Dirk kaut enorm an seinem harten Brot

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Hat ja nix mit Fußball zu tun.

Die (falsche) Aussprache von Spielernamen ist trotzdem Vielen immer wieder ein Ärgernis; hier insbesondere ebenso oft — auch wenn man nicht immer von Reporternasen erwarten kann, alle möglichen Sprachen der Welt zu beherrschen. Rolf Töpperwien war, wird kolportiert, stolz, dass er keinen Computer benutzte, auch gegen Ende seiner Karriere nicht, jedenfalls nicht für die Spielvorbereitung, sondern alles aus dem Gedächtnis „wusste“. Klingt einleuchtend, denn das menschliche Gehirn hat mehr Atome als das Universum Verknüpfungen und davon werden sogar nur 10% genutzt. Andrösen ad lib.

Schöner wäre es allerdings, wenn die Menschen, die so stolz sind, keinen Computer zu benutzen, oder aber auch die nachwachsende Generation Gebrauch davon machen würde, dass es Möglichkeiten gibt, einen „Yilmatz“ oder einen „Huntelaar“ zu vermeiden. Scheint ganz einfach zu sein, auch wenn die Quellen manchmal natürlich selbst überfragt sind. Wahrscheinlichkeiten drücken sie aber wohl schon aus.

Ü, bitte sehr.

Oder van Gaal. Bitte sehr.

Oder Ronaldo. Bitte sehr.

Oder Daniel van Buyten. Bitte sehr.

Oder Xabi Alonso. Bitte sehr.

Oder Dirk Kuyt. Bitte sehr.

Die Seite wird wahrscheinlich ständig um Neuzugänge auf der Bühne des Welt- oder Deutschlandfußballs erweitert. Also bitte, liebe Kommentatoren, bzw. deren Mappen-für-das-Spiel-Vorbereiter: nehmt Euch die zwei Minuten. Danke.

(Und wie wir disku-tierten

Oder auch zweifelhaft, manchmal)

16 Kommentare

  1. Moin! Die Diskussion um die falsche Aussprache von Namen hab ich noch nie verstanden. Ist doch klar, dass holländische, ungarische usw. Namen so ausgesprochen werden, wie es dem durchschnittlichen deutschen Sprachgefühl richtig erscheint. Niemand verlangt, dass ein Engländer „Schweinsteiger“ 100% korrekt ausspricht, oder ein Franzose „Hanke“. Also Ball flach halten!!
    Nur am Rande: Vor der EM in Portugal haben unsere Reporter offensichtlich einen Sprachkurs belegen müssen, denn aus Fernando „Kuutto“ (z.B.), der jahrelang so geheißen hat, wurde auf einmal „Kauto“. Diese Wichtigtuerei/Schleimerei war einfach lächerlich!!

  2. Was ist denn daran Schleimerei?

    Ja, ich weiß, in England und in Frankreich werden alle Namen englisch/französisch ausgesprochen. Na und? Macht das diese Ignoranz besser? Und inwiefern ist es schleimig, einen portugiesischen Namen portugiesisch auszusprechen?

    Bei englischen Namen findet das komischerweise niemand „schleimig“. Ich erinnere mich an meinen Opa, der Roger Moore als Ro-ger Moh-re aussprach, wie auch meine Oma, die sagte, dass dieses ein Walk-Mann sei, ein Walk, wie in walken.

    Ist das also non-schleimig, Ro-ger Moh-re und Walk-Mann zu sagen?

  3. Schleimig finde ich, Leute, die man jahrelang deutsch ausgesprochen hat, auf einmal umzutaufen. Aber das nur am Rande.

