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Schlagwort: Olaf Thon

Sehenswerte Doku: 100 Jahre Schalke

Das 100-jährige Jubiläum des FC Schalke 04 ist naturgemäß schon eine Weile her. Das macht diese sehr ausführliche – 120 Minuten! – Dokumentation von Franz Bürgin über diese 100 ersten Jahre Geschichte des FC Schalke 04 aber nicht weniger sehenswert. Wenn ausnahmsweise mal kein Fußball im Fernsehen läuft (wobei man heute natürlich Island gegen den Kosovo die direkte WM-Teilnahme sichern sehen will), ist diese eine spannende wie lehrreiche Alternative.

Viele Zeitzeugenberichte, natürlich von all den Schalker Helden:

  • Ernst Kuzorra
  • Fritz Szepan
  • Willi Koslowski
  • Berni Klodt
  • Günter Siebert
  • Klaus Fichtel
  • Rolf Rüssmann
  • Mike Büskens (auch hier im Podcast)
  • etliche weitere „Eurofighter“

… und viele mehr.

Dazu viele Fotos aus jener Zeit zu den Geschichten, die man meist kennt, aber keine (bewegten) Bilder dazu hat. Und ab den 1930ern dann eben auch bewegte Bilder. Mehr als die Geschichte eines Clubs, sicher auch eine deutsche Geschichte und eine Geschichte des Fußballs. Zudem kann man herrlich entspannt zuhören, bleibt von allem Marktschreierischen – außer bei manchem Spielausschnitt – verschont. Wie es ja selbst in der Geschichte dieser Skandalnudel Schalke 04 immer auch leise Zwischentöne gab …

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Meiste Gelbe Karten in der Bundesliga

Die Gelben Karten, die für unsereins so selbstverständlich zum Fußball dazugehören, wie die Fouls, für die man sie bekommt, wurden international erst zur WM 1970 eingeführt, in der Bundesliga sogar noch ein wenig Zeit später. Seit es diese Einrichtung gibt, haben sich etliche Sünder gleich dutzendfach in die folgende Liste eingetragen. Die meisten von ihnen sind dabei durchaus namhafte Spieler und erstaunlicherweise sind nicht allein Defensivspezialisten darunter zu finden.

Der mit weitem Abstand Führende ist da schon so ein Paradebeispiel, wie man früher im Fußball Gelbe Karten auch verstanden hat. Als „Zeichen“ an die eigenen Spieler aber auch an den Gegner. Da diese Zeiten inzwischen vorüber sind, ist auch der Zuwachs in dieser Liste in letzter Zeit eher sparsam. Dennoch werfe man zunächst einen Blick auf die komplette Liste.

Spieler Spiele Gelbe Karten
Stefan Effenberg 370 110
David Jarolim 318 96
Bernd Hollerbach 222 93
Torsten Frings 402 92
Frank Greiner 333 89
Christian Wörns 469 88
Sergej Barbarez 330 86
Günther Schäfer 373 85
Jürgen Kohler 398 84
Carsten Ramelow 333 83
Hanno Balitsch 343 82
Ulf Kirsten 350 81
Michael Ballack 267 80
Stefan Reuter 502 79
Jiri Nemec 256 78
Lothar Woelk 420 78
Thorsten Fink 367 77
Lothar Matthäus 464 77
Tomasz Haijto 201 75
Michael Tarnat 363 74
Michael Frontzeck 436 72
Michael Zorc 463 72
Thomas Berthold 332 71
Olaf Thon 443 71
Dariusz Wosz 324 71
Marco Kurz 300 70
Thomas Hörster 332 69
Oliver Kreuzer 282 69
Jörg Neun 358 69
Markus Schupp 351 69
Josip Simunic 271 69
Maik Franz 192 68
Thomas Strunz 235 67
Jens Jeremies 251 66
Levan Kobiashvili 351 66
Silvio Meißner 250 65
Jens Nowotny 334 65
Stefan Schnoor 277 65
Miroslav Votava 546 65
Klaus Augenthaler 404 64
Uli Borowka 388 64
Mike Büskens 370 64
Thomas Kempe 391 64
Sven Kmetsch 261 64
Stephan Passlack 270 64
Eyolfur Sverrisson 251 64
Javier Pinola 202 63
Cacau 307 62
Fabian Ernst 306 62
Karlheinz Geils 405 62
Hendrik Herzog 208 62
Sebastian Kehl 314 62
Nico Kovac 241 62
Martin Wagner 271 62

Stand Juni 2015.

