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Schlagwort: Friedhelm Funkel

Torsten de Funès

Achja, es ist Silvester. Da geht es ja immer lustig zu, im Fernsehen. Warum eigentlich? Hab ich glaub ich schon öfter hier gefragt, weiß, die Antwort aber nicht mehr. Warum muss man Silvester lustig sein?

Wie dem auch sei, diese Tradition existiert, und auch der MSV Duisburg hat in Person von Torsten Lieberknecht versucht, lustig zu sein. Wenn auch eigentlich schon Anfang Dezember, ist das mal wieder so ein herausragendes Beispiel dafür, wie gut es funktioniert, wenn Menschen aus dem Fußball lustige Videos produzieren, dass ich es Euch nicht vorenthalten will. Da Torsten Lieberknecht so besonders auf Traditionsvereine und somit Traditionen steht, wie er in jeder zweiten Pressekonferenz betont, ist es auch nur passend, dass er auch die Tradition, an Silvester lustig zu sein, mitmacht. Bzw. da ein Internet-Meme aufgreift, das wohl eine jede und ein jeder kennt und auch vor dessen Aufstieg zu einem solchen schon kannte.

Einfach wahnsinnig überzeugend gespielt:

Kleiner Hinweis noch am Rande, besagter französischer Komiker spricht sich tatsächlich Louis de Funèssss aus, wie man es schreibt, und nicht, wie man auf Französisch vermuten würde, de Fünèhh, da seine Eltern Spanier waren. Zumindest letzteren Umstand hätte man ohne die nette Vorarbeit von Tim Berners-Lee und anderen wohl nie erfahren. Klar hat einen das schon immer interessiert, warum er de Funes ausgesprochen wird, aber extra in eine Bibliothek wäre man dafür wohl nicht gegangen.

Wie auch Tim Berners-Lee Vorarbeit nicht ganz unschuldig daran ist, dass man hier in diesen Hallen doch deutlich beschwingter ins neue Jahr geht als es anderenfalls gewesen wäre. Mit anderen Worten: ohne das Internet hätte ich Euch alle nicht erreicht, die an diesem Umstand keinen geringen Anteil tragen. Herzlichen Dank dafür und dann Euch allen auch einen formidablen Rutsch ins neue Jahre sowie ein frohes Neues gewünscht, wenn es soweit ist.

Und dann geht’s hier in Bälde auch wieder um Fußball …

PS: An Super-Funkel kommt Lieberknecht damit natürlich noch lange nicht ran, ist aber auf einem guten Weg.

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Trainer mit den meisten Spielen in der 1. Bundesliga

Trainer Spiele Vereine
Otto Rehhagel 832 Kickers Offenbach, Werder Bremen, Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, FC Bayern München, 1. FC Kaiserslautern,
Jupp Heynckes 642 Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, Eintrach Frankfurt, FC Schalke 04, Bayer Leverkusen
Erich Ribbeck 569 Eintrach Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, FC Bayern München
Udo Lattek 522 FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, FC Schalke 04
Thomas Schaaf 513 Werder Bremen, Eintracht Frankfurt
Felix Magath 495 Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, FC Bayern München, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04
Hennes Weisweiler 470 Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln
Ottmar Hitzfeld 461 Borussia Dortmund, FC Bayern München
Friedhelm Funkel 459 Bayer Uerdingen, MSV Duisburg, Hansa Rostock, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC
Christoph Daum 426 1. FC Köln, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt

Stand 30.6.2015

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Das erste Mal im Stadion

Eigentlich dachte ich, ich hätte das schon längst aufgeschrieben. Im Zuge der „Blogparade“ von elfgegenelf (mit weiteren Texten dort) fiel mir aber auf, dass das nicht der Fall ist. Deshalb hier gerne mein Beitrag zu dieser Blogparade, „Das erste Mal im Stadion“.