    Worum es geht ist doch das Sprachempfinden/ Sprachgefühl. Dein Opa konnte kein Englisch, deshalb hat er die genannten Herren so ausgesprochen. Mittlerweile kann jeder mehr oder weniger Englisch, deshalb sprechen wir’s richtig aus (mehr oder weniger, erinnert sei nur an die Diskussion um das von uns Deutschen für perfekt gehaltene Englisch von Lena Meyer-Landruth). Aber niemand kann ungarisch oder holländisch, warum sollen denn die armen Reporter Hunterlaar mit „ü“ aussprechen? Ich will doch auch nicht bei jedem Namen recherchieren müssen, sondern spreche ihn so aus, wie es mir richtig erscheint und wie er auch von meinen Gesprächspartnern verstanden wird. Claas-Jan wird da kein Problem mit haben.

    Ich hab selbst ne Zeit in England gelebt. Dass mein Name verhunzt wurde, hab ich eingesehen. Niemand kann verlangen, dass die Engländer für mich oder für jeden Exoten Sprachkurse machen. Das hat doch nichts mit Ignoranz zu tun.

  4. Wahre Worte, Trainer. Mir gehen schon seit Jahren die Leute auf die Nerven, die meinen, die korrekte Aussprache sei vollkommen egal und wer sich darum schere sei ein pingeliger Pedant. Warum soll man sich an das schlechte Niveau anderer Nationen, die auch ansonsten von Fremdsprachen keinen blassen Schimmer haben, anpassen? Es geht ja auch nur um den erlauchten Kreis weniger Fußballkommentatoren und nicht um den „kleinen Mann von der Straße“. Und die Tagesschausprecher kriegen es auch hin. Übrigens stoßen mir immer besonders die falschen Betonungen bei spanischen Spielern auf, z.B. Benitéz oder Mártinez.

  5. Bin ich hier bei Sssssswitch gelandet?

  6. Meiner Meinung nach ist der Ausgangsbeitrag irgendwie falschrum. Ich mag Aufklärung in Sachen Aussprache und ich finde es schön, wenn sich Leute die Mühe machen, da korrekt zu sein. Genauso albern finde ich aber, sich über falsche Aussprache zu ärgern. Meins Erachtens ist der von mir nicht geschätzte Rolf Töpperwien mit seinem lustigen Andösen-Ding eher positiv zu bewerten, eben weil es ihm nicht egal war.

    Sich ärgern geht immer nur soweit, wie der eigenen Horizont es erlaubt. Nur wenn man eine Ahnung hat, wie es richtig ist. Aber wie viele Zuhörer wissen schon, wie Levan Kenia auf rumänisch ausgesprochen wird? Ich verlange nicht, dass korrekt ausgesprochen wird, finde es aber freundlich wenn es so ist. Den Verweis auf die Engländer und die Franzosen finde ich so albern wie die Aufforderung, zu Nachbarn knusselig zu sein, weil der Nachbar knusselig ist. Unfreundlichkeit hat nichts mit Selbstbewusstsein zu tun. Selbstbewusst ist, wenn man tut was man kann.

  7. Neben dem Hern Taschi fällt mir auch noch der Herr ‚Kuranyi ein, dessen Name in Deutschland nicht mehr wie in Ungarn üblich auf der ersten Silbe betont wird, sondern irgendwo anders.

  8. Wird in Georgien rumänisch gesprochen?

  9. Hätte ich mir ja denken können, das DIR sowas wieder auffällt. Schuld ist natürlich der Trainer, weil er kein Korrekturdingsbums eingebaut hat. Nach dem Nochmaldurchlesen wurde ich jedenfalls rot und bin ganz flott und leise weitergesurft, in der Hoffnung dass ..

  10. Nix da. Hier wird nichts unter den Teppich gekehrt.

    (Aber so ein Korrekturdingens hat schon was. Wobei der Trainer ja so großartig ist, und ich hoffe, ich beschwöre jetzt keine Zensur- oder ähnliche Diskussionen herauf, dass er mitunter nachgeschobene Korrekturen aus ergänzenden Kommentaren händisch in den Originalkommentar einbaut, um dann den Korrekturkommentar zu löschen.)