Natürlich gibt es mehrere Gründe dafür, warum hauptsächlich deutsche Spieler und hauptsächlich Spieler aus einer bestimmten Periode in dieser Liste auftauchen.

Gründe für immer weniger Gelbe Karten pro Spieler

  • Zunächst mal ist da der Einführungszeitpunkt von Gelben Karten. Die erste Gelbe Karte der Bundesliga gab es erst 1971, weshalb alle Spieler, die zuvor tätig waren, in diesem Zeitraum überhaupt keine Gelbe Karte erhalten konnten.
  • Dann kommt natürlich das Bosman-Urteil 1995 hinzu. Seitdem sind unbegrenzt EU-Ausländer in den Kadern der Teams erlaubt, was insgesamt zu einer höheren Fluktuation geführt hat.
  • Wie sich zudem die Struktur der Karriere eines Fußballers gewandelt hat. Vereinswechsel sind heute viel häufiger an der Tagesordnung als es früher der Fall war. Das bedeutet zum Einen, das gute deutsche Spieler häufiger ins Ausland abwandern, aber auch, dass viele ausländische Spieler nur einen geringeren Teil ihrer aktiven Karriere in der Bundesliga verbringen. Die Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga umfasst dann auch nicht ganz zufällig fast ausschließlich deutsche Spieler, welche wiederum im letzten Jahrtausend aktiv waren.
  • Heutzutage beginnen die Karrieren der Spieler zwar in einem etwas früheren Alter, auch für eher durchschnittliche Spieler. Dafür enden sie aber immer früher und das mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr. Weniger Zeit also, Gelbe Karten zu sammeln.

Ein weiterer Aspekt, der hinzu kommt, ist der Umstand, dass die Spieler taktisch und auch physisch viel besser geschult sind. Gelbe Karten „aus Versehen“ kommen so gut wie gar nicht mehr vor, sie sind fast immer Folge einer taktischen Entscheidung. Abgesehen natürlich von Tätlichkeiten oder Schiedsrichterbeleidigungen. Aber auch in diesem Punkt gilt, dass wer sein Temperament nicht einigermaßen beherrscht, es heutzutage mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit in den Profifußball schafft oder falls doch, nicht unbedingt lange dort verweilt.

Gut möglich, also, dass all jene Spieler, welche heutzutage auf angebotenen Sammelkarten auftauchen, es gar nicht mehr in diese Liste schaffen werden, zumindest nicht in die oberen Ränge. Man kann also aktuell durchaus zum Beispiel Match Attax Karten kaufen bei Gate to the Games, ohne dass man Gefahr läuft, zufällig einen „König der Gelben Karten“ zu erwischen.

Auch wenn der absolute König der Gelben Karten, zur Zeit als Trainer wieder in der Bundesliga mitmischt – als Trainer werden wohl keine Gelben Karten mehr dazukommen. Und Spieler, die sich dauerhaft nicht beherrschen, finden dann über kurz oder lang doch keine neue Anstellung mehr in der Bundesliga.

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Alle FIFA-xx-Cover-Stars

Gerade erst ging ein Ruck durch Deutschland, als Millionen Menschen gleichzeitig ihre Postpakete öffneten, in welchen sie ihre aktuelle Ausgabe der FIFA-xx-Serie von EA Sports erhielten. Andere stiegen zeitgleich in den Keller und fanden die 97er-Version dieser Reihe, welche auch die erste war, die einen real existierenden Star auf dem Cover trug.

Einen kurzen Tweet später.

Merkwürdigerweise ist es die Seite bundesliga.de, die die kompletten Cover zum Durchklicken anbietet. Des Merkens würdig sind dabei vielleicht vor allem die Stars, die sich jeweils darauf befinden. Deshalb hier der Link, aber auch hier die Auflistung:

1997 David Ginola
1998 Andreas Möller
1999 Olaf Thon
2000 Mehmet Scholl
2001 Lothar Matthäus
2002 Gerald Asamoah
2003 Roberto Carlos, Ryan Giggs, Edgar Davids
2004 Alessandro del Piero, Thierry Henry, Ronaldinho
2005 Patrick Vieira, Fernando Morientes, Andrij Schewtschenko
2006 Wayne Rooney, Lukas Podolski, Ronaldinho
2007 Lukas Podolski, Ronaldinho
2008 Miroslav Klose, Ronaldinho
2009 Ronaldinho, Kevin Kuranyi
2010 Bastian Schweinsteiger, Wayne Rooney
2011 Mesut Özil, René Adler
2012 Lukas Podolski, Mats Hummels
2013 Lionel Messi

Offensichtlich gibt es deutsche, aber auch Versionen aus anderen Ländern, hier sind dann wohl nur die Coverstars der deutschen Version aufgelistet. Möglicherweise ist die Zusammenstellung aber auch falsch.

