Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010, Vorschlag 7:

Fabulous Sankt Pauli — „Der Jahrhundertelf-Spieler und ’sein‘ FC Sankt Pauli“

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Fabulous Sankt Pauli ist die Webseite von jekylla, die sich offensichtlich mit dem FC St. Pauli befasst. Dabei geht sie, jekylla, einen Weg, der noch allzu selten in der Sportbloggerei ist: Ein Interview mit einem der Protagonisten dieses Klubs, wenn auch einem bereits ausgeschiedenen. Michél Mazingu-Sinda-Dinzey äußert sich ausführlich auf ihrem Blog zu diversen Themen rund um seine Karriere im Fußball und bei diesem Klub, und was das Schöne daran ist, dass das Internet bekanntermaßen nach unten offen ist: Es bleibt fast keine Frage ungeklärt in ihrem Beitrag: Der Jahrhundertelf-Spieler und ’sein‘ FC Sankt Pauli.

DFB-Pokal 2006:
Der DFB–Pokal war mit der Höhepunkt in meiner Karriere. Was unsere Mannschaft geleistet hat, war einfach genial. Soviel Leidenschaft innerhalb der Truppe habe ich noch nie erlebt.
Wir sind dort erst richtig gewachsen und man kann auch niemanden hervorheben, alle haben für den Verein ihren letzten Tropfen Blut gegeben und das hat man ganz klar auch gesehen.
Für mich persönlich war es ein geiles Gefühl, entscheidende Tore zu schießen und der Mannschaft, den überragenden Fans, aber vor allem dem FC St. Pauli das zurückgegeben, was sie in mich gesteckt haben, nämlich VERTRAUEN. Ohne diese Hilfe hätte das niemals geklappt.

VfL Bochum:
Wir legten los gegen den 2. Liga-Verein wie die Feuerwehr. Der VfL Bochum, Tabellen-Erster, null Gegentore und wir schlagen sie 4:0. Ich durfte endlich auch im DFB–Pokal ran, nachdem ich nicht mal nominiert war in Burghausen, zu diesem Zeitpunkt war da noch eine Menge Frust in mir. Trotz verschossenem Elfmeter (es sollte ja nicht der einzige bleiben in dieser Saison), ist es mir gelungen, ein Tor zu schießen. Was aber die Mannschaft an diesem Tag für eine Arbeit geleistet hat, war aller Ehren wert gewesen. Das ist St. Pauli und wir sind der Arbeiterverein.

Hertha BSC Berlin:
Ein ganz besonderes Spiel für mich, als Berliner Junge, als Ex–Herthaner, als Mitverantwortlicher für den Aufstieg 1996 -1997 und Nicht-Abstieg 1997 – 1998, mehr Motivation konnte es nicht geben, muss ich hier wohl nicht noch sagen. Das Spiel ist für immer gebrandmarkt. Ein packendes Spiel, Verlängerung und viele Tore, Fußballherz was willst du eigentlich mehr?
Und mir gelingt wieder ein Tor gegen meinen Ex–Verein, ich war sehr, sehr glücklich gewesen darüber. 4:3 haben wir gewonnen und die Glücklichkeit war ungebremst. Die Fans waren völlig aus dem Häuschen und lagen nach dem Spiel fix und fertig fast quer auf den Tribünen vor Freude. Tränen ohne Ende und ganz viel Dank für so ein verrücktes Spiel. Ganz ehrlich, daran hat keiner gedacht, dass wir dieses Spiel noch drehen. Ich war nach dem Spiel gegen Bochum schon fertig vom Rennen aber danach ging Tage nichts mehr. Ich kann mich da nur wiederholen, was für eine geile Truppe wir waren. Moment, es geht ja gleich noch weiter …

Werder Bremen:
Wenn man St. Pauli gegen Werder Bremen sagt, wird man immer auf dieses eine Spiel angesprochen. Ein Spiel wie das wird es bestimmt so nie wieder geben. Das Schneespiel, ach was sag ich: das EISschneespiel! Wie ist die Mannschaft auf dem glatten Boden marschiert, wie hat sich die Mannschaft auf dem harten Boden hingeworfen und sich Wunden und Prellungen geholt. Mehr Einheit geht nicht und wir gewinnen das Spiel mit 3:1. Wieder habe ich ein Tor erzielt und wir sind wieder eine Runde weiter gekommen, UNGLAUBLICH, Du verrückter FC St. Pauli.

Der Originalbeitrag kennt selbstredend noch wesentlich mehr Antworten auf alles Mögliche, was den Geneigten an Dinzeys Karriere und dem Hamburger Fußballverein interessieren könnte: Der Jahrhundertelf-Spieler und ’sein‘ FC Sankt Pauli.

Das war der 7. Vorschlag für den Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010, der 8. folgt am Nachmittag. Stay … naja, Ihr wisst schon. Und keine Sorge: vor Anstoß der (1.) Bundesliga.



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