Es war der 24. Oktober 1986, zu jener Zeit waren gerade Austauschschüler aus England an unserer Schule. Die Mutter meines besten Freundes dachte, nicht ganz dumm, dass so etwas wie Fußball gucken vielleicht eine bessere Aktivität wäre als ins Theater oder ins Kino zu gehen, weil man dafür kein Deutsch verstehen muss, was Engländer ohnehin selten tun, aber zufällig zusammengewürfelte Schüler aus England dann schon mal gar nicht. Also packte sie ihren Sohn, dessen Austauschschüler und aus welchen Gründen, weiß ich nicht mehr, auch mich in ihren VW Jetta und düste die unglaublich weite Strecke (etwa 20km) bis nach Uerdingen über die Autobahn. Das war vor allem deshalb gut, weil ich aus einer fußballfernen Familie stammend — meine Eltern schauten sich zwar manchmal Spiele von mir an, aber rein aus dem Umstand heraus, dass sie ja ohnehin dort waren, um mich dorthin zu bringen, nicht, weil sie das Spiel interessiert hätte — sonst wohl noch Jahre hätte warten müssen, bis ich das erste Mal in ein Stadion gekommen wäre.

Herbst also und dann noch ein Spiel unter der Woche und somit abends. Gleich die volle Dröhnung an Fußball: ein Flutlichtspiel am nebelgeschwängerten Niederrhein. Die Grotenburg war damals, in den Augen eines Schuljungen, ein ehrfurchteinflößendes Gebäude (und es ist ein Jammer, wie verfallen sie heute dasteht), so dass es auch egal gewesen wäre, wenn gar kein Spiel stattgefunden hätte.


Allein schon sich inmitten dieser Massen an Menschen zu befinden, auch wenn die Statistik zum Spiel — die muss falsch sein — von gerade einmal 7.300 Zuschauern spricht, deren Atem dampfte und die auch ohne Fangesänge ein laut vernehmbares Raunen und Röhren von sich gaben, wie es auf Parties klingt, wenn plötzlich die Musik ausgeht, nur eben in tausendfacher Verstärkung, war überwältigend und vor allem eine völlig neue Erfahrung.

Noch dazu ist die Grotenburg in Krefeld ein besonderes Stadion, besteht sie doch aus vier völlig unterschiedlichen Tribünen bzw. Kurven. Die Haupttribüne weist im unteren Bereich Stehplätze auf, was auch unser Standort sein sollte, die Gegentribüne sieht zwar ähnlich, aber doch anders aus, nämlich ohne Stehbereich. Die Heimkurve schließt schnurgerade mit dem Verlauf des Fußballplatzes ab und ist relativ steil, oben prangt die Anzeigetafel, ob damals schon, weiß ich nicht mehr, während auf der Gästeseite die Kurve aus einer tatsächlichen Kurve besteht. Ganz old school, damals natürlich noch young school, gebogen, mit der Möglichkeit, in diesem gebogenen freien Bereich Autos von Sponsoren oder sonstigen Werbekram abzustellen.

Es war ein Spiel des DFB-Pokals. Der damalige Bundesligist Bayer Uerdingen war in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Als Gegner war der 1. FC Nürnberg mit Andy Köpke im Tor angereist. Abgesehen von den Nationalspielern war mir keiner der Akteure bekannt und so sehe ich heute erst, dass ich in meinem ersten Spiel im Stadion Oliver Bierhoff auf Uerdinger Seite beim Fußballspielen zusah. Ein Omen?

Der teilte sich die Aufgaben im Angriff mit einem weiteren aus heutiger Sicht Star: Stefan Kuntz. Dazu die Funkel-Brüder, Matthias Herget und Werner Vollack im Tor. Nicht nur auf dem Papier eine bemerkenswerte Ansammlung von Könnern ihres Fachs, sieht man vielleicht von Bierhoff ab, der damals noch nicht als Kopfballungeheuer auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Auf Nürnberger Seite wie erwähnt der erst spätere Nationaltorwart Andy Köpke, welcher in der Schlussminute noch mit glatt Rot vom Platz fliegen sollte. Warum, das geben meine Synapsen leider nicht mehr her, aber wie die vom Schiedsrichter hochgehaltene Rote Karte im intensiven Flutlicht glänzte, dieses Bild kommt mir schon noch vor Augen, und im akustischen Gedächtnis höre ich die Heimzuschauer hämisch bis freudig klatschen. Damit hatte die Partie nämlich einen Abschluss gefunden und Uerdingen war eine Runde weiter.

Wie überhaupt die Sinneserfahrungen bei diesem erste Mal im Stadion viel interessanter waren als das Spiel an sich. Dass tatsächlich so ein Profispiel genauso aussieht, wie man es von den Amateurspielen kannte, dass die nicht in Ballnähe befindlichen Spieler gemächlich rumtrabten, all das war schon Sensation genug. Hinzu kam der schwer zu fassende Umstand, dass es all diese Leute aus dem Fernsehen wirklich gab, etwas, was man sich bis dahin nicht so richtig hatte vorstellen können.

