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Schlagwort: Zinedine Zidane

Unbekanntes aus … den EM-Annalen

… den EM-Annalen.

Kein Geringerer als der große زين الدين زيدان — auch bekannt als Zinedine Zidane — ist Rekordspieler bei Europameisterschaften. 14 Einsätze stehen für ihn zu Buche. So teilt er sich den ersten Platz dieser Rangliste mit Poborsky, Teamkollege Thuram und dem schon immer viel zu alt für Profifußball aussehenden Luis Figo.

Lodda Maddäus hingegen ist weiterhin WM-Rekordspieler mit 25 Einsätzen.

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Liebeserklärung

Jupp Heynckes sagt:

„Wenn der Ball sprechen könnte, würde er Zidane eine Liebeserklärung machen.“

Dazu gehört genauso: wenn der Ball sprechen könnte, würde er Jeff Strasser des Feldes verweisen. Huch, genau das hat Jupp Heynckes ja schon gemacht. Na dann.

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Man sieht sich immer zwei Mal

Italien hat Frankreich im Finale der WM geschlagen und ist nun Weltmeister. Ein Franzose hat zwar auch einen Italiener geschlagen und wenn es ganz dicke kommt, wird Italien der Titel wieder aberkannt. Das ist allerdings äußerst unwahrscheinlich und eher der Problematik geschuldet, dass Zeitungen ja irgendetwas schreiben müssen.

Für die Franzosen bietet sich nun ganz schnell die gleich zweifache Gelegenheit zur Revanche, weil Frankreich und Italien gemeinsam in einer Qualifikationsgruppe zur Europameisterschaft sind. Wie schön für Materazzi, dass er nicht mehr auf Zidane treffen kann — so Materazzis Sperre da überhaupt schon abgelaufen sein sollte.

Am 6. September 2006, also in gerade mal acht Wochen, findet das Hinspiel in Frankreich statt. Ziemlich genau ein Jahr später, am 8. September 2007 steigt dann das Rückspiel. Es wird interessant, zu sehen, ob es den Franzosen in nur 8 Wochen gelingt, eine neue Mannschaft zu formen und ob dieser dann die Revanche gelingt.

Trainer Raymond Domenech bleibt jedenfalls im Amt. Und ob das nun so eine gute Entscheidung ist angesichts der Tatsache, dass er schon 2004 mit dem Neuaufbau der Mannschaft nicht zurecht kam, bleibt abzuwarten.

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Hau den Materazzi

Materazzi macht sich selbst klein, um einer möglicherweise gerechten Strafe für seine Provokationen gegen Zidane im gestrigen Finale zu entgehen. Wie die Tagesschau berichtet, soll Materazzi Zidane einen

“dreckigen Terroristen”

genannt haben. Und obwohl Materazzi sich dazu mit den Worten

“Ich bin ein Ignorant. Ich weiß nicht mal, was das Wort bedeutet.”

verteidigt, ist es so unwahrscheinlich nicht, dass Materazzi zumindest irgendeine Beleidigung gegenüber Zidane losgelassen hat. Im notorisch Fremdsprachen-phoben Italien spricht kaum jemand französisch und 99% aller italienischen Fußballprofis haben es nie nötig gehabt, im Ausland zu spielen. Zidane aber versteht italienisch, da er selbst einige Jahre in Turin unter Vertrag war.

Abgesehen davon ist es mit Spanischkenntnissen — die Zidane hat, weil er nun einige Jahre in Madrid spielt und weil seine Frau je nach Quelle Spanierin oder Halb-Spanierin ist — ein Leichtes, Italienisch zu verstehen.

