Die (andere) Mutter aller Fangesänge

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Kleiner Treppenwitz der Geschichte ist, dass die beiden Fangesänge „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ und „Olé, hier kommt der BVB“ zur selben Melodie gesungen werden. Normalerweise müsste ich diese unglaubliche Einfallslosigkeit ja anprangern, in dem Fall aber amüsiert es mich. Und zugegebenermaßen haben nur wenige Melodien einen solch ausgeprägten Ohrwurmcharakter.


(Dass „Go West“ im Original von Village People ist, muss man nicht erwähnen? Ja, die mit dem Bauarbeiter. Und ja, Village People wurden bewusst im Hinblick auf eine homosexuelle Zielgruppe gecastet. Deren Song singt heutzutage dann die gesamte Schalke-Arena und das gesamte Westfalenstadion. I like.)

Trotzdem: Die 90er sind genauso vorbei wie die 00er. Zeit für ein neues Mem in den Stadien. Oh stimmt, gab’s ja schon, Seven Nation Army von den White Stripes. Die haben sich aber auch schon aufgelöst, und ihre Melodie war auch nicht ganz so betextungsfähig.

Neue akustische Meme braucht das Land und die anderen Leute drumherum.

Vorschläge, Gromit?

11 Kommentare

  1. Nicht so betextungsfähig? Naja, im Ausland singt man meistens “ All The Germans Are Gay“. Und das passt ja dann irgendwie auch wieder zum Thema.

  2. ‚Hast Du Ohrwürmer am Fuß, hast Du Ohrwürmer am Fuß.‘

  3. Der diese Woche verstorbene Georg Kreisler hat schon vor an die fuffzich Jahren die Schalker bedacht:
    http://youtu.be/xD07fVUXBrk

  4. Dann aber auch Degenhardt: „Spiel nicht mit den Fünftligisten … sing nicht ihre Lieder“ – (Letzteres insb. für die Gesangsvereine ‚Ultra‘)

  5. Für Zweisilber böt sich dieser Refrain an:
    Wir sind, wir sind Schalker/Kölner/Bremer!
    BummbummKLATSCH BummbummKLATSCH.

    Inklusive Bausubstanzhärtetest für die jeweilige Kurve/Tribüne/Gerade/Reinpferchecke/whatever durchs wechselfüßige Bummbumm.

    You like?

  6. Olé super DEG, olé super DEG!

    Schade, dass es keine historischen Daten dazu gibt, wo Fan-Gesänge entstanden sind. Man munkelt, dass viele heute alltäglichen Gesänge in einem ganz bestimmten Eishockey-Tempel entstanden sind, als das Publikum dort noch kreativer war als in der Gegenwart.

  7. M-S-V, (Ti-a-mo)
    MSV, M-S-V (Tiamo, Ti-a-mo)
    MSV, M-S-V (Tiamo, Ti-a-mo)
    MSV, MSV, MSV, MSV (Tiamo, Tiamo, Tiamo, Tiamo)
    undimmersoweiter

  8. Ich erinnere mich dunkel daran, wie sich BVB-Fans Anfang der 90er bei einem winterlichen Europapokalgastspiel bei Bröndby IF mit Nonstopgesängen zu dieser Melodie warm gehalten haben…

  9. OT: Ich habe übrigens einen Ohrwurm am Fuß, zumeist in der Westkurve, es ist aber die Vereinshymne. Die sowieso nicht zu toppen ist als Anfang aller neunzig Minuten. – Und beim anderen Verein, den es eigentlich gar nicht, höre ich gern den Gesangsverein Ultra, weshalb ich dort immer im Sektor M an der letzten Barrikade zur Frittenbude stehe.
    Also, neue Akustik? Für mich ein klares Nö.

  10. Daran erinnere ich mich auch, Libero.

    Nicht zu vergessen in diesem Beitrag der Umstand, dass die Pet Shop Boys selbst ja ebenfalls schwul sind. Etwas, was sie allerdings lange gut zu verschleiern wussten, weshalb die Jungs bei Bröndby und jener Schalker, der das mit dem Aufstehen intonierte, wohl nicht ahnten, was sie taten.

    Manfred: gemein. Lasst den Mann doch mal endlich ruhen.

    Stefan, könnte man das mal weiter eruieren und dann ausführen? Stammen zumindest in Deutschland einige Fangesänge eigentlich aus dem Eishockey? Und war man damals in dieser Hinsicht viel kreativer?

  11. Wie sich gerade rausstellt, gibt es auch bei der einen Mutter aller Fangesänge eine Verbindung zu Homosexualität. Bei Brian Epstein schon länger bekannt, den Namen Peter Brown lese ich allerdings hier zum ersten Mal.

    Das waren ausgerechnet zwei schwule Männer, vor allem natürlich Brian Epstein, der 1962 der Manager der Gruppe wurde, aber auch sein Assistent und Kumpel Peter Brown, der nach Epsteins Drogentod 1967 immer mehr in dessen Rolle schlüpfte.



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