.

Eine Bezeichnung der Maskottchen fast ohne Erinnerungswert, unterscheiden sich die beiden Namen doch kaum. Wie hießen noch die beiden Maskottchen der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz? Weiß kein Mensch mehr aus dem Gedächtnis heraus, zumal ihr Erscheinungsbild [Link leider tot] jenem vom Slavek und Slavko so unerhört ähnlich ist, dass man meinen könnte, die beiden wären einfach noch mal recyclet und in den Osten geschickt worden.

Eine fade Bezeichnung ohne Markanz. Dabei — warum in die fernen Ideenwelten schweifen — hätte das Gute doch so nahe gelegen. Wer kennt schließlich nicht „Lolek und Bolek“, Helden diverser Kindheiten und zumindest auf diesem Kontinent ziemlich weit bekannt?

Absoluter Starfaktor schon gegeben, zudem sprechen sie alle möglichen Zielgruppen an, zum Beispiel mich, zumindest jene Teile meiner Persönlichkeit, die noch in der Kindheit verharren. Dass Lolek und Bolek beide polnisch sind, ja mein Gott, dann hätte man denen halt noch ein ukrainisches Haus hingebaut oder einen ukrainischen Schiedsrichter an die Hand gegeben oder was auch immer.

Ihr erinnert Euch?



(Ich geb zu, ich konnte mich einfach nicht zwischen den beiden Folgen entscheiden …)

Bezogen auf die Namen der Maskottchen und die Maskottchen selbst:

Chance vertan, jetzt werden es Slavek und Slavko und somit langweiliger Klimbim sein, den man mit Abpfiff des Finales in Kiew schon wieder vergessen haben wird.

So wie man noch jedes Maskottchen von Europameisterschaften bislang einfach wieder vergessen hat.

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Die Ukraine und die Euro 2012: Alles nur ein Irrtum

Hier der Beweis, dass die Ukraine gar keine Fußball-Europameisterschaft 2012 ausrichten wollte. In der Ukraine erlag man beim Ausfüllen des Antrags auf die Austragung der Europameisterschaft 2012 einer schlecht von translate.google.com übersetzten Version, in der eindeutig von einer Tanz-Europameisterschaft die Rede war. Das Beweisvideo, mit dem sich die Ukraine beworben hatte, ist sogar noch öffentlich zugänglich:



Als man schließlich den Zuschlag erhielt, war man so überrascht, dass man plötzlich vier astreine, piekneue Stadien vorweisen sollen können müsste und dass es sich um Fußball handeln würde, dass man erstmal viereinhalb Jahre lang gar nichts tat. Mittlerweile hat man sich von diesem Schock erholt und dem für die fehlerhafte Übersetzung verantwortlichen Mitarbeiter sogar wieder den Betonklotz vom Fuß entfernt. Extra ausgebildete Taucher des ukrainischen Militärs führten diese Aktion durch, inzwischen wird der Angestellte sogar als Volksheld verehrt. Auch seine Witwe ist froh über die neue Entwicklung.

Dass man in der Ukraine eher schlecht als recht Fußball spielen kann (zuletzt unter Anderem ein 2:2 gegen Kanada), hört man aus zuverlässigen Quellen in der Ukraine selbst, sei nicht so schlimm: Schlechter als die Schweiz und Österreich werde man schon als Gastgeber nicht auftreten. Außerdem gebe es da ja so ein Phänomen warmer und kalter Kugeln bei diversen Auslosungen …

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Der mal wieder kreative Slogan der EM 2012

Während man bei der EM 2008 noch mit „Erlebte Emotionen“ glänzen konnte, was hier ausreichend gewürdigt wurde, haben Polen und die Ukraine den Wettkampf um den möglichst inhaltsleersten Slogan für ein Fußballturnier wagemutig und voller Tatendrang angenommen. Und siehe da: Touché. Denn Emotionen, wie sie noch die Österreicher und Schweizer ins Spiel brachten, gibt es schon in der Bundesliga, speziell in den Interviews dazu, ausreichend. Geschichte aber, die man kreieren will, indem man einfach ein paar Leute gegeneinander Fußball spielen zu lassen beabsichtigt, das ist zwar nicht inhaltsleer, aber in der Frage der Beliebigkeit des Slogans doch eine Fußspitze weiter vorne als die „Erlebten Emotionen“.

