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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Kerner ist ein Reh Fuchs

Es ist schockierend (schockierend im Sinne des Fußball-Interessenten, nicht im Sinne des an-wirklich-wichtigen-Dingen-interessiert-Seienden), dass Johannes Baptist Kerner bereits einmal einen Medienpreis erhielt. Abgesehen von seinem extrem schleimigen Verhalten in seiner Talk-Show, die ich nur zwei Mal sah, verstehe ich nicht, wie man ausgerechnet einem der beiden schlechtesten Fußball-Kommentatoren (neben Beckmann) in der deutschen Fernsehlandschaft einen Preis ausgerechnet für seine Sportberichterstattung verleihen kann. Das ist ungefähr so, als wenn man mir einen Preis für meine Kochkünste überreicht. Oder um es auch für andere genauer zu sagen: Das ist ungefähr so, als wenn man Miroslav Klose, dem Schwalbenkönig von Kaiserslautern, einen Fairnesspreis überreicht, weil er einmal dem Schiedsrichter erzählt, dass ein vermeintlicher Strafstoß keiner war. Um es noch genauer zu sagen: Das ist ungefähr so, als wenn man Juventus einen Preis dafür überreicht, dass Juventus seit 78 Spieltagen in Folge an der Tabellenspitze war. Um es noch genauer zu sagen: Das ist ungefähr so, als wenn man den Brasilianern einen Preis überreicht für ihr tolles, fußballerisch überzeugendes Auftreten bei der WM 2006 (man könnte auch 2002 einsetzen, um nicht Rivaldos Showeinlage gegen die Türkei zu vergessen).

Um es einfach mal auf den Punkt zu bringen, Johannes Baptist Kerner für seine Sportberichterstattung einen Preis zu verleihen ist so, als wenn man dem Eigentorschützen einen Pokal überreicht, den die wegen seines Eigentores siegreiche Mannschaft eigentlich hätte bekommen sollen. Um es noch einmal ganz genau auf den Punkt zu bringen, ist es so, dass man diesen Preis, den man da verlieh, eigentlich sich selbst hätte überreichen müssen, und zwar für die unglaublich falscheste (ich weiß, dass es von falsch keinen Superlativ gibt, aber bitte) Entscheidung, die man je getroffen hat. Wie kann man ernsthaft Johannes Baptist Kerner einen Preis für Sportberichterstattung zukommen lassen? Man gibt doch auch der FOTO-Zeitung keinen Preis für objektive Berichterstattung. Man gibt doch auch Angela Merkel keinen Preis als Playmate des Jahres oder Jürgen Klinsmann einen Preis für seine Vertragstreue. Aber Bambi und damit der Burda-Verlag verlieh Johannes Bambi Kerner 2004 einen Baptisten für seine Sportberichterstattung.

Sollte ich je in den Genuss dieser Ehrung kommen, muss ich leider dankend ablehnen, da sie offensichtlich ironisch gemeint ist.

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Zum Sport gehören Turnschuhe

Und wenn ich mit Turnschuhen durch meine Wohnung laufe, und ich meine: nur mit Turnschuhen, komme ich mir immer so vor, als würde ich gerade eine „Rolle“ in diesen Filmen haben, die VHS zum Durchbruch verholfen haben. Was das mit Fußball zu tun hat? Natürlich sehr viel, denn das Schuhwerk ist einer der entscheidenden Faktoren im gesamten Spiel. Oder hätte Lothar Matthäus abgelehnt, den Strafstoß im WM-Finale zu schießen, wenn ihm nicht

a) ein Stollen abgebrochen wäre oder

b) er just an diesem Tag neue Fußballschuhe getragen hätte

und sich aus diesen Gründen „nicht so sicher“ gefühlt hätte? Ob a) oder b) zutreffen, ist bis heute nicht geklärt, was vor allem daran liegen kann, dass c) richtig ist und c) lautet einfach:

c) Lothar hatte Schiß.

Das ist doch gar nicht so schlimm, hey, Lothar, es bricht Dir kein Zacken aus der Krone, wenn Du es zugibst. Bislang ist diese Information aber noch nicht zu ihm durchgedrungen.

Die Courage, zuzugeben, dass der Pseudo-Macho aus Herzogenaurach sich einfach nicht getraut hat, hatte er bis heute nicht. Ich hoffe, er wird es spätestens auf seinem Sterbebett endlich zugeben und von dieser lächerlichen „mir ist ein Stollen abgebrochen“-Version Abstand nehmen.

Diego Armando hat schließlich auch schon zugegeben, dass es doch nicht die Hand Gottes war. Allerdings, nun gut, Diego lag auch schon des öfteren auf dem Sterbebett. Ich erinnere mich an einen Abend bei meinem Unterricht, ca. 2004, als plötzlich Schüler aus Brasilien (!) die Sitzung unterbrachen mit dem Hinweis, dass Diego Maradona mit Herzkasper oder Schlimmerem ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Und dass das nun mal eine schlimme Sache sei, selbst wenn man Brasilianer sei.

