In Reih und Glied

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Wenn Union Berlin, was ja nun fast ausgemacht scheint, in die 2. Liga aufsteigt, haben alle deutschen Metropolen fein säuberlich geordnet ihre ersten und zweiten Clubs in die erste und zweite Bundesliga einsortiert.

  • Hertha oben, Union darunter für Berlin.
  • Der HSV ebenfalls oben, St. Pauli eine Klasse darunter für Hamburg.
  • Die Eintracht für Frankfurt oben, der sehr kleine FSV darunter.
  • In München die Bayern oben, der TSV 1860 darunter.

Nur in Köln bleibt der 1. FC oben, dahinter folgt die reaniminierte Fortuna allerdings mit wesentlich größerem Abstand, obwohl sie doch immer noch Tabellenführer der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga ist.

Und Stuttgart, wenn man Metropolen-bezogen so gönnerhaft zählen will, hat zwar den VfB Stuttgart ebenfalls in der 1. Liga, verliert aber gerade seine Kickers an die Viertklassigkeit, zählt somit ebenso nicht zu dieser Riege.

Bei 1860 muss man noch hinzufügen, dass sie das einzige all dieser Beispiele sind, die sich als ehemals größerer der beiden den Rang vom Konkurrenten ablaufen ließen, während es in allen anderen Fällen so geblieben ist, wie es immer war. Für „immer“ natürlich nur die Jahre nach dem Krieg berücksichtigend; davor versinkt das alles in wenig vergleichbaren und aufrechenbaren komischen Endrunden, wo sicher der eine oder andere mal größer war als der eine oder der andere, das dann aber wohl nur für kurze Zeit.

Dresden und Leipzig, die man auch ohne viel Wohlwollen zu den Metropolen zählen kann, sind nicht mal mit einem Bein in der 1. oder 2. Liga vertreten, weshalb sie leider gänzlich rausfallen.

7 Kommentare

  1. Von Essen mal ganz zu schweigen…
    Übrigens wird die 2. des VfB Stuttgart ja Premiumligist bleiben und Unterhaching vielleicht sogar den Aufstieg in die 2. Liga schaffen. Okay, nur Landkreis München, aber immerhin.

  2. Interessante Definition von Metropole.

    Abgesehen davon hoffe ich auch von 1860 in irgendeiner unbedeutenden Liga abseits des Profifussballs. Nehmt Euch die Kickers zum Vorbild!

  3. Die Münchner Fußball-Historie im 20. Jhdt. lässt sich ziemlich exakt dritteln:
    1900 wurde der FC Bayern gegründet, und etablierte sich schnell als Nr. 1 unter den Münchner Fußballvereinen. Größter Erfolg der Meistertitel 1932, kurz danach beendeten die Nazis die erste Erfolgsära von Bayern (die Meistermannschaft hatte einen jüdischen Trainer und 5 jüdische Stammspieler, der Verein einen jüdischen Präsidenten).
    1933 – 1966 dann die 60er vorne, größter Erfolg der Meistertitel 1966, knapp vor den aufstrebenden Bayern.
    1966 – 2000 (und darüber hinaus) dann wieder die Bayern ganz vorne. Sowohl aktuell als auch historisch gesehen sind die Bayern also ganz klar der Fußballclub Nr. 1 in München. Die Blauen sind sozusagen nur eine Randnotiz der Geschichte ;-)

  4. Leipzig und Dresden sind als Metropolen mit jeweils 500.000 Einwohnern und Stuttgart nicht (600.000). Interssant.

    Da rechne ich dann mal frech die Metrolpolregion Nürnberg (www.em-n.eu) dazu und haupte: Nächste Saison gibt es dort einen Erstligisten und einen Zweitligisten. Wer wer sein wird, könnte sich schon nächsten Sonntag im Derby zischen dem neunmaligen deutschen Meister Nürnberg und dem dreimaligen deutschen Meister Fürth entscheiden. Wobei 10 dieser zwölf Titel übrigens vor dem Krieg zustande kamen…

  5. @ Thor… man muss vielleicht Dresden und Leipzig mal anders sehen. Sie sind nun mal die Metropolen im Osten. Wobei ich natürlich auch Stuttgart als Metropole sehe. Aber ohne Nürnberg klein darzustellen aber Nürnberg und Fürth sind doch schon zwei verschiedene paar Schuhe sonst kann man ja auch Unterhaching zu München zählen.

  6. @TK
    Als Nürnberger kann ich Deinem Fürth/Unterhaching-Vergleich ja eigentlich nur zustimmen…
    …gleichzeitig muss ich sagen, N-FÜ ist definitiv keine reine Nachbarschaft mehr, dazu sind die Städte wirtschaftlich, kulturell, organisatorisch und städtebaulich einfach zu verwachsen. Gleichwohl: Es ist (ordnungs-)politisch betrachtet keine gemeinsame Stadt. Ein Metropolenzwitter sozusagen. Doch wie lange noch? Gibt ja genug Beispiele wie zwei Städte so verwachsen sind, dass eine daraus wurde: Brooklyn und New York. Oder Neukölln und Berlin. Oder Wattenscheid und Bochum. Würde jemals eine Vereinigung kommen (womit ich durchaus irgendwann rechne), wäre Nürnberg-Fürth jedenfalls die sechstgrößte Stadt in D. und damit dann doch „ohne viel Wohlwollen“ eine Metropole.

  7. nur mit Kaiserslautern ist es umgekehrt, da spielt die TSG in der ersten Liga, und die Lebensversicherung der Metropol-Region in Liga 2.



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