Ein Näschen für Erfolg haben

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Es ist eine Sache, ob man das „Experiment“ Hoffenheim aus diversen Gründen ablehnt oder auch begrüßt und da kann man auch in vielerlei Hinsicht diskutieren und Auffassungen haben.

Eine ganz andere Sache jedoch, zu der man keine zwei Meinungen haben kann, ist es, wenn 30.000 „Fans“ im ausverkauften neuen Hoffenheimer Stadion Energie Cottbus mit Hohn- und Spottgesängen bedenken, in denen sie Cottbus in die zweite Liga wünschen und sich über den mangelnden sportlichen Erfolg dieser lustig machen.

Wo waren denn diese Sangesbrüder, eingefleischte Hoffenheimer Fans, noch in der letzten Saison, in der Hoffenheim in der zweiten Liga 5.978 Zuschauer im Schnitt hatte?

Wohl noch zu Hause vor dem Fernseher mit einem Bayern-München-Schal.

14 Kommentare

  1. yeah. kompliment. messerscharf und goldrichtig beobachtet. na war ja aber auch jetzt nicht soo nicht schwer.

  2. Nur eine Theorie, lieber Trainer: angenommen, Kuranyi wechselt nach Hoffenheim, Beckenbauer wird dort Ehrenpräsident, Theodor, der Fußball-Tor, übernimmt auch eine Position und Trainer wird Lothar Matthäus-meinst du, dann kulminiert dieses Blog? Oder macht es einfach ‚Puff‘ und löst sich auf?

  3. Tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber wie hässlich ist denn das, wenn die Anhänger einer Mannschaft einen fremden Verein diffamieren und verbal schädigen! Hopp sollte reinen Tisch mit seinen Pappenheimern machen und sich die volle Kommunikationsherrschaft in seinem Stadion sichern. Andernfalls fordere ich hiermit seinen sofortigen Gang nach Canossa ein (nimm gleich den Theo mit, liegt auf dem Weg)!

  4. Ist Christoph Daum bereits gesichtet worden? *sorry* Der war flach.

  5. Genau, Trainer. Die Hoffenheimer-“Fans“ dürfen jetzt erstmal 3 Jahre nur neutrale Fangesänge anstimmen bevor sie vom DFB die Lizenz zur „Rücksichtsvollen Diffarmierung des Gegners“ bekommen und erst weitere 7 Jahre später dürfen dann alle Arten von Spechchören zum Einsatz kommen.

    Schon klar.

  6. Nein, Manfred, wenn das passierte, dann wäre endlich der Weg frei, über Fußball und Anverwandtes zu sprechen und nicht über die Grottenolme, die vorgeben, etwas davon zu verstehen.

    Allerdings verstehe ich nicht, was das mit Hoffenheim zu tun hat. Ich denke nicht, dass ich mich hier als ausgemachter Hoffenheim-Hasser betätigt hätte.

    Kuranyi als Thema ist eh schon länger tot, seine Nationalmannschaftsflucht war ja nur der Schlusspunkt zu dem Ganzen.

    Puff macht hier sowieso gar nix, weil es ja immer neuen Input gibt.

    Ich sage trotzdem: Ich bin kein Hoffenheimhasser. Verstehe auch nicht ganz Deinen anklingenden Affront: Wer sagt denn, dass ich nur diese Themen habe, nur weil ich diese Themen — auch — habe?

  7. Was sind denn wohl „neutrale Fangesänge“ ? „Hoch lebe der Fußball an sich“ oder „Möge das Spiel 0:0 ausgehn und sich niemand verletzen, ho-hee“. Irgendjemand aus der Schweiz hier, der sich mit Neutralität auskennt?