„Creating History Together“

So lautet der Slogan der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Allerdings auch jener der Solarzellenproduzentenmesse in Flensburg im Sommer 2011. Wie auch jener des Architekturwettbewerbs der Universität von San Diego. Und natürlich der Stiftung gegen Analphabetismus in Kinshasa.

Nichts in dem Slogan hat auch nur ein Jota Bezug zu Polen oder der Ukraine, und auch nicht zum Fußball. So geht das, wenn man nichts sagen will, das aber nicht gleich so aussprechen möchte. Dieses Vorhaben ist gelungen.

Man sieht, der Fußball und vor allem sein Drumherum sind mal wieder an Kreativität nicht zu unterbieten, und die Leute, die das verzapfen, sind auch noch stolz drauf, dass sie einen Slogan wie ein Ed von Schleck nach 20 Minuten im Death Valley gefunden haben: eine weiche Soße auf dem Boden, mit der keiner mehr etwas Sinnvolles anfangen kann.

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Albtraum Gottmar

Hach, da geht einem eigentlich das Herz auf. Natürlich etwas boulevardesk, dennoch außerhalb der üblichen Schablonen formulierte eine schweizer Zeitung vor der für dessen weitere Zukunft sehr wichtigen Partie der Schweiz von Ottmar Hitzfeld gegen Wales — und dann isses den Alteingesessenen auch wieder nicht Recht.

Mit den Worten „außer Kontrolle irrlichternd“ straft die NZZ die famosen Wortspiele ab, welche sich ein Blättchen ausdachte, um ein bisschen Stimmung zu machen. Wortspiele, die man so hier nie läse — weil hier kaum jemand französisch versteht.

Man vergisst ja immer wieder gerne, welch Glück es für den Fußballinteressierten ist, dass es noch grob gerechnet zwei weitere Länder gibt, deren Fußballpresse und -interviews man auch noch ohne Google Translate zu bemühen einfach so lesen kann.

Vor allem welsche Medien übten nach der 0:1-Niederlage in Montenegro harte Kritik – auch an Ottmar Hitzfeld. Ein ausser Kontrolle irrlichterndes Gratisblatt schrieb von «Witzfeld» und verwandelte den Übernamen «Gottmar» vor dem Wales-Spiel in «coachmar» – in Anlehnung an das französische Wort für Albtraum («cauchemar»).

Es lohnt sich häufig, über den Bodensee zu surfen und am virtuellen Kiosk einzukaufen zu stöbern.

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Eurovision Football Contest

Ich habe immer mal wieder in Zwiegesprächen oder bei Twitter darauf hingewiesen. Oft erntete ich Erstaunen.

Ab der EM 2016 werden 24 Teams an der Europameisterschaft (in Neusprech: „Euro“) teilnehmen.

Das ist eine Katastrophe.

Nicht nur bringt es die Soße zurück, dass sich 16 von 24 qualifizierten Teams für das dann neu einzuführende Achtelfinale qualifizeren und somit die „vier besten Dritten“ aus sechs Gruppen à vier Teams weiterkommen, während die schlechteren zwei Dritten ausscheiden, was es möglich macht, mit einer Niederlage und zwei Remis weiterzukommen, statt, wie es eigentlich sein sollte in einer Vorrunde, auszuscheiden.

Es verändert (vielleicht) auch die Qualifikation für die Europameisterschaft völlig.

Noch ist zwar nicht klar, wie das geschehen wird. Man könnte ja auch das alte System beibehalten und einfach die Gruppenzweiten sich ebenfalls qualifizieren lassen. Wie es früher war, als die Knute der UdSSR noch dafür sorgte, dass 10 bis 15 heute teilnehmende Nationen kein eigenes Team stellen durften und Jugoslawien noch ein solches war, man aber x Teilnehmer für eine Weltmeisterschaft suchte. Das wäre gut.

