Der Professor, mit 18

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Ja, sowas gibt es. Auch der Professor war mit 17 Jahren und einem Extra-Tag schon so schlau „dat glaubt man gar nicht“.

Wer nicht so schlau, aber auch nicht doof war, war Rolf Töpperwien. Man ist immer wieder erstaunt, wie tief man eigentlich in youtube hinabsteigen muss, um endlich mal ein Interview von einem bedeutenden, oder sagen wir, interessanten Spiel zu finden, bei dem nicht Rolf Töpperwien der Chefinvestigator ist. Hier aber ist er es. Und jetzt mal ehrlich: Wer von Euch Lesern wäre mit 17 plus 1 Tag so souverän am Mikro gewesen wie hier in diesem Fall der Professor?



Dass Schalker damals schon echte Ruhrgebietskanaillen waren, daran hatte ja auch vorher niemand einen Zweifel. Selbst die für damalige Zeiten gut behelmten Bullen haben Probleme, für Klarheit zu sorgen. Man würde sich doch dann und wann wieder Interviews wünschen, in denen die dahinter stehenden Fans „Olaf, Olaf!“ skandieren. Nicht aus Schalke-tum, sondern aus Fußball-tum. Achja, alte Kamellen off. Aber!

12 Kommentare

  1. Ich bin verwirrt, was ist denn jetzt mit seiner Mutter?

    Blind?

    GEZ nicht gezahlt (zumindest fürs TV)?

    Mag ihren Sohn nicht sehen, solange er Konfirmanden-Schnäuzer trägt?

    Ist den ganzen Tag nur mit Olafs Bettzeug beschäftigt, im verzweifelten Versuch, die Bayern-Logos rauszuwaschen?

  2. Ganz groß, danke für den Link.

  3. Schönes Fundstück, Trainer.

    Nicht zu fassen, vor dem Interview gefällt mir Töpperwien mal. Ich sehe ihn ihm ja sonst eher eine mikrofonbewaffnete Höchststrafe für jeden Fußballer. Und tatsächlich, kaum geht es los, kommt die übliche Töpperwienshow, setzt er dieses falsche Lächeln auf, das so wenig passt wie dritte Zähne zu einem Neugeborenen, und fragt nach der Bayern-Bettwäsche und der Mama …

    Ich werde nie vergessen, wie der junge Ralf Falkenmayer diesem Mann nach einem überraschenden 3:2-Sieg von Eintracht Frankfurt bei Werder Bremen 1984 zum Opfer fiel. Den zweifachen Torschützen Falkenmayer fragte Töpperwien ernsthaft, ob dieser am Morgen geglaubt hätte, am Abend zwei Tore gegen Werder zu schießen …

    Er lässt halt nichts aus, auch keine Phrase. Jedesmal wenn ein Sportreporter was vom angeblich „unbeschreiblichen Jubel“ faselt, werde ich stinkig. Genau das ist sein Job, genau dafür wird er bezahlt, diesen Jubel zu beschreiben – oder es einfach sein zu lassen.

  4. Ein bisschen mehr Mob wäre tatsächlich schön. Früher und so. Naja…

  5. Das Interview fand statt, nachdem der Zweitligist Schalke soeben im DFB-Pokal 6:6 gegen Bayern München n.V. gespielt hatte. Da ist ein bisschen Mob im Hintergrund durchaus verständlich. Und immerhin dürfte der Töpperwien dazu gelernt haben: bei einer ähnlichen Szene würde er heute sicherlich nicht mehr rumschnauzen „Seid doch mal ruhig!“ Oder höchstens einmal.
    Irgendwie schade. Großes Spiel, großer Link!

  6. ich bin verwirrt: olaf thon – „der professor“? ansonsten großes kino der achtziger, chapeau!

  7. Genial! Töppi: „Mensch macht doch mal Platz hier, wir wollen ein Interview machen mit dem Olaf“ – ich lach mich kaputt!!!

  8. „Jedesmal wenn ein Sportreporter was vom angeblich „unbeschreiblichem Jubel“ faselt, werde ich stinkig. Genau das ist sein Job, genau dafür wird er bezahlt, diesen Jubel zu beschreiben – oder es einfach sein zu lassen.“

    Genau! Danke Kid!

    Ach, und danke Trainer!

  9. Pingback: Trainer Baade » Zahl der Woche – Folge XXXI:

  10. P.S.: gleich in den ersten Sekunden sieht man den jungen Effenberg rechts.
    P.P.S.: 18 Jahre + 1.

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