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Schlagwort: Schiedsrichter

Karten fordern ist unsportlich

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Das neue Trikot von Borussia Dortmund kann nur einen Zweck haben: der Träger dieses Trikots fordert den Schiedsrichter auf, ihm die gelbe Karte zu zeigen. Da bekanntermaßen viele Fußballprofis in der Bundesliga nicht so gut deutsch sprechen, hat man das praktischerweise mit einem schicken Bildchen auf dem Trikot nonverbal gelöst.

Der Createur d‘Ausrufezeichen wird in den Veröffentlichungen übrigens der „Revier-Künstler Ottmar Alt“ genannt. Was ist ein Revierkünstler? Jemand, der besonders gut darin ist, sein Revier zu verteidigen? Oder einer, der nur in seinem Revier bekannt ist, darüberhinaus aber nicht?

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Noch’n Klischee

Inspiriert von folgendem Artikel der Süddeutschen möchte ich noch ein paar Klischees hinzufügen:

Die spanische Presse gönnt den Deutschen keinen Sieg.

Deutschland ist eine Turniermannschaft.

Nur in Europa gibt es „echte“ Fußball-Atmosphäre.

Rooney ist ein Heißsporn mit eingebauter Rot-Garantie.

In den KO-Runden-Spielen gehen alle Mannschaften auf Nummer Sicher.

Südamerikaner sind schlechte Verlierer.

Australier sind tolle Sportsleute und somit gute Verlierer.

Schiedsrichter sind humorlose Gesellen, selbst wenn sie ihren Job aufgegeben haben und jetzt fürs Fernsehn kommentieren.

Dick Advocaat ist ein Verlierertrainer.

Guus Hiddink kann aus Scheiße Gold machen.

Wem mehr einfällt: in den Kommentaren ist Platz satt und genug. Bitte.

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Finde die nicht verwarnten Spieler

Ein kleines Gewinnspielchen, diesmal ohne zu gewinnenden Preis. Kann jeder zu Hause selbst lösen, es kostet allerdings ein bißchen Zeit. Finde alle nicht verwarnten Spieler:

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Ohne Holland fahrn wir nach Berlin

Naja, ob „wir“ nach Berlin fahren, ist noch fraglich. Holland jedenfalls fährt nicht. Und offensichtlich habe ich mich hier wohl verhört. Es waren wohl doch die deutschen Zuschauer dieses Spiels, die die Überschrift dieses Eintrags gesungen haben. Hatte mich auch gewundert, wie akzentfrei das alles klang.

Immerhin sind die Holländer in einem Spiel ausgeschieden, das WM-Geschichte geschrieben hat: Zum ersten Mal gab es in einem WM-Spiel vier Platzverweise.

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Zu blöd

Manche Spieler sind einfach zu blöd, die (neuen) Regeln des Spiels zu kennen. Die bei dieser WM neuen Anweisungen könnte man auf weniger als einer halben DIN-A-4-Seite zusammenfassen. Selbst dafür ist bei manchen aber der Arbeitsspeicher nicht groß genug.

Deco fliegt gerade im Spiel Portugal — Niederlande mit Gelb-Rot vom Platz, weil er nach einer Schiedsrichterentscheidung für die Niederlande den Ball noch in die Hand nimmt und dem den Freistoß ausführen wollenden Cocu vorenthält. Dass Cocu Deco dann niederringt, wäre zwar auch bestrafungswürdig, ist in dem Fall aber nicht das Thema.

Wenn doch jeder vor der WM lesen kann, dass solche Aktionen wie die von Deco zwangsläufig mit Gelb bestraft werden, warum macht er dann sowas trotzdem noch? Angesichts der Verhältnisse ist diese Aktion für sich schon Gelb-Rot-würdig gewesen: Eine gelbe Karte fürs Zeitspiel und eine gelbe Karte für extreme Dummheit.

Viel Spaß unter der Dusche, Deco.

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Skandal schwappt über die Alpen

In Italien fällt der ganze Fußball auseinander, selbst der Mann, dessen Heiligenschein wir immer erahnten, ihn dann aber doch nie sehen konnten, scheint beteiligt zu sein: Collina.