Dass Maradona nicht der Hellste ist, ist klar, da steht er Lothar in nichts nach. Aber wenn man sogar im Land des Erzfeindes mit einer Meldung von seinem Tod Bestürzung auslöst, dann ist man vielleicht doch nahe dran, zumindest einen Fuß oder eine Hand Gottes zu haben.

Apropros nur Turnschuhe und Hand Gottes, wer fummelt da plötzlich… okay ich muss weg.

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Abrißbirne oder Roberto Carlos?

Roberto Carlos hat einst ein wirklich — und hier ist der Begriff ausnahmsweise angebracht — geniales Freistoßtor erzielt. Man sieht, er hat nicht nur Kraft in seinen Oberschenkeln mit dem Umfang von 65cm, sondern auch Finesse. Aber eben auch: Kraft, um Häuser zu zerstören in seinen Oberschenkeln.

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Zeigt her Eure Brüste

Bei der WM gab es nur zwei oder drei davon zu bewundern, obwohl doch Sepp Blatter diese Leute zu einer der Hauptgefahren bei der Austragung des Turniers hochsterilisiert hatte: Flitzer. Wir haben uns kurz gefreut, dass es auch bei dieser WM wieder geklappt hat. Trotzdem waren wir ein bißchen enttäuscht, dass die meisten ihre Fantrikots noch anhatten, während sie auf den Platz stürmten. Was ein richtiger Streaker ist, der macht seinen Job natürlich nackt. Und das bringt uns ganz schnell zu der Frage, wer denn eigentlich die Top Ten der weiblichen Flitzer sind. Und natürlich auch zur Antwort.

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War da was?

Während ich so durch die Gegend rumliege, dräut es mir, dass doch heute Fußball in irgendeiner Form stattgefunden haben soll. Klar, auf zahllosen Fußballplätzen und Wiesen ohnehin, aber auch der Profifußball hat sein erstes „Pflichtspiel“ abgehalten. Die Bundesliga ruft, und die Massen strömen. Schlappe 15.000 Menschen konnten das nötige Interesse aufbringen, sich heute den Doppelspieltag des „Ligapokals“ in Düsseldorf anzusehen. Beim zweiten Spiel waren es ein paar mehr, denn um 18h kamen die ersten schon vom Schwimmen am See zurück.

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Hätte genauso gut auf dem Vorplatz der LTU-Arena neben den ganzen Freizeitfußballern stattfinden können: der Ligapokal

Passend zur sommerlichen Atmosphäre im Lande demonstrierten die Fußballer dann, dass sie das Spiel nicht wirklich ernst nahmen und legten eine Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit ein. Ich will mich (mal wieder) nicht zum Gralshüter der Sportlichkeit aufschwingen, aber so ein Signal kommt eben an beim Publikum: Hey, das ist gar kein richtiges Spiel. Es ist nur so. Wir kicken ein bißchen rum, nach dem Spiel gehen wir vielleicht noch am Rhein grillen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass unmittelbar nach 90 Minuten das Elfmeterschießen folgte, Verlängerung, nein, es ist wirklich zu heiß heute für 120 Minuten.

Am Reglement sind die Spieler zwar nicht schuld. Dass sie für solche Spiele nicht höchstmotiviert sind, ist ebenfalls nachvollziehbar. Warum aber muss man diesen Partien — die offensichtlich sportlich wertlos sind und nicht mal von den Beteiligten selbst ernst genommen werden — dann einen offiziellen Anstrich verpassen und solche lächerlichen Rumknickereien „Ligapokal“ nennen? Ah, okay, hört sich besser an. Der Fußball wird dadurch aber nicht spannender. Nennt das Kind doch bitte einfach wieder beim Namen: „Vorbereitungsspiel“.

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Anpfiff

Beim indirekten Freistoß wird erwähnt:

„Fraglich war Schmidts Vorwurf ohnehin, sind die Auflagenzahlen von Sportbüchern mit hohem Wort- und geringem Bildanteil meist niedrig, was ein Sprecher der Fischerverlage bestätigt, wo Horenis Buch erschienen ist.“

Das wundert uns nicht. Wer von den Millionen Fußballfans will schon wirklich etwas wissen? Es geht doch eher um „die ganz großen Emotionen“ (JBK) im Fußball, um das visuelle Erlebnis.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich Toni Schumachers Buch „Anpfiff“ tatsächlich gelesen habe (und nicht nur die Bilder geguckt).

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’ss ned sso aarg

Dass die Süddeutsche mittlerweile wieder zur alten Rechtschreibung übergegangen ist, ist bekannt. Neu ist, dass sie sich jetzt auch der lautmalerischen Rechtschreibung verschrieben hat und Bildunterschriften so formuliert, wie die auf dem Bild gezeigten sie aussprächen.
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Eine Homepage ist keine Kondition

Und eine Webseite ist keine Ausdauer.