  8. Ich verstehe deinen Blogeintrag einfach nicht. Von verschwindend wenigen Ausnahmen einmal abgesehen ist es doch nunmal so, dass jedweder Verein in der 2. Liga weniger Zuschauer hat als in der 1. Liga bzw in der 3. weniger als in der 2. usw (tippen würde ich als Ausnahme vor allem auf St.Pauli, kann man sicher nachprüfen, hab ich aber grad keine Lust drauf). Dazu kommt, dass die Kapazitäten bei Hoffenheim gewachsen sind (allein in dieser Saison von 26.300 in Mannheim auf gut 30.000 im neuen Stadion, ins alte Stadion passten nach dem Umbau 6.350 Zuschauer). Dass du „Fans“ schreibst, sagt doch schon alles, unabhängig von der mehr als dubiosen Aussage. Grottenolm ist übrigens arg ungeschickt gewählt: Der Grottenolm gehört zu den am meisten bedrohten Arten Europas (Wiki). Also schützenswert, das dürfte kaum in deinem Sinne sein;-).
    Würde ich mir Fußballspiele im Stadion anschauen und dort einigermaßen in der Nähe wohnen und nicht in Duisburg, schaute ich mir auch Hoffenheim an: die Mannschaft spielt gut und erfolgreich, also kommen auch die Zuschauer. Man kann sicher trefflich über den Fanbegriff an sich streiten und selbstmurmelnd auch darüber, wie eingefleischt die von dir erwähnten Herrschaften sind, aber das gilt beileibe nicht nur für Hoffenheim. Wo Erfolg ist, kommen auch die Zuschauer, das ist eben so. Nicht überall, siehe Schalke und Dortmund, aber prinzipiell stimmt meine Aussage wohl.
    Es fällt mir übrigens arg schwer, einen positiven Blogeintrag deinerseits über Hoffenheim zu finden, wie also soll ich deiner Aussage, du seiest kein Hoffenheimhasser, glauben? Ich sehe das rein sportlich: die sind verdammt gut, stehen völlig zu Recht auf dem 1. Platz und dieser -wie auch jeder andere- Verein kann sich seine Zuschauer nicht aussuchen. Aber die Tendenz deiner Aussage finde ich bedenklich: man darf also gegen Hoffenheim sein, aber die Zuschauer im eigenen Stadion nicht gegen den (jeweiligen) Gegner? Mumpitz.

  9. Hoffenheim Bashing part II

    Wo war eigentlich das aktuelle Sportstudio als in Hamburg oder Schalke das Stadion eröffnet wurde? Wahrscheinlich in Mainz…

    Unglaublich! Da wird aus dem Stadion übertragen. Wie soll denn da eine unabhängige Berichterstattung gewährleistet werden.

    Trainer, ich glaube die Fans von Hoffenheim haben gefallen am bashen gefunden :)

  10. Ich bin ja wirklich immer wieder dankbar, wenn es noch Leute gibt, die Hoffenheim nicht so super knuddelig finden.
    Wer im Übrigen den Fanblock der Hoffenheimer mal aus der Nähe erleben durfte, dem wird es schwer fallen, diesen Verein zu mögen, selbst wenn sie den besten Fussball der Welt spielten.

  11. @nedfuller, das hab ich gestern beim ASS auch gedacht. Dann aber fiel mir spontan ein, dass sie bei der Eröffnung des Stadions des besten der besten aller Vereine, also bei der Allianz-Arena, gleich mal das komplette, sinnlose Eröffnungsspiel übertragen haben. Also alles im Rahmen.

    Der schönste „neutrale“ Fangesang, den ich kenne, ist übrigens die offizielle Vereinshymne des SV Waldhof Mannheim: „Ein Dreifachhoch dem Lederball!“ Die hätten sie ruhig mal in der Hinrunde spielen können.

  12. Ich verstehe deinen Blogeintrag einfach nicht. Von verschwindend wenigen Ausnahmen einmal abgesehen ist es doch nunmal so, dass jedweder Verein in der 2. Liga weniger Zuschauer hat als in der 1. Liga bzw in der 3. weniger als in der 2. usw (tippen würde ich als Ausnahme vor allem auf St.Pauli, kann man sicher nachprüfen, hab ich aber grad keine Lust drauf).

    Ich würde auch noch den 1. FC Köln in Spiel bringen, aber das ist ja auch gar nicht das Thema.

    Natürlich hast Du Recht, dass überall in der 1. Liga mehr Zuschauer kommen als in der 2., das ist ja auch einer der Gründe, warum für viele ein Abstieg so ein wirtschaftliches Schreckgespenst ist.

    Dazu kommt, dass die Kapazitäten bei Hoffenheim gewachsen sind (allein in dieser Saison von 26.300 in Mannheim auf gut 30.000 im neuen Stadion, ins alte Stadion passten nach dem Umbau 6.350 Zuschauer). Dass du „Fans“ schreibst, sagt doch schon alles, unabhängig von der mehr als dubiosen Aussage. Grottenolm ist übrigens arg ungeschickt gewählt: Der Grottenolm gehört zu den am meisten bedrohten Arten Europas (Wiki). Also schützenswert, das dürfte kaum in deinem Sinne sein;-).

    Nope, da hast Du erneut Recht. Und die Tatsache, dass letztes Jahr ohnehin nur 6.350 Zuschauer reinpassten, will ich auch nicht bestreiten, insofern wären wesentlich größere Zahlen natürlich nicht möglich gewesen. Der Schnitt lag zwar trotzdem unter 6.000, aber das als Argument anzuführen, wäre jetzt Erbsenzählerei.