Nürnberg ging durch Roland Grahammer in Führung, Bierhoff und Wolfgang Funkel drehten den Spielstand zum 2:1 fürs Heimteam, ehe noch ein späterer Weltmeister, Stefan Reuter, für den Club wieder ausglich. In meiner Erinnerung fiel das Siegtor für Uerdingen, wieder Wolfgang Funkel, in der letzten Spielminute und hatte irgendetwas mit Köpkes Roter Karte zu tun. Wie die Statistik zeigt, war dem aber nicht so. Funkel traf schon in der 76. Minute. Wie man sich überhaupt natürlich sehr glücklich schätzen konnte, keinem 0:0 beizuwohnen, sondern a) einem Spiel mit fünf Toren und b) einem Pokalspiel, wo es eben immer um alles geht, was man dem Spielverlauf auch anmerkte.

Obwohl dieses Spiel von einer nicht mal fünfstelligen Zuschauerzahl besucht wurde, fabrizierte es eine derartig mitreißende Atmosphäre mit bleibender Wirkung, dass es nicht einfach nur „das erste Mal im Stadion“ war, sondern der Anfang einer bis heute währenden Begeisterung für das Passivfußballern, an dunklen Abenden, bei Flutlicht und mit einer raunenden Masse im Hintergrund, die schlohweißen Netze an den Torstangen feierlich strahlend.

Ein Hoch auf den Schüleraustausch.

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Friedhelm Funkel Moviestar

Der allseits im Fußballbusiness viel zu wenig respektierte Friedhelm Funkel verfügt über zahlreiche Talente, welche angesichts seines von Vielen als dröge empfundenem Auftreten nicht unbedingt zu vermuten sind. Er ist großer Karnevalist und auch großer Moviestar.

Einst war er „Superfunkel“, 2005 dann spielte er sich selbst als Trainer von Eintracht Frankfurt in einer Folge von „Ein Fall für Zwei“, leider nicht mehr mit Gerd Günter Strack. Und so wird das Kapitel „schauspielernde Fußballer“ nach dem ausgelutschten Kaninchen-Gag und des Zwanzigers Tatort-Ambitionen um diesen netten Schnipsel erweitert.



Zur Beruhigung: Der Drehbuchschreiber, der Friedhelm Funkel bei diesem Dialog die vollkommen ohne Sinn und Verstand verwendeten Worte „Aber die Wahrheit liegt auf dem Platz“ in den Mund legte, ist mittlerweile ausfindig gemacht worden und verbüßt seine gerechte Strafe.

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Anfang, Ende und die graue Suppe dazwischen

Was macht man, wenn man prüfen möchte, ob das Gedächtnis eines dies gerade behauptenden Fußballer noch vollkommen intakt ist? Man fragt natürlich nach dem ersten oder letzten Spiel der Karriere, weil man die auch so leicht vergisst.

Okay, es ging in dem Gespräch nicht um den absoluten Gedächtnistest für den befragten Friedhelm Funkel, es ist nur ein Schwenk, um ein bisschen Gesülze über das Leben von Friedhelm Funkel zu ermöglichen, und das einzige Thema des Gesprächs ist „Erfahrung“, da darf man gerne mal an die weit zurückliegenden Anfänge erinnern.

Dennoch: Wer wissen will, ob sich ein Fußballer wirklich gut an die eigene Karriere erinnern kann, der fragt nach einem Spiel aus der Mitte der Karriere, nicht nach dem ersten oder dem letzten.

Probe zum Selbermachen: Erster Schultag, letzter Schultag. Und dann den 3. Donnerstag im Februar in der 9. Klasse dazu ranholen.

Wie cool Friedhelm Funkel ist, merkt man auch daran, dass er „fasziniert“ war von Uwe Seelers „Bodenständigkeit“. Meiomei, auf die Idee muss man erstmal kommen … Ob er noch in anderen Bereichen so erfahren sei wie im Fußball? „Ich bin mallorca-erfahren.“ Nun gut.

Ansonsten aber eine lesenswerte Reihe, diese SOLO-Reihe — ein Thema, ein Interview — auch mit Heribert Bruchhagen, Theo Zwanziger, Renate Lingor und mal wieder Ioannis Amanatidis.

SOLO.