(Alle Angaben wie immer ohne Gewähr und Korrekturen sind willkommen — ich hoffe, das ist selbstverständlich.)

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Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

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Thon wie eine Schlange

Sagt er.

Im Spiegel, 1998.

Auch sonst noch lesenswert, wie es die alten Print-Spiegel-Texte (über den Fußball und Fußballer) eigentlich immer sind.

Würde ja gerne endlich mal wissen, ob Thon doof ist oder eben nicht.

Und auch die im Text aufgestellte These, dass er kein Volksheld ist, würde ich gerne beantwortet haben. Galt Thon je als zu mädchenhaft? War er nicht der eigentlich bessere Fußballer als Matthäus, der ja eigentlich nur „aufräumen“, aber nie gestalten konnte? Weltmeister ist er schließlich auch.

Lesen Sie frühere Beiträge zu Olaf Thon:

Der Professor mit 18
Die noch viel früheren drei Tore von Olaf Thon in einem Spiel
Uli Stielike bleibt einsam

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Die grünsten Debütanten (hinter den Ohren)

Grün war man als Debütant in der Nationalmannschaft früher oft, wenn man nämlich im Auswärtstrikot der Nationalmannschaft sein erstes Länderspiel absolvierte. Dann war man in diesem Fall eine gewisse Zeit lang rot, mal schwarz, jetzt wäre man wieder grün, meistens allerdings weiß.

Weil es gerade bei Twitter aufkam, Anlass war die Tatsache, dass Jogi Ebenau Löw heute verlautbarte, dass Ron-Robert Zieler jetzt bereits zu seinem Debüt im Tor der Nationalmannschaft kommen werde. Zunächst war die Frage, ob er damit der Torhüter mit den wenigsten Bundesligaeinsätzen ist, der zu seinem Nationalmannschaftsdebüt kommt, diese war schnell beantwortet. Bodo Illgner hatte ebenso wie Ron-Robert Zieler 27 mal in der Bundesliga gespielt, bevor er in der Nationalmannschaft eingesetzt wurde. Eike Immel aber kam noch früher zum Einsatz: Erst 18 mal hatte er in der ersten Bundesliga gespielt. Danach weitete sich die Suche auf die folgende Frage aus:

Welcher Nationalspieler debütierte mit den wenigsten Erstliga-Bundesligaspielen in der Nationalmannschaft?

Dabei sammelten wir die folgenden grünohrigen Sammelbilder, bislang noch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Liste ist also noch „offen“, Ergänzungen willkommen.

Frischling 1.-Bundesliga-Einsätze
Arne Friedrich 2
Marko Marin 4
Reinhard Libuda 5
Werner Krämer 5
Wolfgang Overath 5
Franz Beckenbauer 6
Gerd Müller 7
Lukas Sinkiewicz 7
Rudolf Nafziger 7
Günter Netzer 7
Fredi Bobic 8
Zoltan Sebescen 8
Michael Rummenigge 12
Patrick Helmes 13
Oliver Neuville 13
Marco Engelhardt 14
Jan Schlaudraff 15
Mario Götze 16
René Schneider 16
Olaf Thon 17
Patrick Owomoyela 17
Eike Immel 18
Lukas Podolski 19
Heinz Gründel 19
Christoph Metzelder 20
Per Mertesacker 20
Paul Breitner 21
Marcell Jansen 21
Bernd Schuster 22
Miroslav Klose 24
Roberto Hilbert 26
Ron-Robert Zieler 27
Stefan Reinartz 27
Bodo Illgner 27
Ludwig Kögl 27
Thomas Strunz 27
Lothar Matthäus 28
Karl-Heinz Rummenigge 30
Hansi Müller 30
Mustafa Dogan 31
Marvin Compper 31
Paulo Rink 31
Tobias Weis 31
Kevin Großkreutz 32
Rudi Völler 33
Bernd Schneider 33
Holger Badstuber 33
Jörg Heinrich 33
Herbert Waas 34
 
Thomas Hitzlsperger* 0
Robert Huth* 0
 

Der Dummschwätzer gehört mit seinen gerade mal 6 Bundesliga-Einsätzen insbesondere in diesem Blog hier natürlich auch in die Liste, fast ganz oben dabei.