  11. So werde ich richtig ausgesprochen, ihr Pappnasen!

    http://de.forvo.com/search/kim%20k%C3%A4llstr%C3%B6m/sv/

  12. Wie jetzt.. „Hun-te-lür“? Das nimmt doch keiner ernst.

    .
    btw: Das ist doch so eine AAL-Socialmedia-Klingklong-Site. Aus diesem berühmten Web2.0, vom dem jetzt alle reden, ihr wisst schon. Wäre es da nicht wahnsinnig witzig, eine Version von, sagen wir, Víctor Cáceres, hochzuladen, die wie eine gequetschte Version von „Eduard Kackwurst“ klingt – und diese dann ordentlich hochzuvoten? Das würde ein fest bei der nächsten WM-Übertragung..

  13. interessant, daß bei den namen nichtmal die verschiedenen muttersprachler/innen sich auf eine einheitliche lautgebung einigen können. siehe z.B. „chabi“ alonso beim mexikaner und „schabi“ alonso bei den spaniern.

    oder auch ronaldo, da hör ich auch unterschiedliche betonungen raus.

    und müsste man dann nicht auch die katalanischen spieler auf catalan aussprechen und die baskischen auf… und die nordvietnamesischen anders als die südvietnamesischen?

    all zu weit sollte man es auch nicht treiben, finde ich.

  14. passender hinweis linksaussen, ein schönes beispiel dafür ist auch der spieler grafite, der je nach region in brasilien grafitschi, grafitsch, grafiti ausgesprochen werden kann. dazu dann noch die eigenart der brasilianer, bei eigennamen manchmal die ausspracheregeln außer acht zu lassen und schon hat man wohl auch von brasilianern abweichende aussprachen.

    dementsprechend ist die im beitrag verlinkte aussprache von grafite keineswegs zweifelhaft, sondern sogar diejenige, die in den meisten gebieten so anzutreffen ist. irgendwie in die nesseln gesetzt damit, oder?

  15. Linksaussen hat natürlich einerseits Recht, andererseits ist damit doch nichts besagt: dass die selbe Sprache in unterschiedlichen Regionen anders ausgesprochen wird, ist doch nicht bemerkenswert. Schon bemerkenswert im Sinne, das hier in einem Kommentar festzustellen, aber auch keine Änderung dessen, dass es wohl für alle Fälle ein „korrekt“ oder „nicht korrekt“ gibt, zumal hier noch dazu kommt, dass jeder Einzelne der Sprecher auch einen Sprachfehler oder einfach keine Ahnung haben kann, wie gesagt stellt diese Socialmedia-Klington-Seite nur Wahrscheinlichkeiten dar.

    Insofern nicht in die Nesseln gesetzt, nein. Die Aussprache ist ja nicht zweifelhaft, sondern zweifelhaft ist, welche jetzt die richtige ist. Und wenn es verschiedene Aussprache innerhalb Brasiliens gibt, ist das doch nur analog zu verschiedenen Aussprachen innerhalb Deutschlands, was nicht wirklich verwundert, weil man in Bochum schon anders spricht als in Duisburg, genauso wie man in Düsseldorf anders spricht als in Köln. Diese Sprachinseln können sehr klein sein und entscheidend ist dann doch, wie der Besitzer eines Namens glaubt, selbst ausgesprochen zu werden oder aber welche Regeln im „Hochbrasilianisch“ gelten, wenn man ihn selbst nicht fragen will oder kann.

  16. ja natürlich ist das eine selbstverständlichkeit, also die abweichende aussprache innerhalb eines landes, aber wieso wird dann weiterhin gefordert man möge die spielernamen richtig aussprechen? ich muss über viele aussprachen auch lachen, möchte aber auch nicht wissen wieviele namen ich selber falsch betone. und schlimmer als eine falsche aussprache, finde ich immer diese pseudo korrekten aussprachen. wenn da mal wieder irgendein super kluger reporter mit etwas spanisch kentnissen denkt einen portugiesischen namen richtig auszusprechen können, aber überhaupt nicht checkt welche unterschiede bestehen, finde ich da schlimmer, als wenn er es einfach irgendwie „deutsch“ ausgesprochen hätte



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