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Friedhelm Funkels nicht ganz astreine Gedanken zur Fairness im Fußball

Unbemerkt von der großen Fußballwelt hat sich gestern bei der Partie Alemannia Aachen gegen Erzgebirge Aue etwas ereignet, was Aachens Trainer (jawollja) Friedhelm Funkel zum Anlass nahm, mal aus seinen Kleidern zu steigen und für alle ganz anschaulich zu definieren, wie man mit großem Sportsgeist vorangeht und Fairplay demonstrieren sollte.

Was war passiert? (Ich liebe diese Boulevard’sche Weiterleitung, die nur dazu dient, weiterzuleiten, aber sonst nichts.)

Erzgebirge Aue erzielte auf dem neuen Tivoli den Ausgleich, nachdem ein leibeigener, also ein heimischer Balljunge extrem schnell mitgedacht und gehandelt hatte.

Nach einem Befreiungsschlag ins Seitenaus war der Ball noch in der Luft, als ein Balljunge durchaus eilfertig ein Spielgerät an die Gäste weiterreichte.

Ein Ding der Unmöglichkeit, findet jener Mann, von dem wir hier annahmen, er sei noch nach altem Schrot und Korn, so sieht er jedenfalls aus, und würde demgemäß auch echtes Fairplay im Stil eines Gentlemans jenem unwürdigen Tricksen und Betuppen an den kleinen Stellschrauben, an denen man als Heimmannschaft überhaupt drehen kann, jederzeit vorziehen.

Weit gefehlt.

Friedhelm Funkel ist zwar nach altem Schrot und Korn, allerdings eben kein Sportsmann dieser Couleur, sondern einer dieser kleinen, miesepetrigen, irgendwie übel aufstoßenden Vorteilserheischer, bei denen einzig das sichere Wissen Trost spendet, dass dieser Mensch in nur wenigen Jahren ausgiebig über dem Höllenfeuer geschmort werden wird. Denn wie bewertete Friedhelm Funkel die Aktion des durchaus staatsmännisch fair handelnden Balljungen?

„Das habe ich so in vielen Jahren auch noch nicht erlebt“, staunte Trainer Friedhelm Funkel, der am Samstag 58 Jahre alt wurde. „Als Balljunge einer Heimmannschaft, die führt, muss man das Spiel verzögern.“

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Friedhelm Funkel hat immer noch den nötigen Biss

Falls man sich gefragt haben sollte, wie es kommt, dass Friedhelm Funkel immer wieder aufs Neue Engagements in den beiden Profiligen des deutschen Fußballs erhält, obwohl er doch so schrecklich antiquiert spielen lässt und auch seine rhetorischen Motivationskünste aus dem letzten Jahrtausend stammen: Es gibt da ein kleines Geheimnis, welches nur jene Spieler kennen, die ganz intim mit ihm zusammenarbeiten.

Das folgende, trotz sicherer Entfernung unter Einsatz ihres Lebens von Spionen heimlich erstellte Dokument beweist, dass dieses kleine Geheimnis keine Fragen offen lässt, wieso Friedhelm Funkel ein begehrter Mann ist, wenn es gilt, lethargischen Teams mit wenig Punkten ganz schnell ein wenig Beine zu machen.



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Mitten in Meiderich

Aufgefallen war mir diese kleine Reihe erst nach der 2. oder 3. Sendung. Auffällig ist es immer dann, wenn überhaupt irgendjemand von außerhalb über den MSV Duisburg berichtet, der graumäusiger noch als der VfL Bochum daherkommt. Es gibt im Prinzip seit dem Abschied Friedhelm Funkels und einiger damaliger Leitspieler eigentlich kein Gesicht mehr, das sportlich für den MSV steht, ob nun auf dem Feld oder auf der Trainerbank. Das ständige Durchwechseln, der stetige Neuaufbau bewirken keine Identifikationsmöglichkeit. Sportlich pendelt man auf Karlsruhe- oder Bielefeld-Niveau zwischen den Ligen, wobei man im Gegensatz zu den Vorgenannten schon seit Ewigkeiten nicht wenigstens ein Mal in der ersten Liga die Klasse halten konnte, was dieser Beitrag illustriert.

