Anfang, Ende und die graue Suppe dazwischen

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Was macht man, wenn man prüfen möchte, ob das Gedächtnis eines dies gerade behauptenden Fußballer noch vollkommen intakt ist? Man fragt natürlich nach dem ersten oder letzten Spiel der Karriere, weil man die auch so leicht vergisst.

Okay, es ging in dem Gespräch nicht um den absoluten Gedächtnistest für den befragten Friedhelm Funkel, es ist nur ein Schwenk, um ein bisschen Gesülze über das Leben von Friedhelm Funkel zu ermöglichen, und das einzige Thema des Gesprächs ist „Erfahrung“, da darf man gerne mal an die weit zurückliegenden Anfänge erinnern.

Dennoch: Wer wissen will, ob sich ein Fußballer wirklich gut an die eigene Karriere erinnern kann, der fragt nach einem Spiel aus der Mitte der Karriere, nicht nach dem ersten oder dem letzten.

Probe zum Selbermachen: Erster Schultag, letzter Schultag. Und dann den 3. Donnerstag im Februar in der 9. Klasse dazu ranholen.

Wie cool Friedhelm Funkel ist, merkt man auch daran, dass er „fasziniert“ war von Uwe Seelers „Bodenständigkeit“. Meiomei, auf die Idee muss man erstmal kommen … Ob er noch in anderen Bereichen so erfahren sei wie im Fußball? „Ich bin mallorca-erfahren.“ Nun gut.

Ansonsten aber eine lesenswerte Reihe, diese SOLO-Reihe — ein Thema, ein Interview — auch mit Heribert Bruchhagen, Theo Zwanziger, Renate Lingor und mal wieder Ioannis Amanatidis.

SOLO.

5 Kommentare

  1. Okay. Anfang und Ende. Und dann wieder einer meiner speziellen „Freunde“: Friedhelm. Der Mann eignet sich scheinbar für alles was mit „grauer Suppe“ zu tun hat.

    Der Friedhelm. Lechzend nach Erfolg wie all die Generationen von Kindern, welche auf übermütigen Kindergeburtstagen ihre kleinen Mäuler nach aufgehangen Würsten reckten …

    Grauzone.

  2. Wieviele Auf- und Abstiege sind seit dem Interview dazugekommen? Ich habe da etwas den Überblick verloren.

  3. Nochmal kurz zu der Serie an sich:
    Ich habe das Interview mit Herrn Gerster gelesen, weil ich den interessant finde. Dabei empfand ich die Vorgabe „Ein Thema …“ als eher störend.

    Da sagt Gerster, dass er auf allen Plätzen unterwegs sei, und zwei Fragen später wird er gefragt, ob es nicht „Feindesland“ gäbe, wo er sich nicht blicken lassen würde. Nur weil das Thema eben „Feindschaften“ war. Das „Gespräch“ dreht sich dabei im Kreis. Das eigentlichen Thema ist nach drei Frage durch, aber das war der faz wohl zu kurz.

  4. Primacy-Recency-Effect? Wahnsinnsphänomen…
    Gibt es auch einen schicken Ausdruck dafür, dass man am häufigsten isst, was einem am besten schmeckt?

  5. Natürlich ist der Primacy-Recency-Effekt bemerkenswert. Eine simple Theorie der Gedächtnisfunktion würde doch annehmen, dass man das zuerst vergisst, was am längsten her ist, also zuerst reingekommen ist. Dem ist aber nicht so. Frage mich, ob Du ohne Existenz dieses Links, bzw. ohne die Tatsache dass irgendjemand dazu schon mal geforscht hat, dieses Phänomen als genauso trivial empfunden hättest wie Dein Kommentar sagt – was es nicht ist.



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