Offen ist zur Stunde noch, wie man mit jenen Debütanten rund um die Einführung der Bundesliga 1963 verfahren werden sollte. Wolfgang Fahrian z. B. feierte sein Debüt Wolfgang Fahrian feierte sein Länderspieldebüt vor Einführung der Bundesliga. Aber andere Fälle sind ja denkbar.

* Wie soll man jetzt mit Thomas Hitzlsperger (et al) verfahren? — Jugend und Profidebüt in England, somit schon massig Erstligaeinsätze vor ihren Nationalmannschaftsdebüts. Diese modernen Zeiten, in denen Kinder zum Fußballspielen (!) auf die Insel wechseln, ts, ts.

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Kiss me, Kate

Wobei die Kate aus dem Titel hier ein Computer und zwar ein Amiga (spanisch für „Freundin“) ist.

Die zum Küssen Auffordernden sind die beiden späteren Weltmeister Auge und Thon. Und weil niemand je von dieser Sonderversion des FC-Bayern-Trikots berichtet hat, müssen wir das hier heute tun. Dabei kam die „Kiss me, Amiga“-Version mehr als einmal zum Einsatz.

Für die Jüngeren unter den Lesern: Ein Amiga, für den der FC Bayern dort wirbt, ist so etwas hier, was der Nachfolger von diesem Ding war. Das alles wiederum führte in letzter Konsequenz zu dem Gerät, mit dem Du diesen Text jetzt gerade liest.

Und: Ja, damals hatte Uli Hoeneß noch nichts gegen moderne Technik.

Erstens war er zu jener Zeit, 1988, selbst gerade mal 36 Jahre jung und zweitens konnte er noch nicht ahnen, dass später die Leute genau solche Geräte benutzen würden, um sich zu „Koan-Neuer“-Aktionen und Schlimmerem zu verabreden.

Hätte er dies geahnt, hätte er die Werbung für den Amiga auf dem eigenen Trikot natürlich niemals erlaubt.

Dass allerdings heute T-Irgendwas auf diesem Trikot mit des Ulis Absolution werben darf, das wurde so eingefädelt, dass man Uli Hoeneß nur von den Telefonen erzählte, die die werbende Firma bereitstellt.

Von dem ganzen anderen Kram ahnt er nichts. Also pscht.

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Wenn der Dummschwätzer bei „Wetten, dass … ?“ parliert (XXXI)

Der ganz junge Franz. Jung in seinem Job als Teamchef. Denn Trainer durfte er sich nicht nennen, dazu fehlte ihm der Trainerschein.

Sehens- und hörenswert neben des Franzens Worten auch der alte Vorspann von „Wetten, dass … ?“, die klobigen Klötze und die einleitend piepsende Musik, die wohl damals sehr modern gewirkt hat. Danach diese Erkennungsmelodie — gibt es die heute noch? — die eigentlich eher nach „Captain Future“ als nach großer Samstagabendunterhaltung klingt.

Frank Elstner befragt Beckenbauer zum fußballerischen Talent seiner Söhne, zu seinem Verhältnis zu DFB-Präsident Hermann Neuberger und nicht zuletzt, warum er denn in Österreich lebt. Da hatte er es übrigens nicht so weit zur Sendung, denn die wurde an jenem Abend in Innsbruck produziert.

Der angesprochene Sieg gegen Malta müsste der 6:0-Sieg vom 27. März 1985 gewesen sein, weshalb der Ausschnitt wohl aus der Wetten-dass-Ausgabe vom 30. März 1985 stammt.

Weitere Gäste neben Franz Beckenbauer in jener Show: Jean-Paul Belmondo, Helmut Zilk (wer ist das?) und der damalige Traum aller Jungonanierenden, Brooke Shields.



