Finger, Elche, Daumen

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Zdravko Kuzmanovic kann es nicht nachvollziehen, und möchte die Aufgabe am liebsten zurückgeben.

Das Problem bleibt aber genauso wie vorher vorhanden. Der Zuschauer, der sich als Fan begreift, ist eben kein professioneller Kritiker, dem man mit so profanen Dingen wie Fairness bei der Bewertung von Spielszenen und -ergebnissen kommen kann.

Überhaupt ist das Heimrecht für die VfB-Spieler ein zweifelhaftes Vergnügen. Trotz des dominanten Auftretens hallten bei so gut wie jedem Fehlpass Pfiffe durchs Stadion hallten. „Wenn die Zuschauer mit einem 3:0 nicht zufrieden sind“, fand Zdravko Kuzmanovic, „muss sich vielleicht nicht die Mannschaft hinterfragen.“

X Prozent der Leute bezahlen ohnehin nur fürs Meckern (respektive Pfeifen) und die anderen mögen halt diesen oder jenen Spieler nicht, völlig gleich, was er auf den Platz zaubert. Kommt hinzu, dass man heute, wenn man möchte, täglich den FC Barcelona sehen kann und zudem selbst eine Playstation zu Hause hat, auf der jeder Pass stets sitzt. Hinterfragen wird sich von denen keiner. Ging man je ins Stadion, um dann fair zu entscheiden, ob der Gladiator oder der Löwe lebendig nach Hause geht?

Genau dieses Recht, endlich einmal unfair urteilen zu dürfen, ist doch für viele Teil des Vergnügens.



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