Bei nur 53 UEFA-Mitgliedern bedeuten 24 Teilnehmer aber, dass sich fast jede zweite Nation für das Endturnier qualifiziert, was durchaus gänzlich andere Qualifikationswege denkbar werden lässt. Zum Beispiel eine Vorqualifikation der Kleineren mit anschließendem 1:1-Playoff, zusammengestellt nach der Platzierung in der völlig lächerlichen Coca-Cola-Weltrangliste der FIFA. Oder Dreier-Gruppen oder Vierer-Gruppen. Mit anschließendem weiteren Playoff. Oder ein Setzen der 12 besten, auf dass die Übrigen eine herkömmliche Qualifikation ausspielen. Alles noch nicht klar, eine Änderung der Verhältnisse ist aber definitiv.

Und wer gestern und auch am Freitag schon die EM-Qualifikation verfolgt hat, wenn auch nur mit halbem Auge, der kommt nicht umhin, diese möglichen Änderungen zu bedauern: Es wird kein 1:1 von Färöer gegen Nordirland mehr geben, kein 0:0 von Italien in Nordirland, kein 1:3 von Serbien zu Hause gegen Estland und auch keine Partien der Deutschen gegen Kasaschstan, Aserbaidschan, San Marino, Liechtenstein oder Färöer.

Man muss schon sehr, sehr dem kapitalistischen, zirkusartigen, showmäßigen („Mach mal Show!“) Teil des Fußballs zugeneigt sein, der stets nur noch Barka gegen Arsenal sehen will, und aus gewisser verbliebener Überheblichkeit alle Teams aus dem Osten generell unter Fallobst subsumiert, um das nicht zu bedauern.

Hier ist kaum Schlimmeres vorstellbar: keine Großkampftage in der Qualifikation mehr würde bedeuten, diesem Innersten des europäischen Fußball das Wesen zu nehmen — und das Interesse auch aufgrund von fehlenden Gelegenheiten immer weiter zu senken. Ein Eigentor par excellence. Wollen wir hoffen, dass das alte Modell bewahrt bleibt. Aufgrund all der Rufer und Beschwerer à la Karl-Heinz Rummenigge bezüglich der „zu großen Belastung“ ist dies aber nicht sonderlich wahrscheinlich.

2016 24 Teams.

Auf der Mauer.

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Ehre, wem Ehre

Da gerade wieder demonstriert wurde, wie die deutsche Mannschaft inzwischen Ausfälle höchster Qualität verkraftet und dennoch gegen Gegner mittlerer Kategorie erneut ein Torfestival aufs Parkett legt, muss man noch einmal konstatieren, dass die falschen Bundestrainer die Bundesvervielendankundichwillauchmitaufsfoto-Abzeichen bekommen haben.

Denn von allen Bundestrainern hat ausgerechnet (jaja!) derjenige keins erhalten, dem man eigentlich ein Denkmal bauen müsste. Erich Ribbeck hat die undankbare Rolle übernommen, den deutschen Fußball ins internationale Nichts zu führen. Auch Lothar Matthäus gebührt an dieser Stelle Dank, dass er noch so lange aushielt und sich auch nicht zu schade war, am Ende seiner Karriere noch mal vor der Weltöffentlichkeit den fußballerischen Deppen zu geben. Ohne die niederschmetternden Ergebnisse unter Leitung dieser beiden Fußballmenschen, ohne den derart peinlichen Auftritt bei der Europameisterschaft 2000, ohne ganz unten angekommen zu sein, wäre kein Wechsel in der Strategie der Sichtung und Ausbildung passiert.

Dessen Resultat am Freitag bestaunt werden durfte: Kaum Vorbereitungszeit zum Trotz war der Gegner zu schwach, um den eigenen Sieg ernsthaft in Gefahr zu bringen. Was eben immer auch daran liegt, wie gut dessen Gegner spielt. Ohne abheben zu wollen — denn so wie manche die deutsche Mannschaft schon wieder ins EM-Halbfinale schreiben wollen, ist es nicht — hat man es hier dennoch mit einer breiteren Basis zu tun, als dass sie nur auf den Schultern einiger weniger läge.

Man hat also alles falsch gemacht. Denn jene auszuzeichnen, die Titel holten, als es ohnehin gut lief — das ist zu billig. Erich Ribbeck hingegen hat alles richtig gemacht, als es gar nicht so einfach war, den Weg aus der Krise überhaupt zu erkennen: Das gesamte Ding erstmal vor die Wand fahren, damit es auch die alten Herren im DFB endlich mitbekommen, dass 1990 längst vorbei und 1996 nur ein Strohfeuer war.