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Ein Tag auf Schalke

Allerdings nicht in der Arena, das heißt: doch, aber eben ohne ein Spiel, stattdessen im Schalke-Museum. Ein Museum eines Fußballvereins — keine ganz neue Idee, in Deutschland dennoch nicht besonders verbreitet bislang. Inzwischen werden es langsam mehr. Die Frage, ob eine solche Einrichtung sinnvoll ist, darf dennoch erlaubt sein.

Denn als mein Begleiter und ich an jenem Nachmittag im Schalke-Museum eintrafen, waren wir die einzigen Menschen dort. Die einzigen überhaupt, was bedeutete, dass auch kein Mitarbeiter an der Kasse zu finden war. Blauer Teppich und ein paar Sessel sowie von etwas Weiterem schon erkennbare Vitrinen waren zu sehen, aber niemand, der uns in diese vermeintlich heilige Halle des Schalke-Museums Eintritt gewähren wollte. Nach circa zwei Stunden (Anmerkung für Rechtsanwälte: Eine subjektive Einschätzung von objektiv etwa fünf Minuten, in denen allerdings die Zeit stillstand.) bemühte sich dann doch die Kassenfrau an ihr Arbeitsgerät und ließ uns für im Nachhinein horrende fünf Euro pro interessiertem Kopf eintreten.

Der Beginn des chronologisch sortierten Rundgangs wartete mit einem vermeintlichen Schätzchen auf: Ein Video der Meisterprämie der Schalker Mannschaft von 1934. Dieses war erst vor Kurzem im dunklen Keller eines verstorbenen Amateurfilmers aufgetaucht. Diese Meisterprämie der Schalker bestand damals aus einer Reise ins Sauerland. Wo man dann auch artig trainierte, weitgehend ohne Schaulustige, zusammen Herrengesänge schmetterte und allerlei merkwürdige Trimm-Dich-Handlungen vornahm, neben den heute noch bekannten Bocksprüngen über die Rücken der Schalker Spieler auch die etwas obskur anmutende Handlung des gegenseitigen Arschversohlens.

Ein Spieler musste sich dabei nach vorne beugen, auf dass die anderen, teils sogar mehrere von ihnen zugleich, ihm auf den Hintern respektive Arsch hauten. Das geschah offensichtlich zum Vergnügen aller Beteiligten. Nicht aber zum Vergnügen des Betrachters des Films, denn das Machwerk ist wohl selbst für hartgesottenste Schalke-Fans nur von begrenztem Wert. Einzig, dass damals — wie ja ebenfalls im 11Freunde-Sonderheft der 1950er Jahre zu sehen — junge Menschen um die 30 aussahen wie ihre eigenen Großväter, sowohl in Bekleidung und Haarfrisur, vor allem aber in ihren zerfurchten und gegerbten Gesichtern, nimmt man aus dem Film mit.

Nach diesem sicher als Schmankerl zum Einstieg gedachten Video — Versuch leider misslungen — geht die Reise weiter an den einzelnen Vitrinen entlang. Den Beginn machen etliche Ansichtskarten, Fotos und Zeitungsausschnitte aus jenem (fußballerisch) glorreichen Jahrzehnt der Schalker, dem die gesamte Anhängerschaft wohl heute noch nachtrauert. Der „Völkische Beobachter“ wird ausgestellt, wie er von diversen Finalspielern der Schalker berichtet, Ehrenmedaillen und -bürgerschaften der Schalker Spieler liegen neben den vielen Fotos aus jener Zeit. Womit wir beim Thema wären: Zeitdokumente. Daraus besteht das Museum, was eigentlich keine Überraschung sein sollte. Nur Überraschungen an sich fehlten gänzlich im Museum. Und das, obwohl der Autor kein Schalke-Fan ist.

Denn wenn auch die Auf- und Auszeichnungen der „Deutschen Fußballkriegsmeisterschaft“ wohl allen Besuchern neu sein dürften: Es werden keine Geschichten erzählt und so wird weder diese Zeit etwas plastischer noch erhält man einen umfassenderen Eindruck der Ereignisse jener Hochphase des Schalker Fußballtums.