Eine Homepage (seit November warte ich darauf, endlich zu diesem Thema klugscheißen zu können) ist keine Webseite, denn eine Homepage ist, wie der Name schon sagt, die „Home“page einer Webseite und somit ihre Startseite.

Beim Ausdruck Kondition verhält es sich andersherum. Die Leute reden von Kondition, meinen in den meisten Fällen aber Ausdauer. Kondition ist aber

„im Sport das Leistungsvermögen bezüglich Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit.“

Die Ausdauer ist also nur ein Teil der Kondition.

Was die Ausdauer von Profi-Fußballern angeht, da gehört Fußballer-Bashing fast schon zum guten Ton. Ich muss zugeben, dass auch ich dem Klischee, dass jeder Leichtathlet Fußballer läuferisch locker in die Tasche steckt, lange Zeit erlegen war. Grundsätzlich nicht verwunderlich, wenn die meisten Profis (in Deutschland) weniger als 2 Stunden täglich trainieren. Runner’s World, eine Laufzeitschrift, bzw. der Autor dieses lesenswerten Artikels in der SCC Running [Link leider tot] räumt ein wenig mit diesem Klischee auf:

„Fakt ist, dass zum einen die Sportjournalisten mit Fachgebiet Fußball kaum einen Schimmer Ahnung haben von trainings- bzw. leistungssportlichem Basiswissen und anderer- seits die Freizeit-Marathonläufer sich in der Regel kein Bild machen vom komplexen Anforderungsprofil eines Profi-Fußballers. Der muss nämlich keinen Marathon laufen, sondern anderthalb Stunden lang verschiedene Formen des Sprints absolvieren, unterbrochen von Pausen, und darüber hinaus diverse Kunststücke mit dem Ball verrichten.“

Später werden Erkenntnisse berichtet, die jeden Amateurfußballer entweder beruhigen oder beunruhigen, je nach dem, wie gerne er „in den Wald“ geht, wo Hobbyfußballer für gewöhnlich „Kondition bolzen“, womit aber, s. o., Ausdauer gemeint ist:

Übrigens: Bei Kindermanns Untersuchung wurde erstaunlicherweise deutlich, dass Mannschaften unterer Klassen versuchen, Schnelligkeitsdefizite über die Ausdauer zu kompensieren. Das widerspricht also eher Ihrem Eindruck, ist aber eigentlich logisch. Schnelligkeit hat man oder man hat sie nicht, das ist mehr oder weniger genetisch festgelegt, an der Ausdauer kann man aber erstaunlich schnell und erfolgreich arbeiten.

Ich bin jetzt erstmal im Wald, so lange es noch nicht ganz so heiß ist. Bis später.

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Ich möchte nicht wissen, was in anderer Leuts Bäuchen vor sich geht

Ich weiß nicht, ob man dafür schon einmal selbst Vater geworden sein muss oder ob man dafür die „Empfindungen einer Frau“ haben muss. Ich finde diesen Brauch, Ultraschallaufnahmen vom Innenleben eines weiblichen Bauches samt darin entstehendem Menschen in Büros aufzuhängen, eklig. Und das, obwohl ich ganz bestimmt nicht zartbesaitet bin. Ich hänge auch keine Bilder vom Inhalt meines Darmes an irgendwelchen öffentlichen Plätzen aus.

Nicht ganz so eklig, aber immer noch penetrant finde ich, wenn auf schwangeren Körpern Texte getragen werden, die auf den schwangeren Zustand dieses Körpers hinweisen. Hier präsentiert uns Kehls bessere Hälfte eine „Mini-5″ (nicht möglich auf das Bild zu verlinken, also bitte in der erreichten Galerie auf „weiter“ klicken, Danke), die in ihrem Leib heranwächst. Ich wiederhole mich, aber ich möchte einfach nicht wissen, was in anderer Leuts Körpern vorgeht.

Bald im Angebot:

- Mützen mit der Aufschrift: „Hier sterben gerade ein paar Tausend Hirnzellen“

- Aufkleber für die Fingernägel „Wächst und wächst“

- Hintern, auf denen „Hier braut sich was zusammen“, steht

- Ein T-Shirt, auf dem mit direkter Messung der aktuelle Puls angezeigt wird inklusive wechselnder Einblendungen „Ich rege mich auf“, „Herztod naht“ oder „Alles im grünen Bereich“

Nein, Danke, es reicht schon, dass manche Leute einfach durch ihre im Laufe des Lebens erworbene Fähigkeit, Sprache zu benutzen, nerven. Da müssen sie es nicht auch noch mit Mitteilungen über ihre Körperfunktionen und -regungen tun.

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Tarzan kann kochen

Tarzan kann kochen. Tarzan, das ist Jens Lehmanns Spitzname und noch dazu ein unglaublich origineller Spitzname für einen 1,90m großen Mann. Hoffentlich hat die Entstehung nichts mit dem gleichnamigen Volltrottel aus der TKKG-Reihe zu tun.

Bei diesem Link sieht man übrigens schön, wie wertvoll Datierungen von Internetseiten sein können.

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