Ein Bundesverdingsbums also für Erich Ribbeck, die anderen können ihre erstmal wieder abgeben und sie sich vielleicht später aus dem sicher gut bewachten Spind in dieser Villa Bellevue wiederholen, wenn ein Titel gewonnen werden sollte.

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Geister – Dersierief 6:1

„Il superprognostico“, wie Experten die Paarung Deutschland – Aserbaidschan schon lange nennen, hielt auch diesmal wieder, was er versprach: Erst machte es für den neutralen Beobachter den Anschein, als könne die Maus der Katze doch entkommen, nur dieses eine Mal. Bis die Katze genug hatte vom Spielen und die Maus nicht mehr jagte, sondern erledigte. Wie in den meisten „superprognosticos“ geschah das schon vor der Halbzeit, womit die zweite Halbzeit dann wieder nur das wurde, was man von Partien gegen Mäuse im späteren Verlauf kennt:

Der Versuch, einen gewissen Kölner, tatsächlich aber Bergheimer Jung in unbedeutenden Statistiken zu puschen. Prinz Poldi muss man immer mal wieder einen Gegner von minderem Kaliber hinwerfen, am besten noch ein Heimspiel, damit er ein bisschen was zu lachen hat, was ihm im Alltag selten vergönnt ist. Wobei Vorwürfe, er würde nur gegen Kleine und vor allem gegen Kleine treffen, so blöd sind wie Ballacks nationales Standing im Keller: Soll er etwa nicht gegen Kleine treffen? Ein Nationalstürmer, der gegen Liechtenstein nicht 3 und gegen San Marino nicht 4 Buden macht, was wäre das denn? (Ein Gomez wohl, aber das ist ein anderes Thema.)

Ein weiterer Bubi zeigte, wo das Problem der neuen, superduper ausgebildeten Generation liegt: Diese vermaledeite Konzentrationsschwäche, zurückzuführen auf die selbständig geführten Facebook- und Twitter-Accounts, die man nun schon direkt vom Spielfeld aus füttert. 90 Minuten Topleistung, das kriegen weder Podolski noch Manuel Neuer im Tor hin, der eins der schönsten Eigentore der jüngeren deutschen Fußballgeschichte produzierte. Wie er auch schon gegen England nicht ganz unschuldig war, auch gegen Serbien nicht völlig machtlos wirkte. Komischerweise äußert trotzdem kaum jemand Zweifel an ihm. Offensichtlich hat man resigniert bei der Hoffnung, aus dieser Generation noch jemanden ohne ADS zu finden.

Der, der die Geister rief, die ihn jetzt nach Belieben ausspielten, der kleine Bördi, ist natürlich nicht von Konzentrationsschwächen geplagt. Vielmehr von einem merkwürdigen, nie enden wollenden Größenwahn: Alles, was im deutschen Fußball seit 1998 passiert ist, geht letzlich auf ihn und sein Betreiben zurück. Bördi, der weise Steuermann, der damals schon die Segel in Richtung Erfolg gesetzt hat. Was übrigens auch erklärt, warum er die deutsche Mannschaft zur Zeit für die beste der Welt hält: Ist schließlich im Großen und Ganzen sein Werk, dieser Özil, dieser Badstuber, dieser Müller. Gedankt wird es ihm „in diesem Lande“ mit 6 Gegentoren und dass er am Abend nach dem Spiel noch von Waldi verarscht wird.

Bliebe der Ersatz-Jünter Mehmet Scholl zu erwähnen, dem Delling am Ende des Abends noch einen Ball zuspielte: „Wir verabschieden uns, ich und Sie, der Podolski-Fan.“ Schweigen. „Was soll ich sagen?“, krähte Scholl nach im Fernsehen endlosen Sekunden der Stille — und Delling gab ihm live Unterricht, wie das geht im TV: „Na, einfach bestätigen.“

Wär dem Jünter nie passiert. Die Pause schon, die Gedankenlangsamkeit auch, nicht jedoch, sich vom Delling vor laufender Kamera etwas erklären zu lassen.

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