Stattdessen geht es in all den Vitrinen im selben Stil weiter, nur die Formen der Erinnerung an die Höhepunkte der Schalker Spielhistorie ändern sich. Waren es eingangs alte Zeitungsausschnitte und auch — sehenswerterweise — mal ein paar Fußballschuhe aus jener Zeit sowie die typische Bekleidung von Bergleuten, so wandelt sich die Darreichungsform später zu den Mitbringseln der Gegner aus auf europäischem Terrain geschlagenen Spielen. Den Wimpeln, den „Ehrentellern“, aber auch den die Spiele ankündigenden Plakate („Flutlichtspiel“). Wieso man in Kopenhagen seinem fußballerischen Gegner Eisbären auf Holztellern schenkt, bleibt im Dunkeln, dies Manko wird aber vom Anblick des schönen Geschenks des FC Porto — einem stilvollen alten Vollschiff (vielleicht war’s auch eine Galeone …) — wieder wettgemacht.

Schließlich kommen weitere Perlen dieser Art zum Vorschein, weil es in den Vitrinen für die 1970er Jahre etwas popkultureller wird: die obligatorischen Sammelbilder, ein BRAVO-Starschnitt der Kremers-Zwillinge, von selbigen besungene Single-Platten und dergleichen mehr. Ein Teil der privaten Foto-Sammlung von Klaus Fischer liegt sinnigerweise auf einem Haufen übereinander unter Glas, so dass man nur das erste dieser sicher etwas selteneren Bilder beglotzen kann. Erfährt somit aber immerhin, dass Klaus Fischer eine Art früher Sepp Maier war und während seiner Karriere fleißig selbst fotografierte. Erstaunlich, dass Klaus Fischer überhaupt etwas mit mehr als einem Knopf dran bedienen kann, ein Buch hat er schließlich noch nie gelesen. Vielleicht macht er bei Handbüchern eine Ausnahme.

Einen der beste Teile des insgesamt 600 Qudratmeter großen Museums stellen neun Audiofiles dar, in denen von Ernst Kuzorra über Berni Klodt bis zu Youri Mulder ehemalige Schalker Spieler in jeweils knapp 2 bis 3 Minuten eine Episode der Schalker Historie beleuchten. Das reicht von nicht mal für Fans interessanten Äußerungen, wie man früher mit dem Mofa zum Schalker Training fuhr, bis zu Amüsantem, welches Youri Mulder über seine ersten Spiele beim FC Schalke 04 zu berichten weiß:

“Anekdotenspoiler“

Als sein Berater ihn von Holland nach Deutschland vermitteln wollte, hatte er geantwortet, das er überall hingehe, nur nicht nach Wattenscheid. Kaum spielte er für Schalke, war das erste Pflichtspiel prompt gegen jenes Wattenscheid und ging noch prompter gar mit 0:3 im Ruhrstadion verloren. Viele Schalker Anhänger weinten darob hemmungslos, worauf Mulders extra angereister Vater seinen Sohn fragte, bei was für einem Verein er denn hier gelandet sei. Die Antwort auf diese gar nicht rhetorische Frage bleiben sowohl Mulder als auch das Museum leider schuldig.

 
 

Gelandet sind auch viele Fanutensilien im Schalke-Museum, die etwas zusammmenhangslos in der Mitte des Museums in einem stilisierten Wohnzimmer mit TV — zum Fußball Schauen gedacht, wohl — ausgestellt werden. An den Wänden hingen sie und pisten, hier gibt es nichts weiter zu tun, als sich Aufnäher, Wimpel und Kutten genau anzuschauen. Erklärung, Einordnung, Erläuterung: Fehlanzeige.

Leider wird der oben beschriebene Fernseher im weiteren Verlauf nicht dafür verwendet, fünf je etwa zehnminütige Videos über die schalker fußballerischen Miss- und Erfolge pro Jahrzehnt seit dem Zweiten Weltkrieg zu zeigen. Stattdessen steht man sich vor fünf verschiedenen Monitoren für diese kanpp fünfzig Minuten ohne Sitzmöglichkeit die Beine in den Bauch und bekommt doch nur Hausmannskost: Sowohl inhaltlich als auch vom Format her sind die Videos durch die Bezeichnung „mit Liebe gemacht“ noch sehr wohlwollend umschrieben. Möglicherweise müsste man „mit Liebe gemacht“ auch durch „im Jahr 2000 gemacht“ ersetzen. In jenem Jahr öffnete das Schalkemuseum nämlich erstmals seine Tore, und im Jahr 2000 befand man sich schließlich noch 5 Jahre vor der Gründung von youtube.