Derweil also Materazzi den dummen Jungen in einem bösen Stück mimt, können wir es Zidane nachmachen und Materazzi aus dem Weg räumen, wozu uns dieses kleine Spielchen einlädt. [Link leider tot]

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Seltenheitswert

Das heutige Finale hat Seltenheitswert. Zum ersten Mal seit 1978 stehen weder Brasilien noch Deutschland im Endspiel. Um es genauer zu sagen, erst zum zweiten Mal seit 1954 überhaupt stehen weder Brasilien noch Deutschland im Endspiel und die einzige Ausnahme davon war eben jenes Finale 1978.

1954 Deutschland — Ungarn
1958 Brasilien — Schweden
1962 Brasilien — Tschechoslowakei
1966 England — Deutschland
1970 Brasilien — Italien
1974 Deutschland — Niederlande
1978 Argentinien — Niederlande
1982 Italien — Deutschland
1986 Argentinien — Deutschland
1990 Deutschland — Argentinien
1994 Brasilien — Italien
1998 Frankreich — Brasilien
2002 Brasilien — Deutschland
2006 Frankreich — Italien

Wer es weniger mit Zahlen und eher mit den handelnden Person hält, dem sei gesagt: Nachdem gestern die „Großen“ Luis Figo und Oliver Kahn bereits ihr letztes Länderspiel absolviert haben, gilt dies heute für den „ganz Großen“ Zinedine Zidane sowie seinen Gefolgsmann bei den Bleus Lilian Thuram. Adieu (was ja, wie wir wissen, „zu Gott“ bedeutet, womit wiederum nur Zidane gemeint sein kann)!

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Niemals geht man so ganz

Niemals geht man so ganz.

Es sei denn, man heißt Zidane und spielt heute gegen Spanien. Es ist auch langsam genug mit seinen verschiedenen „letzten Malen“: das letzte Mal als Vereinsspieler, das letzte Mal im Stade de France, das letzte Mal in Frankreich, das letzte Mal bei einer WM, das letzte Mal überhaupt.

Ich habe übrigens heute zum letzten Mal dieses Brötchen zum Frühstück gegessen. Morgen werde ich dasselbe noch mal tun, mit einem anderen Brötchen.

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Zidane ist Boris Becker (und ein bißchen Steffi Graf)

Oh, Heribert, wie lieben wir Dich. Von dem Karnevalisten Faßbender stammt folgendes Bonmot:

„Fußball ist in Frankreich Volkssport Nr. 1 — Handball übrigens auch.“

Das stimmt aber gar nicht. Fußball ist in Deutschland Volkssport Nr. 1 und in Brasilien, vielleicht gerade noch in den Niederlanden, England und Italien. Alle anderen Nationen haben mindestens eine ebenso populäre Sportart im großen Länderführer von Baedeker vorzuweisen.

In Frankreich ist es neben der Leichtathletik der Radsport. Und Fußball ist für Franzosen nur interessant, wenn die Jungs was gewinnen. Vergleichbar mit Tennis in Deutschland. In einer Stadt wie Paris mit ihren 10 Millionen Einwohnern gehen zu einem Ligaspiel vom einzigen Pariser Erstligaclub Paris St. Germain weniger als 40.000 Zuschauer im Schnitt. Die gewinnen nämlich nix. Der letzte Meistertitel stammt von 1994, insgesamt waren es überhaupt nur zwei seit 1945.

Die Franzosen sind bei der WM dabei. Mit Mühe und Not, fast schon auf deutsche Art, qualifizierten sie sich für das Turnier in Doitschlondeh. Aber was wollen die Franzosen überhaupt bei der WM? Hier guckt doch auch niemand Wimbledon, seit kein Deutscher mehr dort was gewinnen kann. Zidane ist über seinen Zenit hinaus, bewegt sich teilweise schon wie ein alter Mann, sieht wie einer aus und verliert mit Madrid Spiel um Spiel. Nicht besser werden sich die Franzosen bei der WM insgesamt präsentieren.

Wenn er abgetreten ist und die Franzosen auf Normalmaß gestutzt worden sind, wird in Frankreich kein Hahn mehr nach den „Bleus“ krähen. Wie hier im Tennis.

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