Potemkinsche Hoffnung DFB-Pokal:
Bayern, Bremen, Schalke

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So ungerne man es auch glauben mag — aus dem DFB-Pokal, der angeblich großen Möglichkeit für Underdogs, auch mal etwas zu gewinnen, ist eigentlich nur eine Liga-Veranstaltung in grün geworden.

Die Gewinner der letzten 15 Jahre bestehen nur aus Bayern (7x), Bremen (3x) und Schalke (3x).

Dazu 1x der VfB Stuttgart und als einziger Kleiner überhaupt, wenn man es denn so sehen will, der 1. FC Nürnberg. In 15 Jahren gerade mal eine halbe Überraschung — da braucht man als kleiner Club eigentlich nicht mehr ernsthaft darauf zu hoffen, gegen die Großen anstinken zu können.

6 Kommentare

  1. Naja, aber immerhin haben es in den letzten Jahren immer mal wieder Zweit- und Drittligisten erstaunlich weit geschafft und dabei auch einige der Großen rausgeworfen. Ich denke, dass sich kein Zweitligist vor der Saison realistische Hoffnungen macht, den Pokal zu gewinnen. Aber den einen oder anderen Spitzenverein rauszukicken – darauf schielen alle. Und genau das macht nach wie vor den Reiz des Pokals aus, oder?

  2. Ich dachte, den Pokal erhält derjenige, der im Finale gegen einen CL-Teilnehmer verliert?

  3. Der Pokal ist stets im Besitz von Franziska van Almsick, sternburg, nur an einem der 365 Tage darf ihn der Gewinner mit nach Hause nehmen und darin schlafen, duschen und sich rasieren („Playoff-Bart“). Wenn ich mich nicht täusche, hatte sie ihn auch bei ihren Besuchen in südafrikanischen Townships dabei, um ein bisschen zu protzen.

    Matthias, ich meinte auch nicht, dass er seinen Reiz verloren hat, nur hatte ich gefühlt viel mehr Überraschungen in den letzten Jahren erwartet. Bei den Siegern. Schaut man auf die Finalisten, gibt es ja durchaus schon einige Kleine mehr, aber dass es dann nie zur kompletten Sensation reicht, ist bedauerlich.

  4. Man könnte auch sagen: immer, wenn die Bauern nicht gewinnen, hat ein Unterhund gesiegt.

  5. Ob man das so sehen will, weiß ich nicht. Ich will das nicht so sehen.

    „Kleiner“. Pffffft.

  6. Da sieht man mal, wie groß die Kluft zwischen den großen finanzstarken und von etlichen Sponsoren geförderten Topvereinen (Bayern, Schalke,…) und den kleinen „Graue-Maus-Vereinen“ (Nürnberg, Duisburg, Bochum,…) heutzutage geworden ist.
    Dinge wir z.B. die Verteilung der Fernsehgelder sind da nicht wirklich förderlich und öffnen vielmehr noch die Schere zwischen groß und klein.
    Warum Schalke mit rund 230 Millionen € Schulden immer noch kräftig investieren darf, aber die halbe 3.Liga (Unterhaching, Bielefeld, Babelsberg, Koblenz, Ahlen,…) um die Lizenz bangen muss, bleibt unbeantwortet.
    Ich freue mich daher über jeden kleineren Verein, der mal im Pokal über das Viertelfinale hinauskommt, von dem illusorischen Bild eines 2.Liga Pokalsiegers (zuletzt Hannover 96 – 1992) oder einem Überraschungsmeister wie Kaiserslautern 1998 müssen wir uns aber wohl verabschieden…



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