Naturgemäß gibt es nur wenige bewegte Bilder aus den frühen Zeiten, und das, was stattdessen gezeigt wird, kennt man auch als Nichtschalker meist schon zu Genüge. Heruntergefallener DFB-Pokal, der Hundebiss, die Meisterschaft der (unverständliche Laute), etc. pp. ad lib. Fad und auch technisch schlecht gemacht.

Der Höhepunkt des Museums folgt am Ende, allerdings nur physisch und nicht dramaturgisch. Im letzten Eckchen des Museums steht eine Mini-Tribüne à la Arena auf Schalke zur Besteigung frei. Man setzt sich also in die vierte, fünfte Reihe von unten in einigen Metern Höhe hin und schon startet ein Video über die verschiedenen Spielstätten, in denen der nicht ganz so ruhmreiche FC Schalke 04 je zu Hause war und ist. Glückauf-Kampfbahn, Parkstadion und schließlich Arena auf Schalke, neuerdings mit Sponsorennamen.

Kurz vor Ende des Videos dann ein überraschendes Gimmick, was möglicherweise nicht immer eingesetzt wird, eilt eine Mitarbeiterin zur Mini-Tribüne herbei und teilt mit, dass man jetzt schließen würde. Da waren für uns knapp zweieinhalb Stunden gespielt und was noch gefehlt hätte und worauf die Zuschauer nun verzichten mussten, war der Trikottausch. Der hätte im Schalke-Museum in Form von ausgestellten Trikots aus den verschiedenen Jahrzehnten stattgefunden, an denen man nun nur vorbeihuschen konnte, im Rücken die Museumsobfrau, die mit ihren Blicken Beine machte und sich auf dem Weg zu ihrem Feierabend keine Nachspielzeit abringen ließ.

Und schon wäre man wieder draußen, in luftiger Gelsenkirchener Höhe, an der Außenwand im x-ten Stock der Arena auf Schalke und wüsste nur wenig mehr über den FC Schalke 04 als zuvor. Für ein erstes selbst besuchtes Fußballmuseum aber durchaus einen Trip ins schöne Gelsenkirchen wert.

Fazit: Bissken teuer, ansonsten für ein Museum zumindest in der ersten Hälfte genauso aufbereitet, wie man sich ein Museum vorstellt. Die zweite Hälfte mit den Videos hätte man sich lieber komplett zu Hause auf youtube angesehen, dann wäre man auch nicht wegen so etwas Anachronistischem wie Öffnungszeiten von dannen gejagt worden.

Empfehlenswert? Die Jury verteilt zweieinhalb von fünf möglichen Schüppen Kohle. Plus einen langen Dödel, nech?

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Play it again, Sam

„Play it again, Sam“ gilt als eines der am häufigsten verwendeten Filmzitate, welches in diesem Wortlaut im Film gar nicht vorkommt. Tatsächlich sagt der Charakter Ilsa Lund — geschauspielert von Ingrid Bergman — zu jenem Sam im Film lediglich „play it once, Sam“ sowie später noch einmal „play it, Sam“.

Eine Zeitlang gab es im DFB-Pokal Hin- und Rückspiele, später änderte man den Modus zu lediglich einem Spiel, welches aber bei Gleichstand nur verlängert, nicht jedoch im Elfmeterschießen entschieden wurde. Stattdessen wurde in jenem Fall ein Wiederholungsspiel angesetzt.

Wenn es also nach 120 Minuten keinen Sieger gab, wurden weitere 90 und falls nötig auch 120 Minuten im Stadion des Gastes anberaumt. Im dramatischsten Fall kam es dann also nach 240 Minuten Spielzeit — und nicht wie im Europapokal nach 210 Minuten — zum Elfmeterschießen, um schließlich doch eine Entscheidung herbeizuführen.

Der Fokus dieses kleinen Beitragleinchens soll aber ohnehin auf der generellen Existenz der Wiederholungsspiele liegen. Wie kommt es denn, dass trotz dieser Einrichtung nie ein Halbfinale im DFB-Pokal wiederholt werden musste, stattdessen nur Spiele der weniger verheißungsvollen ersteren Runden?

Dies kommt daher, dass es gar nicht so kam, sondern anders.

Ein Halbfinale wurde in jener Zeit nämlich tatsächlich wiederholt, und dabei waren sogar zwei damals und heute große Klubs beteiligt. Eins der beiden Halbfinals aus dem Jahr 1976 fand nämlich zwei Mal statt.

