Das Hui Buh des Bundesliga-Fußballs

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Jenes „Who is Who“ findet sich in der Geschichte von Bayer Uerdingen. In der Geschichte des KFC Uerdingen jedenfalls findet es sich nicht. Wenn man aber liest, wer alles schon bei Bayer Uerdingen spielte, bevor es ihn zu größeren Vereinen zog, dann kann man schon eine ordentliche Bundesliga-Elf zusammenstellen (und die weniger bekannten Namen sind jetzt noch rausgestrichen):

Oliver Bierhoff
Rudi Bommer
Manfred Burgsmüller
Stéphane Chapuisat
Bernd Dreher
Holger Fach
Wolfgang Funkel
Friedhelm Funkel
Sergej Gorlukowitsch
Jan Heintze
Siegfried Held
Matthias Herget
Simon Jentzsch
Stefan Kuntz
Brian Laudrup
Marek Lesniak
Erik Meijer
Stephan Paßlack
Wolfgang Rolff
Wolfgang Schäfer
Ludger van de Loo
Marcel Witeczek
Claus-Dieter Wollitz

Herausstechend natürlich: Brian Laudrup und Stephane Chapuisat. Aber auch mit dem anderen Gemüse hätte man zur jeweiligen Zeit durchaus etwas reißen können. Wer wusste schon, dass Stefan Kuntz mal in Uerdingen spielte, von Manfred Burgsmüller ganz zu schweigen?

Grundsätzlich wäre das nicht erwähnenswert: Wer hat nicht schon alles bei Bayern München gespielt? Mindestens das Hans Clarin des Bundesligafußballs. Wer hat nicht schon alles bei Borussia Mönchengladbach gespielt? Eine ganze Menge fähiger Leute, würde man meinen und läge damit nicht falsch.

Im Falle von Bayer Uerdingen ist es aber erwähnenswert ist, weil Bayer Uerdingen nie über den Status der kleinen Stiefschwester von Bayer Leverkusen hinauskam. Und ja, ich weiß, dass früher beide Vereine gleichberechtigt nebeneinander existierten und auch mit ähnlich hohen Beträgen vom Konzern gefördert wurden. Dass Uerdingen aber neben einem Pokalsieg nur diverse Aufstiege in seiner Erfolgsliste aufführen kann, sagt doch alles, wenn nicht noch mehr.

7 Kommentare

  1. Ludger van de Loo – da werden Erinnerungen wach, an die Radiokonferenz auf WDR2 (oder damals noch WDR1??). Damals = 80er Jahre. Kurt Brumme. Jochen Hageleit. Und so weiter und so fort. Das muß für Nachgeborene totlangweilig sein, wenn man anfängt, in die Ach-wie-toll-war-fußball-am-radio-nostalgie zu verfallen. Aber was sollen wir machen? Wir waren halt nicht in Stalingrad. Und 68 auch nicht in Paris.

    Ich finde es allerdings heute noch toll, Fußball am Radio zu hören.

  2. Ja, damals kam das auf WDR1. Und: Ich wusste, dass Kuntz für Bayer 05 gespielt hat. Der Name Burgsmüller hat mich hingegen überrascht. Aber nachdem ich festgestellt habe, dass er weniger als sieben Wochen dort spielte, habe ich mich entschieden, mich für diese Wissenslücke nicht zu schämen.

    Statt Dreher hätte ich als Torwart Vollack gewählt. Der war besser. Oder Kubik. Der hatte die interessantere Frisur!
    Dreher hat sich im besten Torwartalter (30) freiwillig auf die (Bayern-)Bank gesetzt, anstatt noch 4-6 Jahre irgendwo gut zu halten. Sowas ist wischiwaschi.

  3. Torsten, das ist Matthias-Schober-Waschi-Wischi.

  4. Ich kenne das nur als Wischi-Waschi.

  5. Na den Bindestrich hätte ich dann gerne mal erklärt …
    Übrigens heißt wischiwaschi auf Englisch wishi washi, wishy-washy oder auch nur wish-wash.
    Großartig!

    @ Knut: Richtig. Und den hatten wir ja auch schon, im gleichen Kontext.

  6. Achso, ob Bindestrich oder nicht, ist egal, ich meinte die Vokalreihenfolge.

  7. Nun so ganz richtig ist das nicht …gerade als Uerdingen im Begriff war dem großen Bruder Bayer Leverkusen zu zeigen wie Fußball gespielt wird, hat Calli (Calmund) mal eben die Aussenstelle Uerdingen zu gemacht ,in dem man die finanzielle Unterstützung versagt hat … danke Calli für Deinen Sportsgeist …. :-)



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