Umso bemerkenswerter also, wenn sich tatsächlich ein Medium mal etwas ausführlicher mit diesem Verein beschäftigt. Große Quote ist mit dem MSV sicher nicht zu machen, auch wenn der quietscheloquente Schnäuzerij Neururer noch für jeden Spruch und jedes Interview zu haben ist. Dabei kommt aber oft nicht mehr heraus als das, was die SPD auf Plakaten der Linken unterstellt.

So schwankt die ingesamt 18-teilige Serie auch deutlich in ihrer Qualität, je nachdem, wie das Wochenende zuvor verlief und vor allem je nach Gesprächspartner. Dass aus Obermufti Hellmich kein authentisches Wort herauszuholen war, war ebenso abzusehen wie dass Tobias Willi etwas offenere Worte fände und etwas von sich preis geben würde.

Die meisten Folgen waren trotz der relativen Kürze von ca. 5:00 Minuten eine Qual. Zu nichtssagend und belanglos, oftmals nicht mehr als das, was man ohnehin selbst kennt, wenn man dann und wann mal ins Stadion geht und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, oftmals anscheinend auch gar nicht mit der Intention, dem Zuschauer etwas Neues mitzuteilen.

Aufmerksamkeit kann jede Graue Maus gebrauchen, wenn ein Elfmeter wie diese 18 Folgen über den MSV Duisburg aber so amateurhaft nebens Tor gesetzt wird, ist dann doch niemandem geholfen. Die wenigen Ausnahmen sind zwar umso sehenswerter, aber leider auch rar.

Die ganze Serie verfolgt und beleuchtet hat der höchst lesenswerte Kees Jaratz, der in seinem Zebrastreifenblog ohnehin ein Perlchen des Fußballschreibens ans nächste reiht und dabei wesentlich weniger Probleme mit den Standardsituationen hat als die Macher von „Mitten in Meiderich“ beim DSF. Zum Abschluss der Saison kann man sich also die kompletten Folgen in schriftlicher Nachlese bei Kees Jaratz geben, um nicht 90 Minuten am Stück Videos schauen zu müssen. Viel Vergnügen.

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Ewige Elfmeterschützen der Bundesliga

Nr. Spieler Vereine Tore
1. Manfred Kaltz Hamburger SV 53
2. Gerd Müller FC Bayern München 51
3. Michael Zorc Borussia Dortmund 49
4. Horst-Dieter Höttges Werder Bremen 40
5. Paul Breitner Eintracht Braunschweig
FC Bayern München
31
Wilfried Hannes FC Schalke 04
Borussia Mönchengladbach
31
Georg Volkert Hamburger SV
1. FC Nürnberg
VfB Stuttgart
31
8. Stefan Kuntz 1. FC Kaiserslautern
Arminia Bielefeld
VfL Bochum
Bayer Uerdingen
30
Lothar Matthäus Borussia Mönchengladbach
FC Bayern München
30
10. Günter Netzer Borussia Mönchengladbach 28
Sejad Salihovic TSG Hoffenheim 28
12. Hans-Jörg Butt Hamburger SV
Bayer Leverkusen
26
13. Werner Lorant 1. FC Saarbrücken
Eintracht Frankfurt
22
14. Ingo Anderbrügge FC Schalke 04 20
Rainer Bonhof Hertha BSC Berlin
1. FC Köln
Borussia Mönchengladbach
20
Christian Schreier Fortuna Düsseldorf
VfL Bochum
Bayer Leverkusen
20
17. Toni Polster 1. FC Köln
Borussia Mönchengladbach
19
Arnold Schütz Werder Bremen 19
19. Krassimir Balakov VfB Stuttgart 18
Andreas Brehme 1. FC Kaiserslautern 18
Stefan Effenberg Borussia Mönchengladbach
FC Bayern München
VfL Wolfsburg
18
Friedhelm Funkel 1. FC Kaiserslautern
Bayer Uerdingen
18
Lothar Huber Borussia Dortmund 18
Bernd Lehmann MSV Duisburg 18
25. Ailton Werder Bremen
FC Schalke 04
17
Michael Kutzop Werder Bremen
Kickers Offenbach
17
Manfred Ritschel 1. FC Kaiserslautern
Kickers Offenbach
17
Jürgen Röber Werder Bremen
Bayer Leverkusen
17
Fritz Walter VfB Stuttgart
Waldhof Mannheim
17
30. Hans-Joachim Abel FC Schalke 04
VfL Bochum
16
Thomas Häßler TSV 1860 München
Karlsruher SC
Borussia Dortmund
16
Uwe Reinders Werder Bremen 16
Lothar Ulsaß Eintracht Braunschweig 16
34. Jürgen Grabowski Eintracht Frankfurt 15
Martin Kree VfL Bochum
Bayer Leverkusen
15
Marcelinho Hertha BSC Berlin 15
Ludwig Nolden MSV Duisburg 15
Frank Ordenewitz Werder Bremen
1. FC Köln
15
Rafael van der Vaart Hamburger SV 15
40. Rodolfo Cardoso Werder Bremen
Hamburger SV
SC Freiburg
14
Andreas Herzog Werder Bremen 14
Ulf Kirsten Bayer Leverkusen 14
Pierre Littbarski 1. FC Köln 14
Ludwig Müller Hertha BSC Berlin
1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
14
45. Karl Allgöwer VfB Stuttgart 13
Werner Balte VfL Bochum 13
Wolfgang Funkel 1. FC Kaiserslautern
Bayer Uerdingen
13
Szasbolcs Huszti VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach
13
Klaus-Dieter Sieloff VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach
13
Olaf Thon FC Schalke 04
FC Bayern München
13
Horst Weyerich 1. FC Nürnberg 13
52. Dieter Bast Rot-Weiss Essen
VfL Bochum
12
Horst Heldt TSV 1860 München
Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart
12
Jupp Heynckes Hannover 96
Borussia Mönchengladbach
12
Lorenz Horr Hertha BSC Berlin 12
Jürgen Kalb Eintracht Frankfurt
SV Darmstadt 98
12
Karl-Heinz Körbel Eintracht Frankfurt 12
Ata Lameck VfL Bochum 12
Hannes Löhr 1. FC Köln 12
Frank Pagelsdorf Borussia Dortmund
Arminia Bielefeld
12
Karl-Heinz Struth Karlsruher SC
Fortuna Köln
12

