Plagiat und Selbstplagiat

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In diesen Tagen lernt die Öffentlichkeit den Unterschied zwischen Plagiat und Selbstplagiat.

Ein Plagiat ist es zum Beispiel, wenn der Wolfsburger Fußballspieler Diego sich bei Lothar Matthäus bedient, wie angedacht es in seinem „Plagiattor“ beobachtete. Nicht schön, denn schlicht geklaut.

Ein Selbstplagiat nennt man es dann, wenn sich beispielsweise Fortuna Düsseldorf bei Fortuna Düsseldorf bedient. Ebenfalls nicht schön, aber von minderer Verurteilungswürdigkeit, schließlich hat man in letzterem Fall nur sich selbst beklaut.



(Jahn Regensburg — Fortuna Düsseldorf am 7. März 2009, im Tor damals Michael Melka.)

(Gleichwohl muss man hinzufügen, dass wohl kein Tor existiert, welches nicht einen sehr ähnlichen Vorgänger hätte, frei nach der Devise meiner Oma: „Et gibt nix, wat et nich gibt.“ Fraglich also, ob man von Plagiaten sprechen muss oder von weiteren Schleifen in der begrenzten Unendlichkeit der Möglichkeiten.)

5 Kommentare

  1. Danke, sehr schönes Fundstück. Beim ersten Ansehen und -hören hätte ich ja schwören können, dass der Reporter von Melkas Arschlag spricht. Ließ sich dann aber nicht bestätigen. Was mich nicht daran hindert, meinen ersten Eindruck mitzuteilen.

    (Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob eine Rechtfertigung meinerseits für die Verwendung des Begriffes „Plagiat“ erwartet wird. Vermutlich nicht. Wäre dem so, könnte ich möglicherweise darauf hinweisen, dass er mir erst ganz, ganz spät, als der Text längst stand und mir keine Überschrift einfallen wollte, in den Sinn kam, aber das würde dann ja auch wieder kein gutes Licht auf mich werfen, irgendwie. Also: nein.)

  2. Leider gab es einen kleinen, aber nicht unwichtigen Unterschied: in Regensburg gewann Fortuna trotz der Melka-Einlage mit 2:1. Da schmunzelt es sich irgendwie entspannter, so im Nachhinein.

  3. @janus: Stimmt. Erinnere mich, es war ein arschkalter Tag mit sehr deutlichen Frosttagen.
    Und am Schluss gab es noch einen Rangelversuch zwischen Fangruppen und einen versuchten Platzsturm der F95-Ultras.

  4. Meine Überlegung zur Existenz von Plagiaten war nicht in Deine Richtung gemünzt, heinz, es war eine solche genereller Art. Ich fand Deinen Titel durchaus gelungen und wollte ihn weder anzweifeln noch widerlegen.

  5. Abgesehen davon, dass Du gerne in meine Richtung münzen dürftest, Trainer: ich hatte ja nicht ohne Grund „vermutlich nicht“ geschrieben …

    Was mich indes tatsächlich irritiert:
    dass in meinem obigen Kommentar „erinnert“ steht, wo „hindert“ stehen sollte.



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