Premieres Totenmesse

| 6 Kommentare

Kaum hat Premiere den Kampf um die Bundesligarechte verloren, wuchert es mit seinem letzten Pfund. Zu erstaunlichen Preisen kann man alle 64 WM-Spiele live sehen: 64 Spiele für nur 64 Euro.

Dazu gibt es noch 7 Monate des normalen, eher witzlosen Premiere-Angebots obendrauf. Scheint so, als sei heute der Tag der Werbung im Blog.

Dieses Angebot klingt allerdings eher wie eine Totenmesse denn wie echte Werbung. Mit dem Begriff „Spottpreis“ ist es noch nett umschrieben. Vor allem spottet es jenen, die zu normalen Preisen das reguläre Premiere-Programm erworben haben. Nach 2006 werden wohl nur noch die Abonnenten übrig bleiben, die zu schludrig sind, rechtzeitig zu kündigen.

Dazu passt auch diese Meldung im tagesspiegel. Wenn die Bundesliga wegfällt und sich ohnehin niemand mehr — na endlich! — für die Formel 1 interessiert — was will Premiere dann überhaupt noch zeigen?

Zur sowieso zwielichtigen Entstehung und Amlebenhaltung dieses Senders passt dieser Abgang. Tschüß Premiere, wir werden Dich nicht vermissen.

6 Kommentare

  1. Öy, nix gegen die Formel 1!

    Ne, im Ernst, ich würd‘ mir Premiere nicht mal für Eishockey holen. ; – )

  2. Premiere war schon von Vorneherein zum Scheitern verdammt. Warum ein ganzes Abo kaufen? Ich hätte es lieber gehabt, wenn man einzelne Spiele mit Pay-per-view hätte kucken können, ohne jegliche Grundgebühr. Leider sträubt sich ja „Die Liga“ aus Solidarität mit den kleinen Vereinen vor sowas. Aber gerade kleine Vereine hätten daraus Kapital schlagen können. Die Freiburger haben zum Beispiel einen feinen Finkeball gespielt, aber ein viel zu kleines Stadion. Da hätten sie aus Fernsehgeldern mehr Kohle machen können, als aus den Geldern aus dem Solidartopf.

  3. Das mit dem „Pay-Per-View“ gibt’s doch (hoffentlich) bald bei T-Online. Dann hat sich der Premiere Mist eh erledigt : – )

  4. wir haben hier halt keine fernsehkultur, wie in den staaten. pay-tv is hier einfach nicht machbar.

  5. Wieso nicht? Hat ja noch keiner probiert. Ich pflichte allerdings Asinus voll zu. Das Internet wirds regeln.

  6. Die Zukunft liegt im Dart. Phil Taylor ist Weltmeister und laut dem deutschen Dartbund ist der Sport klar auf dem Vormarsch. 2010 bei Olympia in London wird es Exhibition-Sportart sein, danach sicher olympisch. Nur hier, live, bei Premiere-Dart.

    (Ich bin beruhigt, dass Trainer Baade den Ball der Fernsehrechtevergabe so elegant aufgenommen und direkt ins leere Tor gedonnert hat!)



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.