Ein Sieg aus 17 Spielen: Bochum nürnbergisiert

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Hatte man bis zur Mitte der Hinrunde noch geglaubt, das neue Nürnberg würde gerade in Frankfurt bei der dortigen Eintracht errichtet, ist es nun klar, dass sich das neue Nürnberg lieber da niederlässt, wo die Sonne verstaubt: der VfL Bochum ist sein Ziel.

Mit den üblichen, späternach als tragisch identifizierten Worten vom „besten Kader seit [beliebiger Zeitpunkt]“ in die Saison gegangen, hat man in Bochum gerade mal ein einziges von 17 Spielen gewonnen. Zwar stehen auch „nur“ 8 Niederlagen zu Buche, somit ist man in mehr als 50% der Fälle nicht schlechter als der Gegner. Aber eben auch nicht besser.

Diese Rhetorik der besten Mannschaft seit irgendwas hat noch nie jemandem geholfen, es sei denn, er hieß Rosenborg Trondheim, dann vielleicht gewinnt er auf Jahre hinaus alles, was man gewinnen kann. In der aber trotz der klaffenderen Schere immer noch vergleichsweise ausgeglichenen Bundesliga hat gottseidank Kollege Zufall allzeit ein Wörtchen mitzureden. Und so rutscht man vielleicht trotz tatsächlich gar nicht schlechtem Kader eben mal ganz unten rein. Ehe man es sich versieht, ist die Saison vorbei und es sind trotzdem keine Punkte da.

Da hilft es wenig, dass jetzt, da es schon zehn vor zwölf ist, die Alarmglocken geschlagen werden und es hilft auch wenig, dass die Bochumer anders als die Verantwortlichen in Nürnberg nie zu hochnäsig wären, um die aktuelle Situation zu verkennen und/oder mit genau dem erklären zu wollen, was es eben — auch — ist: Glück und Pech.

Nur nimmt dieses keine Rücksicht darauf, dass man sich angesichts seines doch so guten Kaders eigentlich einen Ausschlag nach oben gewünscht hätte: Es ist wie das Wetter im April.

(Tasmania Berlin gewann 2 Spiele innerhalb einer Saison. Nur so zur Randinfo.)

Ein Kommentar

  1. Trifft in ähnlicherweise auch auf Hannover 96 zu, das war ja auch der beste Kader seit der letzten Deutschen Meisterschaft oder so.



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