In Deutschland geht es nun im selben Stile weiter. Beim Heimspiel gegen Japan ist der Schiedsrichter ein Deutscher. Mensch, Clinsfornia, etwas unauffälliger würde es doch auch gehen. Mit einem kleinen Reiseangebot nach Huntington Beach oder vielleicht mit lebenslanger Bierversorgung durch einen der Sponsoren der Nationalmannschaft. Man muss ja nicht gleich die eigenen Leute als „Neutrale“ auf an den Platz schicken.

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Soft eggs und Arschkarte

Die Welt lernt trotz „Goleo“ und „Teamgeist“ ein wenig deutsch, bevor sie in knappen drei Wochen nach Deutschland schaut, wie ich schon mal erwähnte. Und weil wir ja alle so gut englisch können, schnarch, hat ein englischer Muttersprachler es übernommen, deutsche Redewendungen wie tomatoes on the eyes zu übersetzen. Andreas Möller ist ein „cry baby“ und alle, die bei Regen nicht ins Stadion gehen, sind soft eggs. Der Dummschwätzer ist laut Uli Stein übrigens ein soup buffoon.

Für mich ganz neu, woher der Ausdruck „Arschkarte“ stammt. Weil der Schiedsrichter früher die Gelbe Karte in seiner Brusttasche trug, die Rote Karte hingegen in jener Hosentasche, die sich über seinen Arsch spannte, bezeichnet der Ausdruck „Arschkarte“ eben die Rote Karte beim Fußball. Nett.

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Die Zeit, sie rast.

Ich möchte ohnehin mit keinem Schiedsrichter tauschen oder wie Lodda Mäddaus es sagt, „schon eher was, was mit Fußball zu tun hat“.

Die haben einen undankbaren Job und dann passieren auch noch solche Missgeschicke wie diesem hoffentlich ehrenwerten Franzosen im Halbfinale (!) der WM 1990:

„Injury time added on by the referree is sometimes necessary. But Frenchman Michel Vautrot added on 8 minutes only in the first period of extra-time in the semifinal between Italy and Argentina in 1990! He later admitted he forgot about the time.“

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Pfefferspray… diesmal nicht gegen Hooligans

In Brasilien gibt es ein neues Spray. Ich geb zu, ganz neu ist es nicht mehr, denn es wird seit 2001 eingesetzt. In der brasilianischen Liga haben die Schiedsrichter ein kleines Spray dabei. Und wann immer es nötig ist, bei Freistößen in der Nähe des Sechzehners eine Mauer zu stellen, sprüht der Schiedsrichter eine kleine Linie auf den Platz, die die nötigen 10 Yards Abstand der Verteidiger markiert.

Nach spätestens 60 Sekunden ist die Linie wundersamerweise wieder verschwunden, denn sie besteht aus wasserlöslichen, schnell abbaubaren Stoffen und bleibt so kein Hindernis im weiteren Spielverlauf.

Wer jetzt glaubt, diese Meldung stamme aus der Rubrik „Wahr oder falsch?“, liegt falsch. Es ist wahr.

Und die Linie riecht sogar nach Kokosnuss…

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Retro-Tippkickshirts

Subbuteo war hier schon mal Thema. Das ist nicht ganz so bekannt wie Tippkick, welches fast jeder kennt. Allerdings spielten die meisten wohl früher nur mit den herkömmlichen roten und gelben Männekes.

Das hätte nicht sein müssen, denn hier gibt’s eine Riesenauswahl an Retro-Tippkickshirts [Link leider tot]. Darunter sind nicht nur Retro-Shirts, sondern sogar das ärmellose Shirt von Kamerun, das mal für mächtig Ärger gesorgt hat. Ihr wißt schon, die waren von Puma. Das konnte der adidas-Protegé FIFA natürlich nicht dulden.

Wer sich also die richtige Fußballwelt auf den grünen Tippkick-Filzrasen holen will, sollte hier bestellen. Vielleicht gibt’s demnächst auch prügelnde Ordner oder gekaufte Schiedsrichter für Tippkick.

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