    Würde ich mir Fußballspiele im Stadion anschauen und dort einigermaßen in der Nähe wohnen und nicht in Duisburg, schaute ich mir auch Hoffenheim an: die Mannschaft spielt gut und erfolgreich, also kommen auch die Zuschauer. Man kann sicher trefflich über den Fanbegriff an sich streiten und selbstmurmelnd auch darüber, wie eingefleischt die von dir erwähnten Herrschaften sind, aber das gilt beileibe nicht nur für Hoffenheim. Wo Erfolg ist, kommen auch die Zuschauer, das ist eben so. Nicht überall, siehe Schalke und Dortmund, aber prinzipiell stimmt meine Aussage wohl.

    Wo Erfolg ist, kommen die Zuschauer, das ist richtig. Ich weiß auch, dass es nicht sinnvoll ist, von Fußballinteressierten diese Nibelungentreue zu erwarten, die man ja gemeinhin als unabdingbar annimmt.

    Was mich einfach abturnt an diesen Gesängen, an dieser Art, ist nicht, dass Hoffenheimer kein Recht darauf hätten, andere zu bashen. Sondern dass es gerade in diesem Fall Hoffenheims besonders leicht ist und oder war, auf diesen Zug aufzuspringen. Was ist das denn anderes als ein „Erfolgsfan“? Und dieser, der ja qua der 6.000 Fassungsvermögen vorher noch kaum im Stadion gewesen sein kann, kauft sich jetzt angesichts des Erfolgs von Hoffenheim eine Karte, evtl. einen Schal, stellt sich in die Kurve und ruft „Cottbus, 2. Liga“?

    Ich finde das widerlich oppurtunistisch. Es ist die gerne genutze Möglichkeit zu einem abwärts gerichteten Vergleich, um sich selbst zu erhöhen, ohne dass man in irgendeiner Form am Erfolg dessen, was man dort betrachtet, partizipiert hätte. Dass Menschen nun mal in aller Regel so sind, macht es nicht besser.

    Und ob diese Empfindung meinerseits jetzt rational begründbar ist oder nicht, ist total egal: Denn so eine Empfindung, dass diese Opportunisten dort einfach nur auf einen fahrenden Zug aufgesprungen sind, folgt aus keiner rationalen Betrachtung, sondern ist ein Gefühl.

    Es fällt mir übrigens arg schwer, einen positiven Blogeintrag deinerseits über Hoffenheim zu finden, wie also soll ich deiner Aussage, du seiest kein Hoffenheimhasser, glauben?

    Das stimmt, es fällt schwer. Das liegt wohl daran, dass ich versäumt habe, mich irgendwie dazu zu positionieren. Der Beitrag zum Bayern-Spiel war allerdings durchaus eher als Kompliment an Hoffenheim als an die Bayern gemeint. In Worten habe ich das noch nicht ausgedrückt, aber mir gefiele ein Meister Hoffenheim auch wesentlich besser als ein Meister Bayern und vor allem dann, wenn sie es sich nicht nur mit intelligentem, sondern auch attraktivem Fußball verdient hätten. Dass Ralf Rangnick dadurch nicht wirklich sympathischer wird, ist dafür – relativ – unerheblich.

    Ich sehe das rein sportlich: die sind verdammt gut, stehen völlig zu Recht auf dem 1. Platz und dieser -wie auch jeder andere- Verein kann sich seine Zuschauer nicht aussuchen. Aber die Tendenz deiner Aussage finde ich bedenklich: man darf also gegen Hoffenheim sein, aber die Zuschauer im eigenen Stadion nicht gegen den (jeweiligen) Gegner? Mumpitz.

    Nochmal: Jeder Fan von jeder Mannschaft soll gegen den Gegner sein (dürfen), ganz klar. Ich empfinde aber jemanden, der erst innerhalb der letzten 6 Monate zum Fan eines Clubs geworden ist, nicht als jemanden, der über Cottbus hönen sollte. Ich gebe zu, zu Ende gedacht ist das vielleicht nicht ganz schlüssig, wann, wo, wie zieht man die Grenze, ab wann jemand Erfolgsfan ist oder ab wie vielen Jahren Bundesligazugehörigkeit man über wen spotten darf. Es widert mich trotzdem an, wenn ich mir die Erfolgsfuzzis im Stadion vorstelle, die meinen, durch den Kauf eines Trikots Teil von irgendetwas zu sein, wozu sie nun mal nichts beigetragen haben.

    PS: Tausche übrigens noch „Affront“ gegen „Spitze“… das war der falsche Begriff.

  13. Und noch so ein treffender Kommmentar.

    Kompliment!



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