Stand 24. Mai 2015

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Günter Bittengel, eine Art Albert Streit

Beim stets unzufriedenen Albert Streit fiel es erst auf, als man ihn zum ersten Mal vor der Kamera sprechen sah: Ein Rumäniendeutscher, erkannt am Akzent. Allein durch den Namen hätte man kaum bemerkt, dass Streit nicht in Deutschland aufgewachsen ist.

Günter Bittengel, allen Nerds der Fußballstatistiken natürlich kein Unbekannter, reiht sich jetzt ein. Wer — außer den ganz harten Hardcorefans von Bayer Uerdingen — hätte gewusst, dass Günter Bittengel ebenfalls kein (gebürtiger) Deutscher ist? Günter Bittengel ist Tscheche, offensichtlich mit deutschen Vorfahren, aber dabei wohl mit so viel zeitlichem Abstand, dass er nicht richtig deutsch sprach, als er aus Tschechien nach Uerdingen wechselte, wie der aktuelle Trainer von Dukla Prag von sich selbst berichtet.

Außerdem erzählt er noch etwas davon, dass mit dem Weggang bzw. der Entlassung Friedhelm Funkels eine Mannschaft auseinanderfiel, die zuvor trotz Abstieg mehrheitlich zusammengeblieben war und somit den Grundstein für den Wiederaufstieg legte. Je nach Lage der Dinge sollte man es sich mehrfach überlegen, einen bei der Mannschaft beliebten Trainer wegen kurzfristiger Erfolglosigkeit zu feuern. Allerdings waren das andere Zeiten, denn das war kurz vor dem „Bosman-Urteil, dem Grund für die Malaise des bundesdeutschen Vereinsfußballs“.

Günter Bittengel, ein Name wie Reinhold Hintermaier.

Und dann gibt’s da speziell für Thor Waterschei noch ein weiteres lesenswertes Interview in gleichnamiger Rubrik des KFC Uerdingen, man hüstelt den Namen Larus Gudmondsson.

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Nürnberg sein

… ist gefährlich, denn es endet eine Liga tiefer.

„Wir sind das Nürnberg dieser Saison.“

schreibt eintrachtsnob Szenarien heraufbeschwörend in den Kommentaren von Blog-G über Eintracht Frankfurt. Welches Hobby hat eigentlich Friedhelm Funkel, dem er in Zukunft nachgehen könnte? Zumindest andichten sollten man ihm eins, damit man dieses immer dann zitieren kann, wenn von dem arbeitslosen, aber noch unter Vertrag stehenden Glamour-Fritz die Rede sein wird.