Zunächst traf der Hamburger SV zu Hause auf den FC Bayern München, das Spiel endete 2:2 nach Verlängerung.

Im Wiederholungsspiel gewann der Hamburger SV im Olympiastadion zu München mit 1:0 nach regulärer Spielzeit (Tor in der 90. Minute durch Kurt Eigl — der berühmte „Bayern-Dusel“) und zog ins Finale ein.

Ein Finale, welches er gegen den 1. FC Kaiserslautern im Frankfurter Waldstadion mit 2:0 „siegreich gestalten konnte“, was wiederum den Grundstein für den ersten Europapokalsieg des Hamburger SV 1977 im Europapokal der Pokalsieger darstellte.

An das zweite Halbfinale des DFB-Pokals, welches je wiederholt werden musste, erinnert sich kein Mensch. Außer Olaf Thon.

Erst im letzten Jahr der Durchführung von Wiederholungsspielen im DFB-Pokal, 1991, trat schließlich der Fall ein, dass gleich beide Halbfinals wiederholt werden mussten.

Daran wiederum erinnert sich ein gewisser „Otze“ — damals wohnhaft in Köln — wohl ganz gut; und auch das 6:3 der Werder Bremer gegen Eintracht Frankfurt dürfte trotz der vielen weiteren torreichen Spiele im Weserstadion noch in Erinnerung sein.

Den Anfang der wiederholten Halbfinals aber hatte der HSV mit seinem Sieg in München gemacht.

Danke, Sam.

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Kein-Marathonmann geht

Da der Wald zu diesem Thema bereits allerorten rauscht, muss hier nicht noch mitgerauscht werden. Aber kurz ins Archiv kann man ja mal blicken.

Wenn man seine Stimme und seine Art vermissen wird, wie es hier wohl der Fall ist, dann nur, weil man ungerne Abschiede erlebt. Inhaltlich braucht man ein wandelndes fussballdaten.de auf zwei Beinen nicht mehr, wenn da sonst nix kommt.

Wie schrieb die Süddeutsche Zeitung noch?

Jetzt schon ein geflügeltes Wort: Die „fleischgewordene Vuvuzela“.

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Die noch viel früheren drei Tore von Olaf Thon in einem Spiel

Nein, nicht jene drei in einem Spiel, welche man (ausgerechnet) heute zuerst im Sinn hat. Sondern noch frühere drei in einem Spiel.

Man hätte es ahnen können, als FC Bayern München, dass man da gegen einen antritt, der nicht ganz ohne ist. Wenn man denn nicht Monate vorher dummerweise abgeschaltet hätte, als gerade 2. Liga (Hertha BSC Berlin gegen einen gewissen FC Schalke 04) lief, weil man Rolf Töpperwiens Stimme nicht ertragen konnte.

Sehr gutes Anschauungsmaterial übrigens auch für Hertha-Fans, wie es ab August/September im Olympiastadion wieder aussehen wird. Et voilà.

Das erklärt auch einigermaßen, wieso Töpperwien in diesem Interview nach dem wahrscheinlich noch nie so häufig wie heute zitierten 6:6 so gut über dieses neue Talent informiert wirkte: Er hatte ihn ja schon lange vorher dribbeln und Tore erzielen sehen.

Die Zahlen zum Spiel, bittschön.

Und neben den vielen weiteren Beobachtungen, die man anmerken könnte, belassen wir es heute bei: „Schönes Eigentor von Bernard Dietz übrigens …“

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Zahl der Woche – Folge XXXI

Man glaubt es kaum, in welchen historischen Ausmaßen sich der Boom beim KFC Uerdingen durch die Verpflichung Ailtons bewegt. Sonst setze man nur 100 Trikots pro Saison um — gemeint ist hier in den Fanshops, nicht an die eigenen Spieler — jetzt sind es schon Schwindel erregende:

250.

Da ist die 2. Liga ja so gut wie sicher, zumal jetzt auch noch Olaf Thon, der Professor, als Trainer kommen soll. Zugegeben: Noch ist Ailton gar nicht da, da können sich die 250 ja locker noch mal verdoppeln. Wobei es einige es sich sehr leicht machende Stimmen gibt, die behaupten, dass er ja noch gar nicht da sei …

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