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Das Hui Buh des Bundesliga-Fußballs

Jenes „Who is Who“ findet sich in der Geschichte von Bayer Uerdingen. In der Geschichte des KFC Uerdingen jedenfalls findet es sich nicht. Wenn man aber liest, wer alles schon bei Bayer Uerdingen spielte, bevor es ihn zu größeren Vereinen zog, dann kann man schon eine ordentliche Bundesliga-Elf zusammenstellen (und die weniger bekannten Namen sind jetzt noch rausgestrichen):

Oliver Bierhoff
Rudi Bommer
Manfred Burgsmüller
Stéphane Chapuisat
Bernd Dreher
Holger Fach
Wolfgang Funkel
Friedhelm Funkel
Sergej Gorlukowitsch
Jan Heintze
Siegfried Held
Matthias Herget
Simon Jentzsch
Stefan Kuntz
Brian Laudrup
Marek Lesniak
Erik Meijer
Stephan Paßlack
Wolfgang Rolff
Wolfgang Schäfer
Ludger van de Loo
Marcel Witeczek
Claus-Dieter Wollitz

Herausstechend natürlich: Brian Laudrup und Stephane Chapuisat. Aber auch mit dem anderen Gemüse hätte man zur jeweiligen Zeit durchaus etwas reißen können. Wer wusste schon, dass Stefan Kuntz mal in Uerdingen spielte, von Manfred Burgsmüller ganz zu schweigen?

Grundsätzlich wäre das nicht erwähnenswert: Wer hat nicht schon alles bei Bayern München gespielt? Mindestens das Hans Clarin des Bundesligafußballs. Wer hat nicht schon alles bei Borussia Mönchengladbach gespielt? Eine ganze Menge fähiger Leute, würde man meinen und läge damit nicht falsch.

Im Falle von Bayer Uerdingen ist es aber erwähnenswert ist, weil Bayer Uerdingen nie über den Status der kleinen Stiefschwester von Bayer Leverkusen hinauskam. Und ja, ich weiß, dass früher beide Vereine gleichberechtigt nebeneinander existierten und auch mit ähnlich hohen Beträgen vom Konzern gefördert wurden. Dass Uerdingen aber neben einem Pokalsieg nur diverse Aufstiege in seiner Erfolgsliste aufführen kann, sagt doch alles, wenn nicht noch mehr.

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Ich frage Sie, Herr Funkel

Vorweg möchte ich sagen, dass diese Frage nur exemplarisch an Sie geht, es könnte auch jeden x-beliebigen anderen Trainer treffen (außer Trainer Baade natürlich). Dennoch bin ich bei meinen Recherchen auf eine Ihrer Äußerungen gestoßen, über die wir zu diskutieren haben.

Sehr geehrter Herr Funkel,

nach dem 2:2 in Nürnberg, bei dem der derzeit von Ihnen trainierte Fußballbundesligaverein Eintracht Frankfurt zunächst mit 2:0 in Führung lag, bevor kurz vor Schluss der Nürnberger Ausgleich erzielt wurde, zitiert man Sie folgendermaßen:

„Beim 2:2 gehen wir nicht energisch genug zum Ball. Das darf einfach nicht passieren.“

Mein Hauptaugenmerk möchte ich auf den zweiten Satz richten. „Das darf einfach nicht passieren.“ Nun habe ich folgende Fragen an Sie, Herr Funkel:

1. Welche Maßnahmen haben Sie bislang ergriffen, um zu verhindern, dass das passiert?

2. Wer hat die Maßnahmen, die Sie bislang ergriffen haben, um zu verhindern, dass das passiert, evaluiert?

3. Was gedenken Sie jetzt und in Zukunft zu tun, damit genau das eben nicht mehr passiert?

4. Welche Sanktionen werden Sie ergreifen, sollte es doch erneut passieren?

5. Was tun andere Trainer dagegen, dass es passiert, und in welcher Form haben Sie sich mit anderen Trainern darüber ausgetauscht?

6. Was haben Sie während Ihrer Trainerausbildung gelernt, was zu tun ist, um zu verhindern, dass es passiert? Und wie lange sind Sie jetzt schon Trainer und warum passiert es Ihren Mannschaften doch immer wieder?

7. Was genau meinen Sie mit dem Wort „einfach“?

Gespannt warte ich auf eine Antwort,

Ihr Trainer Baade

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